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Samstag, 29. Oktober 2022

Gretel & Hänsel Review

 
Horroktober 2022

Gretel & Hänsel

Story:

Gretel (Sophia Lillis) und dessen jüngerer Bruder Hänsel (Samuel Leakey) irren durch die dunklen Wälder, hoffend nach einem besseren Leben. Sie stossen auf eine alte Hütte und eine liebeswerte, alte Dame lädt sie zu sich ins Haus ein. Gretel und Hänsel treten ein. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Ich kenne mit Ausnahme des südkoreanischen Filmes Hansel & Gretel (Henjel gwa Geuretel, 2007) keinen Film um das Märchen der Brüder Grimm aus dem Jahr 1812. Der Trailer zu Gretel & Hansel sah optisch spannend aus. Zudem mochte ich February von Regisseur Oz Perkins. Leider hat mir Gretel & Hänsel nur bedingt gefallen.

Der Film hat seine starken Momente in der Optik. Schöne Bilder, stimmungsvolle Atmosphäre, langsame Kamerafahrten. Sieht alles optisch bunt, düster und schön zu gleich aus. Arthouse-Elemente können Gretel & Hansel definitiv nicht abgesprochen werden. Vergleiche mit A24 Produktionen tun sich auf, was auch andere Zuschauer in ihren Reviews so sahen. Die Vergleiche passen…

Abgesehen davon hat der Film doch mehr enttäuscht statt unterhalten und erfreut. Die Vorlage wurde analog der Woke-Gemeinschaft abgeändert (statt Hänsel und Gretel kommt wird nun Gretel zuerst im Filmtitel genannt und ist die starke Figur im Plot, natürlich mit Kurzhaarfrisur und Co.). Das hat schon etwas genervt. Apropos Kurzhaarfrisur: Gretel wirkte auf mich mehr wie Eleven aus Stranger Things - auch Kurzhaar-Frisur und telekinetische Kräfte wie sie Gretel plötzlich im Finale präsentiert. Cool war hingegen die Tatsache, dass der Film wirklich nicht für Kinder geeignet ist…

Der Plot ist sehr dünn. Obwohl der Film nur 87 Minuten läuft (mit Abspann) kam mir das Schauen wie eine Ewigkeit vor. Spricht definitiv nicht für den Film. Die Musik wird von Synthesizer-Einsatz beherrscht und hatte à la Turbo Kid oder Dead Shack einen netten Retro-Touch. Passt teilweise gut zu den stimmungsvollen Bildern. Der Film hat definitiv einen Style over Substance Faktor. Die Darsteller spielen ihre Sache gut, auch wenn Sophia Lillis (It: Chapter 1 + 2) Figur, wie gesagt, an andere fiktive Charaktere erinnert. Alice Krige passt gut in die Rolle der alten Hexe. Gibt eine bessere Performance ab als zuletzt im Horror-Genre (Texas Chainsaw Massacre).

Fazit: Optisch cool und schick, aber ansonsten eigentlich lahm und nicht zu empfehlen…

Infos:

O: Gretel & Hansel

Irland, Kanada, USA 2020

R: Oz Perkins

D: Sophia Lillis, Samuel Leakey, Alice Krige, Jessica De Gouw, Ian Kenny

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 87:29 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Capelight vor = Wendecover, Deutsch/Englisch mit Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es auch als UHD.

Freitag, 28. Oktober 2022

Tell Me Something Review

 
Horroktober 2022

Tell Me Something

Story:

Detektiv Cho (Han Seok-kyu) bekommt es mit mysteriösen Leichenfunden in Seoul zu tun. Ist ein Serienkiller am Werk?

Meine Meinung:

Tell Me Something ist ein 1999er Serienkiller-Film und Thriller aus Südkorea. Die Sichtung dazu ist ewig her. Das Einzige was mir blieb waren einige Querverweise zum US-Thriller Sieben. Pünktlich zum Horroktober 2022 wurde eine Neusichtung des Filmes ins Leben gerufen. Tell Me Something ist ganz ok und solide, aber definitiv nicht mehr ein Film für die Filmsammlung.

Dafür war der Film von Regisseur Jang Yoon-hyeon, dem scheinbar eine grosse Karriere verwehrt bleib, zu unspektakulär. Und eben zu dreist von Sieben gestohlen. Sei es der Einsatz von klassischer Musik, dem ständigen Regen oder der Serienkiller-Story. Es gibt durchaus 1-3 Szenen, die fast 1:1 aus Sieben geklaut wurden, und das ist irgendwie schon arg peinlich.

Dazu kommt, dass der Plot trotzdem nicht wirklich spannend ist. Hat man alles irgendwie schon Mal gesehen (Sieben, Diary of a Serial Killer, Scream). Apropos Scream: die Musik stammt teilweise aus Scream oder Stephen Kings Schlafwandler. Das hingegen fand ich noch cool, wie auch die sehr blutigen Splatter-Effekte. Vor allem Fans von abgetrennten Körperteilen und einem Slasher-Mord à la Scream, kommen voll auf ihre Kosten.

Die Laufzeit ist vielleicht etwas zu lang. Das Ende dann doch irgendwie sehr unspektakulär, fast enttäuschend. Die Darsteller sind ok. Bemüht. Solide. Aber nicht sonderlich sympathisch in ihren Rollen. Und nicht die ganz grossen Stars des Korea-Kinos. Weder von Han Seok-kyu noch Shim Eun-ha, den beiden Hauptdarstellern, kenne ich irgendwelche anderen Filme. Technisch ist der Film hingegen gut in Szene gesetzt. Wer die US-Vorbilder nicht kennt, dem dürfte der Film deutlich besser gefallen.

Fazit: Korea Fans können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Telmisseomding

Südkorea 1999

R: Jang Yoon-hyeon

D: Han Seok-kyu, Shim Eun-ha, Jang Hang-seon, Yum Jung-ah, Ahn Seok-hwan, Park Chul-ho

Laufzeit der US-DVD: 117:38 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Kino Video vor = nicht anamorphes Bild, O-Ton mit Subs oder Englisch Dubbed, Uncut, solide Bild- und Tonqualität (weitaus weniger mies, als in der ofdb.de gesagt wird). Die deutschen DVDs sind nur in Deutsch. Am besten fährt Man wohl mit der UK, HK oder südkoreanischen DVD. Es scheint noch keine Blu-Ray zu geben (Stand: Okt. 2022).

Donnerstag, 27. Oktober 2022

Terrifier 2 Review


 
 
 Horroktober 2022

Terrifier 2   

Story:

Halloween Nacht:

 

Art the Clown (David Howard Thornton) ist zurück. Diesmal nicht allein, sondern mit einer Helferin (Amelie McLain). Ihr Ziel: Sienna (Lauren LaVera) und dessen jüngerer Bruder (Elliott Fullam)…

 

Meine Meinung:

 

Die einmalige Sichtung von Terrifier (knapp 6/10) liegt vier Jahre zurück. Ich fand den Film weitaus weniger toll, als viele anderen Fans. Terrifier 2 kommt im Moment in Foren extrem gut weg und ist finanziell ein grosser Erfolg (Zitat Twitter: "TERRIFIER 2’ has passed $5M at the box office on a $250k budget."). Der Film stammt erneut von Damien Leone und David Howard Thornton mimt erneut Art the Clown.

 

An den ersten Teil kann ich mich kaum erinnern. Gemäss meinem Review mochte ich nur vereinzelt einige der Kills und der Film blieb knapp in der Sammlung stehen. Der 2. Teil bekam nun einige sehr gute Kriterien. Doch entsprechen diese der Realität? Wirkt sich die lange Laufzeit von über zwei Stunden (138 Minuten!!!) wirklich nicht negativ aus? Ist der Film wirklich so brutal und gar schockierend, wie viele es schreiben? Fragen über Fragen…

 

Ich sah einen Clip auf Twitter und stellte diesen ab. Nicht weil ich schockiert war, sondern weil ich davon amüsiert war! Fantasievoll, handgemacht blutig, kreativ. Ich wollte mir die Szene nicht bis zum Ende geben, um Überraschungen nicht vor der Sichtung zu verderben. Film also gestreamt und was kann ich sagen? Terrifier 2 ist eine deutliche Steigerung, sei es vom Plot, den Figuren (die einem diesmal weniger egal sind), der Optik & Qualität (die Clown Café Traum-Sequenz oder das Gruselkabinett im Finale sind absolut sehenswert, Film sieht deutlich besser und aufwändiger als sein Vorgänger aus), dem Sound (Retro-Feeling) oder den blutigen, handgemachten Splatter-Effekten.

 

Das Finale dauerte mir jedoch dann tatsächlich etwas zu lang bzw. gegen Ende merkte man die zu lange Laufzeit. Abgesehen davon macht der Film vieles richtig. In meinen Augen nebst Stephen Kings Es (1990) und Stitches der beste Clown-Horrorfilm. Der Film ist zwar sehr blutig, aber comicartig übertrieben. Das Rumwühlen in Därmen und Co. wird à la Blood Feast 2 förmlich zelebriert und nicht selten ist die Szenerie von tiefschwarzem Humor getränkt. Paar nette Ekel-Effekte gibt es auch noch zu sehen. Schockierend fand ich da gar nichts. Im Gegenteil: ich war davon angetan, erfreut, amüsiert!

 

David Howard Thornton als Art the Clown macht seine Sache grandios. Sein Spiel mit Mimik und Gestik ist super. Viele Szenen wirkten auf mich schwarzhumorig. Sein Sidekick ist eine nette Überraschung, die der Fan gleich zu Beginn wahrnimmt. Sie sieht auch gruselig aus (Clowns allgemein!). Gespielt wird sie von Amelie McLain. Die Titelheldin wird gekonnt von der nicht hässlichen Lauren LaVera dargestellt, die bald in einem weiteren Horrorfilm die Hauptrolle spielen wird: The Fetus von Joe Lam. 

 

Der Cast und Figurenzeichnung waren eine ganze Klasse besser als im Vorgänger. Mich würde es nicht überraschen, wenn Art the Clown eine neue Horrorikone würde. Ich fühlte mich beim Schauen an Filme wie Saw, Blood Feast 2, The Toxic Avenger, Maniac, Night of the Living Dead, Stephen Kings Es, Der Exorzist, A Nightmare on Elm Street und an Citizen Toxie: The Toxic Avenger 4 erinnert (bzw. einige der Filme werden quasi zitiert). PS: Abspann bis zum Ende schauen! Folgt noch eine sehenswerte Szene!

 

Fazit: Wer den ersten Teil bereits mochte, dürfte die Fortsetzung lieben! Ein dritter Teil darf gerne kommen!


Gefolgt von: Terrifier 3

 

Infos:

 

O: Terrifier 2

 

USA 2022

 

R: Damien Leone

 

D: David Howard Thornton, Felissa Rose, Jenna Kanell, Lauren LaVera, Griffin Santopietro, Catherine Corcoran, Samantha Scaffidi, Amelie McLain, Elliott Fullam

 

Laufzeit der Stream-Fassung: Ca. 138 Min.

 

Gesehen am: 25.10.22

 

Fassungen: Den Film gibt es in England auf DVD oder Blu-Ray (Englischer Ton, keine Subs). In Deutschland soll der Film von Nameless Media erscheinen. Ich sah den Film via Stream. Nachtrag 26.07.23: Für eine 2. Sichtung lag mir nun die US-Blu-Ray vor: Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, diverse Extras und eine hervorragende Bild- und Tonqualität runden die Disc ab! Der Film gefällt auch nach der 2. Sichtung, auch wenn der Film im letzten Viertel die meisten Schwächen hat. Schon jetzt sehr gespannt auf den kommenden 3. Teil!