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Donnerstag, 9. April 2020

Fugitive Samurai Review

Fugitive Samurai

Story:

Itto Ogami (Kinnosuke Nakamura), hochrangiger Offizier und Scharfrichter des Shogun, wird vom System verraten und zum Tode verurteilt. Doch Itto Ogami nimmt sein Schicksal selbst in die Hand, flüchtet mit seinem Sohn (Katzutaka Nishikawa/Takumi Satô) und bekämpft seine Feinde…

Meine Meinung:

Nach dem Hit Okami – Das Schwert der Rache wurde in Japan auch eine Serie fürs Fernsehen realisiert (wie auch bei Zatoichi und Co.). Fugitive Samurai hingegen ist nun ein Spielfilm der aus drei Episoden der TV-Serie zusammengeschnitten wurde – wie dies auch bei den Okami Filmen der Fall war = siehe Shogun Assassin).

Man sieht es Fugitive Samurai an, dass es sich um eine Fernseh-Produktion handelt. Es gibt so gut wie keine Effekte und die Action-Szenen sind sparsam dosiert, vor allem zu Beginn und im Mittelteil. Man darf jedoch auch keine Okami – Das Schwert der Rache Qualitäten erwarten. Wie gesagt, es handelt sich um eine TV-Serie, die zu einem Film zusammengeschnitten wurde.

Der Inhalt ist nicht neu. Mehrheitlich wird der Inhalt aus Okami – Das Schwert der Rache erzählt. Gegen Ende nehmen die Action-Szenen zu, was positiv ist. Die Kameraführung und Einstellungen, gerade in den Duellen, sind auch für einen TV-Film schön gefilmt. Vor allem die Szenen mit Regen sind optisch stimmungsvoll und wunderschön in Szene gesetzt. Dies passt auch zum klassischen Setting wunderbar dazu.

Die Darsteller, mir alle unbekannt, sind sehr solide. Itto Ogamis Sohn wird von zwei Darstellern gespielt (Takumi Satô spielt diesen nur in einer Szene, in allen anderen Szenen spielt Katzutaka Nishikawa Daigoro). Kōji Takahashi als Bösewicht Yagyu Retsudo war gut gespielt, überzeugend und man orientierte sich sehr am Aussehen an den Comics.

Regisseur Akinori Matsuo hat in seiner 2. Karriere-Hälfte als Regisseur vor allem TV-Serien gedreht. Zuvor Spielfilme und auch Ausflüge in Sachen Shaw Brothers gingen auf seine Kappe – so verdankt der Fan von ihm Shaw Brothers Filme wie Asia-Pol (Jimmy Wang Yu) oder The Lady Professional (Lily Li), wobei z.T. auch chinesische Regisseure beteiligt waren.

Fazit: Nur für Fans des Comics, der Spielfilme oder der Serie zu empfehlen!

Infos:

O: Fugitive Samurai

Japan 1984

R: Akinori Matsuo

D: Kinnosuke Nakamura, Yoshio Aoki, Rumi Matsumoto, Kôji Nanbara, Katzutaka Nishikawa

Laufzeit der US-LD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 13.02.20

Fassungen: Mir lag die Englisch Dubbed Laserdisc aus den USA von Image Entertainment vor = Uncut, Englischer Dub (gut), keine Subs. Die Bildqualität ist gut. Scheint es ansonsten nur auf VHS zu geben (Schweden, Griechenland etc.). Es scheint weder eine DVD noch Blu-Ray und auch keine deutsche Fassung zu geben (Stand: Feb. 2020).

The Imperial Tomb Raiders Review



The Imperial Tomb Raiders

Story:

Gangster fordern Mama Wang – diese flieht jedoch nachts mit diversen Kämpferinnen. Grund warum die Gangster nach Mama Wang verlangen: diese war eine frühere Konkubine, die eigentlich zusammen mit anderen Konkubinen in einer Grabkammer hätte sterben sollen. Mama Wang entkam – und in der Grabkammer wird ein Schatz vermutet, hinter welchem diverse Gruppen her sind. Mama Wang soll die Gangster zum Schatz führen…

Meine Meinung:

Seltener und unbekannter Shaw Brothers Film und Mix aus Action- und Abenteuerfilm. Selten deshalb, da bisher lange unveröffentlichter Shaw Brothers Film, den Celestial wohl einfach vergessen hat zu veröffentlichen (bei der Anzahl Filme, die sie von den Shaw Brothers vertrieben haben, wenig überraschend).

Der Film wartet, zumindest für mich, mit keinen bekannten Namen auf. Der Shaw Brothers Film überzeugt jedoch durch eine angenehm kurze Laufzeit von nur knapp 72 Minuten (wobei paar Minuten Kürzungen sicher auch bei der Restoration durch Frame-Cuts entstanden sind).

Längen sind daher selten und der Film ist kurzweilig. Die Action ist okay, aber nichts Besondres, aber immerhin vielfältig (das heisst es wird gekämpft, mit Feuerwaffen geschossen, mit Pfeilbögen getötet und es gibt diverse Stunts).

Die Aussen- und Naturaufnahmen überzeugen ebenso. Es wird vor allem draussen in der Natur gekämpft – Steinbrüche, Abhänge, Wasserfall. Die Kampfszenen sind nicht unblutig. Es gibt diverse Personengruppen, die am Schatz interessiert sind. Der Story lässt sich auch ohne Vorkenntnisse problemlos folgen.

Im Gegensatz zu anderen Shaw Brothers Filmen wurde auch mehr Wert auf eine Handlung gelegt, die ich interessant fand. Alle Szenen in der Grabkammer (und wie die Personen dort langsam dem Wahnsinn verfallen) fand ich klasse.

Fazit: Kein Kracher aber gute, nicht langweilige Unterhaltung und somit jedem Shaw Brothers Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Dao Huang Ling

HK 1973

R: Ting Shan-Hsi

D: Wong Yung, Tso Yen-Yung, Chang Ping-Yu, Chiang Yang, Ko Hsiao-Pao

Laufzeit der Celestial VOD Version: 72:50 Min.

Gesehen: 10.02.20 / 2. Sichtung (US-Blu): 06.10.25

Fassungen: Lange Zeit unveröffentlichter Shaw Brothers Film = es gibt den Film weder auf VHS, VCD, DVD oder Blu-Ray. Auch in der Ziieagle-Box ist der Film nicht enthalten. Die Gründe sind mir nicht bekannt. Der Film wurde von Celestial restauriert (Anfang der 2000er) aber nicht veröffentlicht. Ende 2019 ist davon eine restaurierte Fassung auf einem asiatischen VOD (Video-on-Demand) Anbieter aufgetaucht. Davon lag mir nun eine DVD-R-Kopie für den Eigengebrauch vor = Uncut, O-Ton, feste chinesische Subs die von englischen Subs, die mein deutscher Kumpel C. selbst erstellt hat, überdeckt werden. Die Bildqualität ist hervorragend. Eine DVD/Blu-Ray Fassung wäre wünschenswert, gibt es aber (noch) nicht (Stand: Feb. 2020). Nachtrag Okt. 2025: Aka The Emperor's Tomb Raiders. Weiterer bisher "unveröffentlichter" Titel, der kurzweilig zu unterhalten vermag, den es Dank Shout Factory nun offiziell auf Disc gibt (Shaw Brothers Classics Vol. 7). Der Film macht durch seinen Genre-Mix (Kung Fu, Abenteuerfilm) und die originellen Settings und Aussenaufnahmen Spass. Wer keine Ansprüche hat, wird gut unterhalten, auch wenn hier die bekannten Namen fehlen (einzig und allein Shan Mao war mir bekannt). Solide Kampfszenen (Kung Fu, mit Schusswaffen und Pfeilbögen) mit soliden Stunts. Das Finale in der Gruft war auch cool. Wirkte wie die Al Bundy Folge mit dem Gold, in der Jefferson D'Arcy deswegen fast den Verstand verliert. Als Bonus gibt es ein ca. 20mintüiges, exklusives Interview mit Nebendarsteller Li Chiang.

Vatertag Review

Vatertag

Story:

Der «Stepfather» Psychopath und Killer unterwirft sich einer Operation, um sein Aussehen zu verändern. Als «Keith Grant» (Robert Wightman) findet er in Christine Davis (Priscilla Barnes) und dessen im Rollstuhl sitzenden Teenager-Sohn Andy (David Tom) eine neue Familie. Zunächst scheint alles perfekt, doch die Fassade beginnt zu bröckeln, Andy schöpft Verdacht, die Wutausbrüche von Keith nehmen zu…

Meine Meinung:

Vorgeschichte:


Vatertag stellt eine Jugenderinnerung (filmisch gesehen) dar und somit hatte der Film immer einen klein wenig speziellen Stellenwert für mich. Früher empfand ich Vatertag als 2. besten Teil der «Stepfather» Reihe. Dies ist auch heute und aktuell noch der Fall. Da gabs keine Änderung.

Obwohl in Teil drei, welcher sogar ein TV-Film sein soll (laut imdb), ohne Star Terry O’Quinn auskommt, gefällt mir der Film besser als der Vorgänger. Robert Wightman macht als neuer Stepfather eine gute Figur. Da er inhaltlich Operationen durchführt, um sein Aussehen zu verändern, stört auch das neue Gesicht / der neue Darsteller nicht. Ausserdem passt seine «Softie»-Stimme in der deutschen Sprachfassung perfekt zum krassen Gegensatz seiner Taten, wenn er durchdreht und mordet.

Ansonsten bleibt sich die Filmreihe treu und alles beim Alten: gleicher Inhalt, Kleinstadt, Aufbau einer neuen Familie mit zu hohen, unrealistischen Erwartungen und Schicksalsschlägen (Christine die nicht schwanger werden kann), Stepfather, dessen Fassade zu bröckeln beginnt (= baut sich in der gleichen Stadt schon die neue Familie auf = Probleme vorprogrammiert), Pfeiflied, Musikwahl etc.

Solche Inhalte mag ich. Neu ist, dass der Sohn des Opfers im Film, da im Rollstuhl sitzend, beeinträchtig ist. Da wurde eine Neuerung eingebaut. Ansonsten gefällt der Film durch ein gutes bis solides Schauspiel, einen hohen Unterhaltungswert, durch eine stimmige Kleinstadt-Atmosphäre und durch blutige Morde (dürfte der blutigste Teil der Reihe sein).

Fazit: Mochte man die zwei ersten Filme, so kann man sich gut an Vatertag wagen!

Infos:

O: Stepfather 3 - Father's Day

USA 1992

R: Guy Magar

D: Robert Wightman, David Tom, Priscilla Barnes, John Ingle, Dennis Paladino, Season Hubley

Laufzeit der deutschen DVD: 105:41 Min.

Gesehen: Jugendzeit / Review überarbeitet: 09.10.20

Fassungen: Siehe Teil 1! Es gibt noch keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2020). Es gibt von Vatertag eine R- und eine X-Rated (bzw. längere, graphischere) Version. Die Marketing DVD-Fassung entspricht der X-Rated Fassung.