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Freitag, 11. Mai 2018

The Imperial Swordsman Review





The Imperial Swordsman

Story:

Lord Sun (Lee Pang-Fei) erfährt, dass es einen Verräter (Cheng Miu) in seinen eigenen Reihen gibt. Dieser geht geschickt vor. Lord Sun schickt daher vier Untergebene los, welche die Festung des Verräters einnehmen und Beweise sichern sollen, die den Verräter entlarven. Danach gilt es, diesen zu eliminieren. Die vier Untergebenen (u.a. Shu Pei Pei, Lee Wan Chung) werden von einem Helden (Chuen Yuen) begleitet…

Meine Meinung:

The Imperial Swordsman hat mir gut gefallen. Den Film würde ich qualitativ in zwei Hälften gliedern: die erste Filmhälfte ist solide und souverän, die zweite Filmhälfte kommt dagegen sehr gut daher und lässt den Film qualitativ besser werden. So wirkt der Film als Ganzes besser, als er zunächst auf den Zuschauer wirkt.

Das Manko in der 1. Filmhälfte ist die Anzahl und Qualität der Kampfszenen. Diese ist gering und die Kampfszenen sind absolut nicht spektakulär – zudem ist die Story wenig gradlinig und schleppend im Verlauf. So weiss der Held, stark gespielt von Chuen Yuen, nicht, dass seine Verbündeten von Lord Sun geschickt wurden und auch der Martial Arts bemächtigt sind. Was hingegen gefällt sind die Effekte, Kulissen und Sets wie auch Kameraeinstellungen. Diese sind allesamt, auch in der ersten Filmhälfte, optisch wunderschön und aufwändig in Szene gesetzt.

Auch die 2. Filmhälfte ist optisch gelungen. Doch was hier dann besser ist und sich qualitativ (auch von der Anzahl her) steigert, sind die Kampfszenen und lange 1:1 Duelle (z.B. die vier grossen Kämpfer, welche es zu bezwingen gilt). Der Film wird sehr action- und bodycountlastig, auch mit Blut wird nicht gespart. Besonders die Kampfszenen gegen die vier glatzköpfigen Männer waren stark, spektakulär und innovativ, auch wie die Szenen gefilmt wurden. Diese vier Kämpfer verlangen von unseren Helden alles ab.

Das Finale dauert lang an und durch die vielen Actionszenen wird die schwache erste Filmhälfte gut kompensiert. Das Finale hat mich durch seine Länge und Inszenierung an ein Videospiel erinnert – die Helden in der Festung müssen einen (End)Gegner nachdem anderen bezwingen, um am Ende den Oberboss besiegen zu können (den Verräter). Das fand ich ziemlich gelungen und cool.

Fazit: Vor allem dank der zweiten Filmhälfte sehr empfehlende Action der Shaw Brothers!

Infos:

O: Da Nei Gao Shou

HK 1972

R: Lin Fu-Ti

D: Lee Pang-Fei, Cheng Miu, Shu Pei Pei, Lee Wan Chung, Chuen Yuen

Laufzeit der Originalversion: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 26.02.18

Fassungen: Gesehen via Ziieagle Box = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bildqualität. Gäbe es in HK auch von IVL auf DVD. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2018).

Cop of the Town Review

Cop of the Town

Story:

Die Polizei (u.a. Danny Lee, Wong Chung) beschützen eine Frau vor ihrem psychopathischen Freund (Ricky Yi Fan-Wai)…

Meine Meinung:

Früher Cop-Film mit Danny Lee (Law with Two Phases, Asian Connection, Brotherhood, City Cop) als, was schon, Cop mit schlimmer 80er Jahre Frisur (noch schlimmer war Shing Fui-On mit langen Haaren in seinen kurzen Szenen). Weiterhin dabei: Wong Chung, der auch Regie führte. Dieser und auch Danny Lee arbeiteten zuvor für die Shaw Brothers (The Gambling Syndicate, Murderer Pursues, What Price Honesty?, Die Wilden Engel von Hong Kong) und sind beide in diesem Film zu sehen.

Cop of the Town hat mir gefallen. Der Polizeifilm mutiert gegen Ende hin zu einem düsteren Psychothriller, während es in der ersten Hälfte noch Lacher, HK-Humor und Overacting zu sehen gibt wie man das aus den Hong Kong Produktionen dieser Zeit nicht anders kennt. Daher hat mir der Film auch als Ganzes zugesagt.

Im Finale wird jedoch auf Humor verzichtet. Es gibt nebst Stunts (z.B. zu Beginn mit dem Auto und Windschutzscheibe) auch blutige Shoot-Outs zu sehen und im Finale (auf einem Schiff) kommen viele Zivilisten ins Kreuzfeuer zwischen Gangster und Polizei. Was den Gangster angeht, so hat mir Ricky Yi sehr gut gefallen. Spielt den wahnsinnigen Psychopathen mit Faible für Stalking sehr gut, so dass dessen Privatduell gegen Danny Lee eine fesselnde, packende und spannende Angelegenheit wird.

Fazit: Für Fans von Hong Kong Filmen von ca. 1985-1995 zu empfehlen!

Infos:

O: Lau Man Gung Book

HK 1985

R: Wong Chung

D: Danny Lee, Wong Chung, Ricky Yi Fan-Wai

Laufzeit der HK VCD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 26.02.18

Fassungen: Mir lag die HK VCD von Mega Star vor = Uncut, gute Bildqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gäbe es in HK auch auf DVD von Universe. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2018).

A Conspiracy of Faith Review

NIFFF 2016 Spezial
A Conspiracy of Faith

Story:

Zwei Cops aus Kopenhagen ermitteln in einem mysteriösen Fall von Kindsentführungen...

Meine Meinung:

Auf diesen Film freute ich mich am Filmfest (Sommer 2016). Ich erwartete einen Kleinstadt-Krimi/Thriller, wie ich sie eigentlich noch gerne mag. Trotzdem versuchte ich nicht zu viel zu erwarten, denn ich erinnere mich noch ans letzte NIFFF, wo ein ähnlicher Film lief (Bridgend) von welchem ich jedoch stark enttäuscht wurde.

Ich wusste nicht, dass es sich bei diesem Film um eine Trilogie handelt (Erbarmen 2013, Schändung - Die Fasanentöter 2014). Inhaltlich sind es immer neue Fälle, aber die beiden Hauptdarsteller sind in allen drei Teile dabei. Der Film hat mir gut gefallen. Es handelt sich jedoch weniger um eine Kleinstadtthriller, denn es geht um Taten, welche an einer anderen Ortschaft geschehen.

Trotzdem baut der Film eine schöne Atmosphäre auf, die vor allem durch die Natur und Landschaften der Drehorte geprägt sind. Die Darsteller machen ihre Sache auch sehr gut. Das ungleiche Cop-Duo (wie in einem Buddy Moive) sorgt zudem für einige Lacher (Carl ist Atheist und Assad ist gläubiger Muslim) und spielt gut. Sind auf Anhieb sympathisch. Zudem passen deren Lebensgewohnheiten und Schicksalsschläge gut zur Story (Religion, Leute vom Land im Vergleich zur Stadt, Sekten...), die unterhaltsam ist und auch einige tolle Action-Szenen bietet, welche gar spannend in Szene gesetzte sind (Zug, Spital, Finale).

A Conspiracy of Faith hält die Filme am NIFFF 2016 bisher auf einem hohen Level. Aber ob ich den Film kaufen werde weiss ich noch nicht. Vielleicht nach ein paar Jahren, wenn es den Film fast gratis als Aktion gibt zusammen mit den ersten beiden Streifen (sind sicher auch unterhaltsam), aber im Moment sicher kein Must Have Titel (Nachtrag 10.05.18 = Film nicht gekauft, auch nicht mehr auf der Wunschliste stehend).

Dafür war der Film schlussendlich zu wenig spektakulär oder besonders in Erinnerung bleibend! PS: Der Bösewicht aus Kraftidioten spielt auch hier gekonnt (jedoch ernst) den Bösewicht! 

Gefolgt von: Verachtung

Infos:

O: Flaskepost fra P

Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden 2016

R: Hans Petter Moland

D: Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares, Pål Sverre Hagen

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 112 Min. Min.

Gesehen am: Juli 2016 am NIFFF

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Dänisch mit englischen UT. Erscheint im November 2016 in Deutschland auf DVD und Blu Ray. Nachtrag 10.05.18: Film ist inzwischen in Deutschland erschienen, Uncut, mit O-Ton und deutschen Subs unter dem Titel: Erlösung - Flaschenpost von P.