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Montag, 17. November 2025

Maniac Cop


Maniac Cop

Story:

Ein Cop (Robert Z'Dar) bringt Menschen um. Die Bevölkerung sorgt sich. Polizist Frank (Tom Atkins) versucht den Fall zu lösen, während ein anderer Cop (Bruce Campbell) zum Buhmann wird, da falsch verdächtigt, der «Maniac Cop» zu sein…

Meine Meinung:

Einige Regisseure müssen nicht viele Filme realisiert haben, um im Genre-Bereich bekannt zu sein. So einer ist William Lustig. 1980 schlug mit Maniac seine Stunde und an dessen Erfolg konnte er nie mehr anknüpfen (was den Kultstatus angeht, finanziell weiss ich es nicht). William Lustig, der heute ein Label-Chef ist (Blue Underground), hat danach nur noch einige Filme realisiert. Mehrere spielen in New York und/oder befassen sich mit Themen wie der Selbstjustiz. Man merkt es seinen Filmen an, dass er in der Bronx geboren und aufgewachsen ist.

Keiner versteht es, die Gasen und Strassen New Yorks so gekonnt einzufangen, wie er. Nebst Maniac dürfte seine Maniac Cop Trilogie zu den bekanntesten Werken seiner Regie-Karriere zählen. So wie ich das im Kopf habe, ist der 2. Teil mein Favorit. Die Fortsetzungen sah ich aber beide jeweils nur einmal. Maniac Cop macht Spass und er gefällt mir. Man wird anspruchslos gut unterhalten. Die nebligen und dunkeln Schauplätze der Story sind atmosphärisch dicht in Szene gesetzt. Auch die Musik mag ich. Nur schon der Start in den Film finde ich äusserts vielversprechend.

Die 1. Hälfte ist mehr Horror lastig, während die 2. Filmhälfte dann mehr in den Actionbereich gleitet inklusive Stunts (aus dem Fenster fallen), Auto-Crashs und Verfolgungsjagden. Der Maniac Cop agiert hier und da fast wie eine Art, Jason, Michael Myers oder Terminator. Der Cast besteht aus sympathischen und bekannten B-Movie-Namen: Tom Atkins (Lethal Weapon, Two Evil Eyes), Bruce Campbell (The Evil Dead, Evil Dead II), Richard Roundtree (Amityville - A New Generation). Und natürlich Robert Z'Dar (Tango & Cash), der perfekt in die Rolle des irren Cops passt.

Fazit: Für Horror- und B-Actionfans zu empfehlen!

Gefolgt von: Maniac Cop 2

Infos:

O: Maniac Cop

USA 1988

R: William Lustig

D: Tom Atkins, Bruce Campbell, Robert Z'Dar, William Smith, Laurene Landon, Richard Roundtree

Laufzeit der jap. DVD: 85:09 Min.

Gesehen am: März 2010 / Neusichtung am: 13.08.25

Fassungen: Gesehen als jap. DVD von King Records = Uncut, Englischer O-Ton, gute Bild- und Tonqualität. Die DVD wurde am NIFFF von Regisseur William Lustig signiert. Inzwischen gibt es den Film auch Uncut, in Deutsch und auf Blu-Ray (von NSM Records).

Sonntag, 16. November 2025

Weapons


Weapons

Story:

In einer Kleinstadt verschwinden in der gleichen Nacht 17 Kinder aus einer einzigen Schulklasse. Die Polizei (Alden Ehrenreich) ermittelt, die Bewohner (Josh Brolin) sind besorgt und die Lehrerin (Julia Garner) der betroffenen Schulklasse wird angefeindet…

Meine Meinung:

Weapons ist der neuste Film vom Regisseur von Barbarian. Letzterer war «nur» ein Film abrufbar via Streaming. Sein neuster Streich kommt nun in die Kinos. Obwohl mich Barbarian nicht überzeugen konnte (was vor allem an der 2. Filmhälfte lag), freute ich mich ohne Vorurteile auf den Kinobesuch von Weapons. In einem Filmforum schaute ich mir den 2. geposteten Trailer zum Film an. Ich fand den Trailer und dessen Inhalt creepy, stimmungsvoll und vielversprechend. Sonst wusste ich nichts über den Film und dessen Inhalt.

Weapons gefiel mir gut und besser als Barbarian. Der Film war zwar weniger gruselig als erhofft, aber im Grossen und Ganzen war der Film nur schon aufgrund der kreativen und originellen Geschichte fesselnd und interessant. Es handelt sich definitiv nicht um einen 08/15 Inhalt (auch wenn hier und da an andere Filme erinnernd) und wer sich Antworten auf Fragen erhofft, guckt am Ende in die Röhre. Das wird einige Zuschauer stören. Mich störte es nicht. Die Frage ist auch, entdeckt der Zuschauer vielleicht bei der 2. Sichtung neue Details, die zuvor übersehen wurden.

Weapons hatte hier und da Longlegs und Shining Vibes. Der Film war zu keiner Sekunde langweilig, stark gefilmt & stark gespielt, auch wenn ich Julia Garner (Apartment 7A, Wolf Man) nicht mag. Zum Glück gerät sie nach dem 1/4 des Filmes erst Mal in den Hintergrund, denn der Film wird in Kapiteln aus Sicht diverser Figuren erzählt und zu Ende gebracht. Justin Long, schon in Barbarian zu sehen, liefert einen Gastauftritt ab.

Fazit: Zach Cregger ist definitiv ein Name, den es sich zu merken gilt!

Infos:

O: Weapons

USA 2025

R: Zach Cregger

D: Julia Garner, Josh Brolin, June Diane Raphael, Benedict Wong, Austin Abrams, Alden Ehrenreich, Amy Madigan

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 128 Min.

Gesehen am: 07.08.25

Fassungen: In Bern in Englisch mit deutschen Untertiteln und Uncut (ab 16/14) im Kino gesehen. Eine deutsche DVD, Blu-Ray und UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Aug. 2025).

Samstag, 15. November 2025

I Know What You Did Last Summer

I Know What You Did Last Summer

Story:

Eine Gruppe von Jugendlichen wird, nachdem sie vor einem Jahr bei einem Unfall einen «Mord» vertuscht haben, ein Jahr später bedroht und danach von einem Killer dezimiert. Sie finden heraus, dass das in der Vergangenheit bereits geschah (In Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast) und suchen die Überlebenden von damals auf (Freddie Prinze Jr., Jennifer Love Hewitt)…

Meine Meinung:

I Know What You Did Last Summer ist die überraschende Fortsetzung von Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast aus dem Jahr 1997. Wie es scheint, werden die ersten zwei Fortsetzungen ignoriert (und die TV-Serie sowieso). I Know What You Did Last Summer wollte ich mir im Kino ansehen. Dafür habe ich sogar Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast sowie Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast, aufgefrischt. Nur um leider festzustellen, dass der Film vor Ort nicht in Englisch lief. Ich gehe prinzipiell nur Originaltonvorstellungen schauen was zur Folge hatte, dass ich den Film daher gestreamt habe.

Und sogar das hat sich nicht gelohnt. Der Film ist schwach. Da half es auch nichts, mit Jennifer Love Hewitt und Freddie Prinze Jr., die Original-Stars aus den ersten zwei Teilen in den Plot zurückkehren zu lassen. Selbst Sarah Michelle Gellar kehrt für eine besondere Szene zurück, auch wenn sie mir zu unecht, zu künstlich und digital verjüngt dargestellt aussah. Die anderen Figuren sind Figuren aus der Hölle. Uninteressant, nervend, oberflächlich, dem Zuschauer total gleichgültig. Und somit ist der Plot, der nahezu eine 1:1 Nachahmung aus dem Original darstellt, langweilig.

Dazu kommt, dass der Film mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden (ca. 111 Minuten) viel zu lang geraten ist. Den hätte man 80 Minuten kurz halten sollen. So stellen sich Längen ein. Ich empfand den Film weder als spannend noch nostalgisch noch stimmungsvoll. Der Twist im Finale ist auch schwach. Der Film endet offen, soll heissen, es könnte eine weitere Fortsetzung geben. Die Musik ist, wie der Rest des Filmes, uninteressant und trägt nichts zu einer gelungenen Horrorstimmung bei. Die Morde (zwei sogar total blutleer) sind auch nicht speziell erwähnenswert.

Fazit: Unnötige Fortsetzung!

Infos:

O: I Know What You Did Last Summer

USA 2025

R: Jennifer Kaytin Robinson

D: Madelyn Cline, Chase Sui Wonders, Jonah Hauer-King, Tyriq Withers, Sarah Pidgeon, Billy Campbell, Freddie Prinze Jr., Jennifer Love Hewitt

Laufzeit der Originalversion: Ca. 111 Min.

Gesehen am: 05.08.25

Fassungen: Lief in Bern leider nur in Deutsch, so dass ich auf einen Stream ausgewichen bin, um den Film im Originalton schauen zu können. Es ist noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD angekündigt (Stand: Aug. 2025). Aktuell läuft der Film noch im Kino.