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Freitag, 15. Januar 2021

Lone Wolf & Cub Teil 2 – Am Totenfluss Review

Japanuary 2021

Lone Wolf & Cub Teil 2 – Am Totenfluss

Story:

 

Kozure Okami (Tomisaburô Wakayama) und sein Sohn (Akihiro Tomikawa) sind weiterhin auf ihrer Reise. Diesmal bekommen sie es mit weiblichen Ninja-Kämpferinnen und drei Profi-Killern zu tun…

 

Meine Meinung:

 

Die Fortsetzung knüpft ans offene Ende des ersten Filmes an. So sollte es bis zu Teil sechs weitergehen. Wer den ersten Film mochte, wird auch die Fortsetzung lieben. Die minimalistische Story überzeugt durch ein grandioses Schauspiel, durch eine sonderbare Stimmung und wunderschöne Bilder.

 

Der Hauptplot wird zäh erzählt. Dies überrascht aber nicht, da schliesslich noch vier Fortsetzungen folgen werden, die den Plot weitererzählen. Tomisaburô Wakayama, Akihiro Tomikawa und Co. agieren alle ganz wunderbar. Eine Wohltat, einen solch tollen Film sehen zu dürfen! Die Settings sind wunderschön – viel Natur und Outdoor-Aufnahmen begeistern das Auge.

 

Vor allem die Szenen auf dem Schiff oder das Finale in der Wüste sind eine Augenweide! Kozure Okami bekommt es mit weiblichen Kämpferinnen zu tun (1/2 Hälfte des Filmes) und in der 2. Hälfte folgt das Duell gegen die drei-Killer, die allesamt originelle und fiese Waffen tragen, mit denen sie zuvor blutig morden.

 

Wo wir bei blutig sind: der Film ist, wie bereits der Vorgänger, extrem blutig! Ich erinnere mich an keinen Samurai-Film, der blutiger wäre, als die Okami-Reihe. Und das will schon was heissen. Die Effekte sind dazu toll in Szene gesetzt und die Blutfontänen teilweise hübsch übertrieben. Eine Wohltat, solche Effekte nach alter Schule zu sehen (heute leider fast alles CGI).

 

Wer das klassische Samurai-Kino aus Japan mag, sollte sich diesen Kracher (und die ganze Reihe) nicht entgehen lassen!  

 

Gefolgt von: Japango

 

Infos:

 

O: Kozure Ôkami: Sanzu no kawa no ubaguruma

 

Japan 1972

 

R: Kenji Misumi


D: Tomisaburô Wakayama, Kayo Matsuo, Akiji Kobayashi, Minoru Ôki, Shin Kishida, Shogen Nitta, Kanji Ehata

 

Laufzeit der deutschen DVD: 81:07 Min.

 

Gesehen am: Sept. 2006 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Siehe Teil eins!

Donnerstag, 14. Januar 2021

God’s Left Hand, Devil’s Right Hand Review

Japanuary 2021

God’s Left Hand, Devil’s Right Hand

Story:

 

Der kleine Junge Sou (Tsubasa Kobayashi) hat die Gabe, in seinen Träumen per Telepathie zu sehen, was andere tun. Er kommt einem irren Killer (Tomorowo Taguchi) auf die Spur. Durch einen neuen Mord wird Sou auch verletzt, indem eine Wunde des Opfers sich auf ihn «überträgt». Danach liegt Sou im Spital im Koma. Derweil versucht seine ältere Schwester (Asuka Shibuya), die nach wie vor Kontakt zu Sou hat (Telepathie), den Killer zu finden und zu stoppen…

 

Meine Meinung:

 

Die letzte Sichtung von God’s Left Hand, Devil’s Right Hand ist in etwa zehn Jahre her. Damals war ich erstaunt, dass der Film unbekannt ist. Nun, nach zehn Jahren, scheint der Film nach wie vor sehr unbekannt, was ich nach der Neusichtung nicht verstehe:

 

God’s Left Hand, Devil’s Right Hand, eine Comic-Verfilmung eines Kazuo Umezu Comics vom Azumi 2 Regisseur Shûsuke Kaneko, hat auch die 2. Sichtung bestanden und sehr überzeugt. Ich wusste nach der Erstsichtung kaum mehr etwas und wurde erneut positiv überrascht.

 

Zwar handelt es sich um einen Low-Budget Film, doch das kommt dem Film, zumindest nach meinem Geschmack, nicht negativ zu stehen. Der übernatürliche Plot ist im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch und es gibt diverse Märchen-Inhalte. Bei gewissen Szenen fühlte ich mich an andere Horrorklassiker erinnert & zitiert: 

 

Wunde aus dem Traum mitnehmen (A Nightmare on Elm Street), im Koma liegen und via Telepathie kommunizieren (Patrick Still Lives), Buch & Hand (Stephen Kings Es = 1990er Version), Nagelpistole (The Dentist 2) oder «dieser Körper ist zu klein für uns Beide» (Demons). Abgesehen davon gibt es mehrere Szenen, die aus einem Giallo stammen könnten (der «Arzt», dessen Hände und die lange und scharfe Schere = tolle Szene!).

 

Beim Plot sollte der Zuschauer nicht nach Logik suchen. Die Story wird auch nicht vernachlässigt. Durch die Tatsache, dass das ganze optisch anständig und phasenweise stimmungsvoll inszeniert wurde, wird man als Zuschauer gut unterhalten. Der Film ist mehrheitlich ernst, wenn hier und da, durch das derbe Thema und Overacting eine Art schwarzer Humor entstehen. Dies hat dem Film jedoch nicht geschadet.

 

Ein weiteres Plus ist die Tatsache, dass auf praktische (Blut)Effekte gesetzt wurde: der Film ist erstaunlich blutig und es wird zum Glück nicht auf CGI gesetzt (was ja sonst im modernen japanischen Kino oft der Fall ist = und hübsch unecht aussieht). Die Tötungen sind fies, originell und diese hält der Täter in einem Bilderbuch fest (zeichnet er für seine 7jährige Tochter!!!). Interessant ist, dass auch Kinder im Film nicht verschont werden…

 

So haben wir im Cast zwei Kinder als Hauptfiguren: Tsubasa Kobayashi als Sou (Junge im Koma) und Momoko Shimizu spielt die gehbehinderte Tochter des Killers (im Film 7jährig). Bei den Erwachsenen überzeugen ebenso: die niedliche Asuka Shibuya (lieht ihre Stimme für den Animationsfilm Karas: The Prophecy oder wirkte in der Devilman Verfilmung mit) und Tetsuo: The Iron Man Star Tomorowo Taguchi (All Night Long), der ein grandioses Overacting an den Tag legt!

 

Fazit: Für Fans des jap. Horrorfilmes zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Kami no hidarite akuma no migite

 

Japan 2006

 

R: Shûsuke Kaneko

 

D: Reon Kadena, Tsubasa Kobayashi, Ai Maeda, Kunihiko Mikami, Mai Nakajima, Tomorowo Taguchi

 

Laufzeit der US-DVD: Ca. 95 Min.

 

Gesehen am: Dez. 2011 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = wohl seit Veröffentlichung vor ca. zehn Jahren noch immer die einzige Fassung mit englischen Subs zum Jap. O-Ton. Blu-Ray und/oder Fassungen aus Deutschland sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2021).

Mittwoch, 13. Januar 2021

Fudoh: The New Generation Review



Japanuary 2021 / Webmaster mit T. Miike am NIFFF

Fudoh: The New Generation

Story:

 

Teen-Yakuza Boss Riki Fudoh (Shōsuke Tanihara) und seine Teen-Bande (Kenji Takano, Miho Nomoto, Tamaki Kenmochi u.a.) bekämpft heimlich die Pläne seines Vaters (Tōru Minegishi), der vor zehn Jahren Rikis Bruder tötete, um seine eigene Haut zu retten (bzw. der Yakuza in den Arsch zu kriechen). Das Hauptziel: Yakuza Boss Daigen Nohma (Riki Takeuchi). Hilfe bekommt Riki von der sexy Lehrerin Jun Minoru (Marie Jinno) während Rikis Vater Rikis Halbbruder und Ex-Agenten der südkoreanischen Armee, Gon (Satoshi Niizuma), auf Riki hetzt…

 

Meine Meinung:

 

Fudoh: The New Generation war nebst Filmen wie Visitor Q, Full Metal Yakuza, Audition, Dead or Alive oder Ichi the Killer eine meiner ersten Takashi Miike (One Missed Call, First Love, The Great Yokai War, Ley Lines, Rainy Dog, Blade of the Immortal, The Mole Song: Hong Kong Capriccio, Shinjuku Triad Society) Film-Erfahrungen, welche ich damals in der Schulzeit erfahren habe.

 

Fudoh: The New Generation gefällt mir auch heute noch sehr gut. Der Film ist der Start in eine Trilogie und die Story spielt selbstverständlich im Yakuza-Setting. Was den Film von anderen seiner Art abhebt ist der Gewalt-Level, die Verrücktheit und Fantasie, welche in die Umsetzung geflossen sind.

 

Es gibt diverse Tabubrüche und die Idee, eine Kinder- und Jugend-Yakuza Gang zu kreieren, die den Erwachsenen den Krieg erklärt, ist aussergewöhnlich wie die total überdrehte Figurenzeichnung. Der Fan muss sich nicht nur auf Overacting einstellen, sondern auch auf viele komische Gestalten.

 

Überzeichnet trefft es gut. Die Protagonisten könnten direkt aus einem Videospiel oder Comic stammen (mir ist nicht bekannt, ob Fudoh wirklich einen Manga-Ursprung hat) und bieten eine perfekte Mischung für Miike, um zu provozieren (Nacktes Fleisch, Fetisch-Szene, Schulmädchen, Kinder als Killer etc.).

 

Der Film ist actionreich, blutig, kreativ und gut gespielt. Um wirklich zu schocken, dafür ist der Film am Ende bewusst ZU überdreht, so dass dies der Härte viel Intensität raubt. Das gleiche gilt für Effekte, de als solche absolut erkennbar sind. Dazu kommt, dass ein schwarzer Humor vorherrscht (z.B. die von Wrestler Kenji Takano gespielte Figur bietet in seinen Szenen viel Humor).

 

Die Mädels (Miho Nomoto, Tamaki Kenmochi, Marie Jinno) sind bewusst sexy und Fudoh auf ultracool getrimmt. Fudoh selbst war an sich fast die uninteressanteste Figur. Riki Takeuchi, der dazumal in vielen Filmen mitwirkte (Dead or Alive Reihe, Battle Royale 2, LoveDeath), ist nur wenig zu sehen.

 

Interessant fand ich Satoshi Niizuma als Ex-Soldat: er macht einen tollen Job und bringt, im Gegensatz zu Fudoh, mehr Charisma in den Film. Zudem überzeugt er in den Action-Szenen. Er arbeitete auch schon mit Takashi Miike zusammen (Nebenrolle in Ichi the Killer). Für meinen Geschmack spielte er gut. Daher erstaunt es mich, dass er ausser den zwei Filmen mit Miike scheinbar in keinen anderen Filmen zu sehen war. Schade.

 

Fazit: Einer von Miikes besten, Pflichtprogramm! 

 

Gefolgt von: Fudoh 2 - Nohma Strikes Back

 

Infos:

 

O: Gokudô sengokushi: Fudô

 

Japan 1996

 

R: Takashi Miike

 

D: Shōsuke Tanihara, Kenji Takano, Miho Nomoto, Tamaki Kenmochi, Tōru Minegishi, Riki Takeuchi, Marie Jinno, Satoshi Niizuma

 

Laufzeit der US-DVD: 99:14 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock (Deluxe Edition mit vielen Extras) vor = Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, solide Bild- und Tonqualität. Die DVD wurde von Takashi Miike am NIFFF signiert. In Deutschland/Holland Uncut von Mo Asia veröffentlicht worden. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2021).