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Sonntag, 14. Juli 2024

The Adventures of Chips Malibu Band 1 - Die Insel des Todes

The Adventures of Chips Malibu Band 1 - Die Insel des Todes

Inhalt:

«Eine touristische Insel im Süden Thailands, ein Privatdetektiv, der seiner Vergangenheit den Rücken zugekehrt hat, eine verschwundene Frau und ein blutrünstiges Wesen...

Chips Malibu ist ein (Anti-)Held, der sich im ethischen Graubereich seiner Gegenwart stellt und versucht die Vergangenheit als gescheiterter Profisportler hinter sich zu lassen.

In bester Groschenroman-Manier verbinden sich in seinen Pulp-Abenteuern mystische Begebenheiten mit rasanten Actionszenen, sexuellen Begegnungen und überbordender Gewalt.

Wie in einem exploitativen US-Actionfilm der 80er Jahre erzählt ''Chips Malibu und die Insel des Todes'' seine Geschichte in einer rasant geschnittenen Tonart.»

Meine Meinung:

Ein Forenmitglied (aus einem Filmforum), welches mir sympathisch ist, hat sich nun als Autor versucht und einen Kurzroman namens The Adventures of Chips Malibu Band 1 - Die Insel des Todes veröffentlicht inklusive einer Fortsetzung und am 3. Band wird scheinbar gearbeitet. Vom ihm weiss ich, dass er u.a. als Psychotherapeut arbeitet, länger in Thailand verweilte und er ist auch ein Fan der Romane von Edward Lee. Es ist wohl auch Letzteres, was mich dazu bewegt hat, mich an die Romane von Dejin aka Jürgen Haberzett zu wagen.

Nachdem ich am NIFFF The Bighead zu Ende gelesen hatte, startete ich mit The Adventures of Chips Malibu Band 1 - Die Insel des Todes. Während dem NIFFF sollte es genug Pausen und Zugfahrten geben, um das Buch, es ist nur 94 Seiten lang, zu lesen. Und das tat ich. Wie in der oben zitierten Inhaltsangabe zu entnehmen ist, orientiert sich der Roman u.a. am US-Actionfilm der 80er Jahre. Ich fühlte mich, was Chips Malibu erinnert, in der Tat an Arnie und Co. erinnert. Ich empfand den Roman als solide und vor allem kurzweilig.

Die Beschreibungen der Settings sind authentisch. Ein Plus war sicher die Tatsache, dass Jürgen Haberzett wirklich länger in Thailand verweilte und deshalb weiss, wovon er schrieb. Zudem finden auch Erfahrungen durch seinen Beruf oder ggf. seine persönlichen Einstellungen Inhalt in dem Roman (Atemübungen zum Entspannen). Mir gefiel das mystische im Buch: die Erwähnung des Wesens namens Seuxdaw-Phracea. Ich muss sagen, dass ich über das Wesen, zumindest unter den Namen, im Internet nichts fand (ich habe aber auch nicht gross recherchiert).

Es wäre spannend gewesen zu erfahren, ob es dieses Geschöpf in der thailändischen Folklore gibt oder nicht. Wenn ich mir z.B. die vom US-Label Vinegar Syndrome veröffentlichten Filme Santet 1 + 2 anschaue (deren Cover-Artwork), was sehe ich da? Ein Geschöpft halb Frau halb Tiger/Löwe (?). Ich fühlte mich bei der Beschreibung des Seuxdaw-Phracea an dieses Artwork dieser Suzzanna-Filme erinnert. Diese stammen zwar nicht aus Thailand, aber auch aus Asien, um genauer zu sein aus Indonesien. Der Inhalt des Romans ist kurzweilig, aber teilweise auch etwas vorhersehbar. Aber das ist wie bei diesen 80er Jahre US-Actionfilmen: solche Klischees werden erwartet, daher kann ich das nicht wirklich als negativ werten. Ich sehe es mehr als Hommagen. 

Chips Malibu ist in der Tat ein Anti-Held. Schwarz, gross, Ex-Basketball-Spieler. Da liess der Autor dann noch latenten Rassismus durch die Thais. an Schwarze in den Roman fliessen wie auch einige, wenige Grausamkeiten. Damit meine ich nicht Mal blutige Details und Gewaltmomente, sondern mehr perverse Inhalte die Urin oder Vergewaltigungen betreffen. Ob sich der Autor da von Edward Lee inspirieren liess? Das Finale in der Höhle fand ich persönlich etwas schwach. Da hätte ich durchaus etwas mehr erwartet. Auch was oben genannte Perversitäten angehen, darf es in Zukunft gerne mehr geben. Immerhin, und das gibt Pluspunkte, wurden im Finale auch 1-2 Affen, ich finde diese Tiere eklig und widerlich, getötet. Gut so.

Fazit: Gespannt auf den Nachfolger, dessen Artwork mir aufgrund der Katze noch besser gefällt!

Gefolgt von: The Adventures of Chips Malibu: Band 2: Echsen in New Orleans

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: über Amazon im Selbstverlag

Anzahl Seiten: 94

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Jürgen Haberzett

Erschienen: 24. Feb. 2024

Samstag, 13. Juli 2024

Update

Zu Ehren von Shelley Duvall, die am 11.07.24 starb, kam es zu einer Neusichtung und somit zu einem Review zu:


- Shining


RIP





Shining

Shining

Story:

Eine Familie (Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd) zieht für den Winter für fünf Monate ins abgelegene Oberlook Hotel. Das Jobangebot umfasst das Hotel vor winterlichen Schäden zu bewahren. Ehemann Jack kann die Einsamkeit brauchen, um an seinem neuen Roman zu schreiben. Dass in dem Hotel früher eine schreckliche Tragödie stattfand, hält ihn nicht vor der Jobzusage ab. Ein Fehler…

Meine Meinung (Internationale Fassung):

Bei Shining handelt es sich um einen Klassiker von Stanley Kubrick (2001: Odyssee im Weltraum) und um eine Stephen King (Stark - The Dark Half) Verfilmung. Obwohl King mit der Verfilmung nicht zufrieden war und später fürs TV eine eigene Adaptation realisierte, wurde Shining für Stanley Kubrick zum gefeierten Erfolg. Zurecht. Das lag auch an den starken Leistungen von Jack Nicholson und Shelley Duvall. Ich kenne den Roman, der sich doch recht vom Film unterscheiden soll, nicht. Ich kann daher keine Vergleiche liefern.

Shining sah ich als Kind/Jugendlicher und empfand den Film als unangenehm, da unheimlich. Auch heute empfinde ich den Film, besonders durch die grossartige, stimmungsvolle Musik, als bedrohlich, atmosphärisch und spannend. Nur schon der Vorspann mit der Autofahrt, den Credits, der Musik und diesen fantastischen Kameraaufnahmen - der Wahnsinn. Apropos Kamera: Shining war einer der ersten Filmproduktionen, welche Aufnahmen mit der vor kurzem neu entwickelten Steadicam in den Film einbaute. Das ist auch der Grund, warum es auf der DVD einen Audiokommentar von Garrett Brown gibt, dem «Erfinder der Steadicam».

Shining ist ein ruhiger, unheimlicher Film, dessen Plot sich langsam, aber von Beginn an mit bedrohlichem Gefühl, entwickelt. Nebst grandioser Kameraarbeit und Soundtrack sind es eben besagte Darsteller, die ihre Sache unglaublich gut machen. Das dürfte wohl Jack Nicholsons beste Arbeit sein und die vor kurzem verstorbene Shelley Duvall, ihr zu Ehren kam es nur Neusichtung, brachte ein teilweise wütender Stanley Kubrick bis zu ihrem Limit und darüber hinaus, was jedoch mit hervorragenden Leistungen Shelley Duvalls belohnt wurde.

Was dem Film vielleicht vorgeworfen kann, ist der Inhalt. Der ist eigentlich relativ dünn. Eine Familie verfällt dem Wahnsinn. Leicht vorhersehbar, wenn man so will. Immerhin im Bezug auf die von Jack Nicholsons gespielten Figur. Die wirkte schon von den ersten Szenen an wenig belastbar, kränkend, unterschwellig aggressiv und gereizt seiner Ehefrau gegenüber. 

Die US-Fassung würde mehr Infos zu den Figuren bieten: die von Jack Nicholsons gespielter Figur kam schon mehrfach mit dem Sohn aneinander, verlor den Job und hat Alkoholprobleme. Etwas, was ich im Roman Doctor Sleep furchtbar kitschig fand. Daher bin ich froh, solche 08/15 Klischees in der internationalen Fassung nicht oder nur noch ansatzweise vorgesetzt zu bekommen. Die verschneite Umgebung tat ihr übriges dazu und passte perfekt zum Setting. Der Film wurde in Oregon gedreht (Timberline Lodge). Dieses habe ich 2012 in meinem US-Urlaub in Portland und Oregon (u.a. noch Seattle und Bruce und Brandon Lees Grab) besucht.

Fazit: Sehenswert, so hat Film auszusehen und zu wirken!

Infos:

O: The Shining

USA, UK 1980

R: Stanley Kubrick

D: Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers, Barry Nelson

Laufzeit der deutschen DVD: 114:40 Min.

Neusichtung am: 12.07.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Deutsch/Englisch mit Subs (wobei die deutsche Synchronisation hervorragend gelungen ist), sehr gute Bild- und Tonqualität, internationale Fassung. Die US-Fassung bietet mehr Handlung (ca. 143 statt 114 Minuten). Die deutsche UHD/Blu-Ray Fassung bietet hingegen nur die längere US-Fassung.