Dieses Blog durchsuchen

Dienstag, 4. Juli 2017

Blade of the Immortal Review


  NIFFF 2017 Spezial
Blade of the Immortal

Story:

Samurai Manji (Takuya Kimura), durch einen Fluch zur Unsterblichkeit verdammt, versucht das Böse zu bekämpfen. Er hilft Rin (Hana Sugisaki), einem jungen Mädchen, auf dem Weg ihrer Rache. Die Täter: eine Gruppe von Schwertkämpfern unter der Führung von Kämpfer Anotsu (Sôta Fukushi), welcher versucht, das Land unter seine Kontrolle zu bringen...

Meine Meinung:

Auf diesen neuen Film von Takashi Miike (The Mole Song: Hong Kong Capriccio) habe ich mich sehr gefreut. 

Es handelt sich um eine Anime Verfilmung. Ich kenne dieses nicht und kann daher keine Vergleiche liefern. Zuletzt hat Takashi Miike jedoch einige Anime Verfilmungen gedreht (nebst oben genanntem "The Mole Song" u.a. Yatterman, JoJo's Bizarre Adventure: Diamond Is Unbreakable etc.) und bei Blade of the Immortal habe ich einen Film à la 13 Assassins oder Hara-Kiri: Death of a Samurai erwartet. 

Und man kann den Film sehr gut mit 13 Assassins vergleichen - rein vom Budget, den Actionszenen und wie der Film in Szene gesetzt ist. 

Mir hat der Film sehr gut gefallen. Takashi Miike ist einfach ein Qualitätsmerkmal, wenn es um guten Stoff geht. So auch hier. 

Fantastische Rache Geschichte im Samurai Setting mit etwas Übernatürlichem Touch, vielen interessanten Figuren, coolen Waffen und diversen Kämpfern mit ihren Tricks und Gimmicks. Die Massenszenen waren weniger nach meinem Geschmack, da zu unübersichtlich, doch es gab viele Eins gegen Eins Kämpfe, so dass der Actionfan voll auf seine Kosten kommt. 

Die Story ist wenig komplex, man kann dieser gut Folgen. Auch auf etwas Witz und diverse One-Liner seitens der tragischen Figur Manji muss nicht verzichtet werden. Trotz der langen Laufzeit wurde es eigentlich kaum langweilig, Soundtrack und Kameraeinsatz sind nicht zu bemängeln und die Darsteller haben ihren Job gut erledigt. 

Fazit: Allen Samurai-, Japan- und Takashi Miike Fans zu empfehlen - wer die Animes mag sowieso!

Infos:

O: Mugen no jûnin

Japan, Grossbritannien 2017

R: Takashi Miike

D: Takuya Kimura, Hana Sugisaki, Sôta Fukushi, Hayato Ichihara, Ebizô Ichikawa

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 140 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Es gibt noch keine DVD/Blu Ray (Stand: Juli 2017). Inzwischen befindet sich deutsche DVD von Ascot Elite in meinem Besitz = Uncut, Deutsch/Japanisch mit deutschen Subs, von Miike am NIFFF 2019 signieren lassen.

Pwera usog Review

 
NIFFF 2017 Spezial
Pwera usog

Story:

Drei Jugendliche nehmen Pranks auf, in welchen sie Unbeteiligte veralbern und laden die Videos auf YouTube hoch. Doch als die drei zusammen mit einem Kumpel auf einer Fahrt bzw. einer Pause in einem abgelegenen Gebäude eine Bettlerin veralbern, geht dies schief (sie fällt vom obersten Stockwerk runter). Sie verflucht die vier mit unangenehmen Folgen... 

Meine Meinung:

Am 4. NIFFF Tag ging ich bei Pwera usog (eben besagter Fluch, um den es im Film geht) vom schlechtesten Film aus und allgemein hielt ich meine Erwartungen zurück. 

Schon genug sah man am NIFFF von "solchen Herstellungsländer" trashige und miese Filme.  

Doch Pwera usog war gar nicht so übel. Natürlich kein Highlight, nicht kaufenswert, in vielerlei Hinsicht mit Optimierungsbedarf aber besser, aufwändiger, moderner und unterhaltsamer als gedacht. Natürlich auch unfreiwillig komisch aber die Zeit ging definitiv vorbei. 

Die Figuren waren okay, die Mädels hübsch, es gab zu lachen und einige der Effekte waren in der Tat in Ordnung. 

Einige Inhalte waren zu schwachsinnig um als realistisch gelten zu wollen (meine Fresse war für miese Pranks, würde auf YouTube niemand schauen). Leider war der Film ansonsten nicht wirklich spannend, kaum stimmungsvoll und zu zahm. Beim Thema schwarze Magie hätte man derbe Inhalte einbauen können (à la Art of the Devil 1-3). Ausser bisschen Blut erbrechen gab es nicht viel zu sehen (immerhin wurde hier meist nicht auf CGI gesetzt).

Aber im Grossen und Ganzen muss man sagen: das neue philippinische Kino holt qualitativ auf (trotzdem ein Witz einen Film dieses Kalibers in den internationalen Wettbewerb zu schicken = keine Chance).

Infos:

O: Pwera usog

Philippinen 2017

R: Jason Paul Laxamana

D: Joseph Marco, Sofia Andres, Albie Casiño

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Juli 2017).

Era el cielo Review

 
NIFFF 2017 Spezial
Era el cielo

Story:

Diana (Carolina Dieckmann) wird in ihrem Zuhause von zwei Männern missbraucht. Sie entschliesst ihr Trauma für sich zu behalten und erzählt ihrem Ehemann Mario (Leonardo Sbaraglia) davon nichts - doch dieser hat das Geschehen beobachtet. Dass seine Frau schweigt missfällt Mario. Mario beschliesst, die Täter selbst zur Strecke zu bringen... 

Meine Meinung:

Era el cielo war einer der wenigen Titeln, welche am diesjährigen NIFFF ab 18 Jahren freigegeben waren. Ich denke die Freigabe resultiert aus drei Punkten:

1. Die Ernsthaftigkeit 
2. Die Vergewaltigungsszene
3. Die Rache in Form von Selbstjustiz

Der Film, mehr ein psychologisches Drama einer Ehe und Beziehung, in welchem beide voreinander Geheimnisse haben, die der Ehe nicht gut tun, anstatt ein Rape and Revenge Film, hat mir nur mittelmässig gefallen. 

Der Film wird langsam und monoton erzählt. Teilweise war eine Spannung vorhanden, aber meist herrscht Langeweile. Die Figuren haben auch genervt (warum sprechen die zwei nicht miteinander?) und es gab Längen. 

Die Figuren waren auch kaum sympathisch und das Ende selbst und die Schlussszene haben mir auch nicht zugesagt. Wenn schon mit Rape & Revenge "geworben" wird will ich aus so was wie I Spit on Your Grave sehen, und nicht ein ödes und lahmes Beziehungsdrama.  

Leider der schlechteste Film an diesem mittlerweile 4. NIFFF Tag und nicht der Rede wert! Era el cielo nicht gesehen = nichts verpasst.

Infos:

O: Era el cielo

Brasilien 2016

R: Marco Dutra

D: Leonardo Sbaraglia, Carolina Dieckmann, Chino Darín, Alvaro Armand Ugon, Mirella Pascual, Roberto Suárez

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Es ist noch keine DVD/Blu-Ray angekündigt (Stand: Juli 2017).