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Freitag, 4. Oktober 2019

Leprechaun 2 Review


 Horroktober 2019
Leprechaun 2

Story:

Der Leprechaun (Warwick Davis) beansprucht Bridget (Shevonne Durkin), Codys (Charlie Heath) Freundin, für sich. Er entführt sie. Cody versucht sie zu retten und den Leprechaun aufzuhalten…

Meine Meinung:

Teil zwei hat mir besser als der Vorgänger gefallen. Zwar bewegt sich Teil eins in klassischen Gefilden (man wartet lange bis die Kreatur auf die Teens loggelassen wird, klassisches Setting, langsamer Aufbau) was ich normalerweise mag, aber Teil zwei ist doch besser. Und zwar weil einfach unterhaltsamer, kurzweiliger, actionreicher, lustiger, mehr Effekte, mehr Leprechaun und vor allem weniger nervende Figuren.

Dank der Laufzeit (glaube ohne Laufzeit 79 Minuten) ist der Film enorm kurzweilig. Leprechaun macht viel Spass – es gibt mehr Opfer als in Teil eins und mehr Sprüche vom irischen Kobold, der erneut stark von Warwick Davis verkörpert wird. Der Wechsel in das Setting Grossstadt tat dem Film sichtlich gut. Die weiteren Figuren waren mit recht sympathisch, so dass auch die Szenen ohne Spass/Grusel/Leprechaun funktionieren. Echten Horror sollte man nicht erwarten.

Die Effekte und Make-Up Masken sind gut und charmant. Treffen meinen Geschmack. Die Inszenierung ist absolut solide. Man merkt, dass Regisseur Rodman Flender Erfahrungen im Horrorfilm aufweist (z.B. The Unborn, drehte zwei Tales from the Crypt Episoden, Die Killerhand, zwei Episoden für die TV-Serie Scream).

Wer Teil eins mochte, kann sich die Fortserzung bedenkenlos ansehen!

Gefolgt von: Leprechaun 3

Infos:

O: Leprechaun 2

USA 1994

R: Rodman Flender

D: Warwick Davis, Shevonne Durkin, Charlie Heath

Laufzeit der deutschen DVD: 81:29 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Siehe Teil 1!

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Terror at the Opera Review

 Horroktober 2019
Terror at the Opera

Story:

Betty (Cristina Marsillach) wird zur Opern-Sensation, als der ursprüngliche Lead wegen einem Unfall ausfällt. Kurz darauf beginnt eine unheimliche Mordserie im Umfeld von Betty. Der unbekannte Killer zwingt Betty, die Morde anzusehen…

Meine Meinung:

Terror at the Opera ist ein Klassiker des Ital. Horrorfilmes und eines von Dario Argentos Giallo Highlights. Zur damaligen Zeit, dem Höhepunkt seines Schaffens, vollbrachte der Meister-Regisseur noch solche Kunststücke! Ich habe Terror at the Opera seit vielen Jahren nicht mehr gesehen – ein Umstand, den ich nicht nachvollziehen kann. Denn: der Film ist ein absoluter Kracher!

Auf der anderen Seite war es gut, denn somit wirkte die Neusichtung von Terror at the Opera so, als guckte ich einen neuen Film! Ich wusste bei Leibe nicht mehr alle Details, so dass die Neusichtung Spannung generierte! Der Film gefällt mir nach wie vor sehr gut. Ein unfassbar fantastischer Film. Ein pures Meisterwerk von Dario Argento (Suspiria).

Das Giallo-Setting wurde ins Opernhaus verlegt. Argento bleibt seinen Methoden treu: dünner Plot (wer ist der Killer? was ist das Motiv?), Schwarze Handschuhe, Zusammenarbeit mit Michele Soavi (spielt den abgestochenen Cop im Apartment), fantastischer Soundtrack (u.a. Claudio Simonetti), starke Effekte (von Sergio Stivaletti), fiese, böse und originelle Tötungsszenen und nicht vergessen wollen wir die zum Teil absoluten genialen Kamerafahrten und Einstellungen (Vorspann, Krähen vor dem Finale, bei den Kills).

Vor allem audiovisuell ist der Film eine Pracht, ein Kunststück, wie es nur von jemandem wie Argento kommen kann! Die Story generiert, dünner Plot hin oder her, genug Spannung (ich mag solche «wer ist der Täter» Geschichten einfach) um zu überzeugen. Das Highlight war die Szene im Apartment mit Fluchtversuch vor dem Killer – extrem spannende Szene. Man muss Argento auch loben, da die Kills nicht einfach schnell von statten gehen, sondern auch schon eine bedrohliche Stimmung schaffen, noch bevor der Täter zuschlägt. Man nimmt sich ausführlich Zeit, damit auch Betty genug Schrecken wiederfahren muss (die Idee mit den Nadeln und Augen ist schon herrlich sadistisch).

Dazu kommt, dass der Film gut gespielt ist. Zwar ist die Auflösung (wer ist der Killer) erratbar, trotzdem werden 2-3 potenzielle Figuren vorgestellt, die alle ein Motiv hätten, Betty leiden zu sehen. Cristina Marsillach, welche mir nicht bekannt ist, spielt Betty glaubhaft. Auch in den Opern-Szenen überzeugt sie wie auch der restliche Cast, der mir mehrheitlich unbekannt ist. Vor der Kamera kenne ich nur Daria Nicolodi, welche ich aus anderen Dario Argento Filmen (die waren früher auch privat ein Paar) kenne - sie spielt eine Nebenrolle als Opern-Mitarbeiterin und Opfer.

Fazit: Einer von Dario Argentos besten! Schlicht – ein Meisterwerk!

Infos:

O: Opera

Italien 1987

R: Dario Argento

D: Cristina Marsillach, Ian Charleson, Urbano Barberini, Daria Nicolodi

Laufzeit der UK-DVD: 102:59 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2019

Fassungen: Mir lagen die DVDs aus den USA von Anchor Bay und die UK-Ausgabe von Arrow Video vor. Die Anchor Bay behalte ich aus Nostalgie Gründen während die UK-DVD für die Neusichtung Pate stand. Zur UK-DVD: Englisch (je nach Fassung zwei verschiedene Synchros)/Ital. mit englischen Subs (habe Film in Ital. mit Subs gesichtet), sehr gute Bild- und Tonqualität (Ital. leider nur in Stereo). Die Englische 5.1 Tonspur soll sehr schlecht sein. Mir langt die DVD – sollte ich auf Blu-ray wechseln würden wohl die US-Ausgabe (Scorpion Releasing) oder die UK-Alternative (Cult Films mit neuer Restauration) in die Auswahl fallen. In Deutschland von u.a. '84 Entertainment und Koch Media zu haben (Blu-Ray).

Mittwoch, 2. Oktober 2019

13: Game of Death Review

Horroktober 2019 / NIFFF 2008 Spezial

13: Game of Death

Story:

Phuchit Puengnathong (Krissada Sukosol) hat Schulden, verliert seinen Job und sein Auto. Doch ein Telefonanruf verändert sein Leben: Phuchit wurde ausserwählt, an einer Game-Show mitzuwirken. Dafür muss er jedoch 13 Aufgaben bewältigen, die es in sich haben…

Meine Meinung:

13: Game of Death ist ein origineller Film aus Thailand, den ich, so viel ich weiss, nach NIFFF Zeiten (Film sahen wir am NIFFF 2008) nicht mehr sah. Daher wusste ich kaum mehr was über den Film = eine Spannung war gegeben. Man fiebert z.T. richtig mit, da ich die Auflösung und Motive hinter der Game-Show nicht mehr in Erinnerung hatte.

13: Game of Death ist ein guter, solider Film, den man sich gut anschauen kann, ohne sich zu langweilen. Trotz der längeren Laufzeit von fast zwei Stunden. Nur gegen Ende flacht der Film ab und die Auflösung war leider nicht sonderlich befriedigend und dann plötzlich auch nicht mehr originell (erinnerte an Saw inklusive die ähnlich nervige Musikuntermalung dazu).

Darstellerisch war der Film gut gespielt und auf sonderbaren (asiatischen) Klamauk wird verzichtet. Der Film ist mehr ernst als lustig, was nicht heisst, dass man ab und zu nicht doch auch lachen muss – aber der Humor ist immer pechschwarz und makaber. So auch die Taten, die der Lead durchführen muss, um ein Level weiter zu kommen.

Sind die Aufgaben zunächst harmlos (tote Fliege runterschlucken, Kinder zum Weinen bringen), werden sie im Verlauf des Inhaltes immer böser, drastischer und ekliger (Die 120 Tage von Sodom lässt in einer Szene grüssen). Das macht aber auch den Reiz des Filmes aus. Inhaltlich haben mich einzelne Szenen auch an den Film Falling Dawn und an Cheap Thrills erinnert.

Ich kann zwar meine ganz alte Meinung (im alten Review) nicht mehr vertreten, doch im Grossen und Ganzen ist 13: Game of Death doch ein recht ansehnlicher und spannender Film aus Thailand, den man sich gut einmal ansehen kann. Aber einen Mehrwert für zukünftige Sichtungen sind ausgeschlossen, so dass der Film aus der Sammlung ausgeschlossen wird.

PS: Erhielt 2014 ein US-Remake (13 Sins - Spiel des Todes).

Infos:

O: 13 game sayawng

Thailand 2006

R: Ma-Deaw Chukiatsakwirakul

D: Krissada Sukosol, Achita Sikamana, Sarunyu Wongkrachang, Nattapong Arunnate, Namfon Pakdee, Piyapan Choopech

Laufzeit der US-DVD: 113:46 Min.

Gesehen am: NIFFF 2008 / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Habe den Film ursprünglich am NIFFF 2008 gesehen – Uncut, O-Ton und englische Subs aber mit Filmriss im dümmsten Moment. Neusichtung erfolgte als US-DVD von Dimension Extreme = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Es gibt nach wie vor keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2019).