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Donnerstag, 9. April 2020

Vatertag Review

Vatertag

Story:

Der «Stepfather» Psychopath und Killer unterwirft sich einer Operation, um sein Aussehen zu verändern. Als «Keith Grant» (Robert Wightman) findet er in Christine Davis (Priscilla Barnes) und dessen im Rollstuhl sitzenden Teenager-Sohn Andy (David Tom) eine neue Familie. Zunächst scheint alles perfekt, doch die Fassade beginnt zu bröckeln, Andy schöpft Verdacht, die Wutausbrüche von Keith nehmen zu…

Meine Meinung:

Vorgeschichte:


Vatertag stellt eine Jugenderinnerung (filmisch gesehen) dar und somit hatte der Film immer einen klein wenig speziellen Stellenwert für mich. Früher empfand ich Vatertag als 2. besten Teil der «Stepfather» Reihe. Dies ist auch heute und aktuell noch der Fall. Da gabs keine Änderung.

Obwohl in Teil drei, welcher sogar ein TV-Film sein soll (laut imdb), ohne Star Terry O’Quinn auskommt, gefällt mir der Film besser als der Vorgänger. Robert Wightman macht als neuer Stepfather eine gute Figur. Da er inhaltlich Operationen durchführt, um sein Aussehen zu verändern, stört auch das neue Gesicht / der neue Darsteller nicht. Ausserdem passt seine «Softie»-Stimme in der deutschen Sprachfassung perfekt zum krassen Gegensatz seiner Taten, wenn er durchdreht und mordet.

Ansonsten bleibt sich die Filmreihe treu und alles beim Alten: gleicher Inhalt, Kleinstadt, Aufbau einer neuen Familie mit zu hohen, unrealistischen Erwartungen und Schicksalsschlägen (Christine die nicht schwanger werden kann), Stepfather, dessen Fassade zu bröckeln beginnt (= baut sich in der gleichen Stadt schon die neue Familie auf = Probleme vorprogrammiert), Pfeiflied, Musikwahl etc.

Solche Inhalte mag ich. Neu ist, dass der Sohn des Opfers im Film, da im Rollstuhl sitzend, beeinträchtig ist. Da wurde eine Neuerung eingebaut. Ansonsten gefällt der Film durch ein gutes bis solides Schauspiel, einen hohen Unterhaltungswert, durch eine stimmige Kleinstadt-Atmosphäre und durch blutige Morde (dürfte der blutigste Teil der Reihe sein).

Fazit: Mochte man die zwei ersten Filme, so kann man sich gut an Vatertag wagen!

Infos:

O: Stepfather 3 - Father's Day

USA 1992

R: Guy Magar

D: Robert Wightman, David Tom, Priscilla Barnes, John Ingle, Dennis Paladino, Season Hubley

Laufzeit der deutschen DVD: 105:41 Min.

Gesehen: Jugendzeit / Review überarbeitet: 09.10.20

Fassungen: Siehe Teil 1! Es gibt noch keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2020). Es gibt von Vatertag eine R- und eine X-Rated (bzw. längere, graphischere) Version. Die Marketing DVD-Fassung entspricht der X-Rated Fassung.

Light the Fuse... Sartana Is Coming Review

Light the Fuse... Sartana Is Coming

Story:

Sartana (Gianni Garko) befreit einen Kollegen aus dem Gefängnis, welcher angibt, zu Unrecht dort gewesen zu sein. Es geht, Mal wieder, um verschwundenes Gold und einige Tote, die gefunden wurden. Sartana will seinem Kollegen helfen, die Sache aufzuklären. Bei den Recherchen stellt sich raus, dass die Wahrheit schwer aufzudecken ist und mehrere Personengruppen Interesse an dem versteckten Gold hegen…

Meine Meinung:

Fünfter und letzter Teil der Sartana Reihe. Inhaltlich gibt es eigentlich in allen Filmen wenig Neues und oft geht es um Gold, das fehlt und um diverse Personen, die daran interessiert sind. Die Filme machen aber alle Spass und sind alle unterhaltsam. Richtig schlecht ist keiner. Im Vergleich zum Vorgänger bietet der Abschluss weniger komödiantische Elemente und wirkt wieder ernster (Freigabe nun auch wieder ab 15 statt ab 12).

Was mir in den Teilen drei bis fünf etwas fehlte, waren Darsteller wie William Berger oder Klaus Kinski, die allein durch ihre Präsenz gefallen und überzeugen. Nicht dass die anderen Darsteller schlecht wären, aber an Kinski und Co. heranzureichen, ist halt nicht einfach. Gianni Garko hingegen macht wie immer einen tollen Job.

Der Film ist aufwändig und wartet mit einem interessanten Detail auf – einer Rettungsaktion aus einem Gefängnis und der Frage, ob Sartana seinem Kumpel vertrauen kann oder nicht. Sartana ist wie immer smart und am Colt praktisch unschlagbar, auch wenn er Tricks und List einsetzt, um seine Gegner schachmatt zu setzen.

Es gibt verhältnismässig relativ viel Action, so dass der Film nicht langweilig wird. Der Soundtrack steuerte einmal mehr Bruno Nicolai bei. Das Finale und wie Sartana herausfindet, wo das Gold versteckt ist, fand ich klasse. Simpel, aber cool! Wem die anderen Teile zugesagt haben, kann sich die Fortsetzung bedenkenlos ansehen!

Fazit: Für Italo-Western Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Una Nuvola di polvere... un grido di morte... arriva Sartana

Italien, Spanien 1970

R: Giuliano Carnimeo

D: Gianni Garko, Nieves Navarro, Piero Lulli, Bruno Corazzari, Frank Braña

Laufzeit der UK-Blu Ray: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 07.02.20

Fassungen: Mir lag die UK-Blu Ray von Arrow Video vor = Box mit allen fünf Teilen, Uncut, Englisch/Ital. mit englischen Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Gäbe es in D Uncut auf DVD von X-Gabu.

Sympathy for Lady Vengeance Review


Sympathy for Lady Vengeance

Story:

Geum-ja Lee (Yeong-ae Lee) war 13 Jahre unschuldig im Gefängnis. Nach ihrer Entlassung setzt sie ihren Racheplan um. Sie will Rache am wahren Mörder (Min-sik Choi) und Kidnapper ihrer Tochter…

Meine Meinung:

Ich war früher kein grosser Fan von Park Chan-wook und seiner Rachetrilogie, und ich bin es auch jetzt nicht. Jedoch hat Sympathy for Lady Vengeance die Neusichtung im Gegensatz zu Sympathy for Mr. Vengeance knapp bestanden und darf knapp in der Film-Sammlung verweilen.

Mir hat nicht alles in Sympathy for Lady Vengeance gefallen. Ich halte, auch wenn der Film nun in der Sammlung bleibt, Park Chan-wook und seine Filme nach wie vor für stark überbewertet. Aber Sympathy for Lady Vengeance mochte ich definitiv mehr als Sympathy for Mr. Vengeance. Zwar sprang auch hier der Funke bei vielen Szenen nicht rüber, aber ich musste immerhin nicht spulen.

Ich konnte mich mit dem Inhalt und den Figuren mehr anfreunden, so dass die Zeit beim Schauen vorüber ging. Da die letzte Sichtung lange her war, wusste ich auch nicht mehr viel, so dass ich konzentriert bei der Sache war. Technisch ist der Film ohne Zweifel sauber und stark anzusehen. Auch überzeugend gespielt. Das Feingefühl einer Frau bzw. die Tatsache, dass nun eine Frau die Rächerin ist, kommt dem Film gefühlsmässig gut zu stehen.

Der Film ist ruhig, langsam und im Vergleich zu Sympathy for Mr. Vengeance auch deutlich harmloser. Hier und da sickert auch schwarzen Humor durch, teilweise ein wenig zu viel für meinen Geschmack. Auch mit der ein oder anderen Gefängnis-Rückblende hat man es übertrieben. Yeong-ae Lee hingegen agierte sehr stark und optisch ist der Film zum Teil wunderschön.

Vor allem das Ende, Südkoreas Strassen weiss gefärbt von Schnee, hat mir optisch sehr gut gefallen (vereinzelt auch andere Szenen zuvor). Und das beste am Film war der gefühlsvolle Soundtrack, der den Film schlussendlich gerettet hat und besser macht, als er sonst wäre. Die Musik passt immer perfekt zum Gezeigten und sorgt beim Zuschauer für Emotionen. Das passt und jede Szene mit mir gefallender Musik war ein Genuss.

Über den Verlauf der Story kann man streiten und geteilter Meinung sein. Auf jeden Fall hat der Film inhaltlich interessante Ansätze, die jedoch hier und da wenig gradlinig erzählt und umgesetzt werden. Das kann, muss aber nicht gefallen. Mir reichten jedoch schon die schönen Bilder, der tolle Soundtrack und die Leistung von Yeong-ae Lee und weniger Längen als in Sympathy for Mr. Vengeance vorkommend, dass der Film überzeugte!

Jetzt bin ich gespannt, wie mir Old Boy nach so vielen Jahren zusagen wird – immerhin der einzige Film von Parks Rachetrilogie, welche mir früher richtig gut gefiel…

Infos:

O: Chinjeolhan geumjassi

Südkorea 2005

R: Park Chan-wook

D: Yeong-ae Lee, Min-sik Choi, Shi-hoo Kim, Yea-young Kwon

Laufzeit der HK-DVD: 115:03 Min.

Gesehen am: Jan. 2006 / Review überarbeitet: 08.02.20

Fassungen: Mir lag die reguläre HK-DVD mit Schuber von Panorama vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität (Koreanisch DTS und englische Subs). Film hat eine CAT. III Freigabe erhalten (nicht nachvollziehbar). Das Cover des Schuber mag ich sehr. Die DVD wurde mir von Regisseur Park Chan-wook am NIFFF signiert. Inzwischen gäbe es natürlich auch einige schicke Blu-Ray Fassungen (Deutschland, England etc.). Die DVD reicht mir jedoch vollkommen aus.