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Samstag, 21. Februar 2026

The Legend of All Men Are Brothers


The Legend of All Men Are Brothers

Story:

Ru Zi-Sun (Lin Hsieh-Wen) wird von Offizieren verhaftet. Tattooed Dragon (Leung Kar-Yan) befreit ihn. Ru Zi-Sun trifft auf seinem Weg auf Lin Chong (Tien Peng). Dieser wird zu Unrecht eines Verbrechens beschuldigt und verhaftet. Als sich daraufhin seine Frau suizidiert, planen Ru Zi-Sun und Lin Chong Rache an den Hintermännern. Doch bevor sie an diese kommen, gilt es, eine ganze Gruppe von aussergewöhnlichen Kämpfern auszuschalten…

Meine Meinung:

The Legend of All Men Are Brothers war ein Blindkauf während meinem Urlaub in Südkorea (2019). Ich wusste nichts über den Film. Als ich den Film vor paar Jahren digitalisiert habe, staunte ich nicht schlecht, als im Finale sogar ein Monster-Baby auftauchte! Ich wurde neugierig. Leider hat die Videokassette Bildstörungen und das ausgerechnet im Finale, wo der Film seine besten Szenen beinhaltet. Nun sah ich mir den Film an und wurde vor allem dank dem Finale belohnt. Muss man gesehen haben um es zu glauben.

Bei The Legend of All Men Are Brothers handelt es sich um einen Mitte der 80er Jahre Film aus Taiwan von und mit Tien Peng (The Swordsman of All Swordsmen, The Shaolin Kids, Love and Sword). Dieser kommt im Film jedoch erst nach ca. 43 Minuten vor. Zuvor geht es um den Mönch, gespielt von Lin Hsieh-Wen (Lucky Seven 2, Wandering Swordsman, A Heroic Fight). Dieser spielt auch die Hauptrolle. Andere Namen wie Leung Kar-Yan (Profile in Anger) oder Shaw Brothers Star Jason Pai Piao (Twins of Kung Fu) haben nur kurze Gastauftritte.

Der Hauptplot kommt daher spät zum Tragen. Zuvor sind es mehr in sich abschliessende «Episoden», die den Film ausmachen. Die Hauptpersonen sind Tien Peng und Lin Hsieh-Wen. Die tun sich zusammen, trennen sich aber immer wieder, um später wieder zusammen zu finden und sich gegenseitig zu retten. Der Film soll angeblich auf dem Water Margin/All Men Are Brothers Geschichte basieren. Keine Ahnung, ob das stimmt. Auf jeden Fall handelt es sich um einen schrägen Film.

Der Film weiss durch einen überraschend überdurchschnittlich hohen Ekel-Faktor (bzw. Humor) zu gefallen (Sputum, stinkende, schmutzige Füsse, Exkremente, Schweine-Kopf, lebende Maden werden in Gesichter und Münder des Gegners befördert etc.). Der Film dreht im Finale auf, wenn unser Helden-Gespann gegen diverse innovative Bösewichte wie einen Krüppel, einen Schwulen, eine Leiche und dessen Monster-Baby und gegen einen «Drunken Master» kämpfen müssen (der Schwule wird dabei politisch unkorrekt getötet). 

Die Make-Up Effekte der kämpfenden Leiche (Fratze mit lebenden Maden darauf) und dem Monster-Baby sind genau nach meinem Geschmack. Das Monster-Baby wird in gewissen Kommentaren sogar als Alien tituliert. Es kann auch sprechen. Da fühlte ich mich an Critters und Gremlins erinnert. Die Kampf-Qualität, Kampf-Choreographie, der Einsatz von unterschiedlichen Waffen und Gimmicks sticht in den Kampfszenen im Finale positiv hervor. Ein Finale, welches einen Film positiv aufwertet!

Fazit: Allein aufgrund des Finales sehenswert!

Infos:

O: Shui Xu Wai Zhuan

Taiwan 1984

R: Tien Peng

D: Tien Peng, Lin Hsieh-Wen, Leung Kar-Yan, Jason Pai Piao

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:18 Min.

Gesehen am: 21.02.26 / 2. Sichtung (US-DVD): 02.06.26

Fassungen: Mir lag das VHS von Seo Jin Trading Co., Ltd. aus Südkorea vor = Vollbild und ggf. noch gezoomt, um eventuelle englische und chinesische Untertitel aus dem Bild zu stossen, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs, sehr gute Bildqualität. Leider in den letzten zehn Minuten (ausgerechnet beim Kampf mit dem Monster-Baby) mit Bildstörungen. Die US-Fassungen (DVD, VHS) unter dem Titel Secret of the Water Technique sollen in Mandarin mit schlecht lesbaren englischen Subs sein. Die Bildqualität soll gemäss LB-Kommentaren nicht sonderlich toll sein. Das VHS aus Taiwan ist in Mandarin mit englischen Subs (auch Vollbild) und soll eine gute Bildqualität haben. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026). Nachtrag Juni 2026: Inzwischen habe ich mir die US-DVD von Ground-Zero Entertainment/Wu-Tang Clan gekauft. Der Film scheint Uncut und liegt, wie es das Cover-Artwork verspricht, in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs vor. Der Titel des Filmes heisst hier Secret of the Water Technique. Die Bildqualität ist leider wirklich relativ bescheiden. Da war die Bildqualität der südkoreanischen VHS besser und schärfer. Die englischen Untertitel sind wirklich oft nicht lesbar, da zu unscharf. In den letzten zehn bis fünfzehn Minuten verschwinden die englischen Untertitel dann komplett aus dem Bild. Was jedoch positiv ist, ist die Tatsache, dass, wie es scheint, ein Widescreen-Print gebraucht wurde. Immerhin etwas. Was die Extras der Disc angehen, gefallen vor allem der Bonus mit den Kampfszenen. Da gibt es ca. 17 Minuten an Kampfszenen aus anderen Veröffentlichungen des Labels zu sehen. Nett. Der Film hat die Zweitsichtung bestanden. Der Film ist nur schon wegen dem verrückten Finale sehenswert und es war schön, dieses nun ohne Bildstörungen geniessen zu dürfen.

Freitag, 20. Februar 2026

Madness

Madness

Story:

Ein Verbrecher (Joe Dallesandro) bricht aus dem Gefängnis aus und begibt sich an den Ort, wo er seine Beute versteckt hat. Dort hausen nun zwei Schwestern (Patrizia Behn, Lorraine De Selle) und deren Freund (Gianni Macchia). Nach einigen Liebesspielen und Beobachtungen dringt der Verbrecher ins Haus ein und sucht nach der Beute. Zudem nimmt er das Trio als Geisel…

Meine Meinung:

Fernando Di Leos Filme mag ich. Er ist vor allem für seine Poliziotteschi Titel wie Milano Kaliber 9, Der Teufel führt Regie, Shoot First, Die Later, Der Mafiaboss - Sie töten wie Schakale, Zwei Supertypen räumen auf, Killer Vs. Killers oder Auge um Auge bekannt. Auf der anderen Seite hatte er auch einige weniger interessante Filme in seinem Repertoire, die mir nicht wirklich zugesagt haben (= Gli Amici di Nick Hezard, To Be Twenty oder Naked Violence).

Madness ist so ein Zwischending. Der Film, der mit Joe Dallesandro (Die wilde Meute, Blood for Dracula, The Climber, Die Grausamen Drei, Flesh for Frankenstein) in der Hauptrolle aufwartet, ist ein Film mit Licht und Schatten. Der Film startet zunächst interessant: Joe Dallesandro entkommt, tötet und macht sich danach auf den Weg, seine Beute zu finden. Der Film mutiert danach zu einem Art Kammerspiel zwischen zwei Schwestern und einem Mann. Dem Freund der einen Schwester und der Affäre der anderen Schwester.

Das sorgt für ungewohnt sleazige Momente in dem Film von Fernando Di Leo. Gegen Sex und nackte Haut als Füllszenen ist nichts einzuwenden. Da zeigen Patrizia Behn und Lorraine De Selle (Cannibal Ferox, House on the Edge of the Park, The New Godfathers, Emanuelle in America sowie Women’s Camp 119) vollen Körpereinsatz. Der Soundtrack war top. Für meinen Geschmack das Beste am Film. Danach flacht der Film mit der Zeit jedoch ab, da bis zum Ende nicht wirklich was passiert und selbst das (kurze) Finale war relativ lahm und enttäuschend. Schade.

Fazit: Wird zumindest in dieser Ital. Originalversion nicht in die Sammlung aufgenommen, da auf Dauer eintönig, fad und repetitiv. Das Finale war eigentlich enttäuschend.

Infos:

O: Vacanze per un massacro

Italien 1980

R: Fernando Di Leo

D: Joe Dallesandro, Patrizia Behn, Lorraine De Selle, Gianni Macchia

Laufzeit der Ital. DVD: 85:49 Min.

Gesehen am: 20.02.26

Fassungen: Mir lag die Ital. DVD von Raro Video / Minerva Pictures vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Ital. Ton mit englischen Subs. Gibt es inzwischen auch Uncut in Deutschland (Blu-Ray von X-Rated als Madness - Zum Töten gezwungen). Zu VHS-Zeiten bekam der Film in Deutschland der Titel Toy.

Prince of Space

 

Prince of Space

Story:

Ein Alien namens Ambassador Phantom (Joji Oka) warnt die Menschheit via Botschaft vor, dass sein Auftauchen bald bevorsteht. Ambassador Phantom will ein wichtiges Dokument in seinen Besitz bringen. Als das Raumschiff landet, hat die örtliche Polizei keine Chance. Plötzlich taucht ein unbekannter Held (Tatsuo Umemiya) auf, der den Kampf gegen das Alien aufnimmt…

Meine Meinung:

Aka Planet Prince. Erst nach der Sichtung las ich, dass es sich bei Prince of Space um den ersten von Toei produzierten Spielfilm handelt, der den gleichen Namen trägt, wie die 49 Episoden lange TV-Serie, auf der der Film basiert. Leider liegt im Set von Shout Factory (= Classic Tokusatsu Collection) nur der erste Film vor, was etwas schade ist. Die TV-Serie interessiert mich und landet auf der Wunschliste. Mal schauen ob es davon eine Komplette-LD-Box oder eine Gesamtbox auf DVD oder Blu-Ray gibt. Ich sah zumindest Bilder, die Monster beinhalten, welche so im Film nicht vorgekommen sind. Auch das Outfit der Figuren (des Helden oder des Hauptbösewichts) soll für den Film leicht verändert worden sein.

Um ehrlich zu sein habe ich von Prince of Space nicht viel erwartet, nachdem mir der letzte Film aus dem Set, den ich sah (Invasion of the Neptune Men), nicht wirklich sonderlich gut gefallen hat. Ich wurde jedoch gut und kurzweilig unterhalten. Das lag sicher auch an der kurzen Laufzeit von nur 57 Minuten. Aber ich fand, dass der Film nur wenig Längen hatte. Die Kinder kommen gar nicht so oft vor und nerven wenig. Die s/w-Bilder machten optisch einiges her und mit simplen Kameraeinstellungen wirkten die Effekte aufwändiger, als sie vielleicht waren. Auch die Tongeräusche knallen schön rein und ich hatte an den Effekten, Raumschiffen und Kämpfen zwischen dem Helden und dem Alien Freude.

Tatsuo Umemiya spielt den Helden solide. Er war in unzähligen Filmen zu sehen. Vor allem die Filme mit Kinji Fukasaku scheinen es ihm angetan zu haben. So wirkte er z.B. in Yakuza Graveyard, Cops vs. Thugs, Graveyard of Honor oder Battles Without Honor and Humanity: Proxy War mit. Joji Oka spielt den Bösewicht und auch er macht seine Sache solide. Ansonsten gibt es keine grösseren Hauptfiguren. Der Plot schreitet zielstrebig seinem zum Teil offenen Ende entgegen. Die Musik passt. Der Film wurde für ein kindliches Publikum entwickelt. Dementsprechend fällt die Musik aus und der Film ist auch harmlos. Die Effekte haben jedoch Charme.

Fazit: Fans von jap. Sci-Fi Serien und Filmen können einen Blick riskieren!  

Gefolgt von: Planet Prince - The Terrifying Spaceship

Infos:

O: Yusei oji

Japan 1959

R: Eijirō Wakabayashi

D: Tatsuo Umemiya, Ushio Skashi, Joji Oka, Hiroko Mine, Takashi Kanda

Laufzeit der US-Blu: Ca. 57 Min.

Gesehen am: 20.02.26

Fassungen: Bei der US-Blu-Ray namens Prince of Space handelt es sich lediglich um den ersten von Toei produzierten Spielfilm, der auf der gleichnamigen 49 Episoden langen TV-Serie basiert. Die Blu-Ray stammt von Shout Factory und wurde in der Classic Tokusatsu Collection veröffentlicht. Im Gegensatz zu früheren US-Releases (z.B. die Dark Sky Films Version) handelt es sich um die echte japanische Fassung = Uncut, jap. O-Ton, englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Der 2. Spielfilm scheint es ausserhalb Japans mit englischen Subs nicht zu geben. Schade. Mal schauen, in welcher Form die TV-Serie veröffentlicht wurde. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026).