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Donnerstag, 2. Oktober 2025

Night of the Seagulls Review

Horroktober 2025

Night of the Seagulls

Story:

Dr. Stein (Víctor Petit) und seine Ehefrau Joan (María Kosty) sehen sich in einem kleinen Küstendorf, wo Dr. Stein eine neue Praxis eröffnen wollte, einem tödlichen Kult und tödlichen Tempelrittern ausgesetzt…

Meine Meinung:

Neuer Horroktober, neuer Blind-Dead-Titel. Mit Night of the Seagulls schliesst Regisseur Amando de Ossorio (Der Exorzist und die Kindhexe) seine Blind-Dead Reihe solide und stimmungsvoll, sogar sehr stimmungsvoll, ab. Ich wusste um den Film, den ich bisher nur einmal in meinem Leben sah, nichts mehr. Gemäss meinem alten «Review» empfand ich den Film als schlecht. Sollte sich meine Meinung nach der 2. Sichtung ändern? Ja!

Nach dem enttäuschenden und schwachen dritten Teil (The Ghost Galleon) war ich froh, dass die letzte Fortsetzung qualitativ wieder stieg. Die Sichtung ist ansehnlich. Der Plot ist schnell erzählt und eigentlich sehr dünn. Aber die Filme glänzten noch nie wirklich durch originelle, abwechslungsreiche oder tiefgründige Erzählungen. Es geht um Stimmung und Atmosphäre.  Die Bilder sind atmosphärisch dicht.

Wenn die Tempelritter angaloppiert kommen (Slow-Mo mit den Pferden durch das Wasser), dann ist das einfach, wie auch ihre langsamen Bewegungen (hier und da Zombie-Vibes), toll anzusehen. Der Film trieft nur so vor Atmosphäre. Die weiblichen Schauspielerinnen sehen gut aus und geben hübsche Opfer ab. Dazu gibt es paar schön blutige Make-Up Effekte. Die halten sich zwar in Grenzen, aber mir machten sie dennoch Spass, auch wenn man nicht immer die Tat selbst zu Gesicht bekommt.

Fazit: Starker Abschluss einer im Grossen und Ganzen sehenswerten und äussert kultigen Horrorreihe!

Infos:

O: La Noche De Las Gaviotas

Spanien 1975

R: Amando de Ossorio

D: Víctor Petit, María Kosty, Sandra Mozarowsky, José Antoni Calvo, Julia Saly, Javier de Rivera

Laufzeit der US-DVD: 88:45 Min.

Neusichtung: Okt. 2025

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Blue Underground (The Blind Dead Collection). Code Free, Uncut, alle vier Teile und eine Bonusdisc inklusive Booklet in einer Sarg-Box. Englisch/Spanisch mit englischen Subs. Auch heute noch eine hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutsch von XT-Video auf Blu-Ray zu haben (kein spanischer O-Ton vorhanden).

Mittwoch, 1. Oktober 2025

A Resented Woman Review

Horroktober 2025

A Resented Woman

Story:

Ein Dorfvorsteher agiert eigensinnig und tyrannisch. Um an das Vermögen einer reichen Familie zu kommen, lässt er den Vater von Jeong festnehmen. Ihm werden Delikte, die er nicht verbrochen hat, zur Last gelegt. Auch Jeong wird nicht verschont. Zwei weibliche Geister machen es sich zur Aufgabe, Jeong zu helfen…

Meine Meinung:

Aka A Resentful Woman. Bei A Resented Woman handelt es sich um einen ausserhalb Südkoreas seltenen und wenig bekannten Anfang der 70er Jahre Gruselstreifen im klassischen Setting. Der Film, den es wohl nur in Südkorea auf VHS gibt, stammt vom Regisseur Lee Yu-seob. Vom dem sah ich schon zwei weiterer Gruselfilme aus der Zeit: Grudge of Women sowie My Sister's Regrets. Da hat mir der erste gefallen, der zweite wurde nach England verkauft. Andere Gruselfilme von ihm kenne ich nicht (A Story of Two Sisters und Revenge of a Mother).

A Resented Woman ist ein Mix aus Ghost-Film, Drama, Love-Story und Kostümfilm. Jeong und seinem Vater wird Unrecht getan. Auf der anderen Seite gibt es einen Sub-Plot mit Geistern: eine junge Frau stirbt. Da sie nicht verheiratet war, schwirrt ihre Seele im Nirvana umher, statt in den Himmel zu gelangen. Ihre Nanny versucht, ebenso als Geist, eine Seelenheirat zu verwirklichen, um ihr den Weg in den Himmel zu öffnen. Als die Geister vom Unrecht an Jeong erfahren, helfen sie ihm.

Es ist sehr schade, wird es diese Art Film nie in einer anderen Form zu sehen gehen = sprich im Originalbildformat, restauriert und mit Subs. Denn der Film hat schöne, stimmungsvolle Bilder, Kostüme und Requisiten zu bieten und der sähe restauriert bestimmt toll aus. Schon die VHS-Fassung lässt erahnen, dass mit wenig Mitteln viel Stimmung generiert werden kann. Die Geister-Szenen sind dann auch die Highlights des Filmes.

Und 1-3 blutige Szenen (u.a. fantasievolle Szenen mit einem abgetrennten Arm oder ein blutspitzender Sarg) dürfen ebenfalls nicht fehlen. Ansonsten bleibt das Geister-Auftreten dem Klischee treu: schwarze lange Haare, stimmungsvolle Kostüme umrundet mit viel Nebel. Jedoch anders als im späteren japanischen Film à la Ringu, The Grudge und Co. Hier wird nicht schnell weggeblendet und die Geister verschrecken nur die Bösewichte im Film, jedoch nicht die Zuschauer, in Angst und Schrecken. Es handelt sich schliesslich um «gute Geister».

Fazit: Solider Gruselfilm!

Infos:

O: Wonnyeo

Südkorea 1973

R: Lee Yu-seob

D: Shin Young-il, Jin Do-hee, Jang Hyeok, Kim Mu-yeong, Nam Mi-ri

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 89-90 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Life Production vor = Sah Uncut aus, solide Bildqualität, in Koreanischer Sprache ohne Untertitel, statt 2,35:1 nur im Vollbild. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2025).