Dieses Blog durchsuchen

Freitag, 18. August 2017

Der Tiger mit der Todeskralle Review

Der Tiger mit der Todeskralle

Story:

Ein Einzelkämpfer (Wong Tao) nimmt die Black Dragon Bande (u.a. Philip Ko) auseinander, welche in der Umgebung Angst und Schrecken verbreiten. Sein Ziel: den Anführer der Bande töten, welcher seinen Vater auf dem Gewissen hat…

Meine Meinung:

Der Tiger mit der Todeskralle aka Along Comes a Tiger hat mir ausserordentlich gut gefallen. Es handelt sich um einen taiwanesischen Ende 70er Jahre Kung Fu Streifen mit Rache-Geschichte von Ex-Shaw Brothers Darsteller Wu Ma, der im Film auch eine Rolle übernahm.

In einer Nebenrolle ist Philip Ko (natürlich als Bösewicht) zu sehen. Es ist sehr schade, dass seine Figur als eine der ersten aus dem Film scheidet, denn er bietet mit seiner wenigen Präsenz eine eindrückliche Stimmung und man hätte ihn gar als Hauptbösewicht einsetzen können. Der Held und die Hauptrolle wird von Wong Tao (10 Brothers of Shaolin) verkörpert, der hier als alleiniger Held viel Screentime und viel von seinem Können demonstrieren darf.

Dank einer tollen Kameraführung und einer starken Kampf-Choreographie haben die Kampfszenen ein hohes Mass an Qualität und machen dem Kung Fu Film Fan viel Spass und Freude. Dazu kommt, dass die meisten Gegner gut charakterisiert und charismatisch sind d.h. auch nicht unbedingt leicht zu besiegen (auch der Endgegner bzw. Endkampf war sehr schön anzusehen) so dass ich an dem Film nichts negatives festzustellen vermag.

Dass der Inhalt dünn und nicht originell ist, ist ein Fakt aber mir egal und für mich unwichtig beim Eastern Genre.

Fazit: Für Fans des damaligen Hong Kong Kung Fu Kinos (und auch Taiwan) klare Kaufempfehlung! 

Infos:

O: Xue Yu

Taiwan 1977

R: Wu Ma

D: Wong Tao, Stephen Tung Wai, Philip Ko, Wu Ma, Doris Lung Chun-Erh, Jimmy Lung Fong

Laufzeit der deutschen DVD: 84:56 Min.

Gesehen am: 03.08.17

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität (u.a. auch O-Ton und englischen Subs vorhanden), einige Extras zu bieten inklusive Wendecover. Ich habe den Film in Deutsch geschaut und muss sagen, dass die deutsche Synchro-Fassung sehr gut geworden ist, welche das Schauen zusätzlich aufwertet. Dazu ist ein Bonusfilm (Drei wild wie der Teufel) vorhanden.

Caltiki – The Immortal Monster Review

Caltiki – The Immortal Monster

Story:

Bei einer Maya Expedition wird ein Mann von einem Monster infiziert. Dieser bringt das Monster in die zivilisierte Welt, dessen Zerstörung nun droht…

Meine Meinung:

Caltiki hat mir gefallen. Zwar sieht man dem Film in einigen Momenten sein Alter (1959) an, z.B. gibt es doch auch Längen und die Figuren benehmen sich teilweise sehr naiv.

Und doch kann man sich den Film, zumindest als Fan von Mario Bava, gut ansehen. Mario Bava führte zusammen mit Riccardo Freda Regie, den ich nicht kenne. Bava wurde jedoch bei den Credits nicht erwähnt. Viele Kritiker meinen, dass der Film daher auch wenig erfolgreich war bzw. mit Bavas Namen erfolgreicher gewesen wäre bei seiner Veröffentlichung.

Der s/w Film hat mich dank seiner Geschichte und vor allem den liebevollen Effekten, die von Bava selbst stammen (wusste nicht dass er auch ein Effekte Künstler war), gut gefallen. Nach dem Schauen des Filmes fühlte ich mich an The Blob, Deadly Spawn und Godzilla erinnert – Caltiki könnte man gut als Mix aus diesen drei Filmen beschreiben. Der Original Godzilla ist von 1954 und der erste The Blob von 1958 – da scheint es gut möglich, dass die Italiener, wie so oft, die Filme als Erfolg werteten und auf den Zug aufspringen wollten.

Mir soll es recht sein: ich fand die Effekte in Anbetracht des Alters und Budges charmant und sehenswert und somit sagte mir auch der Film zu!

Fazit: Bava Fans mit einem Faible für Monsterfilme können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Caltiki - il mostro immortale

Italien, USA 1959

R: Riccardo Freda, Mario Bava

D: John Merivale, Didi Perego, Gérard Herter, Daniela Rocca, Giacomo Rossi Stuart, Daniele Vargas

Laufzeit der UK Blu Ray: Ca. 76 Min.

Gesehen am: Ende Juli 2017

Fassungen: Mir lag die UK Blu Ray vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Booklet und viele exklusive Extras, u.a. Ital. Ton mit englischen UT. Es gibt als Bonus noch eine 2. Fassung an Bord in einem anderen Bildformat, in welchem Bavas Effekte besser zur Geltung kommen sollen. Dies ist als Extras vorhanden. Es scheint keine deutsche Fassung zu geben (Stand: Juli 2017).

Kung Fu Kids

Kung Fu Kids

Story:

Zwei Nichtsnutze namens Lung (Ching Kuo-chung) und Hu haben es nicht leicht. Ihre Strassenkunst verkauft sich nicht, als sie ein Restaurant vor Gangstern beschützen erhalten sie nicht den gewünschten Beifall und als sie danach einen Job als Beschützer annehmen sind sie gegen die Gangster chancenlos. Da trennen sich die Wege von Lung und Hu. Hu wird ins Gefängnis gesteckt, wo er von einem Meister (Hau Pak-wai) im Kung Fu unterrichtet wird. Lung wird Kellner einer kampferfahrenen Lady (Hu Chin), welche ihm feminine aber starke Kampfkünste trainiert. Am Ende kommen Lung und Hu wieder zusammen, um gemeinsam gegen den Feind (Lung Fei) bestehen zu können...

Meine Meinung:

Blindkauf der mir jedoch zusagte. Der Film sah nach Old School Kung Fu aus und genau das bietet der billig in Taiwan gedrehte Film auch: sehr viel Trainingsszenen, sehr viel Kung Fu, sehr viel Klamauk, sehr viele Wälder, Natur und Wiesen! Nicht umsonst werden diese Filme oft auch als Wald-und Wiesen Kung Fu Streifen bezeichnet.

Wer diese Filme mag (um die 1979 herum) macht mit Kung Fu Kids aka Dreaming Fists with Slender Hands nichts falsch. Zwar bietet der Film nichts Neues und im Vergleich zu anderen Filmen fällt er qualitativ ab (Qualität und Anzahl der Kampszenen, Charisma der Helden), aber im Grossen und Ganzen ist der Film okay und solide.

Chng Kuo-chung wirkt wie ein Sammo Hung für "Arme" und sonst wartet der Film nicht mit bekannten Namen auf - ausser Lung Fei, den kennt man aus vielen anderen Produktionen (bekanntes Gesicht), auch wenn ich jetzt nicht sagen könnte hier und da spielt er mit. Auch Hu Chin, die Herrin und Frau des Filmes welche Lung trainiert, kennt man aus anderen Filmen dieser Zeit (wo sie jedoch oft Nebenrollen spielte). Sie machte in einer grösseren Rolle eine gute Figur.

Die Kampfszenen sind cool, besonders im Finale. Originell und abwechslungsreich sind auch die ganzen Trainingsszenen. Die Englische Synchro ist leider schlecht, aber auch das kennt man aus dem Genre.

Kein Highlight aber okay!

Fazit: nur für Old School Kung Fu Film Fans sehenswert die in etwas wissen, was sie erwartet!

Infos:

O: Meng Quan Lan Hua Shou

Taiwan 1979

R: Karl Liao Chiang-Lin

D: Lung Fei, Hu Chin, Lau Lap-Cho, Tai Leung

Laufzeit der HK LD: 90:03 Min.

Gesehen am: 18.07.16

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juli 2016). Es gibt keine DVD mit O-Ton (Stand: Juli 2016). Es scheint auch keine HK VCD zu geben. Mir lag die HK Laserdisc vor. Nebst O-Ton Mandarin (ohne Untertitel) liegt die Englische Sprachfassung (Dubbed) vor, was bei Ocean Shores (dem Label) hier und da oft der Fall war. Der Film ist Uncut, die Bildqualität ist gut und ausreichend.