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Dienstag, 18. Januar 2022

Guilty of Romance Review


 Japanuary 2022

Guilty of Romance

Story:

In Japans Rotlichtviertel in Maruyama-cho, Shibuya, Tokyo, nahe der Love Hotels, wird eine verstümmelte Frauenleichte gefunden. Polizistin Matsuko (Miki Mizuno) und ihr Kollege beginnen zu ermitteln und stossen auf menschliche Abgründe, animalische Triebe und kaputte Seelen, als die Spur zu einer Hausfrau (Megumi Kagurazaka) und einer Lehrperson (Makoto Togashi) einer Uni führen, die beide im Sumpf der Prostitution feststecken…

Meine Meinung (Internationale Version):

Sion Sono hat für meinen Geschmack das Kino eines Takashi Miike ersetzt. Letzterer dreht nach Filmen wie Visitor Q, Ichi the Killer und Co. «nur» noch Mainstream-Filme. Da kommt das Kino von Sion Sono (Exte: Hair Extensions, The Forest of Love, Antiporno, Tag, Suicide Club) gerade recht. Guilty of Romance soll lose auf einer wahren Begebenheit basieren und gehört zusammen mit Sion Sonos Filmen Love Exposure und Cold Fish zu einer Trilogie (aber in dem Sinn sind es keine wirklichen Fortsetzungen aber ähnliche Inhalte über «kaputte Familien»).

Diese drei Filme sind sicherlich einige der besten und interessantesten Arbeiten von Sion Sono. Guilty of Romance ist vollgestopft mit Themen, um daraus selbst mehrere Filme zu drehen. Der Film, eine Art Erotik-Arthouse-Drama-Krimi handelt von drei verschiedenen Frauen. Dessen Plots finden am Ende zusammen und beinhalten auf die eine oder andere Art und Weise ähnliche Themen und Sehnsüchte.

Leider kommt dies in der internationalen Version weniger gut zur Geltung, da vor allem die Szenen und Sub-Plots um Polizistin Matsuko stark gestraft wurde (ca. 113 Vs. ca. 144 Min.). Das ist eigentlich schade. Der Film erscheint zunächst wenig gradlinig, kompliziert und wirr. Der Film ist in diverse Kapitel unterteilt und ist sehr sozialkritisch, wie auch verstörend, wie auch amüsant, wie auch sexy. Der Cast ist superb und der Film ist stark in Szene gesetzt. Eine gewisse Spannung kann dem Film ebenfalls nicht abgesprochen werden. Zwei-drei Szenen sind irre gut und erinnern z.B. fast an die Tischszene aus Blutgericht in Texas, in welcher das hysterische Gelächter und der Wahnsinn den Zuschauer durch ihre Intensität fast selbst erfassen und dem Wahnsinn überlassen. Klasse!

Der Film fesselt schnell und zeigt sozialkritisch auf, was in Japan teilweise (noch) schiefläuft (Rolle der Frau, Einsamkeit, keine Privatsphäre…). Der Plot fesselt und die Musik, oft klassische Klänge würde ich meinen, passen hervorragend zu den Bildern. Megumi Kagurazaka ist superb und die Nackt-Szenen sind ohne Fogging-Zensur. Ob diesbezüglich die japanischen Gesetze geändert haben? Es ist anzunehmen, da nun auch Schamhaare zu sehen sind.

Megumi Kagurazaka scheint Sion Sono jedoch beeindruckt zu haben, da er sie im gleichen Jahr auch geheiratet hat. Sie ist nun seine Frau. Miki Mizuno (Gamera - Attack of the Legion) und Makoto Togashi (Cure) agieren ebenfalls wunderbar. Aber auch die anderen Figuren gefallen. Vor allem der junge Zuhälter mit Hut (Hommage an Sion Sono? = der trägt immer einen solchen Hut) war ein widerwärtiger Dreckssack wie auch der Schriftsteller-Ehemann. Toll gespielt! Zwar zuweilen arg laut, hysterisch und übertrieben, aber das gehört zum feinen Kino von Sion Sono dazu!

Fazit: Für alle Sion Sono Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Koi no tsumi

Japan 2011

R: Sion Sono

D: Miki Mizuno, Megumi Kagurazaka, Makoto Togashi, Kazuya Kojima, Ryûju Kobayashi, Hisako Ôkata

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 113 Min.

Neusichtung am: Jan. 2022

Fassungen: Mir lag die CAT. III HK-DVD (von CN Entertainment), von Sion Sono am NIFFF original signiert (plus Autogramm einer der Darstellerinnen – ob es Megumi Kagurazaka war, seine Ehefrau?), vor = gute aber nicht sehr gute Bild- und Tonqualität, Schuber, jap. O-Ton, englische Subs, Internationale Fassung (ca. 113 Min.). Der DC läuft ca. 30 Min. länger und gibt es u.a. von REM in Deutschland auf Blu-Ray = Wunschliste! Die neuen Szenen beleuchten die dritte Frau im Film ausführlicher (Polizistin Matsuko).

Montag, 17. Januar 2022

Zeiram 2 Review

Japanuary 2002

Zeiram 2

Story:

Iria (Yûko Moriyama) und Bob sind erneut unterwegs und in einer Zeitzone gefangen, um dort den Kampf gegen den tödlichen Zeiram zu beenden. Hilfe bekommt Iria erneut von den zwei Menschen Teppei (Kunihiro Ida) und Kamiya (Yukijirô Hotaru)…

Meine Meinung:

Zeiram 2 hat mir sogar noch einen Tick besser gefallen als der Vorgänger. Aus Teil eins kehrten Regisseur Keita Amemiya (Moon Over Tao), Yûko Moriyama (Star des Filmes), Kunihiro Ida (Another Heaven) und Yukijirô Hotaru (Gamera - Guardian of the Universe, Cure, Suicide Club) zurück. Wer Teil eins mochte, kann hier bedenkenlos zugreifen.

Zwar ist der Plot mehr oder weniger nur eine leicht abgewandelte Form des Vorgängers, dennoch macht der Film Spass. Schon der Vorspann und das Intro sind vielversprechend. Damit wird der Zuschauer sofort gefesselt. Die Szenen in der Wüste hatten fast etwas Italo-Western artiges an sich. Die Musik empfand ich durchs Band als gelungen.

Der Film erinnert in diversen Szenen an grosse US-Vorbilder wie The Terminator, RoboCop, Alien, Predator, Rambo oder Commando. Wenn solche Action-Klassiker zitiert werden, ist das immer cool. Zusammen mit der tollen Musik, der toughen Heldin und den charmanten Effekten (genau nach meinem Geschmack) entsteht damit ein kleines Spektakel.

Der Film schien mehr Budget gehabt zu haben als der Vorgänger. Alles sieht besser aus und die Action ist besser durch die Story verteilt. Das ist auch der Grund, warum mir Teil zwei leicht besser als der erste Film gefällt. Die Effekte sind cool. Vor allem Zeiram, der bekämpft wird, ist stark mit seinen Verwandlungen (der kleine Kopf) oder wenn dieser z.B. einen Hund zu einem Monster mutieren lässt. Gummikostüme und Practical effects lassen grüssen = hat einfach Charm und sieht toll aus!

Noch ein PS zu Zeiram: dieser hat im ulkigen SNES Spiel Gourmet Sentai Barayarō (in dem der Kämpfer von links nach rechts läuft und Gegner zusammenschlägt) einen Gastauftritt: nach Beendung eines Levels müssen die Kämpfer ein Menü zusammenstellen, welches der Zeiram zubereitet und der Kämpfer danach verzehrt! Je nach Zusammenstellung der Zutaten gibt’s Punkte und somit etwas Energiegewinn für den Kämpfer - verrückt und amüsant zugleich!

 


 

Fazit: Wie Teil eins zu empfehlen!  Schade, dass Keita Amemiya und Yûko Moriyama nicht öfters vor und hinter der Kamera standen…

Infos:

O: Zeiramu 2

Japan 1994

R: Keita Amemiya

D: Yûko Moriyama, Kunihiro Ida, Yukijirô Hotaru, Mitsuo Abe, Makio Hiraiwa

Laufzeit der US-DVD: Ca. 100 Min.

Neusichtung am: Jan. 2022

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = Nicht anamorph, solide Bild- & Tonqualität, Uncut, Jap. O-Ton und englische Subs. Gibt es auch zusammen mit Teil eins in einer Box. In Japan raus auf Blu-Ray (Nix Englisch).

Sonntag, 16. Januar 2022

Return of the Sister Street Fighter Review

 
Japanuary 2022

Return of the Sister Street Fighter

Story:

Koryu (Etsuko Shihomi) reist aus Hong Kong nach Japan, um die entführte Shurei (Akane Kawasaki) aus den Klauen eines Gangsterbosses zu retten. Dieser hetzt vier Killer (u.a. Yasuaki Kurata) auf Koryu…

Meine Meinung:

Return of the Sister Street Fighter bietet bereits wie die zwei Vorgänger (Sister Street Fighter & Sister Street Fighter: Hanging by a Thread) tolle Unterhaltung und macht höllisch viel Spass. Die Sister Street Fighter Reihe, die es im Gegensatz zu Sonny Chibas Original-Reihe sogar auf drei Fortsetzungen schaffte, halte ich nun sogar für allgemein kurzweiliger und spassiger als die Original-Reihe mit Sonny Chiba. Es ist hier definitiv mehr los als im grossen und erfolgreichen Vorbild mit Sonny Chiba.

Der Plot ist jedoch dünn und erinnert an Sister Street Fighter: Hanging by a Thread. Erneut geht es um Frauenhandel, Entführung und Hong Kong ist Start-Schauplatz der Geschichte. Zudem kehrt nebst Star Etsuko Shihomi auch Yasuaki Kurata (Heroes of the East) zurück. Regie führt neu Hiroshi Okada, der eine allgemein harmlosere und weniger schmuddelige Tour einschlägt (wobei laut imdb nicht Hiroshi Okada sondern erneut Kazuhiko Yamaguchi Regie führt).

Auch wenn Return of the Sister Street Fighter der bisher harmloseste Teil der Reihe ist, ist nichts von seinem Trash- du Videospiel-Charakter gewichen. Etsuko Shihomi ist quasi der Star und weibliche Held des Filmes. Sie durchläuft mehrere Level, Settings und muss, um zu bestehen und in der Geschichte weiterzukommen, mehrere brenzliche Situationen meistern und auch gegen vier Killer bestehen. Die Rekrutierung der Killer (exotische Kämpfer, Ausländer, diverse Kampfstile) erinnerte dabei an Turnier-Filme mit Jimmy Wang Yu.

Der Plot hat dabei an klassische James Bond Filme und den Bruce Lee Klassiker Der Mann mit der Todeskralle erinnert (Turniere, Illegale Machenschaften, Fake-Hand des Bösewichtes). Apropos Bruce Lee: er wird auch gewürdigt (siehe in einem Kampf das Bild von ihm, welches an der Wand hängt). Schön! Etsuko Shihomi, Yasuaki Kurata und der Bösewicht haben mir besonders gut gefallen. Zwar kommt auch ein kleines Kind vor (Tochter der Entführten), doch nervt diese zum Glück nicht.

Fazit: Starke Fortsetzung und mind. genau so gut wie die Vorgänger! Von A-Z unterhaltsam, abwechslungsreich, actionreich und kurzweilig! Längen = Fehlanzeige.

Gefolgt von: Sister Street Fighter: Fifth Level Fist

Infos:

O: Kaette Kita Onna Hissatsu-ken

Japan 1975

R: Hiroshi Okada (laut ofdb), Kazuhiko Yamaguchi (lauf imdb)

D: Etsuko Shihomi, Yasuaki Kurata, Akane Kawasaki

Laufzeit der US-Blu: Ca. 77 Min.

Gesehen am: Jan. 2022

Fassungen: Siehe Teil eins!