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Mittwoch, 14. September 2022

In den Krallen der Yakuza Review

In den Krallen der Yakuza

Story:

 

Okoma (Naomi Tani) setzt sich für ihre Kolleginnen ein, nachdem ihr ehemaliger Yakuza-Boss von einer anderen Gang getötet wird und diese die Vorherrschaft übernehmen. Doch dann gerät auch Okoma in die Fänge der Yakuza…

 

Meine Meinung:

 

Aka Rope and Skin. Nikkatsu-Film aus dem Jahr 1979 und Mix aus Erotik, Yakuza, Gamble und wenig blutiger Action mit dem damaligen Super-Star des Genres, Naomi Tani , in der Hauptrolle. Der Film erinnert leicht an Werke wie Sex & Fury und Co. Soll heissen: es wird auch ein Plot erzählt und es gibt auch blutige Action zu sehen.

 

Für meinen Geschmack hätte es jedoch ausgeglichener sein dürfen. Was blutige Messerkampf-Szenen angehen, hat der Film vielleicht gefühlt zwei bis drei tolle und sehenswerte Momente, in denen die fast nackte Naomi Tani eine gute Figur abgibt. Allerdings sind die Szenen im Verhältnis zu den Nackt- und Sex-Szenen dann doch kaum vorhanden, was etwas schade ist.

 

Der Plot ist Mittel zum Zweck. Der Film von Regisseur Shogoro Nishimura nimmt sich jedoch für Hauptfigur Okoma Zeit, so dass deren Schicksal nicht gleichgültig ist. Der Film bietet dann viele altbekannte «Erotik» Szenen à la Nikkatsu: Sex, Rape, Erniedrigungen und S/M- und Bondage Inhalte. Da wird im Grunde nichts Neues geboten. Zum Beispiel gibt es Einläufe (à la Flower & Snake), Zwangsrasuren, etwas Peitschen, Szenen mit Urin oder Eier, die in Körperöffnungen verschwinden (à la Im Reich der Sinne).

 

Das Ganze ist, typisch für das Genre und Herstellungsland, optisch schick eingefangen und so gefilmt, dass nie digitale Zensuren fällig werden, da Geschlechtsteile in Japan tabu sind. Der Film spielt im klassischen Setting. Die Zeit Epoche wurden gut eingefangen, der Plot ist durch die kurze Laufzeit kurzweilig und die Darsteller machen ihren Job gut: Naomi Tani spielt stark und die Bösewichte sind total überzeichnet dargestellt, so dass man das gezeigte, trotz der Menschenverachtung (bzw. Frauenverachtung), kaum ernst nehmen kann.

 

Fazit: Fans von Erotikfilmen der Nikkatsu-Studios greifen zu und Pflichtprogramm für Naomi Tani Fans!

 

Infos:

 

O: Dan Oniroku: Nawa to hada

 

Japan 1979

 

R: Shogoro Nishimura

 

D: Naomi Tani, Junko Miyashita, Yuri Yamashina, Ren Seido, Tatsuya Hamaguchi, Yukiko Tachibana

 

Laufzeit der deutschen DVD: 66:55 Min.

 

Gesehen am: 11.09.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von CineClub vor = Uncut, Bonusfilm auf der Die Nackten und die Bestien DVD, O-Ton, deutsche Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Als Vorlage diente wohl die DVD aus Japan. Eine deutsche Synchronisation gibt es nicht. Auf der CineClub DVD wird der Film In den Klauen der Yakuza genannt. Es scheint keine Blu-Ray zu geben (Stand: Sept. 2022).

Dienstag, 13. September 2022

The Damned Thing Review

The Damned Thing

Story:

 

1981 musste Kevin Reddle mit ansehen, wie sein Vater durchdrehte, seine Mutter tötete, ihn zu töten versuchte um dann von einer unsichtbaren, höheren Macht bestialisch getötet zu werden. Ca. 20 Jahre später: Kevin Reddle (Sean Patrick Flanery), nun örtlicher Sheriff, wird erneut mit der brutalen Macht von dazumal konfrontiert, als es in der Stadt zu mysteriösen Todesfällen kommt und Chaos ausbricht…

 

Meine Meinung:

 

Ich war zum Essen verabredet und hatte noch etwas mehr als eine Stunde Zeit. Was tun? Eine Masters of Horror Folge schauen! Ich entschied mich für The Damned Thing. Die Folge gehört zur 2. Staffel und stammt von Tobe Hooper, dessen Beitrag für die 1. Staffel in meinen Augen massiv enttäuscht hat (Dance of the Dead). Auch The Damned Thing ist alles andere ein Kracher, aber bei weitem nicht so mies wie Dance of the Dead.

 

Würde es sich bei The Damned Thing um eine Einzel-DVD handelt, würde ich sie aus der Sammlung verbannen. Aber die Folge gehört zu einem Set, welches die ganze 2. Staffel beinhaltet = bleibt in der Sammlung bestehen. The Damned Thing ist 08/15 Durchschnitt. Die Episode startet eigentlich ganz gut, aber bietet die 1-2 Highlights gleich zu Beginn (= eine wunderschöne, handgemachte Splatter-Szene).

 

Danach flacht die Episode ab. Zwar gibt es noch mind. zwei weitere Gore-Szenen, aber die können das Niveau der Szene vom Anfang nicht halten. Es gibt auch Längen und zu viel Klischees. Beziehungsprobleme, Wiederholungen, spannungsarm, doofes Ende und Ted Raimis (Harte Ziele, Candyman's Fluch, Intruder, Evil Dead II) Part war auch nicht der Bringer. Hauptsache man hat einen grösseren Genre-Namen dabei, damit man mit ihm werben kann.

 

Fazit: Ohne Ansprüche kurzweilig, aber nichts Besonderes. Tobe Hooper ist irgendwie deutlich überbewertet. Komme immer mehr zum Schluss, dass Blutgericht in Texas ein Glückstreffer war…

 

Infos:

 

O: The Damned Thing

 

USA, Kanada 2005

 

R: Tobe Hooper

 

D: Sean Patrick Flanery, Marisa Coughlan, Alex Ferris, Brendan Fletcher, Ted Raimi

 

Laufzeit der US-DVD: 57:20 Min.

 

Neusichtung am: 06.09.22

 

Fassungen: Siehe Pelts!

Montag, 12. September 2022

Aces Go Places IV Review

Aces Go Places IV

Story:

 

Bösewichte (Ronald Lacey, Onno Boelee, Peter McCaulley) entführen die Frau (Sylvia Chang) von Inspektor Albert (Karl Maka). Dieser und sein Kumpel King Kong (Sam Hui) und dessen Frau (Sally Yeh Chian-Wen) versuchen, sie zu retten…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem enttäuschenden dritten Teil von Tsui Hark übernahm Ringo Lam (Full Contact, Esprit D'amour, Point of No Return, Burning Paradise, School on Fire) das Ruder für die nächste Fortsetzung. Und siehe da: klare Steigerung! Zwar kommt Aces Go Places IV nicht an die ersten zwei Teile (Aces Go Places und Aces Go Places II) heran, aber besser als der Vorgänger ist er allemal.

 

Vor allem am Anfang und Mittelteil ist der Film sehenswert. Insgesamt gibt es mehr Action, weniger nervenden Humor und weniger Längen, vergleichen mit dem 3. Teil. Zwar geht dem Film vor und im Finale auch die Puste aus, aber im Grossen und Ganzen ist das ganze kurzweilig und unterhaltsam. Die Actionszenen bestehen aus Hubschrauber Vs. Boot Action, Auto Verfolgungsjagden, Überfall und Kämpfe in Karl Makas Wohnung und Kung Fu Kämpfe in der Umkleidekabine.

 

Ich würde sagen, dass der Film diesmal mehr Wert auf Kämpfe legt, weniger auf Stunts und Gimmicks wie die Vorgänger. Etwas, was im fünften Teil noch mehr ändern sollte. Ansonsten sind altbekannte Gesichter aus den Vorgängern wieder mit dabei: Samuel Hui (The Last Message), Multitalent Karl Maka (als Presenter, Producer, Screenwriter, Cast), Sylvia Chang (Slaughter in San Francisco), Cyrus Wong Ka-Ming (das Baby), Walter Tso Tat-Wah (Corpse Mania) und Gweilos als Bösewichte.

 

Das klassische Theme aus den Vorgängern ist weniger oft zuhören. Als Gweilos wurden u.a. neuseeländische Personen genommen, da der Film u.a. in mehreren neuseeländischen Städten gedreht wurde. Dies sicher auch, um den Film besser ins Ausland vermarkten zu können. Gastauftritte besorgen Als-Stars wie Roy Chiao (Game of Death II), Sek Kin (Enter the Dragon) oder Kwan Tak-Hing (Magnificent Butcher). Neu ins Team stösst Sally Yeh (Crimson Street), die durchaus zu überzeugen vermag, zumal Sylvia Chang teilweise länger von der Bildfläche verschwindet (da ihre Figur im Film ja entführt wird).

 

Fazit: Wer die Vorgänger mochte, kann bedenkenlos dranbleiben!

 

Gefolgt von: Aces Go Places V

 

Infos:

 

O: Zeoi Gaai Paak Dong Cin Lei Gau Caa Po

 

HK 1986

 

R: Ringo Lam

 

D: Sam Hui, Karl Maka, Ronald Lacey, Onno Boelee, Peter McCaulley, Sek Kin, Kwan Tak-Hing, Walter Tso Tat-Wah, Roy Chiao Hung, Sylvia Chang, Sally Yeh Chian-Wen, Cyrus Wong Ka-Ming

 

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 88 Min.

 

Neusichtung am: 31.08.22

 

Fassungen: Siehe den 1. Teil!