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Donnerstag, 13. Oktober 2022

Ring 2 Review


 

 

Horroktober 2022

Ring 2

Story:

Reiko (Nanako Matsushima) und dessen Sohn Yôichi (Rikiya Ôtaka) bleiben nach den Ereignissen aus Ring verschollen. Derweil finden mehrere Personen, die mit dem Fall zu tun hatten, den Tod (u.a. Hiroyuki Sanada). Ein Reporter-Kollege (Yûrei Yanagi) von Reiko, eine Studentin (Miki Nakatani) des verstorbenen Ryûji, die Polizei (Fumiyo Kohinata) und ein Wissenschaftler versuchen, den Fall zu lösen…

Meine Meinung:

Ringu sah im am diesjährigen Japanuary und war nach dessen 2. Sichtung begeistert. Nur das offene Ende liess mich etwas unbefriedigend zurück. Nun war ich also gespannt, wie es in Ring 2 weitergeht. Der Plot knüpft ans offene Ende aus Teil eins an. Nanako Matsushima und Hiroyuki Sanada sind jedoch nicht mehr die Hauptfiguren. Mehr Nebenrollen. Aber die neuen Figuren (Reporter, Studentin, Wissenschaftler, Polizist) machen ihren Job auch sehr ordentlich.

Ring 2 war spannend, gut gespielt, baut eine morbide Stimmung auf und ich bekam mehrere Male Gänsehaut = perfekt! Genau das wünschte ich mir und bekam ich auch. Irgendwie kann ich mich aber auch sehr gut auf diese Art Film einlassen. Andere mögen den vielleicht stinklangweilig und nicht gruselig finden, ich fand den hingegen toll! Das Ende lässt Raum für eine weitere Fortsetzung, welche es dann auch gab. Diesmal empfand ich das Ende jedoch als sehr gelungen.

Einziges Manko: dass der Junge so ne Art "Superhelden" Kräfte zu haben scheint. Zumindest zeigt er dies in 1-2 Szenen, als er vom Polizisten verfolgt wird. Das fand ich irgendwie doof, befremdlich und unpassend. Im Grossen und Ganzen würde ich aber sagen, dass es die 1. Fortsetzung mit dem starken Vorgänger aufnehmen kann. Beide sind etwa gleich gut und lohen sich, geschaut zu werden!

Gefolgt von: Ring: Spiral

Infos:

O: Ringu 2

Japan 1999

R: Hideo Nakata

D: Nanako Matsushima, Rikiya Ôtaka, Miki Nakatani, Hiroyuki Sanada, Hitomi Satô, Fumiyo Kohinata, Yûrei Yanagi

Laufzeit der deutschen DVD: 91:21 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Siehe Ring!

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Martyrs Review

 
Horroktober 2022

Martyrs

Story:

Lucie (Mylène Jampanoï), vor 15 Jahren als Kind aus den Fängen von Folterern entkommen, sucht nun zusammen mit ihrer Kollegin Anna (Morjana Alaoui) die damaligen Täter auf, um Rache zu nehmen…

Meine Meinung:

Martyrs hat die 2. Sichtung nicht bestanden und fliegt aus der Sammlung. Der Film kommt bei weitem nicht an andere franz. Genre-Filme wie Inside oder High Tension heran. Der Film ist in meinen Augen eine Art «Pseudo-Schocker» à la A Serbian Film = total überbewertet und nicht wirklich schockierend oder spezifisch gut. Dem Hype wird der Film nicht gerecht, auch wenn später (2015) gar ein US-Remake folgte.

In der 1. Hälfte nervt das hysterische Dauergeflenne, Geschreie und selbst verletzende Verhalten seitens Lucie. Das "Monster", welches sie sieht, ist doof und raubt dem Film Spannung und Glaubhaftigkeit. Erinnert zu stark an japanische Gruselfilme, ohne aber gruselig zu sein. In der ersten Hälfte gibt es nur zwei positive Szenen: das Massaker an der Familie und als sich Lucie tötet = endlich nervt sie nicht mehr!

Pascal Laugier, den ich allgemein für überbewertet halte (nachfolgende Filme wie The Tall Man oder Ghostland waren ebenso enttäuschend und viel Anderes kam da nicht mehr), geht in der 2. Hälfte des Filmes ins Torture Porn Genre à la Hostel und Co. über. Diese Hälfte ist lahm, langweilig und unterhält nicht. Hat mich an Stranger Things erinnert (Experimente an fast Glatze tragendem Mädchen minus die Schläge oder Häutung). Die Motive der Organisation sind an Lächerlichkeit nicht zu überbieten, und dann ist es noch todernst gemeint und so inszeniert. Plot und Ende sind total hohl und werden den Internetdiskussionen nicht gerecht.

Fazit: Don't Believe the Hype!

Infos:

O: Martyrs

Frankreich, Kanada 2008

R: Pascal Laugier

D: Morjana Alaoui, Mylène Jampanoï, Catherine Bégin, Robert Toupin, Patricia Tulasne, Juliette Gosselin, Xavier Dolan, Isabelle Chasse

Laufzeit der CH-DVD: 95:12 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die Schweizer DVD von Frenetic Films vor = Uncut, Deutsch/Franz. Mit deutschen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es auch auf Blu-Ray.

Dienstag, 11. Oktober 2022

Hellbound: Hellraiser II Review



 

Horroktober 2022
Hellbound: Hellraiser II

Story:

Nach dem Ende von Hellraiser geht es wie folgt weiter:

Kirsty (Ashley Laurence) findet sich, auf der Suche nach ihrem Vater, jedoch nur eine List von Frank (Sean Chapman), und der Mithilfe von Tiffany (Imogen Boorman) und Doctor Channard (Kenneth Cranham), in die Hölle wieder. Dort wartet auch bereits Julia (Clare Higgins), die noch Rechnungen zu begleichen hat und die Cenobites (Doug Bradley, Barbie Wilde, Nicholas Vince, Simon Bamford) auf Kirsty…

Meine Meinung:

Wie bereits Hellraiser empfinde ich Hellbound: Hellraiser II als Klassiker und Meisterwerk. Nebst Filmen wie Halloween, The Evil Dead, Day of the Dead, Return of the Living Dead oder Re-Animator einer der besten Horrorfilme aller Zeiten! Die Reihe hätte mit diesem Film beendet werden sollen. Die Fortsetzungen sind eigentlich unnötig. Aber wie andere Filmreihen (Leprechaun, Children of the Corn, A Nightmare on Elm Street, Friday the 13th etc.) wurde die Reihe gemolken bis zum Abwinken.

Das grosse Plus des Filmes: noch immer handelt es sich um eine europäische Produktion, während der 3. Teil dann eine reine US-Produktion war und Pinhead zur Horrorfigur à la Freddy Krüger mutierte. Sprücheklopfer und Co. Tony Randel inszenierte die 1. Fortsetzung. Ein Mann, der im Horrorgere durchaus Erfahrungen vorzuweisen hat (Children of the Night, Ticks, Amityville - Face of Terror).

Aus Teil eins kehren Ashley Laurence (spielte dann noch in den Teilen drei und sechs mit), Sean Chapman, Doug Bradley (Proteus), Clare Higgins, Barbie Wilde (Death Wish 3), Simon Bamford, Nicholas Vince (Nightbreed) sowie Christopher Young (The Empty Man) zurück. Der neue Cast um Imogen Boorman und Kenneth Cranham (spielt in der sehenswerten Serie Rom Pompey Magnus) wissen auch zu überzeugen. Und selbstverständlich die Effekte-Crew. 

 




 

Was Teil zwei nebst dem mystischen Inhalt sehenswert macht ist die Palette an wunderbaren Effekten, Tricktechniken, Splatter-Szenen, Cenobiten inklusive Stop-Motion Arbeiten. Der Fantasie sind in Hellbound: Hellraiser II keine Grenzen gesetzt. Die Hölle und deren Darbietungen sind abwechslungsreich, stimmungsvoll, unheimlich und interessant in Szene gesetzt. Auch tolle Horror-Motive wie Chirurgen, Mad Scientist oder Clowns finden Anwendung. Ebenso Traumata, Käfer und Psychiatrien. Einfach herrlich! Und der neue Cenobite ("The Doctor…is in") ist einfach zu geil! Hintergrund-Infos zu Pinhead gibt es auch.

Fazit: Zusammen mit dem 1. Teil der beste Teil der Reihe! Pflichtprogramm für Horrorfans!

Gefolgt von: Hellraiser III: Hell on Earth

Infos:

O: Hellbound: Hellraiser II

Großbritannien 1988

R: Tony Randel

D: Ashley Laurence, Sean Chapman, Doug Bradley, Clare Higgins, Kenneth Cranham, Imogen Boorman, Barbie Wilde, Nicholas Vince, Simon Bamford

Laufzeit der UK-Blu: 99:00 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Siehe Hellraiser! Nebst UK-Blu und Anchor Bay DVD (USA) liegt mir noch, nur wegen dem schicken Artwork, die VHS aus Japan vor (Label: Dentsu Video). Nachtrag Mitte August 2023: inzwischen wurde die Box verkauft und ich holte mir von Arrow Video die Einzel-Blu-Ray vom Film (vom 1. Teil will ich mir die Turbine Fassung kaufen und den 3. Teil brauche ich nicht mehr) = inhaltsgleich mit der Fassung aus der Box. Die Blu-Ray hat ein Wendecover und den Film würde ich noch immer als einen der besten Horrorfilme aller Zeiten betiteln. Nahezu perfekt!