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Montag, 12. Mai 2025

Enter the Game of Death

Enter the Game of Death

Story:

China im 2. Weltkrieg: die Angst vor einem Einmarsch der Japaner und der Deutschen ist real. Diesbezüglich gilt es, an wichtige Dokumente zu gelangen. Die befinden sich in einem Gebäude im obersten Stockwerk. Agent Chang (Bruce Le) macht es sich zur Aufgabe, diese in Besitz zu nehmen. Doch die Konkurrenz schläft nicht…

Meine Meinung:

Enter the Game of Death stellt, wie es der Titel des Bruceploitation-Filmes bereits verrät, einen Game of Death Klon dar. Game of Death ist der Film mit Bruce Lee, der aufgrund seines Todes nicht durch ihn fertiggestellt werden konnte. Auch in diesem kämpft sich der Titelheld durch eine Pagode, um auf jedem Stockwerk einen neuen Feind anzutreffen. So auch hier. Das macht Enter the Game of Death zwar nicht zu einem Highlight, aber zu einem höchst unterhaltsamen Streifen mit nahezu keinen Längen.

Der Plot ist zunächst etwas konfus und wirr. Doch das spielt keine Rolle. Nach Logik sollte man nicht suchen. Es gibt unendlich viele Kampfszenen. Bereits vor dem Wechsel in die Pagode und auch danach. Das ist auch der Grund, warum der Film nicht langweilig ist. Allerdings fehlte mir das gewisse Etwas in dem Film. Zumal ich Bruce Le (Black Spot, Challenge of the Tiger, Concord of Bruce Lee) nicht sonderlich charismatisch finde. Allgemein fand ich es schwierig, eine wirkliche Identifikationsfigur im Film auszumachen. Und die Musik war sehr unauffällig.

Von den Figuren haben mir vor allem die Bösewichte gefallen. Bolo Yeung (Bolo) ist in einer grösseren Rolle zu sehen. Er macht das solide. Der Kampf von Bruce Le gegen Lee Hoi-Sang (Fists and Guts) in der Pagode war fast einer der besten Kämpfe in dem Setting, auch wenn der 2. Kampf mit dem Schlangen-Kämpfer auch sehr abgefahren war. Und danach kämpft Bruce Le noch gegen Chiu Chi-Ling (His Name Is Nobody), der jedoch nicht Mal selbst durch Bruce Le besiegt wird. Samuel Walls (Enter Three Dragons) bringt zwar die nötige Physis mit, aber ein Carl Scott (Die Depesche des Todes) wäre mir da lieber gewesen.

Fazit: Solider Bruceploitation-Beitrag mit sehr vielen Kampfszenen!

Infos:

O: Si Wang Mo Ta

HK, USA (je nach Quelle) 1978

R: Lam Kwok-Cheung, Choe Woo-Hyung, Joseph Kong (je nach Quelle)

D: Chiu Chi-Ling, Bruce Le, Yeo Soo-Jin, Park Dong-Ryong, Shim Sang-Cheon, Bolo Yeung, Kim Ki-Beom, Lee Hoi-Sang, James Nam Seok-Hoon, Samuel Walls

Laufzeit der US-Blu: 90:17 Min.

Gesehen am: 18.02.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray (The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1) = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität (die deutsche Blu-Ray ist aber heller, was mir, zumindest auf Bildvergleichen, besser gefällt), leider nur Englisch Dubbed (sehr mässig). Es gibt exklusive Extras, u.a. zwei Interview mit Chiu Chi-Ling, der im Film auch mitspielt. In Deutschland ist der Film als Das Spiel des Todes von TVP auf Blu-Ray erscheinen (Uncut, Deutsch/Englisch). Es ist anzunehmen, dass die deutsche Synchronisation besser ist, als der Englische Dub. Ich finde auch in China und Co. keine Mandarin Fassung.

Sonntag, 11. Mai 2025

The Hungry Snake Woman

The Hungry Snake Woman

Story:

Burhan (Advent Bangun) sucht die Schlangenkönigin (Suzzanna) auf. Von dieser verspricht er sich Ruhm und Reichtum. Er geht mit ihr einen Pakt ein. Für diesen muss Burhan drei Frauen opfern. Der Deal schlägt fehl. Burhan sucht nun die Feindin der Schlangenkönigin auf, Nyi Lajang. Dieses Geschöpf, halb Frau, halb Schlange, soll für Burhan der Schlüssel zum Erfolg sein, die Schlangenkönigin zu töten…

Meine Meinung:

The Hungry Snake Woman, den ich im März 2007 bereits einmal sah (was ich nicht mehr wusste), gefiel mir aktuell besser als früher (gemäss meinem alten Review). Dennoch empfinde ich den dritten Teil der Snake Queen Reihe um Suzzanna (Sundelbolong, White Crocodile Queen, The Queen of Black Magic) nicht als Kracher. Dafür war der Film zu harmlos und der Genre-Mix hat nicht immer funktioniert. Teilweise hatte der Film fast Copy and Paste (à la Godfrey Ho oder Richard Harrison Ninja-Filme à la Ninja Terminator) Vibes.

Der Film von Sisworo Gautama Putra, der in den 80ern unzählige Filme mit Suzzanna drehte, startet interessant: viele Figuren, viele fantasievolle Einfälle, fantastische, bunte und abwechslungsreiche Kostüme und Settings, gleich zwei Figuren aus der indonesischen Folklore sorgen im Film für «Horror». Suzzanna spielt eine Doppelrolle, was den Plot abgedreht und nicht immer gradlinig erscheinen lässt. Der Film ist, wie gesagt, harmloser als andere Filme dieser Art, auch wenn es 2-3 tolle Gore-Momente zu sehen gibt.

Die Effekte können sich ansonsten sehen lassen. Vor allem die Schlangen-Monster und deren Make-Up-Effekte. Im Finale kommen dann auch echte Schlangen vor. Eine Szene, in der lebende Tausendfüssler erbrochen werden, erinnern ans Black Magic Kino aus Hong Kong (Centipede Horror und Co.). Was man dem Drehbuch ankreiden kann ist, dass der Film sogar überfüllt wirkt. Horror, Drama, Action, Komödie, Erotik. Sucht es euch aus. Burhan verwandelt sich nämlich zu Beginn des Filmes in eine Art Dracula.

Später kommt sogar eine Art Gangster- und Actionplot zum Tragen, der unpassend wirkt. Die Shoot-Outs waren lahm, da unblutig. Selbst die Kettensägen-Szene passte nicht wirklich zum Rest und das Finale, in welchem sich die zwei Schlangenfrauen gegenüberstehen und duellieren, war leider viel zu schnell vorbei (und der Zwerg überlebt). Was mich überraschte, war der Erotikfaktor und die fast nackten Tatsachen der Frauen. 

Eines der Highlights ist die Szene, in der ein Mädel, obwohl ihr Vater starb, einen erotischen Tanz in einem hautengen und praktisch durchsichtigen Aerobic Anzug vollführen «muss». Und was ich dem Film hoch anrechnen muss ist die Tatsache, dass der Film sehr schnell vorbei ist. Soll heissen: der Film ist abwechslungsreich, kurzweilig und zu keinem Zeitpunkt langweilig! Ob die Vorgänger (The Snake Queen und Perkawinan Nyi Blorong) inhaltlich mit diesem dritten Teil verknüpft sind, ist mir nicht bekannt.

Fazit: Für mich persönlich zwar kein Kracher, aber für Suzzanna-Fans dennoch absolut zu empfehlen!

Infos:

O: Petualangan cinta Nyi Blorong

Indonesien 1986

R: Sisworo Gautama Putra

D: Suzzanna, Advent Bangun, George Rudy, Nina Anwar, Doman Boris

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 83 Min.

Gesehen am: März 2007 / Neusichtung am: 17.02.25

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Mondo Macabro vor = Booklet, Wendecover Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Region-All-Disc. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025).

Samstag, 10. Mai 2025

Assassin

Assassin

Story:

Die Mongolen bedrohen die Sung-Dynasty. Su Mei (Hsu Feng) wird losgeschickt, um sich als neue «Braut» für den mongolischen Herrscher Mongke Khan (Pai Ying) zur Verfügung zu stellen. In Wahrheit plant Su Mei, den Herrscher der Feinde zu täuschen, um ihn töten zu können. Ob ihre Undercover-Mission erfolgreich sein wird?

Meine Meinung:

Larry Tu Chong-Hsun (The Blind-Swordsman's Revenge, The Great Hunter, The Lantern Street), der in Dragon Inn und A Touch of Zen als Assistant Director fungierte und mit A Touch of Zen Star Hsu Feng (Legend of the Mountain, Chase Step by Step, The Greatest Eight Kinds of Kung Fu) A City Called Dragon drehte, führte auch in dieser Mitte der 70er Jahre Produktion mit aus Taiwan Regie. Und erneut stand Hsu Feng als Titelcharakter vor der Kamera.

Der Film ist solide. Kein Kracher. Dafür gab es zu wenig Kampfszenen. Der Plot ist simpel: Gute Chinesen gegen böse Mongolen. Der Start in den Film ist relativ unspektakulär und dialoglastig. Zudem ist oft durch die Bildqualität und das störende Vollbild, wenig zu erkennen. Die erste richtige Kampfszene folgt in der ca. 34. Minute, wenn Hsu Feng gegen eine Horde von Mongolen kämpft. Hsu Feng macht als aufopfernde Heldin eine starke Figur. Sie kämpft mit zwei Messern und macht das wirklich gut. Zudem strahlt sie eine grosse Präsenz aus.

Auf der Gegenseite als Bösewicht gefällt Judy Lee (10 Brothers of Shaolin, The Devil's Owl, The Ming Patriots) als eifersüchtige Schwester des bösen Mongolen, dessen Beziehung schon fast leicht pervers inzestuös anmutet. Dazu passt dann auch das leicht unfreiwillig komische Ende, welches den Bösewichten den Tod bringt. Das war auf auch leicht schade, so wie die Bösewichte besiegt wurden. Die Männer, Pai Ying (Raiders of the Shaolin Temple) und Tien Peng (The Elimination Pursuit), waren solide. Ab Mitte des Filmes bis kurz vor dem Finale hat der Film seine besten Momente.

Fazit: Solider Eastern!

Infos:

O: Ci Ke

Taiwan 1975/1976 (je nach Quelle)

R: Larry Tu Chong-Hsun

D: Hsu Feng, Pai Ying, Tien Peng, Judy Lee, Wu Hsiao-Ju, Wan Chung-Shan, Shih Chun

Laufzeit der holländischen VHS: 92:16 Min.

Gesehen am: 17.02.25

Fassungen: Mir lag das holländische VHS von China Power vor = Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Vollbild, Englischer Dub. Das Vollbild störte mehr als üblich. O-Ton Fassungen sind mir nicht bekannt, ebenso wenig deutsche Fassungen (Stand: Feb. 2025).