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Montag, 8. Mai 2023

Kung Fu - Die Karateteufel

Kung Fu - Die Karateteufel 

Story:

 

Ma Su Chen (Judy Lee) kehrt nach Shanghai zurück, um den Tod ihres Bruders durch die Axt-Gang und dessen Boss (Li Ying) zu rächen. Sie wird von Fan Kao To (Peter Yang Kwan) unterstützt, der ebenso den Tod seiner Familie rächen will.

 

Meine Meinung:

 

Aka The Avenger, The Queen Boxer oder und auch bekannt als Fearless Karate Girl. Anfang 70er Jahre Hong Kong Action durch die von Regisseurin Florence Yu Fung-Chi und Co-Star Peter Yang Kwan (Enter the Fat Dragon) gegründete H.K. Fong Ming Motion Picture Co. Ltd. Erzählt wird die Story von Ma Su Chen und der Axt-Gang in Shanghai. Ein im Hong Kong (und Taiwan) gern gesehenes Sujet, wenn man sich Filme wie Der Pirat von Shantung (Shaw Brothers), Ma Su Chen (Jimmy Wang Yu), Ma Su-Chen Takes Revenge (Festland-Produktion), Hero (Der Pirat von Shantung Remake), Furious Slaughter (Jimmy Wang Yu), Kung Fu Mama oder A Brave Girl-Boxer in Shanghai (Schwester von Ma Su Chen übt Rache) anschaut.

 

Es gibt sicherlich noch etliche Filme, die sich direkt oder indirekt mit der Figur Ma Su Chen befassen. In Kung Fu - Die Karateteufel stirbt der männliche Held zu Beginn einen sehr blutigen Tod durch die Axt-Gang. Judy Lee (The Lantern Street, The Great Hunter, A Girl Named Iron Phoenix) ist die Rächerin. In ihrem Spielfilm-Debüt brilliert die schweigsame, coole Killerin, die sogar zwei Särge kauft (einen für den toten Bruder, einen für den Gangster-Boss). Selbstverständlich spielt die deutsche Synchronisation, ein Genuss, auch eine Rolle und wertet den Film auf. Sehr amüsant! Teilweise kommt Italo-Western Stimmung auf und selten hörte ich das Wort Hund so oft als Schimpfwort, wie hier.

 

Es handelt sich um einen Low-Budget Film, der in den USA extrem erfolgreich gelaufen sein soll. Das überrascht nicht: diese Filme waren, gerade zu der Zeit und auch in den USA, sehr beliebt. Man denke da an Namen wie Bruce Lee (Enter the Dragon), Sonny Chiba (The Street Fighter) oder Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer). Der Film startet extrem blutig und sehenswert in den Film, gefolgt von einer coolen Judy Lee, welche vor rotem Hintergrund und zu fetziger Musik Kampf-Demos abhält. Solche Intros lieben Old School Kung-Fu Fans.

 

Danach sind etwas Plot und Charakterisierung angesagt. Judy Lee taucht erst sporadisch auf und lässt ihren Co-Stars Platz, damit sich diese und der Plot entfalten können. Dabei machen vor allem die Gangster eine gute Figur angeführt von Li Ying (The Green Dragon Inn), dessen rechte Hand ein Revolver abfeuernder Gweilo ist. Diese sind interessanter als Co-Star und Held Peter Yang Kwan, auch wenn dieser durch die amüsanten Dialoge in der deutschen Sprachfassung für gute Unterhaltung sorgt. Der 1. Versuch, den Gangsterboss zu töten, ist bereits sehenswert und wird danach nur noch von einem bluttriefenden, langen und harten Finale (Judy Lee gegen Alle) getoppt, welches den Film weit über den Durchschnitt hebt und erklärt, warum der Film (z.B.) in den USA so erfolgreich (In den Kinos) lief.

 

Fazit: Starkes Debüt von einer starken Judy Lee und jedem Old School Kung-Fu Fan zu empfehlen! 

 

Infos:

 

O: Chou

 

HK 1972

 

R: Florence Yu Fung-Chi

 

D: Judy Lee, Li Ying, Peter Yang Kwan

 

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 89 Min.

 

Gesehen am: 15.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Savoy Film vor = Schuber, Uncut-Fassung restauriert aus diversen Fassungen in Deutsch/Englisch/Türkisch ohne Subs. Die Bildqualität ist schwankend. Einzelne, früher zensierte Szenen, haben eine schlechtere Bildqualität. Jedoch liegt der Film in 2,40:1 vor, während Importe oft nur Englisch Dubbed und in Vollbild (massiver Bildverlust) gegenzeichnet sind. Und die deutsche Synchro ist grandios! Da ist es wenig schlimm, dass der O-Ton fehlt. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: April 2023).

Sonntag, 7. Mai 2023

Do You Like Hitchcock?

Do You Like Hitchcock? 

Story:

 

Film-Nerd, Student und Spanner in einem, Giulio (Elio Germano), beobachtet eines Tages den Mord an Sahas (Elisabetta Rocchetti) Mutter (Milvia Marigliano) und beginnt in dem Fall selbst nach dem Mörder zu suchen. Keine gute Idee…

 

Meine Meinung:

 

Als Dario Argento (Sleepless) 2005 Do You Like Hitchcock? realisierte, war sein Zeit definitiv vorbei. Davon zeugen auch seine Arbeiten wie The Stendhal Syndrome, The Card Player oder zuletzt Dark Glasses. Do You Like Hitchcock? reiht sich qualitativ in diese Liste ein und fliegt, wie erwartet, aus der Sammlung. Do You Like Hitchcock? ist nicht grundschlecht, aber nichts mehr für meine Film-Sammlung. Dario Argento hin oder her…

 

Bei Do You Like Hitchcock? handelt es sich um einen TV-Film. Dem sollte man sich bewusst sein. Dies wusste ich seit der 1. Sichtung. Also lag es nicht an falschen Erwartungen. Do You Like Hitchcock? ist eine Hommage an Hitchcock. Dario Argento, scheinbar ein Fan davon, hat bereits früher aus Hitchcocks Filmen zitiert. So auch hier. Ich selbst kenne keine Filme von Hitchcock, da kein Interesse an dessen Werken.

 

Daher kann ich nicht sagen, ob die Zitierungen, Inhalte und Hommagen gelungen sind oder nicht. Zumindest sah ich bereits Parodien, die besser zitiert haben = die Simpsons Folge Bart of Darkness, in welcher Bart aufgrund eines gebrochenen Beines nicht im Pool planschen, dafür die Nachbarschaft beobachtet und meint, dass Ned Flanders einen Mord beging. Herrlich amüsant!

 

Leider kann das von Do You Like Hitchcock? nicht behauptet werden. Der Film, ein zahmer Krimi mit furchtbarem englischem Dub, ist zahm und lahm. Es gibt nur einen Mord zu sehen und hier und da paar Brüste, das war es dann schon, was "Highlights" angehen. Und trotz Beteiligung von Sergio Stivaletti (I Tre volti del terrore) ist der auch nicht sonderlich explizit geworden. Der Plot ist spannungsarm und eine Stimmung wird nicht generiert. Die Figuren sind relativ klischeehaft gezeichnet und das Schauspiel laienhaft.

 

Fazit: Nur für ultimative Dario Argento Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Ti piace Hitchcock?

 

Italien 2005

 

R: Dario Argento

 

D: Elio Germano, Elisabetta Rocchetti, Milvia Marigliano, Chiara Conti, Cristina Brondo, Iván Morales, Elena Maria Bellini

 

Laufzeit der US-DVD: Ca. 93 Min.

 

Gesehen am: März 2006 / Neusichtung am: 15.04.23

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Anchor Bay vor = Englischer Ton (Miese Synchro), keine Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland von Constantin/Highlight auf DVD (Deutsch/Englisch mit deutschen Subs) zu haben. Eine Blu-Ray scheint es nicht zu geben (Stand: April 2023).

Samstag, 6. Mai 2023

The Food of the Gods

The Food of the Gods 

Story:

 

Diverse Parteien kämpfen aus einer Insel gegen Riesen-Monster…

 

Meine Meinung:

 

Nach einer Geschichte von H.G. Wells sehenswerter Tier- bzw. Monster-Horrorfilm mit sozialkritischer Note, der leicht an The Curse (jedoch H.P. Lovecraft Story) erinnert. Ich sah den Film seit Oktober 2007 nicht mehr und der Film hat die Neusichtung definitiv bestanden. Bert I. Gordon, der viele Filme mit Giganten oder Tieren gedreht hat (z.B. In der Gewalt der Riesenameisen) und laut dessen Aussagen keine echten Tiere beim Dreh zu Schaden kamen (kaum zu glauben), hat den Film kurzweilig, effektiv und actionreich in Szene gesetzt.

 

Der Film legt ein hohes Tempo an den Tag und die Tiere bzw. Natur sorgt schnell für Angst und Schrecken. Es kommen Riesen-Wespen, Hühner, Würmer und Ratten vor. Ratten wurden für viele Szenen auch echte gebraucht (mit Miniaturbauten) aber auch mechanische Köpfe und Kostüme. Ggf. kann es sein, dass diese auch für die Fortsetzung verwendet wurden. Die Ratten übernehmen den Hauptpart des Filmes, was die "Tier-Monster" angehen.

 

Der Cast ist simpel, aber nur Mittel zum Zweck. Einige Klischees lassen sich nicht ausblenden. Das Setting auf der Insel, wo viele Gefahren lauern, ist stimmungsvoll. Obwohl keine echten Tiere zu Schaden gekommen sein sollen, würde der Film heutigen Massstäben nicht mehr gerecht werden. Da werden doch echte Ratten ins Wasser geworfen, erschrocken, rumgeworfen oder mit Farbe (?) beschossen (was blutige Shoot-Outs darstellen soll). Die Wirkung für den Film war jedoch toll, da authentischer.

 

Die Effekte sind genau nach meinem Geschmack. Wer Animatronics-Effekte, Kostüme und Gummi-Monster liebt, wird an dem Film und den Szenen seine Freude haben. Die Effekte sind das Beste im Film. Motive des Tierhorror- und Zombiefilmes (sich in Hütte verschanzen und ums Überleben kämpfen) kommen ebenso vor wie erstaunlich blutige und fiese Attacken der Tiere. Und wir sprechen hier von einem PG-13 Rating. Ich bin mir sicher, dass der Film heuer ein R-Rating bekommen würde…

 

Fazit: Wer gerne Tier- und Monsterfilme mag, macht mit The Food of the Gods alles richtig!

 

Gefolgt von: Food of the Gods 2

 

Infos:

 

O: The Food of the Gods

 

USA 1976

 

R: Bert I. Gordon

 

D: Marjoe Gortner, Pamela Franklin, Ralph Meeker, Jon Cypher, Ida Lupino

 

Laufzeit der US-DVD: 88:15 Min.

 

Neusichtung am: 15.04.23

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland raus als Die Insel der Ungeheuer. Inzwischen auch auf Blu-Ray.