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Freitag, 8. März 2024

A Chinese Ghost Story 3

A Chinese Ghost Story 3

Story:

Mönch Fong (Tony Leung Chiu-Wai) und sein Meister (Lau Shun) begeben sich zum Orchid Tempel. Dumm nur, dass dieser verhext ist. Es tauchen weibliche Geister (Joey Wong, Nina Li Chi) auf und auch ein Baummonster (Lau Siu-Ming) hat es auf die Helden abgesehen…

Meine Meinung:

Der dritte Teil gefiel mir auch früher deutlich weniger gut als seine Vorgänger (A Chinese Ghost Story 1 + 2). Dies hat nun auch die Neusichtung bestätigt. Der Film spielt zwar 100 Jahre nach dem ersten Teil, doch wirkt die neue Fortsetzung mehr wie ein lahmes und wenig originelles Remake statt eine Fortsetzung. Dazu kommt, dass der Cast mit Ausnahme von Joey Wong (Butterfly Sword) und Lau Siu-Ming als Baum-Dämon, ausgetauscht wurde.

Joey Wong agiert einmal mehr sehr souverän, auch Lau Siu-Ming. Wie schon im 2. Teil ist Jacky Cheung Hok-Yau (Tiger Cage) in einer grossen Rolle auszumachen. Er spielt aber einen neuen Charakter und macht in den Kampfszenen eine tolle Figur. Statt Wu Ma und Leslie Cheung sind nun Lau Shun (The Ultimate Vampire) und Tony Leung Chiu-Wai (Hard Boiled) in den Hauptrollen als Meister und Schüler zu sehen. Beide sind solide, aber erreichen nicht die Intensität und Klasse von Wu Ma und Leslie Cheung.

In einer kleinen Nebenrolle ist noch Tommy Wong Kwong-Leung (Justice My Fool) zu sehen. Der Film bietet Action, Monster, eine Liebesgeschichte und Humor. Jedoch gibt es deutlich weniger Action, Fantasy und Monster als in den Vorgängern. Zwar sind die Effekte noch immer stark und die wahren Highlights des Filmes, aber viel zu wenig vorhanden, um den Film als Gesamtpaket qualitativ über das Mittelmass zu hieven. Dazu war der Plot einfach zu lahm und diesmal zu wenig fesselnd.

Fazit: Schlechtester Teil der Reihe. Fans der Vorgänger können dennoch einen Blick riskieren. Erwartungen sollten aber reduziert werden.

Infos:

O: Sin Neoi Jau Wan III: Dou Dou Dou

HK 1991

R: Ching Siu-Tung

D: Tony Leung Chiu-Wai, Lau Shun, Joey Wong, Lau Siu-Ming, Jacky Cheung Hok-Yau, Tiffany Lau Yuk-Ting, Tommy Wong Kwong-Leung, Nina Li Chi,

Laufzeit der deutschen DVD: 104:51 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 22.01.24

Fassungen: Siehe die Vorgänger A Chinese Ghost Story sowohl A Chinese Ghost Story 2.

Donnerstag, 7. März 2024

18 Shaolin Golden Boys

18 Shaolin Golden Boys

Story:

Rocky (Willie Chi Tin-Sang) aus San Francisco begibt sich nach China in ein Shaolin Kloster. Dort hilft er, Kinder zu trainieren und das Kloster vor Gangstern (Yu Rongguang, Billy Chow) zu schützen, die es auf eine Statue des Klosters abgesehen haben…

Meine Meinung:

18 Shaolin Golden Boys hat mir mehr Spass bereitet als erwartet. Der Plot ist simpel, der Unterhaltungswert gross, das Tempo hoch. Es handelt sich um eine 1996er HK-Kung-Fu-Komödie, die in den USA, San Francisco beginnt. Da steht Rocky einer asiatischen Kellnerin bei, die von Gweilos belästigt wird. Schon kurze Zeit später geht es nach China in den Shaolin-Tempel.

Der Film bietet starke Action-Szenen im Wechsel mit doofem Klamauk und Humor, in welchem auch Kuhmilch, Kot eines Huhns (und einer Kuh) und Kinderurin nicht fehlen dürfen. Die Action-Anteile dominieren aber klar. Der mir unbekannte Willie Chi Tin-Sang macht in den von Fung Hak-On (The Godfather’s Daughter Mafia Blues) choreographierten Kämpfen eine tolle Figur. Auch seine Feinde überzeugen. Am meisten kämpfen Billy Chow (Tough Beauty and the Sloppy Slop) und die Frau der Bösewichte - welche in den Datenbanken leider nicht Mal geistert wird.

Billy Chow sehe ich als Bösewicht immer gerne. Held Willie Chi Tin-Sang ist, was ich erst jetzt beim Recherchieren herausgefunden habe, der Wong Fei Hung aus Ringo Lams sehenswertem Film Burning Paradise. Umso unverständlicher, dass er keine grössere Karriere hinlegte, weil er es körperlich definitiv draufhat und in den Kampfszenen überzeugt. So auch in 18 Shaolin Golden Boys. Sehr agil, sehr sympathisch, sehr beweglich, sehr akrobatisch. Yu Rongguang (Mirage), den ich als Bösewicht auch mag, bekommt leider kaum Kampfszenen ab.

In einer Nebenrolle ist noch CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness) zu sehen und Shing Fui-On (Who’s Killer) darf einen amüsanten Gastauftritt hinlegen. Die Kampfszenen sind rasant, spektakulär und schön choreographiert worden. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Natürlich auch viel mit Wirework. Aber nicht störend eingesetzt. Im Finale gibt es sogar Stunts, Explosionen und blutige Shoot-Outs zu sehen. Held Rocky muss, um in den Tempel aufgenommen zu werden, eine Art Prüfung hinlegen. Diese Prüfungen in diversen Kammern sind auch unterhaltsam und fantasievoll anzusehen.

Fazit: Für 90er Jahre HK-Filmfans zu empfehlen!

Infos:

O: Gu huo qi bing zhi bing xian zhe

HK 1996

R: Do Wai-Daat

D: Willie Chi Tin-Sang, Yu Rongguang, Billy Chow, Cherie Chan Siu-Ha, Shing Fui-On, William Ho Ka-Kui

Laufzeit der indonesischen LD: ?

Gesehen am: 21.01.24

Fassungen: Mir lag die indonesische Laserdisc vor = Keine Labelangabe, sehr gute Bildqualität, nur Mandarin Ton (O-Ton wäre Kantonesisch), feste englische und chinesische Subs. In Malaysia gibt es eine DVD, scheinbar im O-Ton mit u.a. englischen Subs. Alternativen: HK VCD von Universe. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).

Mittwoch, 6. März 2024

The Beekeeper

 

The Beekeeper

Story:

Ein Ex-Mitglied (Jason Statham) einer strenggeheimen Organisation, genannt Beekeepers, nimmt den Kampf gegen eine Betrüger-Bande auf (Josh Hutcherson, David Witts)…

Meine Meinung:

Den ersten Trailer zu The Beekeeper, einem neuen Actionfilm mit Jason Statham (Death Race, The Expendables, The Expendables 2, The Expendables 3, The Expendables 4, The One, The Meg, Snatch), fand ich vielversprechend. Vor allem mochte ich den Selbstjustiz-Plot. Solche Inhalte à la Death Sentence, Death Wish (1, 2, 3, 4 & 5), The Night of the Executioner oder Nobody mag ich, zumal die Bösewichte anhand des Trailers total überzeichnet dargestellt aussahen = man hasst sie noch mehr.

Ich war überzeugt, dass der Film unterhaltsamer sein würde, als der letzte Selbstjustiz-Actioner, den ich im Kino sah: Silent Night von John Woo! Und so war es auch. The Beekeeper ist an sich kein toller Film, aber eins ist der Film: herrlich unterhaltsam, stupide und amüsant! Ich fühlte mich an die 80er Jahre erinnert und in einzelnen Momenten/Szenen sah ich Filme wie The Punisher mit Dolph Lundgren, Auf brennendem Eis mit Steven Seagal, Mr. Majestyk - Das Gesetz bin ich mit Charles Bronson oder The Terminator 2 mit Arnold Schwarzenegger vor meinem geistigen Auge.

Das mich einzelne Szenen veranlassten, an oben genannten Filmen zu denken, sagt im Positiven schon alles aus. Zudem ist mir Jason Statham seit The Transporter sehr sympathisch und Selbstjustiz-Inhalte gehen immer. Den Plot kann man auf eine Art und Weise auch als sozialkritisch betrachten. The Beekeeper legt schnell los. Der Plot geht Schlag auf Schlag. Es wird nicht lange zugewartet und Längen sind praktisch nicht vorhanden. Jason Statham ist cool und die Bösreichte rund um Josh Hutcherson oder David Witts nehmen Silicon Valley mehr als nur aufs Korn. Köstlich. Und Jeremy Irons (Stirb langsam –Jetzt erst recht) macht seine Sache auch gut.

Der Film, eigentlich fast eine nicht ernstzunehmende, total hohle und übertriebene Komödie, ist unterhaltsam und die Sprüche landen zum Schmunzeln ein. Viele Wortspiele mit Bienen. Zur Brutalität muss ich sagen, dass der Film eigentlich sehr harmlos ist. Die 18er Freigabe in Deutschland ist nicht gerechtfertigt. Was die Action-Szenen angehen gibt es im ganzen Film eigentlich nur eine tolle Action-Szene: den, ich nenne es Mal, «Endkampf» zwischen Jason Statham und Taylor James. Da kam fast The Raid Feeling auf. Schade gab es nicht mehr davon! Der Rest an Action-Szenen ist ok, aber nichts Besonderes. Der Film lebt mehr von den amüsanten Dialogen, den überzeichneten Figuren und dem coolen Actionhelden.

Fazit: Fans von Jason Statham und Selbstjustiz-Inhalten können einen Blick riskieren!

Infos:

O: The Beekeeper

USA, Großbritannien 2024

R: David Ayer

D: Jason Statham, Emmy Raver-Lampman, Bobby Naderi, Josh Hutcherson, Jeremy Irons, David Witts, Michael Epp, Taylor James, Phylicia Rashad

Laiufzeit der Kinofassung: Ca. 105 Min.

Gesehen am: 18.01.23

Fassungen: Im Kino gesehen ab 16/14 Uncut, im O-Ton mit deutschen Subs. Die 18er Freigabe in Deutschland ist nicht gerechtfertigt & übertrieben. In Deutschland soll der Film im April dieses Jahres auf Blu-Ray und Co. erscheinen.