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Mittwoch, 3. Februar 2021

Lady Snowblood Review

Japanuary 2021

Lady Snowblood

Story:

 

«Lady Snowblood» (Meiko Kaji) übt als Erwachsene Rache an den Killern ihrer Mutter…

 

Meine Meinung:

 

Lady Snowblood gilt als grosser Klassiker des japanischen Rächer-Kinos. Nach Neusichtung muss ich leider feststellen: Lady Snowblood ist total überbewertet und der Titel "Boring Snowblood" wäre der passendere Titel gewesen!

 

Ich bin wirklich erschrocken, wie wenig dieser Film bietet. Lady Snowblood ist total unspektakulär und total lahm. Ich musste zuweilen gar spulen, da so langweilig. Vor allem wenn man unmittelbar vor Sichtung einen solchen Kracher wie Hanzo the Razor: The Snare sah (immerhin gleiches Land und Herstellungsjahr).

 

Zwischen Lady Snowblood und Filmen wie Lone Wolf and Cub, Zatoichi oder Hanzo the Razor bestehen Welten! Hätte Quentin Tarantino den Film nicht als Wichsvorlage gebraucht, würde der Film im Westen kein Schwein interessieren…

 

Im ganzen Film gibt vielleicht 2-3 gute Szenen, mehr nicht. Dazu wird eine 08/15 Story erzählt und es gibt viel zu wenig Action, viel zu wenig Blut, viel zu wenig das bekannte Theme zum Film und die Flashbacks, die Lady Snowblood als Kind bei der Ausbildung zeigen, sorgen dafür, dass sich die unspektakuläre Story noch lahmer als sie es bereits tut anfühlt. Autsch!

 

Fazit: Enttäuschend und wird seinem Ruf nicht gerecht! Daumen drücken, dass die Fortsetzung besser «gealtert ist»…

 

Gefolgt von: Lady Snowblood 2

 

Infos:

 

O: Shurayuki-hime

 

Japan 1973

 

R: Toshiya Fujita

 

D: Meiko Kaji, Toshio Kurosawa, Masaaki Daimon, Miyoko Akaza, Shin'ichi Uchida, Takeo Chii, Noboru Nakaya

 

Laufzeit der deutschen DVD: 96:54 Min.

 

Gesehen am: k.A. / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von REM vor = Digipack im Schuber, Uncut, Jap. mit deutschen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Blu Ray gibt es von: REM (Deutschland), Arrow Video (UK), The Criterion Collection (USA).

Dienstag, 2. Februar 2021

Hanzo the Razor: The Snare Review

Japanuary 2021

Hanzo the Razor: The Snare

Story:

 

Hanzo (Shintarô Katsu) und seine zwei Handlanger stossen auf eine halbnackte Frauenleiche. Schnell führt sie diese zu einem Ort, an welchem illegale Abtreibungen vorgenommen werden. Hanzo recherchiert und kommt politisch ranghohen Männern auf die Spur, die alle Dreck am Stecken haben. Trotz Warnungen und Killern, die auf Hanzo gehetzt werden, hält er an seinem Vorhaben fest, die Hintermänner, egal wie mächtig sie auch sein mögen, zu schnappen…

 

Meine Meinung:

 

Die Fortsetzung zu Hanzo the Razor: The Sword of Justice ist sogar noch besser geworden. Gründe: Hanzo the Razor: The Snare ist actionreicher, aufwändiger, blutiger, bietet mehr Sleaze und die perfekte Mischung aus traditioneller Samurai-Story, Krimi-Story, Sleaze, schwarzem Humor und Exploitation.

 

Der Film ist Teil eins in allen Belangen überlegen! Dem Treiben von Hanzo, grandios verkörpert von Zatoichi-Star Shintarô Katsu, zuzusehen, macht einfach nur Spass! Wer Teil eins bereits mochte, wird die Fortsetzung lieben und schnell ins Herz schliessen. Der Film hat diverse Nebenplots: Aufklärung in einem Todesfall, das zu Fallbringen eines hohen Tieres (Rang, Politiker), das Fangen eines berühmten Diebes und das Duell mit einem Ronin – das alles bietet Hanzo the Razor: The Snare in seinen knapp 90 Minuten Laufzeit. 

 

Es gibt viel nacktes Fleisch, Sleaze und Szenen, die teilweise sogar an die berühmt-berüchtigten Tokugawa Filme erinnern inklusive vielen blutigen Samurai-Kampfszenen à la Lone Wolf and Cub. Der Film wird von allen Beteiligten stark gespielt und der schwarze, tief böse Humor, der immer wieder durchbricht, gibt dem Film das gewisse Etwas, was die Reihe so unterhaltsam und von anderen Film-Reihen dieser Art abhebt (immerhin haben wir es noch immer mit einer Manga-Verfilmung zu tun, was man, speziell in diesem Teil der Reihe, auch deutlich sieht).

 

Fazit: Jedem Samurai- und Exploitation-Fan zu empfehlen! Solche Kracher werden heute leider nicht mehr produziert = früher war alles besser!

 

Gefolgt von: Hanzo the Razor: Who's Got the Gold?

 

Infos:

 

O: Goyôkiba: Kamisori Hanzô jigoku zeme

 

Japan 1973

 

R: Yasuzô Masumura

 

D: Shintarô Katsu, Keiko Aikawa, Kazuko Ineno, Keizô Kanie, Shin Kishida

 

Laufzeit der US-DVD: 88:48 Min.

 

Gesehen am: April 2007 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Siehe Teil eins!

Montag, 1. Februar 2021

Sakuya – The Demon Slayer Review

Japanuary 2021

Sakuya – The Demon Slayer

Story:

 

Sakuya (Nozomi Andô) macht sich zusammen mit dem Kappa-Jungen Taro (Shuichi Yamauchi) auf den Weg, Dämonen (u.a. Shinya Tsukamoto, Keiko Matsuzaka) im Land den Kampf anzusagen…

 

Meine Meinung:

 

Von Sakuya – The Demon Slayer war ich nach dieser 2. Sichtung relativ enttäuscht. Der Fantasy-Film im klassischen Samurai-Setting kommt zwar mit Monstern und Yokai daher, aber die negativen Szenen/Punkte überwiegen leider. Für meinen Geschmack gab es zu wenig Monster, zu wenig Action, zu wenig Fantasy und zu viele Längen.

 

Das ist schade. Da wäre mehr möglich gewesen. Schade ist es auch um einige, jedoch wenige Old School Effekte d.h. mechanische Effekte und Kostüme, die genau nach meinem Geschmack getrickst waren. Das waren die seltenen Highlights des Filmes, z.B. die Spinnen-Monster Gesichter, das Finale mit der Riesen-Spinne (auch wenn CGI Einsatz), die Menschen, deren Köpfe sich zusammenziehen, wenn sie sterben (tolle Effekte à la Under the Skin) oder der Katzen-Dämon in der Episode mit Tetsuo Regisseur Shinya Tsukamoto (die vielleicht besten Szenen des Filmes).

 

Von oben genanntem hätte es definitiv mehr gebraucht. Die dünne Story zieht sich leider wie ein Kaugummi und immer, wenn es cool wird, wird die Action durch lahme Füllszenen wieder ausgebremst. Dies ist sehr schade. Vor allem der kleine (Kappa)Junge und dessen Szenen (viel Kitsch und Gefühlsduselei) sind mir in der 2. Sichtung sauer und nervend aufgestossen. Hätte man alle zugunsten von mehr Action oder einer strafferen Handlung weglassen können.

 

Fazit: Wird wegen den negativen Punkten aus der Sammlung entfernt! Paar wenige coole Effekte reisen das Ruder leider nicht rum…

 

Infos:

 

O: Sakuya: Yôkaiden

 

Japan 2000

 

R: Tomoo Haraguchi

 

D: Nozomi Andô, Shuichi Yamauchi, Kyûsaku Shimada, Keiko Matsuzaka, Moeko Ezawa, Shinya Tsukamoto

 

Laufzeit der deutschen DVD: 87:44 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2011 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die DVD aus Deutschland von I-On New Media vor = Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Deutsch/Jap. mit deutschen Subs. Die Qualität der DVD ist nicht mehr zeitgemäss. Ich habe Filme, die 20-30 Jahre älter sind auf DVD und massiv besser aussehen. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2021).