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Freitag, 14. Februar 2020

Butcher, Baker, Nightmare Maker Review

Butcher, Baker, Nightmare Maker

Story:

Billy (Jimmy McNichol) wächst, nachdem seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen, bei seiner krankhaften und sexuell frustrierten Tante Cheryl (Susan Tyrrell) auf, welche ihn vergöttert. Nun, als 17jähriger und sich für Mädels interessierend, beginnt die Fassade von Cheryl zu bröckeln, mit tödlichen Folgen…

Meine Meinung:

Butcher, Baker, Nightmare Maker ist kein 08/15 Slasher im gewöhnlichen Sinne. Trotzdem ist der Film für Horrorfans interessant, auch wenn es, zumindest bei mir, nicht für die Sammlung reicht. Aber zum Schauen war der Film okay. Der Start des Filmes ist spektakulär: der Auto-Crash, der den Tod der Eltern zur Folge hat, wurde aufwändig und brutal in Szene gesetzt! Das macht Lust auf mehr!

Danach beginnt die eigentliche Story mit der krankhaften Tante und dem Sohn – und deren Verhältnis zueinander bzw. dieses der Tante ist mehr als krank, was man in vielen Szenen erahnt. Der Film nimmt dann auch Wendungen, die man so nicht erwartet hätte, wobei einige Dinge übertrieben dargestellt sind (Cop der von Bo Svenson gespielt wird und seine Szenen). Der Film hat auch im Mittelteil die meisten Längen und Füllszenen. Nackte Tatsachen sucht man nahezu vergebens und der Bodycount ist relativ klein.

Der Mittelteil ist auch dieser, der wohl verhindert, dass der Film in die Sammlung wandert. Denn im Finale dreht der Film mächtig auf und sobald dieser startet, kann man dann endlich von einem Slasher sprechen. Davor kommen Motive aus Misery, Carrie und im Finale aus Freitag der 13. zum Einsatz. Das Finale ist lang, der Bodycount steigt und mit Blut wird definitiv nicht gespart.

Hätte man solche «Horrorparts» im Mittelteil bereits gesehen und besser über die Laufzeit verteilt, hätte aus Butcher, Baker, Nightmare Maker ein kleines Juwel werden können. So bleibt ein durchschnittlicher Film mit lahmem Mittelteil, der sich immerhin inhaltlich von 90% der damaligen 08/15 Slasher abhebt.

Fazit: 80er Jahre US-Horrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Night Warning

USA 1982

R: William Asher

D: Jimmy McNichol, Susan Tyrrell, Bo Svenson, Julia Duffy

Laufzeit der US-DVD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 23.11.19

Fassungen: Mir lag, vom Kollegen geschenkt, die US-Bootleg DVD von BLV Entertainment vor = Uncut, O-Ton, keine Subs, gute Bildqualität. Gäbe es offiziell von Code Red und in D soll der Film von CMV auf Blu-Ray erscheinen (Anfang Dez. 2019).

The King’s Sword Review


The King’s Sword

Story:

Schüler und Schülerinnen zweier Meister sind auf der Suche nach dem «King’s Sword». Die Reise ist abenteuerlich und gefährlich. Kurz vor dem Ziel kommt es zu einer Wiedervereinigung (Tochter findet Mutter). Doch der Bösewicht Tian Hou Hou Lifu (Meister mit Eisenkralle statt Hand, der die Martial Arts Welt beherrschen will) und seine Männer stellen sich den Helden in den Weg…

Meine Meinung:

Unbekannter Wu Xia aus Taiwan, der selbst unter Sammlern wenig bekannt ist, da sehr selten (ein Titel, den andere Sammler in 30 Jahren «sammeln» nie zu Gesicht bekommen haben). Der Film hat mir gut gefallen. Wer Wu Xia Titel mag, sollte sich The King’s Sword nicht entgehen lassen.

Der klassische Film bietet eine Story, der man trotz abgeschnittenen englischen Subs und beschnittenem Bildformat gut folgen kann. Die Inhalte kommen einem bekannt vor (Baby wird am Anfang von Mutter getrennt, versteckte Schatzkarte, Bösewicht der Martial Arts Welt beherrschen will, Intrigen, diverse Gruppierungen von Kämpfern, magisches Schwert…) und sind typische Wu Xia Elemente, die man im Genre schon oft gesehen hat.

Der Film, der hörbar Musik aus westlichen Filmen aufspielt, bietet wunderschöne Kulissen / Natur-Drehorte aus Taiwan, eine unterhaltsame Geschichte und, zumindest was die Mädels angehen, auch einige charismatische und sympathische Figuren, die den guten «Jungs» die Show stellen. Etwas, was ich auch bei ähnlichen Shaw Brothers Filmen aus der Zeit (Ende 60er Jahre) oft so empfand.

Die Ausnahme bietet der diabolische Bösewicht mit der Metall (?)-Kralle, der zumindest im Finale für blutige Details sorgt (schon fast übertrieben blutrünstig). Allgemein sind die Schwertkampfszenen recht blutig gehalten, vor allem im Finale. Der Bösewicht hat mir sehr gut gefallen, etwas schade, dass der Endkampf doch relativ schnell vorbei war. Aber immerhin darf er vor seinem blutigen Abgang selbst relativ gelassen «einen Helden» nach dem anderen niedermetzeln.

Fazit: Macht Spass! Sehenswerter Wu Xia aus Taiwan, den man sich als Fan des Genres nicht entgehen lassen sollte!

Infos:

O: Tian Wang Jian

Taiwan 1968

R: Kuan Hsin

D: Elizabeth Wang Fu-Yong, Richard Chen Chun, Fanny Fan Lai, Lui Ming, Chiang Ching-Hsia

Laufzeit der DVD-R: 91:54 Min.

Gesehen am: 23.11.19

Fassungen: Mir lag eine DVD-R des seltenen Filmes vor. Diese basiert auf einer China Bootleg VHS (= Kopie der HK VHS von Lex Video). Offizielle Fassung: HK VHS von Lex Video. Uncut, O-Ton mit englischen Subs, sehr beschnittenes Bild, in dunklen Szenen eher mau, restliche Bildqualität zufriedenstellend. Es gibt keine VCD, keine DVD, keine Blu-Ray, keine deutsche Fassung, keine LD. Film sehr selten, eine Rarität. Stand: Nov. 2019.

Couchsurfing in China: Durch die Wohnzimmer der neuen Supermacht Buch Tipp

Couchsurfing in China: Durch die Wohnzimmer der neuen Supermacht

Inhalt:

Zitat Rückseite des Buches:

«Er reist mit Vorliebe durch Länder mit einem schlechten Ruf: Drei Monate lang erkundet Bestsellerautor Stephan Orth China, um herauszufinden, wie die neue Weltmacht tickt. Er besucht Metropolen, die mit totaler Überwachung experimentieren, und abgeschiedene Dörfer, in denen fürs Willkommensessen der Hund geschlachtet wird. Auf seiner Reise von Couch zu Couch versucht er sich als Wettkampf-Korbflechter, tanzender Englischlehrer und Casino-Glücksritter – und lernt, welche Träume und Ängste die Menschen bewegen.»

Meine Meinung:

Das Buch, welches ich von meinem Bruder geliehen hatte, hatte ich schnell verschlungen. Mich hat es interessiert, weil es sich um China handelt. Ich selbst habe keine Couchsurfing-Erfahrung im Gegensatz zu meinem Bruder, der nebst Besuchen in Russland, Iran, Nordkorea auch schon in China war. Daher waren das Buch und das Projekt dahinter spannend.

In westlichen Medien wird über China fast nur Negatives berichtet. Dabei hat alles negative wie auch positive Seiten und jedes Land hat (oder hatte) Dreck am Stecken. Autor Stephan Orth, der schon zwei ähnliche Bücher schrieb (glaube über Russland und Iran) hat einen witzigen, fesselnden und unterhaltsamen Schreibstiel und bietet genug Hintergrundinfos und Vergleiche mit Deutschland, um den Leser ans Buch zu binden.

Er setzt sich kritisch mit China auseinander, aber würdigt dennoch das Land, ihre Kultur und die Menschen, die er traf. Er macht sich nicht über sie lustig, auch wenn es hier und da lustig formuliert ist. Als Filmfan von Filmen aus Hong Kong war es amüsant zu lesen, dass hier und da auch Vergleiche (oder einfach Nennungen) mit Filmen gemacht wurden (z.B. mit Die 36 Kammern der Shaolin oder Wolf Warrior 2).

In drei Monaten kann man viel erleben und er ist viel gereist. Hat in unzählige «Wohnzimmer» blicken dürfen und traf unterschiedliche Menschen. Einige, die den Überwachungsstatt selbst kritisch sahen, andere, die dies gut fanden. Stephan Orth war via Bus, Flugzeug oder Bahn unterwegs. Es traf viele Menschen, unterschiedliche Orte und zeigt gekonnt auf, dass der Wandel in China und die Digitalisierung Fluch wie auch Segen zugleich sein können (plus hier und da kritische Töne gegen Deutschland im Vergleich da China auch Vorteile geniesst). 

Es werden mehrere chinesische Städte vorgestellt (mit Namen, Einwohneranzahl, Provinz-Nennungen) und Karten, Fotos und optische Darbietungen von Social Media Konversationen mit den Gastgebern (Namen wurden geändert) bringen genug Abwechslung ins Buch, damit dem Leser nie langweilig wird. Wer sich für China interessiert, wird das Buch schnell verschlingen.

Auch kritische Infos bleiben nicht auf der Strecke (Umerziehungslager). Ich frage mich z.B. nun, wie es möglich ist, dass mein Dealer aus China, z.B. Social Media à la FB nutzen kann, wo dies in China doch verboten ist und man in der Hinsicht immer strenger kontrolliert und hinschaut. China, welches im Moment (leider) vor allem Dank dem Coronavirus im Gespräch ist, wäre ein Besuch wert. Ich plane eventuell, China (Peking und Nanking und kurz China-Dealer) 2021 zu besuchen.

Das Buch hat mir China, trotz auch kritischen Tönen, schmackhaft gemacht. Ich war schon in Taiwan und Hing Kong, aber auf dem Festland selbst noch nie – einen Zustand, den es zu ändern gilt!

Infos:

Anzahl Seiten: 249

Sprache: Deutsch

In Deutschland erschienen: Ja

Autor: Stephan Orth

Verlag: Malik

Art: Taschenbuch

In Deutschland erschienen: 2019

Roman/Sachbuch: Sachbuch