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Freitag, 14. Februar 2025

Kung Fu Rascals

Kung Fu Rascals

Story:

Die Kung Fu Rascals Lao Ze (Troy Fromin), Chen Chow Mein (Steve Wang) und Reepo (Johnnie Saiko) geraten an eine Schatzkarte. Auch böse Mächte wie Raspmutant the Mad Monk (Wyatt Weed) oder Sherriff of Ching Wa County (Les Claypool) sind hinter diesem her und machen es sich zur Aufgabe, die Kung Fu Rascals zu stoppen…

Meine Meinung:

Steve Wang, ursprünglich in Taiwan geboren, dürfte Fans aufgrund seiner Arbeiten in The Guyver und vor allem seinem späteren Drive mit Mark Dacascos ein Begriff sein. Laut dem US-Blu-Ray Label Visual Vengeance, welche Kung Fu Rascals eine Blu-Ray-Weltpremiere spendiert haben, handelt es sich bei Kung Fu Rascals um das Regie-Debüt von Steve Wang. Bevor er den Spielfilm drehte, drehte er bereits eine Kurzversion. Einen Super 8 Film (ca. 34 Minuten), ebenso mit den Titel Kung Fu Rascals.

Ich kaufte den Film, da mir der Trailer gefiel. Ich sah sofort die Detailverliebtheit zum Old School Kung Fu Kino, welches auch Steve Wang zu mögen scheint. Zudem mochte ich seine Arbeit in The Guyver und ich stellte mir den Film in diese Richtung vor, auch wenn laienhafter. Dazu charmante Effekten und Gummimasken und Monster. Der Film kann gut als Hommage ans Old School Kung Fu Genre, an Serien à la Kamen Rider und an japanische Kaiju-Streifen angesehen werden. Die Monster am Ende haben mich an die Daimajin Filme erinnert.

Der Kurzfilm soll angeblich schon in den frühen 80ern realisiert worden sein (à la Bad Taste). Der Spielfilm lässt auf eine Fortsetzung hoffen, welche jedoch nie realisiert wurde. Ich empfand den Film, vor allem in der 1. Hälfte, als relativ lahm. Zudem hat mich der Klamauk nicht abgeholt, auch wenn Dinge wir Urin oder Fürze vorhanden sind. Mit einer Laufzeit von 102 Minuten ist der Film zu lang. Es wurde langweilig. Zudem ist die Qualität (des Bildes, des Ursprungmaterials) doch mehr schlecht als recht. Sehr eigen und gewöhnungsbedürftig.

Ich dachte schon, dass dieser Blindkauf ein totaler Reinfall wäre, als der Film nach und nach und in der 2. Filmhälfte bis zum Ende aufdreht. Die Kostüme, Effekte (der Monster), die Arbeit der Kamera oder die Choreographie der Kampf Szenen lässt das spätere Talent von Steve Wang bereits erahnen. Soll heissen: Längen verschwinden, die Action nimmt zu und als dann am Ende der Wechsel geschieht (vom Kung Fu Film zum Kaiju-Film) hatte ich doch recht Freude. Da trübten mich ggf. falsche Erwartungen. So gebe ich dem Film gerne in Zukunft nochmal eine Chance, mich zu überzeugen. 

Infos:

O: Kung Fu Rascals

USA 1992

R: Steve Wang

D: Troy Fromin, Steve Wang, Johnnie Saiko, Wyatt Weed, Les Claypool

Laufzeit der US-Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 08.12.24

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Visual Vengeance vor = Poster, Schuber, weltweit erste Blu-Ray zum Film (In Englisch mit englischen Subs, VHS-Master), unzählige exklusive Extras wie Audiokommentar, Making of, der Original Super 8 Kurzfilm etc. Region-All-Disc. Die Bildqualität ist aber wirklich nicht toll und am Anfang stark gewöhnungsbedürftig. Das liegt aber auch schlechten Ausgangsmaterial der ursprünglichen Produktion. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).

Donnerstag, 13. Februar 2025

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers

Story:

Eine Gruppe von neuen Krankenschwestern, unter strenger Beobachtung von ihrer Vorgesetzten, erleben im Krankenhaus «feuchtfröhliche Zeiten» mit Patienten und Ex-Freunden, die sich, unter welchen Vorwänden auch immer, vor allem nachts, ins Krankenhaus schleichen oder sich als Patienten ausgeben…

Meine Meinung:

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers ist eine solide aber wenig spektakuläre Nikkatsu-Erotikkomödie im Krankenschwestern-Setting. Ich habe nicht wirklich viele Erotikfilme der Nikkatsu-Studios in der Sammlung. Und ich denke, nach Neusichtungen werden 90% dieser Titel verkauft/entsorgt werden. Mir gefallen eigentlich nur jene Titel, die auch einen Horror, Fantasy, de Sade (Woods Are Wet), Arthouse (Flower & Snake, Exzesse im Folterkeller) oder WIP (Fairy in a Cage) Bezug haben.

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers ist einer von unzähligen Filmen im Krankenschwestern-Setting. So spielt der Film auch vor Ort. Der Film hat mich an die Shaw Brothers Komödie Carry On Doctors and Nurses erinnert, nur mit einer starken Zunahme von Nackt- und Sexszenen. Bei Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers, der auch den Titel Nurse Girl Dorm: Assy Fingers trägt (passt aufgrund der einen Szene auch besser zum Film), handelt es sich um eine harmlose Erotikkomödie. Der Film bietet kaum Plot und mehr eine Aneinanderreihung von Sketchen.

Obwohl der Film Unmengen an nackter Haut und Sexszenen parat hält, ist der Film absolut nicht erotisch. Dies liegt vor allem an der humorvollen Note des Filmes. Das Gezeigte kann nicht ernst genommen werden, es ist übertrieben wie auch das Overacting sämtlichen Figuren. Und die Szenen sind repetitiv. Das heisst das Sehvergnügen ist langweilig, obwohl der Film nur knapp 60 Minuten läuft. Jun Izumi (Curse of the Dog God) spielt die Hauptrolle. Regisseur Yoshihiro Kawasaki hat mind. zwei Erotiktitel gedreht, welche vielleicht mehr meinem Geschmack entsprechen könnten (zudem grossartige Plakate): Hell in a Bottle (1986) sowie Madame de Sade: She Beast in Hell (auch 1986).

Fazit: Kein Kracher, aber Fans der Nikkatsu-Erotikfilme können dennoch einen Blick riskieren!

Infos:

O: Kango joshiryô: Ijiwaru na yubi

Japan 1985

R: Yoshihiro Kawasaki

D: Jun Izumi, Chiaki Kitahara, Yukari Takeshita, Reiichi Ibuki, Yoko Ishido

Laufzeit der US-DVD: Ca. 63 Min.

Gesehen am: Sept. 2014 / Neusichtung: 07.12.14

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Impulse Pictures vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Jap. O-Ton, englische Subs, Booklet. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).