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Montag, 8. Oktober 2018

From a Whisper to a Scream Review

Horroktober 2018 Spezial
From a Whisper to a Scream

Story:

Eine Reporterin will mehr über eine Serienkillerin herausfinden und führt mit dessen Onkel (Vincent Price) ein Interview. Sie erfährt dabei, dass in der Ortschaft Oldfield schon immer das Böse lauerte – dies erzählt der Onkel anhand von mehreren Horrorgeschichten…

Meine Meinung:

From a Whisper to a Scream ist ein Episodenhorrorfilm à la Katzenauge, Creepshow oder Body Bags. Der Film von Regisseur Jeff Burr (Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III) mit Vincent Price als Erzähler ist sehr solide. Kann man gut gucken.

Aber: der Film ist auch kein Highlight. Echte Highlights und Sehenswertes sind im Film Mangelware. Ich weiss nicht, warum ich mir den Film in Zukunft nochmals anschauen sollte. Daher ist From a Whisper to a Scream nebst Mirror Mirror der 2. Film, der im Horroktober 2018, nach neuster Sichtung (letzte Sichtung ist ewig her), aus der Sammlung fliegt.

Ich will anmerken, dass der Film nicht schlecht ist. Durch und durch solide. Die Zeit geht beim Schauen vorbei. Kann man schauen – aber halt nichts Spektakuläres. Vor allem die ersten zwei Geschichten waren eher mager. Die Rahmenhandlung reist auch nicht vom Hocker und in den letzten zwei Episoden gibt es immerhin etwas mehr Blutszenen zu sehen und das Tabu, dass Kinder die Täter sind (im Horrorgenre auch nicht neu: siehe die Kinder des Zorns Reihe, The Children, Bloody Birthday, Mikey, Who Can Kill a Child? (plus Remake Come Out and Play), wirkt effektiv umgesetzt.

Abgesehen von Vincent Price kennt der Horrorfan mind. noch Clu Gulager – der in unzähligen alten und neuen Horrorfilmen vor der Kamera stand (Piranha 2, Feast 1-3, The Hidden, Return of the Living Dead, A Nightmare on Elm Street Part 2, Blutweihe). Der restliche Cast war mir unbekannt, aber solide.

Fazit: Stark Geschmackssacke - solider Episodenhorror den man sich gut ansehen kann. Ob es für die Filmsammlung ausreicht, liegt am persönlichen Geschmack des Zuschauers.

Infos:

O: The Offspring

USA 1987

R: Jeff Burr

D: Vincent Price, Clu Gulager, Terry Kiser, Harry Caesar, Rosalind Cash

Laufzeit der US-DVD: Ca. 100 Min.

Gesehen am: Jan. 2006 / Review überabrietet am: 08.10.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs vorhanden. Gibt es bisher nur in den USA auf Blu-Ray (hier jedoch ohne englische Subs). In Deutschland nur zensiert auf VHS zu haben (Stand: Okt. 2018).

Sonntag, 7. Oktober 2018

Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III Review


Horroktober 2018 Spezial

Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III

Story:

Vorgeschichte/Nachgeschichte:


Ein Paar (William Butle, Kate Hodge) reist durch das texanische Outback, nimmt auf Rat eine Abkürzung und wird nachts von Leatherface (R. A. Mihailoff) angegriffen. Beide können entkommen – müssen sich aber trennen und um ihr Leben kämpfen…

Meine Meinung:

Teil drei gefällt mir besser als Teil zwei. Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III ist sicherlich besser gealtert als sein Vorgänger, auch wenn Teil eins Blutgericht in Texas, der Klassiker, qualitativ unerreicht bleibt (was auch für alle weiteren Fortsetzungen, Vorgeschichten, Remakes etc. gilt).

Teil drei stammt aus 1990 und orientiert sich inhaltlich sehr am ersten Film. Man könnte schon fast von einem Remake sprechen. Regie führt Jeff Burr, der zur damaligen Zeit paar solide Horrorbeitrage inszeniert hat (Episodenhorror The Offspring, Stepfather 2, Pumpkinhead II, Night of the Scarecrow). Er macht auch hier einen soliden Job, auch wenn es aufgrund Zensur und Co. viele verschiedene Fassungen gibt (mehr dazu unter Fassungen – insgesamt scheint es mind. fünf Fassungen zu geben).

Warum mir der Film, der ziemlich modern, Mainstream massig, actionbeladen, etwas zu sauber und steril wirkt, besser als Teil zwei gefallen hat?

Deshalb:

Der Film hat kaum Längen. Das Tempo, welches der Film vorgibt, ist von Beginn an hoch. Es ist eine Achterbahnfahrt aus Verfolgungsjagden, Schrecken, Stunts und Leatherface und seiner Redneck-Familie, in welcher u.a. auch ein kleines Mädchen (Leatherface Schwester) vorkommt. Der Film ist z.T. weniger ein Backwood-Horrorfilm, sondern mehr ein harter Action-Film (spätestens dann, wenn Dawn of the Dead Ken Foree die Rednecks via Schusswaffe bearbeitet). Doch das tut dem Spass und Unterhaltungswert keinen Abbruch.

Durch die kurze Laufzeit ist der Film sehr kurzweilig. Die Figuren nerven auch deutlich weniger als im Vorgänger, so dass hier ein zweiter grosses Pluspunkt genannt werden muss. Namentlich sind mir die Darsteller ausser dem späteren Der Herr der Ringe Star Viggo Mortensen nicht bekannt. Letzterer macht als Redneck eine gute Figur – schön fies und gut gespielt. Er hat in der Zeit auch in anderen Horrorfilmen mitgespielt – es war ihm nicht fremd (z.B. seine Rolle in Prison von Renny Harlin oder im späteren God's Army). Das Overacting ist sicherlich Geschmackssache, was die Rednecks angehen, aber im Vergleich zu Teil zwei ist deren Schauspiel hier kaum nervend.

Tom Savini, der für die Effekte in Teil zwei verantwortlich war, wurde durch die KNB-FX-Group würdig ersetzt. Diese haben für viele Horrorfilme dieser Zeit tolle Effekte und Masken kreiert – so auch hier, auch wenn selbst in der Unrated Fassung (DVD/Blu-Ray) noch immer Effekte Szenen fehlen (Leatherface näht länger die Maske zusammen, die Frau am Baum wird länger zersägt, die Hand vom Opa ist zusehen, Redneck brennt länger, Haken wird in Wade gerammt, Hammer klatscht sichtlich an den Kopf, Leichenteile werden länger aus dem Sumpf geborgen, Kopf wird sichtbar und aus anderer Einstellung mit Kettensäge angesägt etc.). Diese gibt es auf dem spanischen VHS (die DVD aus Spanien soll die gleiche Fassung haben) und/oder dem Workprint zu sehen. Auf jeden Fall sind die Arbeiten der KNB-FX vielfältig ausgefallen – und demonstrieren wirkungsvoll dessen Können. In der regulären Unrated Fassung (DVD/Blu-Ray), wirkt der Film für heutige Verhältnisse jedoch relativ harmlos – da die Taten oft nur im off Screen stattfinden und/oder nur Blut spritzt und/oder die einzelnen Szenen schnell und kurz gezeigt werden. Da sich der Film auch nicht ganz ernst nimmt (eine Atmosphäre wie Teil eins sucht man hier vergebens), sondern comicartig übertrieben wirkt, lindert dies den Gewaltlevel zusätzlich noch einmal.

Fazit: Guter Teil der The Texas Chainsaw Massacre Reihe – Fans von Leatherface zu empfehlen! 

Gefolgt von: Texas Chainsaw Massacre 4

Infos:

O: Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III

USA 1990

R: Jeff Burr

D: Jennifer Banko, Ron Brooks, William Butler, Miriam Byrd-Nethery, Ken Foree, Viggo Mortensen

Laufzeit der US-DVD: 85:18 Min.

Gesehen am: 1. Sichtung während Jugendzeit / Review überarbeitet am: 06.10.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von New Line Cinema vor = es befinden sich beide Versionen, also die harmlose R- und die ungeschnittene Unrated Fassung, im Set. Auf einer Disc. Englischer Ton und englische Subs vorhanden. In Deutschland bisher nicht offiziell erschienen (Stand: Okt. 2018). Es gibt jedoch noch andere Fassungen, die zum Teil alternatives Material und/oder mehr Gore bieten, die auch in der Unrated fehlt z.B. der Workprint als US VHS oder das VHS und die DVD aus Spanien (Titel: La Matanza de Texas III). Einige dieser Szenen sind auf der US-DVD (oder LD oder Blu-Ray) auch als Bonus dabei. Zumindest in den USA auch als Blu-Ray zu haben. Die Unrated LD unterscheidet sich nochmals von der Unrated DVD/Blu-Ray (LD = harmloser). Nachtrag 17.02.24: Für eine neue Sichtung wurde die neue deutsche DVD/Blu-Ray Fassung von Plaion Pictures gekauft = Mediabook mit Unrated Fassung auf DVD, Unrated Fassung auf Blu-Ray und der Kinofassung auf Blu-Ray. Geschnittene Szenen sind als Extras zu sehen. Es gibt ein informatives Booklet. Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Sehr gute Bild- und Tonqualität. Gekauft habe ich die Fassung wegen einem versteckten Bonus-Feature d.h. deinem Easter Egg. In diesem wird vom Film eine Alternativfassung gezeigt = Unrated Fassung mit dem alternativen Ende (welches der Regisseur bevorzugt) integriert = mehr Effekte-Szenen (Kampf Leatherface Vs. Ken Foree und wie der verbrannte Tex in die Falle tappt) = bessere Fassung! Der Film macht, auch wenn es davon leider keine wirkliche Uncut Fassung gibt, Spass! Blutige, unterhaltsame Mainstream-Horror-Action! 

Samstag, 6. Oktober 2018

The Stepfather Review


 Horroktober 2018 Spezial
The Stepfather

Story:

Ein irrer Serienmörder (Terry O'Quinn) bringt eine Familie nach der anderen um. Seine Masche: unter falscher Identität nistet er sich bei einer Alleinerziehenden Frau mit Kind ein, um die perfekte Familie zu gründen. In Susan (Shelley Hack) findet er das perfekte Opfer. Doch deren Teenager Tochter (Jill Schoelen) schöpft verdacht und beginnt Nachforschungen anzustellen…

Meine Meinung:

The Stepfather, der Auftakt zu einer 3teiligen Horrorreihe und Remake (2009 – jedoch nicht zu empfehlen), gefällt mir noch immer so gut, wie er dies bei vorangegangenen Sichtungen tat! Ich mag den Film sehr – die typisch amerikanische «Heile Welt» Vorstadt à la Desperate Housewives wird durch einen Psychopathen, der die perfekte Familie gründen will aber scheitert, heimgesucht.

Die Grundidee, dass sich der Killer mehrere Existenzen, z.T. auch parallel aufbaut, um schon nächste Opferfamilien zu finden, hat mir sehr gut gefallen. Die Psyche des Killers wird gut beleuchtet und wie er mehr und mehr dem Wahnsinn verfällt und am Ende nicht mehr weiss, in welcher Rolle er nun steckt, weiss zu gefallen.

Kleinstadt-Settings mag ich. Auch hier. Den Soundtrack will ich hervorheben – hat mir sehr gut gefallen. So auch die Darsteller. Gerade in einem solchen Film müssen die Schauspieler gut sein, damit man ihnen solche Rollen abnimmt. Damit es glaubhaft wird. Zwar ist hier und da auch ein Overacting vorhanden (beim Killer), doch das tut dem Unterhaltungswert und der Glaubhaftigkeit keinen Abbruch.

Die Familie wird gut gespielt. Allen voran die Filmtochter Stephanie. Jill Schoelen hat im Horrorgenre Erfahrungen gesammelt (Curse II: The Bite, Todesparty 2, Das Phantom der Oper oder Popcorn), was man ihr ansieht. Als mörderischer Stiefvater hat man mit Terry O’Quinn einen Hit gelandet: er ist einfach phantastisch und das absolute Highlight des Filmes! Ganz starke Leistung von ihm als Killer und Psychopath – er stand als Stiefvater noch für Teil zwei vor der Kamera. Wie Jill Schoelen stand er auch vor anderen Horrorfilmen vor der Kamera (Werwolf von Tarker Mills, Amityville - A New Generation) wobei er allgemein in anderen Genres zu Hause war und auf eine deutlich grössere Filmkarriere als Jill Schoelen zurückblicken kann.

Fazit: Der beste Teil der Reihe, auch wenn ich die ganze Reihe empfehlen kann!

Gefolgt von: The Stepfather 2

Infos:

O: The Stepfather

USA 1978

R: Joseph Ruben

D: Terry O'Quinn, Jill Schoelen, Shelley Hack, Charles Lanyer

Laufzeit der deutschen DVD: 85:09 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 06.10.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Marketing-Film vor (Stepfather Box mit allen drei Teilen) = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch, keine Subs. Die deutsche Sprachfassung ist gut. Gibt es in Deutschland und den USA inzwischen auch auf Blu-Ray.