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Mittwoch, 20. Juli 2022

The Real Me Review

The Real Me

Story:

 

Ein Undercover-Cop (Kong Wa) gerät zwischen die Fronten von einem Gangster-Boss (Hsu Hsia) und einem aufsteigenden jungen Gangster (Karel Wong). Als er bei einem Auftrag verunfallt und anschliessend an Amnesie leidet, hilft ihm das nicht, den Job weiterzuführen…

 

Meine Meinung:

 

The Real Me ist ein billiger Anfang der 90er Jahre Actionfilm im modernen Setting aus Hong Kong. Leider hat mich der Film kaum überzeugt, so dass The Real Me nicht in die Sammlung aufgenommen wird. Der Film des mir unbekannten Chow Wah Yue ist wirr, billig und vor allem lahm/langweilig. Von allem letzteres ist einer der Hauptgründe, warum der Film nicht in die Sammlung aufgenommen wird.

 

Natürlich, es lagen keine englischen Subs vor, aber der Plot ist relativ 08/15 und dünn. Die Figuren haben mich jedoch auch grösstenteils in ihren Rollen nicht überzeugt und waren auch mehrheitlich unsympathisch. Das ist der zweite grosse Grund, warum der Film nicht in die Sammlung aufgenommen wird. Eigentlich hatte der Film für meinen Geschmack nur drei kleine Highlights:

 

1. & 2.: die zwei kurzen Kampfszenen von Nishiwaki Michiko gegen Kara Hui und 3., dass Bösewicht Hsu Hsia im Finale noch sein Martial Arts Talent offenbart.

 

Abgesehen davon können die sonstigen Action-Szenen nur wenig überzeugen. Obs am Vollbild lag (Originalbildformat wäre ja 1,85:1)? Ich weiss es nicht. Fans von Kara Hui (Heart of Danger) und Chin Siu-Ho (Love Me Vampire) dürfen übrigens nicht zu viel erwarten. Sie sind Nebenfiguren und besonders Kara Hui hat nur wenig Screentime auf der 2. Seite der LD bekommen.

 

Nishiwaki Michiko (In the Line of Duty III) hat mir gefallen. Von Hsu Hsia (Eine Prise für tödliche Pfeifen) hätte ich gerne mehr Actionszenen gesehen und von Drecksack und Ekel Karel Wong allgemein mehr Screentime. Ihn mochte ich z.B. in The Last Duel sehr, wo er auch schon einen Fiesling spielte. Überzeugend. Gweilo Mark Houghton ist nicht der Rede wert und der sonstige zweit- und drittklassiger Cast um Kong Wa (Lead) oder Poon Sin-Yee und Co. sind nicht wirklich überzeugend.

 

Fazit: Kein Must See Titel!

 

Infos:

 

O: Dip Huet Bin Yuen

 

HK 1991

 

R: Chow Wah Yue

 

D: Kong Wa, Hsu Hsia, Karel Wong, Nishiwaki Michiko, Chin Siu-Ho, Kara Hui, Mark Houghton

 

Laufzeit der HK-LD: 91:52 Min.

 

Gesehen am: 17.07.22

 

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Star vor = Vollbild, O-Ton, keine Subs, gute Bild- und Tonqualität. Die VCD ist identisch (Vollbild, keine Subs). Die DVD aus Taiwan ist Dubbed in Mandarin und hat englische Subs, ist aber zensiert. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2022).

Dienstag, 19. Juli 2022

Critters 4 Review

DVD wurde am NIFFF 2007 von Mick Garris signiert

Critters 4

Story:

Nach Critters 3 geht es weiter wie folgt:

 

Charlie (Don Keith Opper) darf die Critters Eier nicht zerstören, da die zwei letzten seiner Art. Via Raumkapsel fliegt er ins Weltall, wo er erst 53 Jahre später von einer Crew (Anders Hove, Brad Dourif, Angela Bassett, Eric DaRe) gefunden wird, welche die Kapsel und den gefährlichen Critters-Inhalt an Bord nehmen, mit tödlichen Folgen…

 

Meine Meinung:

 

Irgendwie haben es Horrorikonen aus Horrorfilmreihen, welche es ins Weltall verschlägt, nie leicht. Man denke da an Pinhead (Hellraiser 4 - Bloodline), den Leprechaun (Space Platoon) oder Jason Voorhees (Jason X). Hellraiser 4 wurde nie in seiner Urfassung aufgeführt, Space Platoon war schon immer miserabel schlecht und Jason X flog nach letzter Sichtung gar aus der Sammlung. Critters 4 würde, wenn der nicht in einem Critters Set wäre, auch aus der Sammlung fliegen.

 

Critters 4, scheinbar zusammen mit dem Vorgänger Back to Back gedreht, um Kosten zu sparen, spielt auch im Weltall. Nicht so schlimm, sollte man meinen. Die Critters kommen ja aus einer anderen Galaxie und es gibt auch in den Vorgängern mehrere Sci-Fi Elemente. Dennoch ist Critters 4, auch wenn er nach 2. Sichtung nicht mehr so schlecht ist, wie ich den in Erinnerung hatte, der schlechteste Teil der Reihe.

 

Der Film scheint wenig Budget gehabt zu habe und ich denke, das Problem lag in der Besetzung. Nach drei Critters Filmen nehme ich an, dass Don Keith Opper, der Star der ganzen Reihe, sicherlich nicht schlecht daran verdient haben dürfte. Dann kommen noch Genre-Namen wie Brad Dourif (Halloween, Cult of Chucky, Body Parts, Düstere Legenden) oder Twin Peaks Star Eric DaRe daher. Dessen Gagen waren sicherlich auch alles andere als klein. Daher verwundert es nicht, dass es kaum Effekte und kaum Critters-Action zu sehen gibt.

 

Das Hauptproblem, nebst dem wohl nicht sonderlich grossen Budget, war die Tatsache, dass einfach wenig passiert. In den ersten 60 Minuten gibt es ganze zwei Morde zu sehen. Und das zweite Opfer wird erst in der 55. Minuten attackiert. Sprich die erste Stunde des Filmes ist schlicht total lahm und langweilig. Zwar wird der Film ab der 55. Minuten unterhaltsamer, aber das ist deutlich zu spät, um als Gesamtprodukt zu gefallen.

 

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen da stinklangweilig…

 

Gefolgt von: Critters Attack

 

Infos:

 

O: Critters 4

 

USA 1992

 

R: Rupert Harvey

 

D: Don Keith Opper, Anders Hove, Brad Dourif, Angela Bassett, Eric DaRe, Terrence Mann

 

Laufzeit der franz. DVD: 90:40 Min.

 

Neusichtung am: 17.07.22

 

Fassungen: Mir lag die franz. Critters Box vor, welche von Mick Garris am NIFFF 2007 signiert wurde. Zum Film: O-Ton ohne englische Subs (franz. Subs ausblendbar), gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Alle vier Teile sind im Set enthalten. Inzwischen auch Uncut in Deutschland zu habe (sogar mit einer FSK12). Eine Blu-Ray scheint es bisher nur in den USA zu geben.

Montag, 18. Juli 2022

Love Massacre Review

Love Massacre

Story:

 

Ivy (Brigitte Lin Ching-Hsia) und Louie (Charlie Chin Chiang-Lin) machen sich sorgen über ihre mental auffällige und suizidgefährdete Kollegin Joy (Tina Lau Tin-Lan). Sie lassen aus Hong Kong dessen Bruder Chu Chung (Chang Kuo-Chu) zu ihnen nach San Francisco kommen. Doch zu spät: Joy nimmt sich das Leben. Ivy wird danach von Chu bekehrt und schon bald muss sie feststellen, dass mit ihm etwas grundlegend nicht in Ordnung ist…

 

Meine Meinung:

 

Love Massacre ist ein seltener HK-Thriller aus dem Jahr 1981 von Patrick Tam, der einige interessante Filme wie The Sword, Nomad oder My Heart Is That Eternal Rose realisiert hat. Love Massacre darf gerne in die damalige New Wave Reihe mit Filmen wie Dangerous Encounter - 1st Kind und Co. gereiht werden. Der Film wirkt sehr westlich und wurde teilweise im Ausland (San Francisco) gedreht.

 

Die Stärken des Filmes liegen vor allem in der Musik und seiner Optik. Nur schon der ungewöhnliche Start und Vorspann des Filmes zeigt die Stärken von Patrick Tam auf: fesselt und geht unter die Haut! Danach ist etwas Plot angesagt und der Film nimmt sich Zeit, die Ausgangslage und Figuren zu präsentieren, darunter eine sehr junge Brigitte Lin in der Hauptrolle. Sie, die später zu einem der gefragtesten Stars des 90er Jahre HK-Kinos werden sollte und in unzähligen Produktionen mitwirkte (z.B. Police Story, Dragon Inn, Handsome Siblings).

 

Vor allem im Finale wird das Spiel der Farben und Kontrasten auf die blutige Spitze getrieben: weisse Kleidung, viel Blut, bunte Wäsche im Finale auf dem Dach! Optisch wunderschön in Szene gesetzt und ebenso mit passender, toller Musik untermalt. Dazu stark gespielt - nebst Brigitte Lin macht auch Chang Kuo-Chu (Butterfly & Sword) als irrer Killer eine gute Figur. Vor dem Finale mutiert der Film dann nämlich vom Thriller zum Slasher.

 

Dabei war der Film blutiger, als erwartet. Kompromisslos und ohne sonderbaren HK-Humor und/oder Klamauk, den man sonst aus den HK-Filmen der Zeit kennt. Wie gesagt: New Wave Vibes und orientiert sich mehr am westlichen Kino. Der Film wird im Finale spannend, fesselnd und originell. Ich habe mit den Figuren mit gefiebert und fühlte mich bestens unterhalten!

 

Fazit: Ein Film, der eine Restauration und Blu-Ray Vö mehr als verdient hätte und der leider viel zu selten ist!

 

Infos:

 

O: Oi Saai

 

HK 1981

 

R: Patrick Tam

 

D: Brigitte Lin, Charlie Chin Chiang-Lin, Tina Lau Tin-Lan, Chang Kuo-Chu

 

Laufzeit der HK-VHS: 87:37 Min.

 

Gesehen am: 16.07.22

 

Fassungen: Mir lag die Original-Kassette aus HK von Mei Ah vor, jedoch nicht in der Original Hülle und Packung. Diese ist ein Fake-Produkt (à la einer World Video Kassette) und wurde von einem Deutschen vor ca. 15 Jahren hergestellt und nach Australien verkauft, wo das VHS in Maxims Video Store als Rental-VHS diente. In einigen Szenen wird auch Maxims Video eingeblendet, um vor Kopien zu schützen. Das kennt der Fan von anderen Labels (Ocean Shores z.B.). Zur Fassung: durchschnittliche Bildqualität mit teilweisen Störungen da stark verschimmelt, O-Ton, nur in den ersten zwei Minuten mit englischen Subs. Die HK LD, ebenso selten, hat auch keine englischen Subs. Ein Film, der dringend einer Restauration und Blu-Ray Vö bedarf! Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2022) und die HK LD wurde vor paar Monaten für mehrere 100USD in Hong Kong verkauft.