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Sonntag, 7. Januar 2024

Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee

Japanuary 2024

Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee

Story:

Itto Ogami (Tomisaburô Wakayama) und sein Sohn (Akihiro Tomikawa) sind noch immer auf ihrem Rachegeldzug. Yagyū Retsudō (Minoru Ōki) schickt nun seine Tochter Karoi (Junko Hitomi), seinen unehelichen Sohn Hyoei um den Tsuchigumo -Clan, die auch der schwarzen Magie mächtig sind, in den Kampf gegen Itto Ogami…

Meine Meinung:

Als ich die Reihe dazumal zum ersten Mal sah, war ich aufgrund des offenen Endes des sechsten und letzten Teiles der Lone Wolf & Cub Reihe enttäuscht. Dies finde ich auch jetzt noch schade, aber es war weniger enttäuschend. Alles in allem ist die Lone Wolf & Cub Reihe (Okami - Das Schwert der Rache, Lone Wolf & Cub Teil 2 - Am Totenfluss, Lone Wolf & Cub Teil 3 - Der Wind des Todes, Lone Wolf & Cub Teil 4 - Die tätowierte Killerin, Lone Wolf & Cub Teil 5 - Der weisse Pfad der Hölle, Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee) eine der besten Samurai-Reihen aus Japan. Und das ist nicht übertrieben.

Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee geht es länger ruhig an. Der Plot wird konsequent weiterverfolgt und diesmal schickt Yagyū Retsudō noch seine leiblichen Kinder in den Kampf gegen Itto Ogami. Tomisaburô Wakayama und Akihiro Tomikawa spielen erneut sehr stark. Aber ich mochte auch Minoru Ōki (Yakuza Law) als Bösewicht und die Tatsache, dass er hier mehr Screentime bekommt als in den Vorgängern. Und speziell Freude hatte ich an seiner Filmtochter, gespielt von Junko Hitomi. Gerade ihre Trainingsszenen oder das Duell gegen Itto sind der Wahnsinn.

Die ruhige Kameraarbeit und die wunderschönen Bilder sind erneut ein Genuss. Wie vor einer Actionszene/vor einem Duell Spannung generiert wird, ist der der Wahnsinn. Tolle Musik, tolle Bilder. Der Film hat mit Ausnahme des Finales eher wenig Action zu bieten und ist ruhig. Die Actionszenen und Duell sind sehenswert und blutig. Das Highlight ist selbstverständlich das lange, blutige Finale im Schnee, wo es zu eindrücklichen und spektakulären Actionszenen kommt.

Fazit: Sehenswert! Eine der besten Film-Reihen aus Japan!

Infos:

O: Kozure Ôkami: Jigoku e ikuzo! Daigoro

Japan 1974

R: Yoshiyuki Kuroda

D: Tomisaburô Wakayama, Akihiro Tomikawa, Minoru Ōki, Junko Hitomi,

Laufzeit der deutschen DVD: 83:24 Min.

Gesehen am: Sept. 2006 / Neusichtung am: Jan. 2024

Fassungen: Siehe Okami - Das Schwert der Rache!

Samstag, 6. Januar 2024

Ju-on - The Curse 2

Japanuary 2024

Ju-on - The Curse 2

Story:

Nach den Ereignissen in Ju-on: The Curse kehrt der Geist zurück. Überlebende aus dem ersten Film (u.a. Makoto Ashikawa) sind in Gefahr. Die Polizei (Taro Suwa, Reita Serizawa) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Ju-on - The Curse 2 hat mir nicht wirklich gross gefallen und vor allem im Vergleich mit dem Vorgänger ist der Film doch eine Enttäuschung. Das liegt auch daran, dass die ersten 30 Minuten aus dem Vorgänger (Ju-on - The Curse) stammen. So à la The Hills Have Eyes 2 oder Silent Night, Deadly Night Part 2, die auch sehr viel Filmmaterial aus den ersten Filmen wiederverwendet haben. Laut Reviews soll sich Regisseur Takashi Shimizu (Marebito) dafür (im Arrow Video Bonusmaterial) sogar entschuldigt haben. Eigentlich wäre es besser gewesen, wenn er aus dem Stoff aus Ju-on - The Curse und Ju-on - The Curse 2 einen einzigen Film gemacht hätte statt zwei Filme.

Ich dachte beim Schauen zuerst, ich hätten den falschen Film ausgewählt (sind beide auf einer Blu-Ray bespielt), aber Pustekuchen. Das war verwirrend. Ich fand jedoch irgendwie den ganzen Film verwirrend. Wie der Vorgänger ist auch hier der Plot in Kapitel unterteilt und zeigt diverse Personen, die vom Fluch heimgesucht werden. Die Verbindungen der Personen zueinander waren mir auf die Dauer fast nicht mehr klar, da der Film dabei oft in verschiedenen Zeitspannen spielt und nicht chronologisch erzählt wird.

Der Look ist ähnlich wie beim 1. Film. Die Darsteller sind bemüht und es gibt in der 1. Hälfte einige gruselige Momente, in denen ich eine Gänsehaut bekam und die stimmungsvoll eingefangen wurden, vor allem oft dann, wenn Katzengeräusche (Miauen, Schreie) zu hören waren. In der 2. Filmhälfte flacht der Film jedoch auch in der Hinsicht ab: oft zu viel des Guten (die Gruppe von schwarzhaarigen Mädchen vor der Schule = absolut null spannend) und zu repetitiv. Eine Gruselunterhaltung wollte sich dann nicht mehr einstellen. Schade!

Fazit: Kann man eigentlich getrost links liegen lassen und nur den Vorgänger schauen!

Gefolgt von: Ju-on: The Grudge

Infos:

O: Ju-on 2

Japan 2000

R: Takashi Shimizu

D: Makoto Ashikawa, Taro Suwa, Reita Serizawa

Gesehen am: Jan. 2024

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 75:35 Min.

Fassungen: Siehe Ju-on: The Curse!

Freitag, 5. Januar 2024

Curse of the Dog God

Japanuary 2024

Curse of the Dog God

Story:

In einem kleinen ländlichen Dorf: ein Konzern aus Tokyo will in der Gegend nach Uran suchen. Es passieren mehrere Vorfälle, in denen ein Schrein zerstört, ein Hund zu Tode kommt und eine Tochter eines Dorfbewohners mit einem Angestellten (Shin'ya Ôwada) des Konzernes verheiratet wird. Dies hat zur Folge, dass es durch den Fluch des Hundegottes zu mysteriösen Todesfällen kommt…

Meine Meinung:

Curse of the Dog God ist eine wilde Exploitation-Achterbahnfahrt des japanischen 70er Jahre Kinos. Die Toei-Produktion gab es bis vor kurzem ausserhalb Japans nicht zu sehen. Dem haben Mondo Macabro nun Abhilfe geschafft und dem Film eine offizielle Vö mit englischen Subs spendiert - und diese sind bei dem Plot, bei dem so viel passiert, auch bitter nötig.  Der Folklore-Horror kann einerseits sozialkritisch betrachtet werden (Industrialisierung), auf der anderen Seite als Versuch, durch die Erfolge von Der Exorzist und Das Omen profizieren zu wollen (aus Der Exorzist wurde eine Szene fast 1:1 kopiert).

Das Motoradfahrer und eine Biker-Gang automatisch als Probleme galten und gerne im 70er Jahre Exploitation-Kino eingesetzt wurden (siehe Filme wie Die Wilden Engel von Hong Kong oder Mad Foxes), sieht man auch hier. Plus: eine Kleinstadt-Stimmung, wo jeder jeden kennt. Moderne Vs. Aberglaube. Was neue Produktionen angehen, erinnerte mich der Film an den südkoreanischen Film The Wailing. Ich mochte den Film von Shunya Ito (Female Prisoner #701: Scorpion 1, 2 + 3).

Ich würde den Film nicht als kompletten Kracher bezeichnen, aber als sehr gut und nicht uninteressant. Es gibt viele abgefahrene Ideen. Wo die Reise inhaltlich hingeht, ist nicht zu erahnen und es werden doch einige nicht vorhersehbaren Twists aus dem Ärmel geschüttelt. Der Film wirkte aber zuweilen etwas gehetzt (der Beginn und Verlauf) und der Ton des Filmes war auch wechselhaft (Klamauk, unfreiwillig komische Szenen). Teilweise wirkt der Film auch etwas überladen.

Die Bildersprache war wunderschön (angefangen bei dem stimmungsvollen Intro in den Film), die Folklore-Momente interessant in den Plot integriert und die Schauspieler waren stark in ihren Rollen. Vor allem das wechselhafte Spiel von Shin'ya Ôwada hat mir gut gefallen. Während seine zwei Kollegen schnell aus dem Film scheiden (Fluch sei Dank!), spielt er die tragische Hauptrolle. Die Mädels überzeugen nicht nur durch die erotische Komponente, sondern ebenso durch ihr Schauspiel. Auch der kleine Junge (dessen Hund totgefahren wird) überzeugt. Die Effekte wissen auch zu gefallen.

Fazit: 70er Jahre Folklore- und Exploitation-Fans werden mit Curse of the Dog God bestens bedient!

Infos:

O: Inugami no tatari

Japan 1977

R: Shunya Ito

D: Shin'ya Ôwada, Jun Izumi, Takashi Itô, Jun'ya Katô, Nobuo Kawai, Kyôko Kishida

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 103 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Den Film gab es bis 2023 nicht ausserhalb Japans zu sehen. Nun haben sich Mondo Macabro dem Film angenommen und den Film in Japanisch, mit englischen Subs, exklusiven Extras, Booklet (Limited Edition), Wendecover (Limited Edition) und restauriert veröffentlicht. Die Blu-Ray ist Region A. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2024).