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Samstag, 4. Februar 2023

Das Schwert Review

 
Das Schwert 
 

Story:

 

Li (Adam Cheng Siu-Chow) trainiert zehn Jahre Schwertkampf, weil er der Beste werden will. Dazu sucht er nach dem besten Schwertkämpfer des Landes: Hua (Tien Feng). Als er diesen findet entscheidet Li das Duell für sich. Hua wird nur leicht verletzt. Jedoch wird Hua später von Lians (Norman Tsui Siu-Keung) rechter Hand (Eddy Ko) getötet, da Lian Huas wertvolles Schwert in seinen Besitz bringen will. Jeder meint nun, dass Li Hua auf dem Gewiesen hat. Besonders Huas Tochter (Jade Hsu) schwört Rache…

 

Meine Meinung:

 

Das Schwert aka The Sword, ein damaliger New Wave Wuxia von Patrick Tam (Love Massacre, My Heart Is That Eternal Rose), sah ich ewig nicht. Mir ist nicht klar, warum der Film so viele Drehbuchautoren zur Arbeit aufgerufen hat (laut Datenbanken sieben Stück) oder warum Patrick Tam nur so wenige Filme als Regisseur realisiert hat. Denn Das Schwert ist ein echter Kracher und auch die anderen beiden Filme, die ich von ihm kenne (Love Massacre, My Heart Is That Eternal Rose) sind überdurchschnittlich gut.

 

Als ich Das Schwert früher sah, kannte ich die meisten Darsteller nicht. Zudem, wenn ich nicht irre, guckte ich den zuerst als franz. DVD d.h. in Kantonesisch mit franz. Subs beim Kollegen. Und ich beherrsche die Franz. Sprache nicht. Ich kanns nicht verstehen, lesen und sprechen. Der Film ist sehr dialoglastig und somit war das Sehvergnügen eingeschränkt. Den Film heuer neu gesichtet zu haben war ein filmischer Genuss! Das Schwert ist in der Tat überdurchschnittlich Gutes Wuxia Kino vom Feinsten!

 

Der Plot ist simpel, nimmt sich für den Verlauf und die Figuren aber Zeit. Ich empfand den Film dennoch nie als langweilig. Optisch ist der Film einfach nur wunderschön eingefangen worden: die Wahl der Farben, die Einstellungen der Kamera, wie einzelne Szenen zusammengeschnitten und die Schwertkampf-Szenen choreographiert wurden: überwältigend! Zusammen mit dem wunderschönen Sound ein fest für die Sinne! Die Schwertkampfszenen werden sparsam in Szenen gesetzt. Wenn sie dann aber ablaufen, mit umso mehr Wucht und Intensität. Vergleichbar mit den Gewalt-Szenen in einem Takashi Kitano Film (z.B. Hana-Bi).

 

Dazu kommt ein sehenswerter Cast: Als Fan von Eddy Ko (The Postman Fights Back, Heroes Shed no Tears) und Norman Tsui (Blood Ritual, Sea Wolves) hatte ich Freude, dass beide in wichtigen Rollen und als Bösewichte zu sehen sind. Sehr cool! Adam Cheng (General Invincible) und Tien Feng (My Son) waren beide auch sehr gut in ihren Rollen. Vor allem Tien Feng sieht man seine Erfahrung an. Und fürs Auge bietet die total niedliche Jade Hsu alles, was das Herz braucht! Schade, dass sie keine allzu grosse Karriere hingelegt hat!

 

Fazit: Wird zu Recht als Klassiker im Genre gesehen! Wunderschönes Wuxia Kino aus Hong Kong, unbedingt empfohlen!

 

Infos:

 

O: Ming Kim

 

HK 1980

 

R: Patrick Tam Kar-Ming

 

D: Adam Cheng Siu-Chow, Tien Feng, Norman Tsui Siu-Keung, Eddy Ko, Jade Hsu, Bonnie Ngai Chau-Wah, Lau Siu-Ming

 

Laufzeit der deutschen DVD: 84:22 Min.

 

Neusichtung am: 31.12.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher Movies vor = Uncut, Deutsch/O-Ton und Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Für diese Neusichtung habe ich den Film sogar in Deutsch geschaut. Die deutsche Synchronisation ist qualitativ sehr gut. Soll am 10.02.23 von Maritim Pictures / Cargo in einer Limited Edition auf Blu-Ray erscheinen (2K-HD-Remastered). Ob nebst Deutschem Ton auch O-Ton und Subs auf der Disc sein werden, ist noch unbekannt (Stand: Dez. 2022).

Freitag, 3. Februar 2023

Update

Zu Ehren von Yu Hai, der am 01.01.23 oder 16.01.23 verstorben sein soll (RIP),  gab es eine Sichtung und damit ein Review zu:


- Yellow River Fighter

 

 


 



Yellow River Fighter Review

Yellow River Fighter

 

Story:

 

Hero Ma Yi (Yu Cheng-Hui) kehrt aus der Schlacht zurück und wird Zeuge, wie sein Heimatdorf zerstört und seine Frau und seine Tochter getötet werden. Danach wird er vergiftet, wird nahezu blind, verfällt dem regelmässigen Saufgelage und tut sich dann mit dem Artisten Che-Tin (Chun Yu Shan Shan) zusammen. Zufällig geraten die beiden an Lord Tun (Jin De-Mao), der die zwei unter seine Fittiche nimmt und am Ende aber für seine Zwecke missbraucht, um einen anderen Lord (Zhao Zhi-Gang) zu töten…

 

Meine Meinung:

 

Yellow River Fighter ist eine Ende der 80er Jahre (1988) Festland-Produktion von Regisseur Cheung Sing-Yim (White Hair Devil Lady), der durch seine zwei Festland-China-Produktionen mit dem damals unbekannten Jet Li (The Shaolin Temple und Kids from Shaolin) Weltruhm erlangte. Daher ist es wenig überraschend, dass er weitere Filme in China drehte. So einer ist auch Yellow River Fighter. Diese lag seit 2017 als DVD aus China ungesehen vor.

 

Warum nun geschaut? Aufgrund des Todes (soll angeblich am 01.01.23 verstorben sein) von Darsteller und Action-Regisseur Yu Hai. Zu dessen Ehren wurde der Film geschaut. Er, der in The Shaolin Temple Jet Lis Meister spielte und auch in weiteren sehenswerten (Martial Arts of Shaolin, Fire on the Great Wall, Deadend of Besiegers, White Lotus Cult, The Tai-Chi Master) und wenig sehenswerten Filmen (Kids from Shaolin, Tai Chi II) zu sehen war sieht man hier zwar nur in den letzten zehn Minuten (und ohne Kampfeinsatz), aber er war u.a. auch als Martial Arts Director für die Festland-China Produktion tätig.

 

Der Film, der fast mit dem kompletten The Shaolin Temple Cast in Produktion ging (jedoch kein Jet Li), überzeugt vor allem durch die fantastischen Bilder, die Natur und Kulissen Chinas und durch sehenswerte Kampfszenen. Das Finale war stark. Die Action-Szenen sind auch toll gefilmt und choreographiert. Es wird mehrheitlich mit Waffen gekämpft. Zu 95%. Es gibt nur im Finale auch einen kurzen Schlagabtausch, in denen die Protagonisten keine Waffen haben. Diese Action-Szenen waren ebenso sehenswert. Im direkten Vergleich (The Shaolin Temple) verliert der Film, was die Qualität der Kampfszenen angehen.

 

Yu Cheng-Hui, der in The Shaolin Temple den Bösewicht spielt, spielt hier den tragischen Helden. Er macht das mehrheitlich gut. Xiong Xin-Xin (Hero Among Heroes, Wonder Seven) ist in einer kleinen Nebenrolle zu sehen und darf mind. zweimal kämpfen. Jin De-Mao als Bösewicht und Lord, der mit dem heldenhaften Duo ein falsches Spiel spielt, hat mir gefallen. Das Finale und die Konfrontation zwischen ihm und dem totgeglaubten Helden im Tempel ist, auch inszenatorisch und optisch, eine Wucht. Enttäuscht darf der Fan von Chun Yu Shan Shan sein. Dem jungen Sidekick des Helden. Dem Humoristen. Dem Sprücheklopfer. Dessen Charakter und der Humor nervten mich. Humorlos wäre viel stimmungsvoller und intensiver gewesen. Schade, da verliert der Film doch etwas an Qualität. Weitere Abzüge gibt es für einige lahme und eigentlich unwichtige Nebenplots.

 

Fazit: Sicher eine der sehenswerteren Produktionen aus China, auch wenn kein The Shaolin Temple Niveau erreicht wird!

 

Infos:

 

O: Huang He Da Xia

 

China 1988

 

R: Cheung Sing-Yim

 

D: Yu Cheng-Hui, Chun Yu Shan Shan, Jin De-Mao, Zhao Zhi-Gang, Wan Qiong, Ji Chun-Hua, Xiong Xin-Xin, Yu Hai

 

Laufzeit der chinesischen DVD: 91:20 Min.

 

Gesehen am: 18.01.23

 

Fassungen: Mir lag die DVD aus China von Guangzhou vor = Uncut, O-Ton und (feste) englische Subs, solide Bild- und Tonqualität. Online gibt es bereits HD-Fassungen. Die DVD war, warum auch immer, ab der 60. Min. fehlerhaft. Ich konnte bis ca. 15 Min. vor Ende schauen, danach ging es nicht mehr = das Ende dann via HD-Print auf Youtube fertig geschaut. Die DVD wandert in den Müll. Die HK-LD und die US-DVD haben keine englischen Subs, die HK-LD keinen O-Ton Mandarin. Eine deutsche Fassung und/oder Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2023).