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Donnerstag, 24. Juli 2025

Nightmare Castle

Nightmare Castle

Story:

England 1870:

Ein Ehemann bringt seine Frau (Barbara Steele), die ihn betrog, und dessen Liebhaber, um. Danach heiratet er die Halbschwester (Barbara Steele) der Getöteten, da diese als Erbe eingetragen ist. Danach versucht er, sie in den Wahnsinn und auch in den Tod zu treiben…

Meine Meinung:

Nightmare Castle ist ein Mitte der 60er Jahre Gruselstreifen (mit Mad Scientist-Motiven) im stimmungsvollen Schwarzweiss gedreht. Regie führte Mario Caiano (Nosferatu in Venedig, Vrouwenkamp, Weapons of Death) und mit Barbara Steele (Revenge of the Blood Beast, Shivers, Piranha) war eine Euro-Cult-Legende an Bord. Und das noch in einer Doppelrolle. Leider hat mich der Film nicht überzeugt.

Der Film bietet inhaltlich nicht wirklich was Neues. Es gibt meiner Meinung nach keine Überraschungen. Zudem wirkt der Film auch etwas überladen. Der Film weiss nicht, was er sein möchte. Stimmungsvoller Grusel? Krimi (Ehefrau durch Paranoia in den Wahnsinn treiben)? Mad Scientist-Film? Folterfilm? Egal aus welchem Blickwinkel betrachtet, funktionierte Nightmare Castle für mich nicht. Da konnte leider auch ein grosser Name wie Barbara Steele nichts daran ändern.

Ich empfand den Film nämlich als sehr langweilig. Ich wurde nicht gefesselt, ich wurde müde, das Gezeigte hat mich nicht gefesselt, nicht interessiert und auch kaum unterhalten. Ich nahm den Inhalt als belanglos und steril wahr. Die wenigen Effekte (z.B. elektrischer Todesstoss) wirkten sehr billig und sehr veraltet. Nebst der Langeweile ist mein grösster Kritikpunkt das z.T. relativ hölzerne und laienhaft anmutendem Schauspiel sämtlicher Figuren. Das hat nicht überzeugt. Vielleicht lag es auch am unmotivierten Englischen Dub.

Fazit: Schwach. Ich hoffe, dass die Bonusfilme im Set (Castle of Blood und Terror Creatures From the Grave) besser sind, sonst wird das Ding gleich wieder entsorgt/verkauft…

Infos:

O: Amanti d'oltretomba

Italien 1965

R: Mario Caiano

D: Barbara Steele, Paul Muller, Helga Liné, Laurence Clift, Giuseppe Addobbati

Laufzeit der US-Blu: 104:34 Min.

Gesehen am: 30.04.25

Fassungen: Mir lag die Region-All-Disc-Blu-Ray aus den USA von Severin Films vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, nur Englischer Ton, keine Untertitel. Als Extras gibt es einen AK (u.a. von Barbara Steele) und Interviews mit Barbara Steele sowie Mario Caiano. Zudem sind folgende Bonusfilme im Set enthalten: Castle of Blood und Terror Creatures From the Grave als US-Versionen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).

Mittwoch, 23. Juli 2025

Havoc

Havoc

Story:

Walker (Tom Hardy) sucht nach Charlie (Justin Cornwell) und dessen Freundin Mia (Quelin Sepulveda). Charlie ist der Sohn eines mächtigen und wichtigen Politikers (Forest Whitaker). Beide waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Als korrupte Cops (u.a. Timothy Olyphant) den Sohn (Jeremy Ang Jones) einer Triaden-Anführerin (Yeo Yann Yann) töten, schickt diese ihre Killer (u.a. Michelle Waterson-Gomez) los. Ebenso sind die korrupten Cops hinter den beiden her…

Meine Meinung:

Havoc ist der neuste Film von Gareth Evans (Apostle). Eine Netflix-Produktion. Gareth Evans wurde vor allem durch seine Action-Filme The Raid 1 + 2 bekannt. Zwischendurch wich Gareth Evans auf Serien auf. Da erfreute er vor allem mit der 1. Staffel von Gangs of London. Seine Episode war fast die beste der ganzen Serie. Ohne ihn wurde die Staffel (Season 2 & 3) massiv schwächer. Fans mussten lange auf seinen neusten Actionfilm warten.

Havoc soll angeblich seit 2021 abgedreht sein. Der Film befand sich in der Post-Produktion und angeblich gab es 2024, warum auch immer, Nachdrehs. Das hat doch einige Fans stutzig gemacht. Mich hat das ganze sehr kalt gelassen. Ich habe mir den Film nun, mehr just for Fun und ohne grosse Erwartungen (ich war kein wirklich grosser Fan des Trailers), angesehen und wurde hingegen positiv überrascht, wobei der Film z.T. doch auch recht schlecht wegkommt.

Ich war vom Film positiv überrascht. Ich fühlte mich beim Schauen an Filme wie The Night Comes for Us (überzeichnete Bösewichte), The Raid (ein-zwei Kampfszenen und Kamerafahrten im Finale), Gangs of London (Machart), Stirb langsam 2 (Schnee, Antiheld, Weihnachten als Setting), Dredd (Hardy und sein Rookie-Partner), Tom Yum Goong (Einsatz von Gegenständen in den Disco-Actionszenen) sowie Harte Ziele (inszenierte Action, Kameraeinstellungen und Slow-Mo im Finale) erinnert. Mir gefiel der besser als John Wick und Fortsetzungen. Mir sagte der simple Plot, der grosse Unterhaltungswert und vor allem die Musik zu.

Die Actionszenen bestehen vor allem aus extrem blutigen Shoot-Outs. Es wird fast nie gekämpft. Eigentlich gibt es nur im Finale 1-2 kurze Fights. Wer also Kampfszenen à la The Raid erwartet, dürfte enttäuscht werden. Die Actionszenen hätten zum Teil zwar etwas ruhiger, übersichtlicher und mit weniger CGI ausgestattet werden dürfen, aber ich fand es diesbezüglich noch immer relativ übersichtlich gefilmt/dargestellt und nicht schlimmer (oder sogar weniger schlimm) als in manch anderem US-Actionfilm (John Wick und Co.). Daher verstehe ich die vielen negativen Meinungen nicht. Da wird nicht mit demselben Massstab gemessen. Einige Kameraeinstellungen- und Fahrten waren ziemlich cool.

Wenn ich dem Film etwas ankreiden möchte, dann seine Figuren. Tom Hardy (Mad Max: Fury Road, The Revenant) war absolut ok und seine Film-Partnerin hat mir auch zugesagt, aber gerade bei den Bösewichten (speziell den Triaden) hätte ich mir doch bessere "Endgegner" gewünscht. Die waren alle relativ lahm (auch das kämpfende Mädel = Michelle Waterson-Gomez). Namen wie Timothy Olyphant (Scream 2), Forest Whitaker (Species) oder Luis Guzmán (Beverly Hills Cop: Axel F) waren ok, aber hinterliessen keine bleibenden Eindrücke.

Fazit: Zwar kein The Raid, aber dennoch Actionfans zu empfehlen!

Infos:

O: Havoc

UK, USA 2025

R: Gareth Evans

D: Tom Hardy, Justin Cornwell, Quelin Sepulveda, Timothy Olyphant, Forest Whitaker, Yeo Yann Yann, Jeremy Ang Jones, Sunny Pang, Luis Guzmán, Michelle Waterson-Gomez

Laufzeit der Originalversion: Ca. 105 Min.

Gesehen am: 28.04.25

Fassungen: Da ein Netflix-Film, gibt es den Film nur auf Netflix zu sehen (Stand: April 2025). Ich sah mir den Film im Originalton mit englischen Subs an.

Dienstag, 22. Juli 2025

Yafa Restaurant

Adresse: Frutigenstrasse 1, 3600 Thun

 

Ab Juli gibt es viele Geburtstage zu zelebrieren. Eine Kollegin, die die arabische Küche mag, wollte ich daher zu ihrem Geburtstag ins Restaurant einladen. Sie war nach drei Jahren in Zürich nun wieder nach Bern gezogen. Neue Wohnung und neue Stelle. Plus Geburtstag = viel Stress. Also suchte ich für sie drei Restaurants aus, die ihrem Geschmack entsprechen würden. Zwei waren in Bern selbst, eines in Thun. Da sie zu dem Zeitpunkt bereits in Thun wohnte, einigten wir uns auf Thun. Das hatte von den drei Restaurants auch die beste Bewertungsnote (Google).

Ich war mit besagter Kollegin mind. schon drei Mal arabisch essen. Unter anderem einmal Küche aus Syrien in Winterthur und letztes Jahr in Zürich ins SHAM - CAFÉ RESTAURANT. Ab Mitte Juli sollte ich viel Arbeiten. Ich hatte wenig Frei. Aktuell sind mehr als 70 Stunden Überzeit angehäuft.  In meinem kaum vorhandenen Frei (= 1.5 Tage) haben wir abends um 18.30 Uhr in Thun reserviert. Wir haben abgemacht, uns schon am Nachmittag in Thun zu treffen. Nach meiner letzten Nacht (ich arbeite als Nachtwache) schlief ich bis um 12.30 Uhr. Danach zog es mich schnell Richtung Thun, da es regnerisch aussah und Gewitter gemeldet waren.

Daher war ich früher als abgemacht in Thun. Ich hatte noch ein Buch zum Lesen dabei, doch ich schaute auf dem Handy noch Fussball (das erste Pre-Season Spiel von Manchester United). Zumindest die erste Halbzeit und es war Zeitverschwendung. Zudem war es sehr regnerisch, sehr windig und überraschend kühl. Ich stand ca. eine Stunde vor dem Manor Haupteingang. Nebst Fussball studierte ich auch die Menschen, die ins und aus dem Manor kamen. Meine Kollegin kam pünktlich. Wir gingen im Manor ein Kaffee nehmen und ab 17.00 Uhr gingen wir noch, unter anderem an den See, laufen. Wir hatten uns dieses Jahr nur wenig gesehen und bei beiden ist viel passiert. Es fanden gute Gespräche statt.

Wir gingen schon nach 18.00 Uhr ins Yafa Restaurant. Wir hatten zwar erst auf die 18.30 Uhr reserviert, aber das war kein Prob. Inzwischen hat sich das Wetter stark beruhigt. Es war jetzt angehen warm und trocken. So nahmen wir einen Platz auf der Aussenterrasse. Das Restaurant liegt nur ca. vier Minuten vom Bahnhof Thun entfernt. Die Speisekarte ist gross. Es würde sogar Burger geben. Das finde ich spannend. Da ich im August die neue Wohnung der Kollegin anschauen gehe machten wir bereits ab, dann vom Restaurant zu bestellen (ich werde dann einen der Burger testen). Die Gerichte sind mir unbekannt. Mehrheitlich kenne ich die Zutaten und Namen nicht. Google schafft Abhilfe. So bestellte ich…

 

als Vorspeise

Falafel 6 Stück

Frittierte Bratlinge aus gehackten Kichererbsen, Kräutern und Gewürzen nach einem 30-jährigen

Familienrezept

 Die Vorspeise haben wir uns geteilt

15.00 CHF

 

als Hauptgang

Kafta Teller

Rinderhackfleisch mit Zwiebeln und Petersilie, serviert mit Tomatensauce oder Tahini-Sauce, Reis oder Pommes frites und Salat nach Wahl*

 (Ich nahm es mit Tahini-Sauce, mit Pommes statt Reis und ich nahm den Coleslaw Salat)

30.00 CHF

 

als Dessert

Arabischer Pudding

Milch /sahne mit orientalischen Aromen, Kokos & Pistazie

5.00 CHF

 

 

Zum Trinken nach ich eine Sprite, da es leider kein Cola gab (nur Pepsi, und das finde ich echt hässlich). Als sie die Vorspeise brachten, war auch ein Salat dabei. Den habe ich auch mit der Kollegin geteilt. Erst später wurde uns klar, dass das der Salat war, den ich eigentlich zum Hauptgang hätte bekommen sollen. Der Salat war sehr gut und die Falafel waren auch fein. Frisch zubereitet und sehr heiss. Den Hauptgang bekam meine Kollegin sicher fünf Minuten früher gebracht, als dies bei mir der Fall war. Und ich war mit der Vorspeise noch gar nicht fertig. Aber im arabischen Raum scheinen sie mehrheitlich nicht so zu essen wie wir (Trennung von Vor- und Hauptgang), sondern es scheint alles aufgetischt zu werden und jeder isst von jedem. So wie das z.B. auch in China oder Hong Kong der Fall ist.

Ich wusste nicht, was mich beim Hauptgang erwarten würde. Als kein Salat kam, war uns klar, dass wir den schon gegessen hatten. Zuerst dachte ich, es sei ein Fehler gewesen, nicht den Reis, sondern die Pommes genommen zu haben. Aber die Pommes waren super. Extrem fein gewürzt. Und eine perfekte Grösse (die Portion) d.h. nicht zu wenig und nicht zu viel. Mein Hauptgang, der aussah wie «ein Gehirn in Sauce», war ein Mix aus solide und fein (das Fleisch) und aus einer der feinsten Saucen, welche ich je gekostet hatte (die Sauce). Da ich mit dem Fleisch irgendwann durch war, habe ich den Rest der Sauce noch mit Pommes und danach noch mit Fladenbrot beendet. Die Sauce war wirklich toll. Ich probierte noch vom Hauptgang der Kollegin, und das war ein Traum. Hätte ich ihres genommen, hätte ich dafür die Höchstnote gegeben (sie nahm Geschnittenes Poulet Fleisch, Olivenöl, Kreuzkümmel, Zimt & Sumach im Fladenbrot serviert mit Hummus & Mutabal = den Musakhan Teller). Ich plante, zwei Desserts zu nehmen. Leider war eines davon ausverkauft. Der Arabischer Pudding war fein und lecker. Nichts Aussergewöhnliches, aber leicht, nicht zu viel und erfrischend. Zwar übersah ich, dass es Kokos dazu gab, was ich gar nicht mag, aber es war nur eine klitzekleine Menge. Meine Kollegin fand es super und sie hatte an den palästinensischen Bier grosse Freude. Danach gingen wir nochmals spazieren (zur Burg und nochmal an den See). Abends schaute ich mir zu Hause noch eine Folge von Dexter an und freute mich auf meinen einzigen freien Tag am Sonntag. 


 

Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend