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Donnerstag, 6. Juli 2017

Branded to Kill Review

NIFFF 2017 Spezial
Branded to Kill

Story:

Goro Handa (Jô Shishido), ein Auftragskiller für die Yakuza (die Nr. 3 in der Killer Rangliste), scheitert an einem Auftrag. Die Zielperson überlebt, eine Zivilistin wird stattdessen getötet. Daraufhin will die Yakuza sich von ihrem Killer trennen und ihn selbst töten…

Meine Meinung:

Seijun Suzuki erschafft mit Branded to Kill ein kleines Gangster-Drama-Meisterwerk. 

Der Film, für Nikkatsu Studios und komplett in s/w gedreht, erzählt eine dramatische und tragische Geschichte des Auftragskiller Handa, Nr. 3 der Killer Rangliste. 

Bald schon sieht er sich in einem Strudel aus Verrat und anderen Killern (vor allem der unbekannte Killer, der als Nr. 1 die Killer Rangliste anführt) ausgesetzt - und mitten in all dem eine wirklich tragische Liebesgeschichte, die am Ende die volle Erfaltung vollbringt. 

Optisch ist der Film, wie die meisten Werke des Regisseurs, toll und stimmungsvoll in Szene gesetzt. Besonders gut kommt dem Film das s/w zu stehen. 

Die Story wird nicht langweilig und am Ende teilweise gar tragisch komisch / satirisch, wenn Handa in der Wohnung mit Killer Nr. 1. ausharren muss bevor es dann zum eigentlichen Finale kommt (wobei für mich das spannungsgeladene "Finale" zuvor stattfand = alle Szenen mit Handa, der sich in der Wohnung versteckt als langsam durchzudrehen scheint). 

Das eigentliche Finale fand ich leicht enttäuschend. Da hätte ich mir mehr erhofft. Die überraschende und sehr tragische Schlussszene macht dies aber gleich wieder wett. 

Die Darsteller machen alle eine sehr gute Figur. Vor allem Jô Shishido, mit welchem Seijun Suzuki schon in Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! und in Youth of the Beast zusammen arbeitete, passt natürlich hervorragend in die tragische Rolle des Auftragkillers. 

Fazit: Für Fans von Jô Shishido, Seijun Suzuki oder des japanischen älteren Kinos uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Koroshi no rakuin

Japan 1967

R: Seijun Suzuki

D: Jô Shishido, Mariko Ogawa, Mari Annu, Kôji Nanbara

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz UT. Gibt es in Deutschland u.a. auf DVD oder Blu Ray (Nur O-Ton, deutsche Subs, Uncut). Inzwischen befindet sich die deutsche Blu-Ray von REM in meiner Sammlung. Bild- und Tonqualität sind sehr gut.

Tokyo Drifter Review

NIFFF 2017 Spezial
Tokyo Drifter

Story:

Yakuza Mitglied Tetsuya 'Phoenix Tetsu' Hondo (Tetsuya Watari) reist nach dem Bruch seines Bosses bzw. der Auflösung dessen Clans in der Gegend rum, will mit Verbrechen nichts mehr zu tun haben. Doch ihm sind alte Feinde auf der Spur. Zudem wird sein alter Boss zu Hause in Tokyo in ein böses Spiel verwickelt, welches auch Phoenix "Frau" (Chieko Matsubara) in Gefahr bringt...

Meine Meinung:

Tokyo Drifter von Seijun Suzuki (Youth of the Beast) hat mir sehr gut gefallen. Es handelt sich um einen sehr melancholischen und teilweise sehr ruhigen Film, in welchem die beiden Stars auch oft singend zu sehen sind (auch der Titelsong stammt von Star Tetsuya Watari).

Dass letzterer auch ein Sänger zu sein scheint wusste ich nicht. Aber es gab mit Tetsuya Watari und Chieko Matsubara für mich ein erfreutes Déjà-vu. Die beiden sind nämlich die Hauptstars/Figuren der sechsteiligen Outlaw: Gangster VIP Reihe (HIER klicken, dann finden sich alle Reviews zu den sechs Filmen).

Und die beiden dann hier, in einem Seijun Suzuki Streifen zu sehen, fand ich sehr schön. Sie passen perfekt in die Rollen und zum Stil des Regisseurs. Vor allem optisch (z.B. auch im Finale), das Spiel mit Licht und Schatten, fand ich grandios. Solche optischen Leckerbissen und Spielereien kommen teilweise auch dann vor, wenn die Akteure am singen sind. 

Der Wechsel von Tokyo weg aufs Land - in den kalten Schnee, tat dem Setting zudem sichtlich gut. Sehr atmosphärisch und stimmungsvoll. Zudem ist Tetsuya Watari wahrhaftig ein toller Schauspieler. Hier spielt er, im Gegensatz zur Outlaw Reihe, eine ganz andere Figur und Persönlichkeit. Sehr wandelhaft. Grosses Talent von ihm. Er ist einfach nur cool und jede Szene mit ihm ist ein kleines Highlight geworden. 

Die Actionszenen sind solide und cool gefilmt, aber eigentlich nur Nebensache! 

Fazit: Für Fans des Regisseurs Seijun Suzuki, oder solchen die es noch werden wollen, uneingeschränkt zu empfehlen.

Infos:

O: Tôkyô nagaremono

Japan 1966

R: Seijun Suzuki

D: Tetsuya Watari, Chieko Matsubara, Hideaki Nitani, Tamio Kawaji, Eiji Gô

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 82 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz. UT. Gibt es in Deutschland auf DVD (von REM, Uncut, O-Ton, deutsche UT). Die DVD fand inzwischen auch den Weg in meine Sammlung. Bild- und Tonqualität sind sehr gut.

NIFFF Bericht Tag 6

Heute standen fünf Filme auf dem Programm. Der erste schon am Mittag, so dass ich die Reviews vom 5. Tag noch während der Nacht schrieb um am Morgen möglichst lange schlafen zu können. 

Von den fünf Filmen habe ich jedoch nur vier geschaut. Reset liess ich aus. Der wäre für meinen Geschmack sicher auch nicht kaufenswert gewesen (China Zeitreisen Blockbuster). 

Grund: ich hatte nach dem ersten Film massiv Kopfweh und ging ins Hotel mehrere Stunden schlafen. Danach ging es wieder. 

Die zwei japanischen Filme (Tokyo Drifter und Branded to Kill) aus der Retro Ecke = werden gekauft! Die anderen zwei Filme (Mon Mon Mon Monsters und Better Watch Out) waren nur gut für eine einmalige Sichtung. 

Am Ende noch zwei NIFFF Bekannte getroffen, welche seit gestern da sind. Jedoch noch nicht gesehen, da unterschiedliches Programm und sie in einem anderen Hotel als früher nächtigen. 

Vorgezogene Info: Die Reviews und Berichte vom Freitag und Samstag werden erst am Sonntag geschrieben und Online gehen. Das heisst es wird nur noch morgen Reviews vom heutigen (Donnerstag) Tag geben und am Freitag und Samstag keine.

Grund: am Freitag bin ich von 11.00-02.00 Uhr am Filme schauen (sechs Stück, kaum Pausen) und am Samstag von 10.00-01.00 Uhr (einmal eine etwas längere Pause, aber da erwarte ich auch Besuch). Da habe ich keine Zeit vor oder nach dem ersten/letzten Film Berichte und Reviews zu schreiben, weil ich muss ja noch schlafen, essen, duschen...

Aber am Sonntag klappt es, denke ab Mittag/früher Nachmittag (weil dann auch noch Heimreise)