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Mittwoch, 21. Juli 2021

The Kung Fu Cook Review


The Kung Fu Cook

Story:

 

Drei Männer (Charles Chan Chi-Ping, Bolo Yeung, Chiang Tao) sind hinter einer Schatzkarte her. Ein Koch (Bruce Tong Yim-Chaan) wird unfreiwillig in die Machenschaften der drei Männer involviert, ebenso dessen Meister (Yuen Miu)…

 

Meine Meinung:

 

The Kung Fu Cook (aka The Kung-Fu Cook) ist ein 08/15 Klon und Ableger von Die Schlange im Schatten des Adlers und Co. Dazu noch ein ziemlich mittelmässiges Werk und definitiv kein Must Have Titel. Soll heissen: die Qualität ist im Grossen und Ganzen relativ bescheiden…

 

Der Plot hat diverse Längen in Form von Füllszenen. Dazu kommt, dass der Klamauk selten richtig zündet und teilweise richtig nervt. Die grottenschlechte englische Synchronisation tut ihr übriges dazu wie auch komische Soundgeräusche in der Tonspur, um den Klamauk zu untermauern (u.a. kommt auch das Pink Panther Theme vor).

 

Bruce Tong Yim-Chaan wirkte dabei mehr als einmal wie ein kognitiv limitierter Schwachsinniger und Yuen Miu gibt die obligatorische Bettler-Meister Rolle. Bruce Tong Yim-Chaan war die grosse Karriere verwehrt und er spielte oft nur Kleinrollen. Wenn ich sein Charisma und Schauspiel anschaue, weiss ich auch warum. Am besten waren die Bösewichte (Chiang Tao und Bolo Yeung). 

 

Vor allem Bolo Yeung (The Chinese Hercules) hat mich, auch in ein-zwei Kampfszenen, doch überrascht, da schick choreographiert. In einer kämpft er mit einem Stock/Speer. Schicke Choreographie. Chiang Tao (Killer Constable) hat in den Kampfszene auch überzeugt. Die Trainingsszenen sind ok, aber kommen nie im Leben an andere Old School Kung Fu Komödien heran.

 

Fazit: Nur für hartgesottene Fans von Old School Kung Fu Komödien interessant…

 

PS: Regie von SB-Star Wang Chung (Cops and Robbers)

 

Infos:

 

O: Huo Tou Xiao Zhi

 

HK 1980

 

R: Wang Chung

 

D: Charles Chan Chi-Ping, Bolo Yeung, Chiang Tao, Bruce Tong Yim-Chaan, Yuen Miu, Lau Nga-Ying

 

Laufzeit der holländischen Beta: Ca. 90 Min.

 

Gesehen am: 03.04.21 / 2. Sichtung (als koreanische VHS): 13.09.24

 

Fassungen: Mir lag die Betamax aus Holland von Video 49 vor = Gute Bildqualität, Vollbild, wahrscheinlich Uncut, Englisch mit holländischen Subs. Die Synchro ist schlecht. Die US-DVD ist zensiert (die u.a. fehlende The End Szene kommt in der Video 49 Fassung vor). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2021). Nachtrag Sept. 2024: Für eine 2. Sichtung, diesmal im O-Ton statt dem furchtbaren Englischem Dub, lag mir neu die VHS aus Südkorea von Yooho Video Production vor = O-Ton, Uncut, koreanische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Damit wird der Film, trotz Defiziten (Längen, Low Budget, kaum Stars) und Klamauk, erträglicher. Einige der Kampfszenen und vor allem die Szenen von Bolo Yeung Chiang Tao hieven den Film ins solide Mittelmass. Ansonsten sind Fans mit Of Cooks and Kung Fu besser bedient. 

Dienstag, 20. Juli 2021

Windtalkers Review

Windtalkers

Story:

 

2. Weltkrieg USA Vs. Japan:

 

Die Japaner knacken Codes der US-Streitkräfte. Daher werden Navajo-Indianer (Adam Beach, Roger Willie) in den Krieg geschickt, dessen Sprache und somit Codes die Japaner nicht verstehen. Die US-Soldaten (Nicolas Cage, Christian Slater) müssen nicht nur den Feind besiegen und überleben, sondern auch den Code (sprich die Navajo-Indianer) vor dem Feind schützen…

 

Meine Meinung:

 

Kurz um das Jahr 2000, als ich noch die Schulbank drückte, kamen mehrere US-Kriegsfilme in die Kinos: Windtalkers, Black Hawk Down (2001) und Wir waren Helden (2002) mit Mel Gibson. Ob mir diese noch zusagen würden? Black Hawk Down gefiel mir nämlich nicht mehr – das erste Opfer solcher Filme, die die Sammlung verliessen. Wird Windtalkers folgen? Leider ja!

 

Windtalkers ist ein US-Actionfilm von John Woo im Kriegs-Setting. Dabei bekommen die Indianer bzw. die Navajo den Respekt, den sie verdienen. Die US-Soldaten hingegen werden so dargestellt, wie man es aus einem US-Film erwartet (John Woo hin oder her) und die Japaner kommen zu kurz.

 

John Woo, der bei Chang Cheh in Lehre ging und danach im HKer Kino für Furore sorgte (Hard Boiled, The Killer etc.), wechselte in den 90ern in die USA, wo er mind. drei Kracher drehte: Harte Ziele mit Van Darm, Im Körper des Feindes und Operation: Broken Arrow. Für Windtalkers arbeitete John Woo einmal mehr mit Nicolas Cage (Mandy) & Christian Slater zusammen. Slater ist verschenkt, Cage teilweise unglaubwürdig mit seinem Overacting.

 

Der Film ist technisch stark gemacht, vor allem in den Action-Szenen (wobei der Film blutiger hätte sein dürfen). Das Beste der Action-Szenen waren die vielen Explosionen. Wo Feuer mitspielt, gab es einige optisch starke und auch sehr fiese Szenen.  Einige Handlungen der Figuren sind unrealistisch - aber in einem Actionfilm mit Kriegs-Setting darf das auch sein.

 

Typische Woo-Elemente (Zeitlupen-Aufnahmen, blutige Shoot-Outs, aus Freunden werden Feine etc.) sind jedoch nur wenig ausgeprägt vorhanden. Da boten die anderen US-Filme von John Woo (Im Körper des Feindes, Harte Ziele & Operation: Borken Arrow) deutlich mehr und waren sehenswerter, cooler, unterhaltsamer und die Action war besser. Deshalb fliegt der Film auch aus der Sammlung (und weil die Figuren und deren Schicksale dem Zuschauer gleichgültig sind).

 

Fazit: Geschmackssache – technisch darf nicht gemotzt werden, aber inhaltlich und als Gesamtpaket bietet der Film zu wenig, um zu überzeugen…

 

Infos:

 

O: Windtalkers

 

USA 2002

 

R: John Woo

 

D: Nicolas Cage, Christian Slater, Adam Beach, Roger Willie

 

Laufzeit der US-DVD: 153:22 Min.

 

Gesehen am: 10.10.02 / Review überarbeitet am: Ende März 2021

 

Fassungen: Mir lag das 3er-DVD-Set aus den USA von MGM vor = Uncut (Director’s Cut), O-Ton mit englischen Subs, viele Extras, gute bis sehr gute Bild- und Tonqualität. Den DC gibt es inzwischen auch in Deutschland (auch auf Blu-Ray).

Montag, 19. Juli 2021

Taxi Driver Review

Taxi Driver

Story:

 

Ex-Soldat und jetzt Taxifahrer (Robert De Niro) in New York mit psychischen Verhaltensauffälligkeiten gerät in einen Strudel aus Problemen: zuerst versucht er erfolglos das Herz einer Frau (Cybill Shepherd) zu erobern, danach einen Politiker (Leonard Harris) zu töten ehe er eine Prostituierte (Jodie Foster) aus den Fängen eines Zuhälters (Harvey Keitel) retten will…

 

Meine Meinung:

 

Taxi Driver von Martin Scorsese empfand ich schon früher bei Erstsichtung als überbewerteten Hype. Der Kultstatus um den Film konnte ich nie nachvollziehen. Nach 2. Sichtung empfand ich den Film als noch schlechter, so dass Taxi Driver aus der Sammlung fliegt.

 

Von Martin Scorsese kenne ich nebst Taxi Driver folgende Filme: Kap der Angst, Casino, Shutter Island, Silence und die Serie Boardwalk Empire. Davon empfand ich Silence als sehr schlecht und danach kommt leider schon Taxi Driver – die anderen genannten Filme habe ich als deutlich besser in Erinnerung.

 

Warum mir Taxi Driver nicht und/oder schlechter als bei der Erstsichtung gefallen hat? Die Gründe sind simpel und für mich begründet: der Plot und Inhalt sind lahm, langweilig, sinnlos und teilweise unfreiwillig komisch. Eine gradlinige Story ist nicht auszumachen. Der Film wirkt episodenhaft.

 

Die Laufzeit ist zu lang, einige Handlungen der Figuren, egal ob Travis nun psychisch und kognitiv angeschlagen/beeinträchtigt ist oder nicht, sind hohl = als er sein Date ins Porno-Kino mitnimmt! Schwachsinnig, unrealistisch und komisch. Teilweise gibt es, um den Film nicht nur fertig zu machen, auch etwas Stimmung und schöne Bilder aus New York. Als Zeitgeist-Produkt (Film seiner Zeit) kann der Film gefallen und ich denke, der Film verdankt seinen Kult vor allem diesem Faktor.

 

Sehr schade waren nebst den oben genannten Tatsachen, dass die schönen Shoot-Outs im Finale stark abgedunkelt waren (Deutsche Blu-Ray). Noch schlimmer und etwas von unpassendsten war das aufgesetzte Happy End, welches so gar nicht zum Rest des Filmes passen will. Kann man nur den Kopf schütteln. 

 

Alle am Ende tot = wäre besser gewesen und hätte besser zu Travis Stimmung, ausgelöst durch seine Einsamkeit, gepasst. Robert De Niro agierte gut, aber kommt nicht an spätere Darbietungen ran (z.B. Kap der Angst, Angel Heart). Jodie Foster fand ich auch nicht speziell erwähnenswert. So richtig gefallen haben mir als Darsteller/Figuren eigentlich nur Joe Spinell (Maniac), der Bodyguard und Harvey Keitel (Bad Lieutenant) als Zuhälter. Der Rest konnte nicht vollkommen überzeugen.

 

Fazit: «Klassiker», der seinem Ruf nicht gerecht wird! Besser Kap der Angst schauen!

 

PS: Wenn ihr gute Filme mit Taxis schauen wollt empfehle ich stattdessen: Taxi Hunter (Anthony Wong), Dr. Lamb, The Taxi Driver (David Chiang), Wang Yu - Der Karatebomber oder die Taxi Reihe.  


PSS: Filme mit cooler New York und Co. Stimmung: Empfehle ich stattdessen die Werke von Larry Cohen, William Lustig oder Abel Ferrara.

 

Infos:

 

O: Taxi Driver

 

USA 1976

 

R: Martin Scorsese

 

D: Robert De Niro, Joe Spinell, Jodie Foster, Leonard Harris, Cybill Shepherd, Harvey Keitel

 

Laufzeit der deutschen Blu: 113:49 Min.

 

Gesehen am: März 2012 / Review überarbeitet am: 28.03.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Columbia Pictures und Sony vor = gute Bildqualität aber keine Referenz (gerade in den Shoot-Outs im Finale viel zu dunkel), Deutsch/Englisch mit Subs, Uncut.