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Mittwoch, 26. April 2023

Watchers

Watchers 

Story:

 

Ein Labor des Militärs geht in Flammen auf. Ein Versuchstier, ein Hund, entkommt. Dieser flieht zu Travis (Corey Haim) und seiner Mutter (Barbara Williams). Doch ein Monster, ebenfalls aus dem Labor entkommen, macht nun Jagd auf den Hund und tötet alle, die sich in dessen Nähe befinden. Zwei Agenten (Michael Ironside, Blu Mankuma) versuchen, das Monster zu fangen…

 

Meine Meinung:

 

Watchers ist Auftakt einer vierteiligen Monster-Horrorreihe, von welcher eigentlich nur dieser erste Teil lohnt (ok, vielleicht noch der dritte Teil für Trash-Fans). Ich kenne den Film seit Jugendjahren und es fliesst auch eine Menge Nostalgie mit, was meine Meinung angeht. Ich mag den Film einfach. Watchers ist eine kanadische Produktion, die u.a. von Roger Corman (Carnosaur) produziert wurde. Verfilmt wurde eine Dean R. Koontz (Phantoms) Geschichte (Romanverfilmung).

 

Der Film gefällt mir ausfolgenden Gründen (ohne spezielle Reihenfolge):

 

1. Nostalgie!

 

2. Gummimonster, tolle wenn auch dezent eingesetzte Make-Up und Monster-Effekte

 

3. Tierhorror-Motive

 

4. 80er Jahre und Kleinstadt-Setting

 

5. Michael Ironside!

 

Besonders der fünfte Grund hat mir sehr gut gefallen. Michael Ironside wertet den Film auf. Für eine solche Produktion ist er eigentlich fast zu gut. Ich mochte ihn immer als Bösewicht (siehe Filme wie Scanners oder Total Recall). Auch hier regt er mit seinem Schauspiel zum Schmunzeln an. Ihn als fiesen Typ zu sehen ist einfach ein Genuss! Gegen Ende steigert sich sein Schauspiel mehr und mehr!

 

Ansonsten war der junge Corey Haim dazumal sehr gefragt. Frauenschwarm und erfolgreich mit dem Vampir-Film The Lost Boys und Kumpel vom anderen Corey = Feldman (Bordello of Blood, Friday the 13th: The Final Chapter). Aber auch die Nebenfiguren im Film sind sympathisch: die Freundin von Corey, dessen Mutter, Michael Ironsides Partner, der Sheriff etc. Ich mag solche 80er Jahre Kleinstadt-Setting, wo jeder jeden kennt. Da kommt Halloween-Stimmung auf. Langweilig wird es nie. Die wenigen Effekte sind sehenswert, die Effekte haben Charme und sind genau nach meinem Geschmack. Wie im Tierhorrorfilm sind die Szenen dezent eingesetzt. Vom Monster gibt es erst spät mehr und mehr zu sehen. Das beste Cover-Artwork hat in der Hinsicht die Videokassette aus England (siehe Bild).

 

Fazit: Wer gerne 80er Jahre Monster- und Tierhorrorfilme mag, wird mit Watchers bestens bedient!

 

Gefolgt von: Watchers II

 

Infos:

 

O: Watchers

 

Kanada 1988

 

R: Jon Hess

 

D: Corey Haim, Barbara Williams, Michael Ironside, Blu Mankuma, Dale Wilson, Duncan Fraser, Lala Sloatman

 

Laufzeit der deutschen DVD: 86:59 Min.

 

Neusichtung am: 10.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Es gibt noch keine Blu-Ray (Stand: April 2023).

Dienstag, 25. April 2023

Talons of the Eagle

Talons of the Eagle

Story:

 

US-Polizist Tyler Wilson (Billy Blanks) und sein kanadischer Kollege Michael Reed (Jalal Merhi) ermitteln in einer Undercover-Aktion gegen Gangster Mr. Li (James Hong) und dessen Schergen (u.a. Matthias Hues).

 

Meine Meinung:

 

Talons of the Eagle bekam ich geschenkt. Es handelt sich um solide B-Action-Ware, wie es sie in den 90ern massenhaft gab. Der Film ist vor allem für Fans von Buddy-Movies, B-Martial Arts Produktionen und Billy Blanks interessant. Billy Blanks war dazumal wohl auf dem Höhepunkt seiner Karriere, welche ihn dann sogar nach Hong Kong führte (Invincible). Ich kenne nebst Invincible und Talons of the Eagle keine weiteren Filme, in denen er die Hauptrolle spielte. Hingegen sah ich viele Filme, in denen er Kurz- oder Cameo-Auftritte hatte (The Master, Lionheart, Tango & Cash, Last Boy Scout) oder TV-Serien-Auftritte (Martial Law mit Sammo Hung).

 

Talons of the Eagle bietet all die Klischees, welche sich der Fan von solchen Filmen nur wünschen kann. Die Action ist vor allem Martial Arts lastig. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Hier und da gibt es illegale Ringkämpfe, Trainingsszenen und danach besagte Undercover-Einsätze. Die Actionszenen sind in einer hohen Anzahl vertreten, so dass Fans voll auf ihre Kosten kommen. In den 90ern wurde dies (in Deutschland) gerne zensiert. Für aktuelle Verhältnisse ist der Film jedoch so naiv, dass sehr harmlos.

 

Billy Blanks macht seine Sache ordentlich. Bei den Bösewichten überzeugt der Deutsche Matthias Hues, den ich zunächst mit Alexander Godunov aus Die Hard verwechselt habe. Matthias Hues wohl bekanntester Auftritt sahen Fans in Dark Angel, als er das böse Alien und den Widersacher von Dolph Lundgren verkörperte. Auch er macht seine Sache sehr gut. Der Rest war hingegen schwach. Jalal Merhi hat mich absolut nicht überzeugt und noch schlimmer war Hauptbösewicht und Gangster Boss James Hong, dessen Kampfszenen sehr langsam wirken. Ob er wohl keine wirkliche Martial Arts Erfahrung hat? Gut möglich! Da bin ich aus HK- und Taiwan-Produktionen andere Standards gewohnt.

 

Fazit: Nichts für meine persönliche Sammlung, aber B-Actionfans können einen Blick riskieren!

 

Infos:

 

O: Talons of the Eagle

 

Kanada 1992

 

R: Michael Kennedy

 

D: Billy Blanks, Jalal Merhi, James Hong, Priscilla Barnes, Eric Lee, Pan Qingfu, Matthias Hues

 

Laufzeit der UK-DVD: 92:10 Min.

 

Gesehen am: 10.04.23

 

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Hollywood DVD vor = Vollbild, Englischer Ton, kleine Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland nur von Shamrock Media (auf DVD) Uncut (Deutsch/Englisch, keine Subs). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: April 2023).

Montag, 24. April 2023

VFW - Veterans of Foreign Wars

VFW - Veterans of Foreign Wars 

Story:

 

Kriegsveteranen (u.a. Stephen Lang, William Sadler, Martin Kove, Fred Williamson) bekommen es mit einer Horde von Süchtigen und Gangstern (Travis Hammer) zu tun, die hinter einem Mädel (Sierra McCormick) und einer Tasche voller Drogen her sind…

 

Meine Meinung:

 

Mit VFW ist das Thema Joe Begos und auch zukünftige Filme von ihm für mich abgeschlossen und kein Thema mehr. Bliss nervte am meisten gefolgt von Christmas Bloody Christmas, wobei der immerhin in den Action- und Slasher-Szenen am meisten Spass machte. VFW hat vereinzelt paar coole Gore-Szenen (zumindest jene, die man überhaupt erkennt) und es ist nett, paar Alt-Stars wie Fred Williamson oder William Sadler (Ritter der Dämonen) in einem neuen Film zu sehen inklusive From Dusk Till Dawn Hommage.

 

Abgesehen davon war der Film trotz seiner nur 92 Minuten Laufzeit langweilig und die Figuren nervend und unglaubwürdig (die Bösewichte). Lächerlich und zum Fremdschämen. Der Film und die Macher wussten nicht, was sie wollten. Mal wirken Szenen sehr ernst, dann wieder stimmig (à la John Carpenter), dann wieder trashig (à la Troma). Die Dialoge sind unfreiwillig komisch, teilweise sehr pubertär (so als hätte ein 12jähjriger das Drehbuch geschrieben) und es wird oft, vor allem zu Beginn und in den total lahmen Füllszenen, sinnlos gelabbert. Besonders die Dialoge zwischen Fred (Hauptheld) und Boz (Hauptbösewicht) waren mies.

 

Ja, der Film hat viel Gore. Handgemachte Kreationen. Es wird kreativ getötet. Aber ich denke davon erkennt man vielleicht nur 30-40% vom Gezeigten. Alles andere ist zu schnell geschnitten, zu verwackelt gefilmt oder es ist nichts zu erkennen, da viel zu dunkel. Das liegt an einer miserablen Beleuchtung. Sollte es als Stilmittel gelten? Wenn ja, dann selten dämlich da der Fan und die Effekte-Crew um ihre handgemachten Gore-Szenen gebracht werden. Und davon bietet der Film in einzelnen Momenten eigentlich sehr viel. Eine filmische Atmosphäre kann man ebenso vergessen wie eine Spannungsschraube und die Figuren sind dem Zuschauer auch total egal.

 

Fazit: Nicht zu empfehlen und in Zukunft werde ich mir keine Filme mehr von Joe Begos ansehen!

 

Infos:

 

O: VFW

 

USA 2019

 

R: Joe Begos

 

D: Stephen Lang, William Sadler, Martin Kove, Fred Williamson, Travis Hammer, Sierra McCormick

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 92:02 Min.

 

Gesehen am: 09.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Capelight vor = Uncut, gute bis sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs.