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Montag, 1. Februar 2021

Sakuya – The Demon Slayer Review

Japanuary 2021

Sakuya – The Demon Slayer

Story:

 

Sakuya (Nozomi Andô) macht sich zusammen mit dem Kappa-Jungen Taro (Shuichi Yamauchi) auf den Weg, Dämonen (u.a. Shinya Tsukamoto, Keiko Matsuzaka) im Land den Kampf anzusagen…

 

Meine Meinung:

 

Von Sakuya – The Demon Slayer war ich nach dieser 2. Sichtung relativ enttäuscht. Der Fantasy-Film im klassischen Samurai-Setting kommt zwar mit Monstern und Yokai daher, aber die negativen Szenen/Punkte überwiegen leider. Für meinen Geschmack gab es zu wenig Monster, zu wenig Action, zu wenig Fantasy und zu viele Längen.

 

Das ist schade. Da wäre mehr möglich gewesen. Schade ist es auch um einige, jedoch wenige Old School Effekte d.h. mechanische Effekte und Kostüme, die genau nach meinem Geschmack getrickst waren. Das waren die seltenen Highlights des Filmes, z.B. die Spinnen-Monster Gesichter, das Finale mit der Riesen-Spinne (auch wenn CGI Einsatz), die Menschen, deren Köpfe sich zusammenziehen, wenn sie sterben (tolle Effekte à la Under the Skin) oder der Katzen-Dämon in der Episode mit Tetsuo Regisseur Shinya Tsukamoto (die vielleicht besten Szenen des Filmes).

 

Von oben genanntem hätte es definitiv mehr gebraucht. Die dünne Story zieht sich leider wie ein Kaugummi und immer, wenn es cool wird, wird die Action durch lahme Füllszenen wieder ausgebremst. Dies ist sehr schade. Vor allem der kleine (Kappa)Junge und dessen Szenen (viel Kitsch und Gefühlsduselei) sind mir in der 2. Sichtung sauer und nervend aufgestossen. Hätte man alle zugunsten von mehr Action oder einer strafferen Handlung weglassen können.

 

Fazit: Wird wegen den negativen Punkten aus der Sammlung entfernt! Paar wenige coole Effekte reisen das Ruder leider nicht rum…

 

Infos:

 

O: Sakuya: Yôkaiden

 

Japan 2000

 

R: Tomoo Haraguchi

 

D: Nozomi Andô, Shuichi Yamauchi, Kyûsaku Shimada, Keiko Matsuzaka, Moeko Ezawa, Shinya Tsukamoto

 

Laufzeit der deutschen DVD: 87:44 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2011 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die DVD aus Deutschland von I-On New Media vor = Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Deutsch/Jap. mit deutschen Subs. Die Qualität der DVD ist nicht mehr zeitgemäss. Ich habe Filme, die 20-30 Jahre älter sind auf DVD und massiv besser aussehen. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2021).

Sonntag, 31. Januar 2021

Mothra Review

Japanuary 2021

Mothra

Story:

 

Auf einer Insel werden zwei Feen gefunden. Diese werden von einem skrupellosen Geschäftsmann entführt. Die Feen rufen Mothra zur Hilfe, die sie retten und zur Insel zurückbringen soll…

 

Meine Meinung:

 

Nebst Godzilla und Gamera ist Mothra, die Riesenmotte, sicher das bekannteste jap. «Filmmonster» aus dem weitreichenden Kaiju-Universum. Damit habe ich mich bis dato nur wenig beschäftigt. Es gibt das 1961er Original, welches ich bis dato nicht kannte, eine 90er Jahre Reihe, von denen ich nur Mothra III – King Ghidora kehrt zurück gesehen habe und natürlich die Begegnungen mit Godzilla in Mothra Vs. Godzilla, Ghidorah - The Three-Headed Monster, Godzilla Vs. The Sea Monster, Godzilla - Kampf der Saurier-Mutanten, Godzilla, Mothra, King Ghidorah: Giant Monsters All-Out Attack oder Godzilla: Final Wars. Gut möglich, dass ich den ein oder anderen Titel vergessen habe…

 

Mothra, das 1961er Original, ist einer der besten Kaiju-Filme von Godzilla Schöpfer Ishirô Honda (King Kong Escapes). Der Film erzählt eine märchenhafte Story, dessen Inhalt gefällt. Der Verlauf der Story ist ruhig und die Macher lassen sich Zeit. Soll heissen: bis Mothra auftaucht vergehen gut 45 bis 50 Minuten und erst danach darf der Kaiju-Fan auf Monster-Action hoffen.

 

Inhaltlich hat sich Ishirô Honda an King Kong orientiert. Die Figuren sind gut gezeichnet und es gibt genug eigenständige Personen, die aus der Masse herausragen, so z.B. der böse Geschäftsmann oder der rauchende Reporter. Nervende Kinder kommen zum Glück kaum welche vor.

 

Auf den ruhigen Verlauf der Story folgen nach ca. einer Stunde pausenlose Kaiju-Action bis zum Ende = die besten Szenen des Filmes! Mothra kommt als Raupe mehr vor als Motte. Die Effekte sind spektakulär und der absolute Wahnsinn! Kaiju-Fans werden voll auf ihre Kosten kommen! Es überrascht mich daher nicht, dass Mothra nebst Godzilla und Gamera zum bekanntesten «Filmmonster» Japans wurde!

 

Fazit: Pflichtprogramm für jeden Kaiju-Fan!

 

Infos:

 

O: Mosura

 

Japan 1961

 

R: Ishirô Honda

 

D: Hiroshi Koizumi, Kyôko Kagawa, Ken Uehara

 

Laufzeit der US-Blu: 90:11 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die US-Blu Ray von Mill Creek Entertainment vor = Steelbook, US- und jap. Fassung, Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Alternativen: UK Blu-Ray (Eureka), deutsche Blu-Ray (Anolis).

Samstag, 30. Januar 2021

Woods Are Wet Review


Japanuary 2021

Woods Are Wet

Story:

 

Die junge Sachiko (Hiroko Isayama) flüchtet von zu Hause. Gerüchte machen die Runde, dass sie ihren Ehemann getötet haben soll. Auf ihrem Weg begegnet sie einem Paar (Rie Nakagawa, Hatsuo Yamaya). Diese nehmen Sachiko bei sich auf. Sachiko erkennt zu spät, dass sie sich einem sadistischen Paar hingegeben hat…

 

Meine Meinung:

 

Woods Are Wet hat mir gut gefallen. War besser als erwartet. Bei dieser Nikkatsu-Erotik-Produktion handelt es sich um die Verfilmung einer De Sade Geschichte (Justine). Diese ist mir von den Büchern von De Sade und von Jess Franco De Sade Verfilmungen bereits bestens bekannt. Nikkatsu hat jedoch auch schon im Erotiksektor auf De Sade gesetzt: Marquis De Sade's Prosperities of Vice.

 

Woods Are Wet ist mehr als bloss simple Aneinanderreihung von Soft-Sex. Im Gegenteil: so viel Sex gabs gar nicht! Tatsumi Kumashiro, der bewusst grosse Zensurbalken für die Geschlechtsteile verwendet hat, wollte damit seine Kritik am Rating- und Zensurboard Eirin zum Ausdruck bringen. Der Film ist sehr künstlerisch erzählt und in Szene gesetzt. Das fand ich schön.

 

Es wird Wert auf Story, Ausstattung, Schauspiel und Charakterzeichnung gelegt. Daher hat der Film in meinen Augen mit dem «Kunstanspruch» und Inhalt/Setting sicherlich mehr Anspruch als andere Nikkatsu-Erotik-Filme. Regie führt Tatsumi Kumashiro (The Inferno) und von dem Trio an Hauptdarstellern haben mir vor allem die Mädels, Hiroko Isayama (Female Prisoner Scorpion: Jailhouse 41) und Rie Nakagawa (The Hell-Fated Courtesan = der lief an einer NIFFF Retroperspektive) sehr zugesagt.

 

Das VHS hat leider eine sehr dürftige und unscharfe Bildqualität. Ich denke, dass ist ein Fall, wo eine gute Bildqualität den Film zusätzlich aufwerten würde. Denn die Farben, Kameraeinstellungen, Settings, Kleider und Requisiten sehen ansatzweise wundervoll aus – teilweise sah man aber wenig, gerade in den sadistischen Orgien im inneren der Behausung. So musste ich in einzelnen Szenen auch mutmassen (kommt es bei der Dinner-Szene z.B. zu kannibalistischen Akten oder nicht…) was dort geschah, was doch schade war.

 

Fazit: Für Fans der Nikkatsu-Erotikfilme zu empfehlen! Landet als jap. Blu-Ray auf der Wunschliste…

 

Infos:

 

O: Onna Jigoku: Mori Wa Nureta

 

Japan 1973

 

R: Tatsumi Kumashiro

 

D: Hiroko Isayama, Rie Nakagawa, Hatsuo Yamatani, Moeko Ezawa, Akira Takahashi

 

Laufzeit der jap. VHS: 65:36 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2021 / 2. Sichtung (UK-Blu-Ray): Mitte Dez- 2024

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Japan vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, Fogging-Zensur, Tauschgeschäft mit Londoner Sammler. Die Bildqualität ist relativ schwach und vor allem sehr unscharf. Selbes gilt für die englische Subs. Gibt es in Japan auch auf DVD (keine englischen Subs) und auf Blu-Ray (soll englische Subs haben). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2021). Nachtrag Mitte Dez. 2024: Ich sah den Film 2021 als VHS aus Japan (sogar mit englischen Subs). Dieses bekam ich via Tauschgeschäft. Der Film gefiel mir dazumal, vor allem aufgrund der Optik, der kunstvollen Bildern und der De Sade Story. Allerdings hatte das VHS eine sehr schwache Bildqualität, so dass einige Szenen nur noch zu erahnen waren, statt sie klar zu sehen. Die neue Blu-Ray aus England (88 Films) bietet den Film in einer restaurierten HD-Fassung, Uncut, im O-Ton mit Subs. Nebst Blu-Ray liegt der Film auch auf DVD vor. Im Bonusmaterial darf Mio Hatokai (eine wissenschaftliche Mitarbeiterin) über den Film und die Hintergründe sprechen (ca. neun Minuten). Dazu gibt es noch einen AK. Der Film, der während einer Anzeige gegen Nikkatsu gedreht wurde (die Nikkatsu dann gewann), lässt dies kritisch in den Film einfliessen: Regisseur Tatsumi Kumashiro hat Szenen mit Geschlechtsteilen nicht "normal" zensiert (unkenntlich gemacht), wie das Eirin (jap. Rating/Zensurbehörde) wünscht, sondern z.T. das halbe Bild mit einem schwarzen Balken unkenntlich gemacht. Der Film hat für Nikkatsu Verhältnisse eher wenig Sexszenen, sondern legt mehr Wert auf Story, Ausstattung und Schauspiel.