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Montag, 23. August 2021

Bruce and the Shaolin Bronzemen Review

Bruce and the Shaolin Bronzemen

Story:

 

Wong Chan-Lung (Bruce Le) sucht auf den Philippinen nach seinem verschwundenen Onkel Santos. Es geht dabei auch um einen versteckten Schatz. Auch Ms. Saiko (Lita Vasquez) ist hinter dem Schatz her. Sie will Wong Chan-Lung tot sehen und entführt, um ihn zu brechen, dessen Cousine (Vivian Velasco)…

 

Meine Meinung:

 

Bruce and the Shaolin Bronzemen ist kurzweilige Trash Bruceploitation aus Hong Kong und vor Ort in den Philippinen gedreht – kostengünstig versteht sich. Der Film ist grundsolide, kurzweilig, unterhaltsam und wartet mit Star Bruce Le (Black Spot) auf und wurde von Joseph Kong realisiert.

 

Joseph Kong, Regisseur von Filmen wie Bruce's Fingers oder Concorde of Bruce, sprang mit Bruce and the Shaolin Bronzemen auf den Bruceploitation-Zug auf, welcher nach Bruce Lees Tod ins Lebe gerufen wurde. Bruce and the Shaolin Bronzemen ist, wie bereits erwähnt, ok und kurzweilig, erreicht aber nicht ganz die Qualität anderer Bruceploitation-Streifen.

 

So empfand ich Filme wie The Clones of Bruce Lee (stammt auch von Joseph Kong), The Dragon Lives Again, Bruce Lee the Invincible oder Bruce Lee in New Guinea als qualitativ besser. Im Grossen und Ganzen lässt sich sagen, dass ich mir von Bruce and the Shaolin Bronzemen mehr Trash und Schmuddel gewünscht hätte.

 

Ja, es gibt hübsche und knapp bekleidete Frauen, eine adipöse Kampf-Masseuse oder Kung Fu kämpfende Liliputaner, aber ich hätte mir davon mehr versprochen. Die Kampfszenen waren zudem auch nur ok und nichts Besonderes. Bruce Le macht eine gute Figur, ebenso Lita Vasquez als Anführer und weiblicher Bösewicht.

 

Fazit: Kein Kracher, aber ein Unterhaltungswert ist garantiert und langweilig ist der Film nie. Für Bruceploitation-Fans zu empfehlen.

 

Infos:

 

O: Shen Long Meng Hu

 

HK, Philippinen 1992

 

R: Joseph Kong

 

D: Bruce Le, Cheung Lik, Lita Vasques

 

Laufzeit der holländischen VHS: 78:44 Min.

 

Gesehen am: 14.05.21

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Holland von VUH vor = Wahrscheinlich Uncut, Englischer Dub (relativ ok und deutlich besser als Ocean Shores Dubs), solide Bildqualität, Vollbild. Es scheint keine DVD, Blu-Ray und deutsche Fassung zu geben (Stand: Mai 2021).

Dienstag, 17. August 2021

Seven Women for Satan Review

Seven Women for Satan

Story:

 

Geschäftsmann Boris Zaroff (Michel Lemoine) plagen nach dem mysteriösen Tod seiner Ehefrau Visionen. Tagsüber arbeitet er im Geschäft, abseits davon plagen ihn Visionen von Frauen, Sex und Tod. Realität und Fantasie scheinen zu verschmelzen, ehe es tatsächlich weibliche Opfer zu beklagen gibt. Welche Rolle spielt Boris sonderbarer Butler (Howard Vernon)?

 

Meine Meinung:

 

Seven Women for Satan ist ein franz. Euro-Cult und Exploitation-Streifen und in den Augen von Regisseur und Hauptdarsteller Michel Lemoine, u.a. einem Horror- und Franco-Fan, vor allem ein Horrorfilm. In meinen Augen wäre die Bezeichnung Erotik-Grusel-Film passender.

 

Ich sah im Internet einen ansprechenden Clip und habe mir von Seven Women for Satan zu viel erwartet, so dass mir der Streifen nur mittelprächtig gefallen hat. Der Inhalt ist dünn. Heute würde von einem style over substance Faktor gesprochen werden.  Zudem hätte ich mir mehr Erotik und Gewalt (Effekte) gewünscht. Und der Film ist weniger psychedelisch als erwartet und/oder angepriesen.

 

Was mangelnde Effekte angehen merkt man dem Film das geringe Budget auch an. Im Bonusmaterial spricht Michel Lemoine, eine Art französischer Joe D’Amato und/oder Andreas Bethmann, der nach seiner regulären Film-Karriere im Porno-Geschäft einstieg, dass es zu jener Zeit schwer war, in Frankreich für das Horrorgenre Produzenten zu finden. Aber die Filme und Regisseure, die aus liebe zum Kino dennoch sehenswerte Filme drehten (er nennt u.a. Jess Franco), haben sich davon nicht beeindrucken lassen.

 

Zu Michel Lemoine: im Interview war er mir sympathisch, als Hauptdarsteller nur bedingt. Ich wurde mit ihm als Titel-Figur nicht warm. Das Schauspiel missfiel mir.  Da waren die Mädels oder Jess Franco Liebling und u.a. Schweizer-Darsteller Howard Vernon als sein Butler die qualitativ bessere Wahl. Die Musik traf leider nicht meinen Geschmack und man hört relativ viel Vogelgezwitscher, was ich verabscheue und nervend finde (Ausnahme: Krähen).

 

Es gibt zwei-drei sehenswerte Szenen (u.a. die Szene mit der Falle, dem Hund plus das Ende) und genug nackte Haut, um Exploitation-Fans zufriedenstellen zu dürfen. Aber mir gefiel der Film zu wenig gut, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Fans des klassischen franz. Kinos (Franco, Rollin, Erotik-Grusel-Genre) können jedoch durchaus einen Blick riskieren…

 

Infos:

 

O: Les Week-ends maléfiques du Comte Zaroff

 

Frankreich 1974

 

R: Michel Lemoine

 

D: Michel Lemoine, Nathalie Zeiger, Howard Vernon, Joëlle Coeur, Martine Azencot

 

Laufzeit der US-Blu: 90:20 Min.

 

Gesehen am: 13.05.21

 

Fassungen: Mir lag die Code Free US-Blu-Ray von Mondo Macabro vor = Zwei Fassungen, Booklet, Interviews, geschnittene Szenen. Ich guckte den Extended Cut (k.A. was in der regulären Kino-Fassung fehlt). In Frankreich gibt es den Film sogar als UHD mit deutlich mehr Extras und sogar mit deutschen Subs! Bild- und Ton der Mondo Macabro Disc sind hervorragend. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stad: Mai 2021).