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Montag, 3. Juli 2017

Spoor Review

 
NIFFF 2017 Spezial
Spoor

Story:

In einem kleinen polnischen Dörfchen, Klodzko Valle, ereignen sich mysteriöse Morde. Eine ältere Frau, Tierschützerin und Einwohnerin, Janina Duszejko (Agnieszka Mandat-Grabka), versucht die Morde aufzuklären...

Meine Meinung:

Auf Spoor freute ich mich, da kleine Ortschaft, viel Natur und verschneite, weisse Bilder, eine mysteriöse Mordserie, jemand der versucht den Morden auf die Spur zu kommen etc. Halt klassischer Krimi Stoff - und dies mag ich und daher habe ich mich am NIFFF 2017 auch für Spoor anstelle Takashi Miikes JoJo's Bizarre Adventure entschieden. 

Der Film nimmt sich mit zwei Stunden Laufzeit viel Zeit und führt die diversen Figuren gut ein. Der Film ist sehr stimmungsvoll und auch teilweise schwarzhumorig, bietet jedoch auch viel Herz und Emotionen, und natürlich auch viel Sozialkritik (Tier Jagd, Haltung, illegale Machenschaften, Tierschutz), so dass der Zuschauer viel geboten bekommt. 

Die Story ist auch spannend, da man den Morden auf den Grund gehen will. Es wurde in den zwei Stunden nie langweilig, so dass ich mich immer gut unterhalten fühlte. 

Die Darsteller machen ihre Arbeit auch sehr gut, so dass auch in dieser Hinsicht nicht gemeckert werden kann. 

Fazit: unterhaltsam und stimmungsvoller Krimi, den man sich gut einmal ansehen kann! 

Infos:

O: Pokot

Polen, Deutschland, Tschechische Republik, Schweden, Slowakei 2017

R: Agnieszka Holland

D: Agnieszka Mandat-Grabka, Wiktor Zborowski, Jakub Gierszal, Patrycja Volny, Miroslav Krobot

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 128 Min.


Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Es ist noch keine DVD/Blu-Ray angekündigt (Stand: Juli 2017).

Jailbreak Review

 
NIFFF 2017 Spezial
Jailbreak

Story:
Eine Spezialeinheit (Jean-Paul Ly, Dara Our, Tharoth Sam) versucht während einem Knastaufstand einen Zeugen (Savin Phillip) zu schützen...

Meine Meinung:
  
Jailbreak war für eine einmalige Sichtung absolut okay. Die Zeit vergeht flott. Es gibt kaum Längen. Da hätte auch Schlimmeres bei rauskommen können. Trotzdem ist es frech, den Film in einem Atemzug mit Ong-Bak oder The Raid zu nennen, welche beide doch deutlich besser in Szene gesetzt sind. 

Die Actionszenen, das wichtigste am Film, sind gut geworden aber orientieren sich sehr an The Raid, welcher für Jailbreak Pate stand. Ich fühlte mich durchgehend an The Raid erinnert. Einige Szenen fühlten sich gar vom Ablauf oder der Choreographie her kopiert an. Das war schon ein bisschen frech. Und natürlich wurde die Qualität von The Raid nie erreicht. 

Dazu kommt, dass der Soundtrack schlecht ist (Hip Hop im Vorspann, ganz übel), die Figuren unbekannt (machen die Sache aber gut) und der Humor gewöhnungsbedürftig ist. Es handelt sich nämlich um einen Genremix und es gibt viel Humor zu sehen à la dem HK Kino. Eine Szene war wirklich amüsant und hätte glatt aus einem HK Film stammen können (in welcher Zeuge Playboy zusammen mit den Frauen isst). Der Film nimmt sich zu keiner Sekunde ernst.

Jailbreak ist okay und kurzweilig, so dass man sich den Film gut einmal ansehen kann. Für einen Kauf langt es jedoch definitiv nicht - dazu bietet der Film nichts Neues und ist zu unspektakulär geworden...

Infos:

O: Jailbreak

Kambodscha 2017

R: Jimmy Henderson

D: Jean-Paul Ly, Dara Our, Tharoth Sam, Celine Tran, Savin Phillip

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 92 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Es ist noch keine DVD/Blu-Ray angekündigt (Stand: Juli 2017).

NIFFF Bericht Tag 3

Im Gegensatz zu gestern standen heute nur drei Filme auf dem Programm - gemütlich. Blieb sogar noch etwas Zeit Fussball zu schauen, da der erste Film erst spät anfing (und bis am Mittag schlafen).

Das Wetter war frischer und kälter als je zuvor, doch schon ab morgen soll es deutlich wärmer werden. 

Die drei Filme waren okay bis sehr gut - zumindest Takashi Miikes The Mole Song Teil zwei werde ich mir sicher in die Sammlung stellen, sofern er dann mit englischen UT erscheinen wird (auf Teil eins, immerhin schon vier Jahre alt, warte ich nach wie vor). 

Bleiben wir bei Takashi Miike: heute war am NIFFF Weltpremiere zu dessen Anime Verfilmung JoJo's Bizarre Adventure in Anwesenheit des Hauptdarstellers und Regisseur Takashi Miike. Ich ging diese aber nicht schauen, weil die Homepage zunächst nur franz. UT angab und ich danach mein Programm zusammen gestellt habe. Erst einen Tag vor dem NIFFF sah ich, dass man die Angaben auf der Homepage ein 3. Mal geändert bzw. korrigiert hatte was Untertitel Angaben anging. Aber der Film sprach mich zu wenig an, daher kein Ticket gekauft.

Miike selbst habe ich heute auch nicht gesehen. Es muss sehr viel Andrang gegeben haben - schon 45 Min. vor Türöffnung bildete sich bis nach draussen eine Schlange und mind. ein Zuschauer hat sich wie die Anime Figur verkleidet. Der Film zog Fans in Massen an. Ich ging nur zu diesem Zeitpunkt schauen, ob Miike schon irgendwo zu sehen war = Fehlanzeige. Ach ja - auch das japanische Fernsehen war scheinbar vor Ort und ich denke, es war gar eine Live Übertragung nach Japan. Am Zuschauer, der sich als Anime Figur verkleidet hatte, hatte der Reporter sichtlich Freude. 

Zum neuen Kino Studio: dieses ist grösser und zentraler als das Kino Bio, aber leider auch eng und daher warm. Jailbreak, der 1. Film gestern und im Kino Studio laufend, war zu meiner Überraschung voll und es wurde warm und ich müde. Zum "Glück" sass ein "ADHS" Zuschauer neben mir, der mich durch sein Verhalten wach gehalten hat...war trotzdem sehr nervend. 

Fazit nach dem 2. Tag: 4 Filme welche auf meine Wunschliste kommen und viele gute Filme, die man gut einmal ansehen kann bei bisher nur einem Flop. So darf es gerne weitergehen!