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Donnerstag, 12. Januar 2017

Blood Father Review

Blood Father

Story:

John Link (Mel Gibson), ein ehemaliger Krimineller und Alkoholiker, lebt einsam in einer Wohnwagen Community und sucht nach seiner verschwundenen Tochter (Erin Moriarty). Diese taucht unerwartet auf – im Schlepptau Gangster eines Kartells, welche sie töten wollen…

Meine Meinung:

Auf Blood Father, einen französischen Actionfilm mit Mel Gibson, so meine Erwartungen, hatte ich mich im Vorfeld gefreut!

Erstens mag ich das europäische Kino sehr, zum anderen mag ich auch Mel Gibson sehr als Darsteller sowie Regisseur (sein neustes Kriegsepos Hacksaw Ridge soll sehr stark geworden sein). Zudem mag ich alternde Actionstars in heutigen Actionfilmen!

Blood Father war gut, aber doch nicht genau das, was ich erwartet habe. Der Film ist eher ein Actionthriller als ein reiner Actionfilm. Es gibt nur wenig Action und der Film ist weitaus dramatischer als erwartet. Ob das nun gut oder schlecht ist liegt beim Konsumenten (wie auch das Ende). 

Langweilig wurde es mir nicht und ich muss sagen, dass Gibson den Film mit seiner Präsenz, auch wenn klischeehafte Rolle und Dramatik, jederzeit aufwertet. Die staubigen Landschaften erschaffen zudem eine schöne Stimmung und Atmosphäre – da wünscht man sich doch glatt Gibson in einem neuen „Mad Max“ Streifen. Das hätte funktioniert – er ist gut in Form und hat von seinem Charisma nichts verloren. Die Bösewichte hingegen waren nur okay – wobei vor allem der Hauptbösewicht nicht wirklich böse wirkt und Gibsons Filmtochter nervt teilweise. Doch Gibson holt die Kohlen aus dem Feuer und Dank ihm macht der Film Spass – auch wenn mehr Action und weniger Dramatik wünschenswert gewesen wäre! 

Für einen B-Film und  eine Direct To Video Produktion auf jeden Fall durch und durch okay, aber nichts Besonderes.

Infos:

O: Blood Father

Frankreich, USA 2016

R:  Jean-François Richet

D:  Mel Gibson, Elisabeth Röhm, Diego Luna, Michael Parks, William H. Macy

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 03.11.16

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD vor = Uncut, Wendecover ohne Freigabenlogo vorhanden, sehr gute Bild- und Tonqualität. Habe den Film in Englisch geschaut. Deutsche Subs sind auf der DVD vorhanden.

21 Red List Review

   
21 Red List

Story:

China Shanghai 1915:

Ein gefährlicher Vertrag gefährdet Japans Einfluss in China. Bevor der Vertrag in die richtigen Hände kommt wird dieser gestohlen. Amerikaner, eine Gruppe von patriotischen Chinesen (u.a. Alexander Lo Rei) und böse Japaner sind hinter dem Vertrag her…

Meine Meinung:

Das Team aus Revanchist (TW, 1994) zeigt sich auch für diesen taiwanesischen Actionfilm im China durch besetzte Japaner Setting verantwortlich!

Obwohl mir Revanchist gut gefallen hat muss ich sagen: 21 Red List ist nochmals eine ganze Schippe besser und empfehlenswerter!

Gründe: es gibt deutlich mehr Action (Martial Arts) und weniger Längen! Actionfans kommen voll auf ihre Kosten!

Die Story mag nur wenig originell sein, aber Originalität suche ich in dem Genre meist auch nicht! Sondern tolle Action und die bekommt man in dem taiwanesischen Film Dank dem Taiwanesen Alexander Lo Rei auch massenhaft geboten! Er spielt eine grosse Nebenrolle und fungierte zudem als Action Director sprich war er für die Kampfszenen und deren Choreographie zuständig! Seine Qualität und seine Fachkompetenz sieht man den Kampfszenen jeder Sekunde an!

Die Action ist wie schon in Revanchist sehr blutig ausgefallen – obwohl in der mir vorliegende Fassung leider stark zensiert! Aber auch so macht der Film noch grossen Spass – wobei ich natürlich jederzeit die Uncut Fassung bevorzugen würde! Aber kommt man billig nur an die zensierte Fassung ran – dann lohnt sich auch diese! Unterhaltung und Abwechslung sind garantiert!

Infos:

O: Er shi yi hong se ming dan / 21紅色名單

Taiwan 1994

R: Chuang Yan-Chien

D: Alexander Lo Rei, Zhang Feng-Yi, Lau Sek-Ming, Ngok Hung, Teddy Yip Wing-Cho

Laufzeit der TW DVD: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 03.11.16

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Nov. 2011). Mir lag die TW DVD von Scholarship vor = O-Ton und feste englische UT, solide Bildqualität, jedoch in vielen Gewaltszenen stark zensiert (Finger abschneiden, blutige Einschüsse, blutende Halswunde, Enthauptung, Körper per Schwert durchbohrt…). Es scheint noch eine alte Auflage in Taiwan zu geben mit einem anderen Cover und es gäbe eine DVD in China – ebenfalls im O-Ton mit englischen UT. Ob diese zensiert oder unzensiert sind weiss ich nicht. Den Film kann man sich auf youtube und Co. im O-Ton mit und/oder ohne englischen UT ansehen – im Gegensatz zu meiner DVD komplett Uncut!

Five Fingers of Steel Review


Five Fingers of Steel

Story:

Gangster überfallen einen Escort Service. Die Funde werden gestohlen, die Bewacher getötet. Es gibt nur einen Überlebenden. Dieser tut sich mit einem Polizisten zusammen, der von den Gangstern gefoltert wurde und dessen Schwester von den Gangstern entführt wurde. Auch vor ihr machen die Gangster mit Folter nicht halt. Mit Hilfe eines Einsiedlers (Hwang Jang-Lee) bereiten sie ihre Rache vor…

Meine Meinung:

Aka Blood Child. Für Fans von Old School Kung Fu Filmen aus Hong Kong aus der Zeitspannte Ende 70er bis Anfang 80er zu empfehlen! Der Film hat mir gut gefallen, auch wenn er kein Meisterwerk des Genres darstellt.

Es gibt aber sicherlich weniger gute Filme dieser Sorte, so dass man sich Five Fingers of Steel gut ansehen kann. Die Story ist nur Mittel zum Zweck und kaum erwähnenswert. Das Budget war klein. Viele Aussenaufnahmen sind die Folge. 
 
Was den Film von anderen seiner Art abhebt ist der ernste und düstere Grundton! Es wird auf Humor, Spässe und Klamauk verzichtet! Vergewaltigungen und Folter kommen vor und ebenso treffsicher in dieser Hinsicht war der makabre Beginn des Filmes mit dem toten Baby.

Der koreanische Star des Filmes, Hwang Jang-Lee, ist dann noch das Zückerchen obendrauf! Er macht eine gute Figur, hat aber nur eine Nebenrolle bekommen. Er ist nur in wenigen Szenen zu sehen und darf nebst tollen Trainingsszenen nur am Ende im Actionbereich tätig werden. Interessant ist, dass er einen Helden spielt und zur Abwechslung nicht einen Bösewicht. Der restliche Cast ist mir nicht bekannt, aber bemüht und solide (Kampfszenen).

Die Kampfszenen sind, was die Anzahl angehen, oft und viel vorhanden und qualitativ sind diese absolut i.O., so dass der Martial Arts Freund mit Five Fingers of Steel voll auf seine Kosten kommt!

Infos:

O: Huet Seung

HK 1982

R: Leung Wing Shan

D: Yuen Mo, Hwang Jang-Lee, Yen Shi-Kwan, Kwon Yeong-mun, Lee Yi-Yi

Laufzeit der UK DVD: 87:57 Min. / Laufzeit der US-VHS: 87:52 Min.

Gesehen am: 03.11.16 / 2. Sichtung (US-VHS) 07.10.25

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2016). Mir lag die UK DVD vor = Gute Bildqualität, Uncut, durchschnittliche Englische Sprachfassung, kein O-Ton. Nachtrag Okt. 2025: Den sah ich im Nov. 2016 als UK-DVD (Englischer Dub). Die DVD wurde verkauft/entsorgt, als ich mir diese VHS aus den USA besorgte. Diese ist in Kantonesisch mit englischen und chinesischen Untertiteln. Es handelt sich aber wohl um einen neuen Canto Dub. Aber egal. Noch immer besser als der englische Dub. Der Film gefällt durch seine Härte und den Verzicht auf Humor (es gibt aber einen Charakter à la Dean Shek). Kuan Yung-Wen gibt einen wunderbaren Bösewicht ab und Hwang Jang-Lee spielt nur eine Nebenrolle. Er darf auch nur im Finale kämpfen. Die Bildqualität ist solide bis durchschnittlich (z.T. etwas dunkel und unscharf). Das VHS ist von Tai Seng.