Dieses Blog durchsuchen

Mittwoch, 19. November 2025

Bring Her Back

Bring Her Back

Story:

Ein Geschwisterpaar (Billy Barratt, Sora Wong) landet bei einer neuen Pflegemutter (Sally Hawkins). Doch dort erwartet sie keine Liebe...

Meine Meinung:

2025 ist das Jahr der Kinobesuche für mich. Bring Her Back stand aktuell auf der Liste. Die Australier Danny Philippou und Michael Philippou, die 2024 mit Talk to Me einen Hit landeten, bringen mit Bring Her Back ihren neusten Film. Eine reine A24-Produktion. Ich sah von Bring Her Back nur einen Trailer, der vielversprechend aussah. Danach schaute ich mir keine weiteren Trailer oder Clips mehr an und las auch keine Reviews. Ich wusste inhaltlich nicht Mal, um was es ging.

Kann Bring Her Back an Talk to Me anknüpfen? Für meinen persönlichen Geschmack, nein. Talk to Me war als Film und Unterhaltungsprodukt, trotz schwerer Themen, «unterhaltsamer» und vor allem gruseliger als Bring her Back. Bring Her Back ist zwar absolut fantastisch gespielt und technisch stark in Szene gesetzt (schön gefilmt, abgefahrene Kameraeinstellungen, tolle Make-Up-Effekte), aber der Inhalt überzeugte mich nicht. Der Inhalt liess mich kalt, fesselte mich nicht, der Funke sprang nicht rüber.

In den letzten Jahren gab es mehr und mehr Horrorfilme, die Horrorthemen mit Inhalten wie Trauer(Verarbeitung), Traumata und Rituale verknüpft haben. So ist das auch in Bring Her Back. Der Film hat viele schwere Themen, die er unterbringt. Teilweise schon fast zu viel. Es wird zu viel Wert auf die «Depro-Schiene» gelegt. Das Thema (oder die Themen) empfinde ich inzwischen, wie andere Horrorinhalte (Zombies) auch, als ausgelutscht. Es spricht mich weniger an. Schauspielerisch war das aber klasse. Man fühlt Hass (gegenüber Figuren), aber es gab als Gegenpol zu wenig Identifikationsfiguren im Film. Und auf Erklärungen wird verzichtet.  

Fazit: Optisch und schauspielerisch hervorragend, inhaltlich hat mich der Film hingegen nicht überzeugt…

Infos:

O: Bring Her Back

Australien 2025

R: Danny Philippou, Michael Philippou

D: Sally Hawkins, Billy Barratt, Jonah Wren Phillips, Olga Miller, Sally-Anne Upton, Sora Wong

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 104 Min.

Gesehen am: 14.08.25

Fassungen: In Zürich im Kino gesehen in Originalton mit deutschen und franz. Untertiteln, Uncut, ab 16 Jahren freigegeben. In Deutschland hat der Film eine FSK18 Freigabe erhalten. In Kanada wird der Film noch diesen Monat auf Blu-Ray erscheinen (19.08.25).

Dienstag, 18. November 2025

Samurai Wolf II

Samurai Wolf II

Story:

Kiba Okaminosuke (Isao Natsuyagi) wird beauftragt, einen Gefangenentransport zu begleiten und zu schützen. Diverse Parteien greifen diesen an. Zudem hat es ein Samurai-Meister auf Kiba abgesehen und will diesen zu einem Duell herausfordern. Als den Gangstern jedoch die Flucht gelingt und sich Kiba verliebt aber später in Gefangenschaft gerät, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Als ich nach der Sichtung von Samurai Wolf, der mir sehr gut gefiel, mit dem Kumpel über die Filme sprach, liess er mich schon wissen (mein Kumpel), dass die Fortsetzung schwächer sei. So habe ich meine Erwartungen angepasst und das war auch gut so. Hideo Gosha, der auf den Regiestuhl zurückkehrte, lässt erneut Isao Natsuyagi (Female Prisoner Scorpion: #701, Virus, Battles Without Honor and Humanity: Police Tactics) als «einsamen Wolf» Kiba ein Abenteuer starten.

In welcher Hinsicht enttäuschte der Film? Allgemein empfand ich den Plot als zu wenig interessant, zu wenig fesselnd und für die Laufzeit von 72 Minuten zu überladen. Zu viele Sub-Plots. Desweitern haben mir mit Ausnahme von Isao Natsuyagi als Titelheld Kiba sämtliche anderen Figuren nur wenig gefallen. Keine Sympathieträger. Niemand, der Charisma und Klasse hat. Was die Duelle, die (blutigen) Schwertkampfszenen und die Optik angeht, ist der Film nach wie vor z.T. ein Traum. Dazu Musik (z.B. zu Beginn), der aus einem Italo-Western stammen könnte.

Das Hauptproblem des Filmes und warum der Film bei weitem nicht an den Vorgänger heranreicht ist folgender: Kiba wird gefangengenommen und gerät dann bis zum Finale in den Hintergrund und kann aktiv nicht mitmischen. Und das fand ich persönlich negativ und störend. Selbst im Finale ist er nicht beeinträchtigt, da z.T. noch immer gefesselt. Zuvor sorgen andere Figuren für die Entwicklung des Plots. Die Love-Story konnte mich zudem, im Gegensatz zum ersten Film, auch nicht überzeugen. So gesehen eine mittelprächtige Fortsetzung, die man eigentlich auch getrost links liegen lassen kann. Mich überrascht es daher nicht, dass Eureka beide Filme in einem Set veröffentlicht hat.

Infos:

O: Kiba okaminosuke jigoku giri

Japan 1966

R: Hideo Gosha

D: Isao Natsuyagi, Chiyo Aoi, Rumito Fuji, Yûko Kusunoki

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 72 Min.

Gesehen am: Mitte Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Eureka vor = zusammen mit dem Vorgänger, einem Booklet, Wendecover und Schuber in einem Set erhältlich. Uncut, O-Ton, englische Subs, Extras. Die Bildqualität war sehr gut, auch wenn mir das Bild jedoch deutlich zu dunkel schien. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Montag, 17. November 2025

Maniac Cop


Maniac Cop

Story:

Ein Cop (Robert Z'Dar) bringt Menschen um. Die Bevölkerung sorgt sich. Polizist Frank (Tom Atkins) versucht den Fall zu lösen, während ein anderer Cop (Bruce Campbell) zum Buhmann wird, da falsch verdächtigt, der «Maniac Cop» zu sein…

Meine Meinung:

Einige Regisseure müssen nicht viele Filme realisiert haben, um im Genre-Bereich bekannt zu sein. So einer ist William Lustig. 1980 schlug mit Maniac seine Stunde und an dessen Erfolg konnte er nie mehr anknüpfen (was den Kultstatus angeht, finanziell weiss ich es nicht). William Lustig, der heute ein Label-Chef ist (Blue Underground), hat danach nur noch einige Filme realisiert. Mehrere spielen in New York und/oder befassen sich mit Themen wie der Selbstjustiz. Man merkt es seinen Filmen an, dass er in der Bronx geboren und aufgewachsen ist.

Keiner versteht es, die Gasen und Strassen New Yorks so gekonnt einzufangen, wie er. Nebst Maniac dürfte seine Maniac Cop Trilogie zu den bekanntesten Werken seiner Regie-Karriere zählen. So wie ich das im Kopf habe, ist der 2. Teil mein Favorit. Die Fortsetzungen sah ich aber beide jeweils nur einmal. Maniac Cop macht Spass und er gefällt mir. Man wird anspruchslos gut unterhalten. Die nebligen und dunkeln Schauplätze der Story sind atmosphärisch dicht in Szene gesetzt. Auch die Musik mag ich. Nur schon der Start in den Film finde ich äusserts vielversprechend.

Die 1. Hälfte ist mehr Horror lastig, während die 2. Filmhälfte dann mehr in den Actionbereich gleitet inklusive Stunts (aus dem Fenster fallen), Auto-Crashs und Verfolgungsjagden. Der Maniac Cop agiert hier und da fast wie eine Art, Jason, Michael Myers oder Terminator. Der Cast besteht aus sympathischen und bekannten B-Movie-Namen: Tom Atkins (Lethal Weapon, Two Evil Eyes), Bruce Campbell (The Evil Dead, Evil Dead II), Richard Roundtree (Amityville - A New Generation). Und natürlich Robert Z'Dar (Tango & Cash), der perfekt in die Rolle des irren Cops passt.

Fazit: Für Horror- und B-Actionfans zu empfehlen!

Gefolgt von: Maniac Cop 2

Infos:

O: Maniac Cop

USA 1988

R: William Lustig

D: Tom Atkins, Bruce Campbell, Robert Z'Dar, William Smith, Laurene Landon, Richard Roundtree

Laufzeit der jap. DVD: 85:09 Min.

Gesehen am: März 2010 / Neusichtung am: 13.08.25

Fassungen: Gesehen als jap. DVD von King Records = Uncut, Englischer O-Ton, gute Bild- und Tonqualität. Die DVD wurde am NIFFF von Regisseur William Lustig signiert. Inzwischen gibt es den Film auch Uncut, in Deutsch und auf Blu-Ray (von NSM Records).