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Mittwoch, 6. Dezember 2017

The Turning Point Review


The Turning Point

Story:

Zwei Brüder und Garagenbesitzer (u.a. Ray Lui) geraten auf die Abschlussliste eines Gangsters (Wong Ching) was mit dem Tod eines Bruders endet. Der überlebende Bruder und ein Kollege und Cop (Kent Cheng) nehmen den Kampf gegen die Gangster auf und wollen Rache...

Meine Meinung:

Früher 80er Jahre Cop-Thriller der gut geworden ist, jedoch kein Highlight darstellt und zu den New Wave Filmen zu zählen ist. Kein Highlight, weil der Film zu wenig Action und zu viele Längen hat. Trotzdem zeigt der Film, was in den folgenden Jahren noch alles aus Hong Kongs Filmschmiede zu erwarten war und setzte bereits im frühen 1983 diverse Prinzipien gekonnt filmisch um.

Die Story ist variabel - etwas Humor, Liebesgeschichte, dann doch viel Drama und Tragik und nur wenig Action, wobei das letzte Viertel gar an die Rache eines Rape und Revenge Filmes erinnert, inklusive origineller Tötungsszenen (Motorboot, Harpune...). Und dieses Viertel inklusive das sehr überraschende und pessimistische Ende machen den Film dann doch noch besser, als er sonst wäre.

Die Darsteller machen ihre Sache recht gut - Kent Cheng spielt sympathisch, auch das Brüderpaar ist gut gecastet. Stephen Chow Sidekick Ng Man-Tat ist in einer ernsten Nebenrolle zu sehen und was Shaw Brothers Legende Wang Chung angeht, darf man leider nicht viel erwarten: nur eine kleine Nebenrolle, was schade ist. Das gleiche gilt für Bösewicht Wong Ching - der leider auch nur sporadische Einsatzzeiten ergattert hat - von ihm hätte ich gerne mehr gesehen, zumal einige Szenen von ihm kaum zu erkennen waren (Nachtszenen).

Das Budget war klein, doch das tut der rohen, einfachen Stimmung und Machart des Filmes sehr gut. Roh, dreckig, teilweise brutal aber wirkungsvoll geht es zu und her.

Fazit: Früher Vertreter des dramatischen Cops/Rache Themas, kann man sich gut ansehen, jedoch ist der Film einen hohen Preis bei der Anschaffung nicht Wert!

Infos:

O: Tong Xian Che

HK 1983

R: Lam Yee-Hung

D: Kent Cheng, Ray Lui, Yiu Wai, Wong Ching, Wan Chi Keung, Wang Chung, Ng Man-Tat

Laufzeit des US VHS: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 13.06.16

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung und keine DVD/VCD Fassung (Stand: Juni 2016). Es gibt mind. eine HK LD (auch wenn diese auf LD Datenbanken fehlt findet man das Cover auf chinesischen Auktionsseiten à la Ebay, vom Label Mei Ah). Mir selbst lag das US VHS von Rainbow Audio & Video vor = Wohl Uncut, gute Bildqualität bis auf alle Nachtszenen (kaum was zu erkennen), O-Ton mit festen englischen und chinesischen UT. Das VHS ist recht selten - so wurde mir das VHS Anfang 2016 für 200 Euro angeboten was ich ausschlug. Vor kurzem wurde es über Ebay Deutschland verkauft (78.80 Euro) und hier und da muss man einfach geduldig sein und warten - so kaufte ich das VHS via Ebay von einer Amerikanerin für 18 US Dollar.

Fleisch 5 Buch Tipp

Fleisch 5

Inhalte & Meinungen:

Ansammlung von 15 Kurzgeschichten:

Vom Baum abgestossen:
1.5 Seiten Inhalt – dies wird einer Kurzgeschichte mehr als gerecht. Derber und humorloser Beginn in das 5. Kapitel der «Fleisch» Reihe. Vielversprechend.

Der Meteorit:
Die Mal etwas andere Backwood/Slasher Story – eine der besten Kurzgeschichten und auch schön eklig!

Prinz Alberts feuchter Traum:
à la Saw – und somit für meinen Geschmack eher mässig, wenig überraschend oder originel.

Lovemobil:
Zwei Jungs wollen ihr erstes Mal erleben – mit unangenehmen Folgen. Inhalt nicht neu, aber spassig umgesetzt! Inhaltliche Länge länger als erwartet (nicht negativ gemeint).

Fleischbeschau:
Zwei Seiten und somit die 2. kürzeste Kurzgeschichte – fand diese auch gelungen! Manchmal ist weniger mehr…

Der Löwe:
Sicko Geschichte – krank, nicht uninteressant und fesselt! Böses Ende – besonders für Fans von Bodyhorror (und Experimenten) interessant.

Mit Haut und Haar:
Erinnert an Lovemobil was einen leichten, faden Nachgeschmack hinterlässt (Setting). Ansonsten gefiel mir die Episode…schmerzhaft und fies.

Pakt:
Auch eine sehr kurze Geschichte – über Teufel und Gott, Himmel und Hölle. Fand ich, zumindest jetzt beim Evaluieren, recht originell und amüsant. Vor allem die Darstellung der Hölle und was einem dort laut der Geschichte widerfahren könnte…

Die Frau fürs Leben:
Ein Nerd erzählt in einem Brief von seiner Geschichte mit einem jungen Mädel, welchem er als Sugardaddy gerade recht kommt…doch es kommt alles anders als geplant. Rache…Dazu kann ich sagen: Gefiel mir. Tolles Beispiel von Karma und auch auf aktuelle Themen bezogen (künstliche Intelligenz, übernehmen Roboter in Zukunft Jobs von Menschen?! etc.).

Deadline:
War wohl die ekligste Geschichte in diesem Buch. Viel Effekte, Zerfall, Ekliges. Hat mir gut gefallen. Die Moral von der Geschichte: Finger weg von Drogen!

No electric sheep:
Mittelmass – Endzeit- und Universal Soldier bzw. Science Fiction Elemente konnten mich, trotz Pointe am Ende, nicht restlos überzeugen. Lag vor allem am Setting und dem Erzählungsstil. Geschmackssache.

Es ward Licht:
Durchschnitt – Mix aus Klaustrophobie à la The Descent, Horror und Sex.

Nur eine Geschichte:
Halloween Geschichte – trotz dem bösen Ende eher harmlos. Beim Titel musste ich an filmische Werbemassnahmen denken (z.B. It’s Only a movie Slogan zu Wes Cravens The Last House on the Left).

Körperteile:
Lediglich spannend – erwartet man zunächst viel, gibt am Ende wenig her. Erinnert ein wenig and japanische Geister-Genre à la The Grudge und Ringu. Mittelmass.

Das Tier in mir:
Zeigt schön was das Menschsein bedeutet und was man, wenn nötig, ablegen kann oder muss, um zu überleben…

Fazit allgemein:

Das Buch würde sich theoretisch sehr schnell lesen lassen, da 15 Kurzgeschichten (und somit zwei Geschichten weniger als in Buch Nr. vier) = viel Abwechslung, kurze Texte, kurzweilig. Ich nahm mir Zeit und nach dem Lesen war ich fast etwas enttäuscht – da ich selten gross amüsiert wurde bzw. mich amüsiert fühlte beim Lesen (wie ich das z.B. bei Geschichten von Edward Lee oft bin).

Doch nun – nachdem ich den Inhalt und alle Kurzgeschichten evaluierte, tat ich dem Buch, wahrscheinlich weil ich mir eben Zeit liess, damit unrecht. Denn: die Mehrheit der Episoden ist eigentlich recht gut (ca. fünf sind mittelmässig, Rest besser) sodass ich meine Meinung ändern muss. Das Buch ist somit sicher nicht schlechter als seine Vorgänger, soll heissen, genau für jene Fans lesenswert und zu empfehle.

Und langweilig wird es mit dem Inhalt und der Abwechslung garantiert nicht. Daher: Ausgabe Nummer sechs darf gerne kommen!

Infos:

Autor: Verschiedene

Herausgeber: Eldur Horror / Eldur Verlag

Sprache: Deutsch

Buchart: Taschenbuch

Anzahl Seiten: 200

In Deutschland erschienen: Ja.

Roman/Sachbuch: Roman (Kurzgeschichten)

Neukauf

The Strain Season 4
US-DVD. Soll, glaube ich, die letzte sein. Die Serie vom Del Toro mochte ich bisher sehr - ohne Ansprüche aber simpel und unterhaltsam.