Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 5. August 2021

Relentless Broken Blade Review




Relentless Broken Blade

Story:

 

Chiu Yi-Han (Chi Kuan-Chun) will sein Schwert niederlegen und nicht mehr kämpfen – er hat genug von der Martial World und zerbricht sein Schwert. Nur kurze Zeit später gibt es ein Todesopfer und die Spuren bringen Chiu Yi-Han ins Spiel. Dieser ist jedoch unschuldig und bekommt Zeit, zusammen mit seinem Gefährten (Addy Sung Gam-Loi), den wahren Täter zu finden…

 

Meine Meinung:

 

Bei Relentless Broken Blade handelt es sich um eine taiwanesische Produktion und um eine Gu Long Verfilmung. Gu Long Geschichten standen oft im Taiwan und Hong Kong Kino Pate. Meist sind es wirre Erzählungen voller Clans, unzähligen Figuren, Nebenplots und Twists. Meist geht es um Intrigen, Liebe, Verrat und eine Mördersuche.

 

Oft sind die Filme gespickt mit bekannten Namen, wunderschönen, abwechslungsreichen Sets und stimmungsvollen Bildern. Oft rate ich, in solchen Filmen nicht krampfhaft zu versuchen, der Story und jedem einzelnen Nebenplot bis in Detail folgen zu wollen (meist auch fast unmöglich), sondern einfach die Action, Kämpfe, Choreographie, die Sets/Bilder und die Gimmicks und fantastischen Elemente zu geniessen.

 

Dann unterhalten diese Filme auch. Zudem gibt es meist einen Helden. Der kämpft einfach gegen das Böse und jede andere Partei kann grundsätzlich Mal als verdächtig und potenziellen Feind angesehen werden. So machen diese Filme dann auch richtig Bock. Auch Relentless Broken Blade. Dessen Story war aber noch irgendwie nachvollziehbar, auch wenn man aufpassen muss, da selbst ab Mitte des Filmes noch immer neue Figuren auftauchen.

 

Die Sets und Aussenaufnahmen aus Taiwans Natur sind wunderschön. Dazu gibt es coole Waffen (Schwert, an dessen Ende eine Hand befestigt ist) und sogar eine Art fast unsterblicher Kung Fu Zombie, der in den Bambus-Wäldern Taiwan sein Unwesen treibt. Die Action-Szenen sind cool, fantasievoll, rasant und schön anzusehen.

 

Für die Action-Szenen zeichnete sich Addy Sung Gam-Loi (0.38) aus, der im Film auch eine der grösseren Nebenrollen spielt. Ihn mag ich, vor allem wenn er in klassischen Eastern mitspielt und auch kämpfen darf (z.B. in Kung Fu from Beyond the Grave oder Two Crippled Heroes). Abgesehen davon warten mehrere Shaw Brothers Stars als Cast auf:

 

Shih Szu (Lady of the Law), Chi Kuan-Chun (Disciples of Shaolin), Lily Li Li-Li (Daggers 8) oder Phillip Ko (The Club). Phillip Ko spielt nur eine kleine Nebenrolle (cooler Kampf gegen Tien Ho) und Chi Kuan-Chun als langhaariger Held war eine willkommene Abwechslung zu seinen ganzen Shaolin-Kämpfer und Kung-Fu-Rollen.

 

Fazit: Jedem Swordplay/Wuxia/Gu-Long Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Duan Jian Wu Qing

 

Taiwan 1979

 

R: Chang Peng-I

 

D: Shih Szu, Chi Kuan-Chun, Lily Li Li-Li, Addy Sung Gam-Loi, Phillip Ko Fei, Tien Ho

 

Laufzeit des Filmes: Ca. 96 Min.

 

Gesehen am: 21.04.21

 

Fassungen: Den Film gibt es offiziell in zwei Fassungen: VHS aus Taiwan von NS (Uncut, O-Ton, Subs aber Vollbild) und als US-VHS (Mandarin, neue englische Subs, Vollbild aber 13 Minuten zensiert = ganzer Anfang soll fehlen). Titel des US-VHS: Lyrical Blades. Es gibt vom Film eine 35mm Widescreen Kopie = O-Ton, englische Subs (nicht abgeschnitten da Widescreen), Uncut, gute Bildqualität! Diese Kopie liegt mehreren Sammlern vor. Ich sah diese bei meinem Kumpel, der gleichzeitig auch das VHS aus Taiwan besitzt. Eine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: April 2021).

Mittwoch, 4. August 2021

Godzilla Review

Godzilla

Story:

 

Nach mysteriösen Zerstörungen und Vorkommnissen in Japan versuchen japanische Wissenschaftler, die Regierung, die Armee und US-Reporter Steve Martin (Raymond Burr) dem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

 

Meine Meinung:

 

Durch ein Forum wurde ich auf diese seltene Fassung zu Godzilla aufmerksam. 1977 erwarb Luigi Cozzi (Demons 6 De Profundis) die Rechte an der veränderten US-Fassung. Doch die Zeit hat sich geändert und s/w Kino war 1977 nicht mehr angesagt. Daher wurde der Film in einem speziellen Verfahren eingefärbt. Der Film, auch bekannt als The Psychedelic Version of Godzilla, Godzilla: The Euro-Trash Version oder Cozzilla ist eine legale Produktion (bestimmt für Italien).

 

Dazu kommt, dass vermutlich Szenen entfernt wurden um dem Film mehr Tempo zu generieren. Cozzi schmückte den Film ausserdem mit Szenen aus anderen Filmen wie The Day the Earth Caught Fire, The Beast from 20,000 Fathoms, The Train (dessen Szenen bei der Zug-Szene hinzugefügt wurden) oder der Godzilla Fortsetzung Godzilla Raids Again.

 

Teilweise wurde wohl noch mehr Extramaterial/Archiv- und/oder Kriegsaufnahmen (z.B. Hiroshima) in den Film geschnitten. Teilweise ergibt das einen krassen Mondo-Faktor (inklusive Ital. Kommentator) der jedoch erstaunlich gut und kurzweilig zu gefallen weiss.

 

Die US-Fassung von Godzilla sah ich nie. Die Szenen mit US-Darsteller Raymond Burr sind nicht wirklich schlimm - erinnern etwas an Richard Harrison und dessen IFD Films and ARTS Produktionen. Raymond Burr starrt hauptsächlich wirr in den Himmel oder hängt am Telefon.

 

Hat man sich erst Mal daran gewöhnt, dass ein Amerikaner und 90% von allen Japanern selbst in Tokyo und Co. Ital. sprechen, kanns losgehen (90% sind in Ital. mit Subs, 10% sind in Jap. ohne Subs). Die "colorierten" Szenen kommen vor allem in den Godzilla- und Zerstörungssequenzen sehr geil zum Tragen. Vor allem dort, wo das Militär scharfes Geschütz einsetzt, wo es brennt und explodiert oder Godzilla mit seinem Feuerstrahl vernichtet. Da passt der Titel The Psychedelic Version of Godzilla perfekt dazu. Die Effekte-Szenen der Filme sind nach wie vor toll anzusehen und jedem Kaiju-Fan absolut zu empfehlen.

 

Die Godzilla Version von Luigi Cozzi ist eine offizielle Fassung, die aber auf VHS und Co. unveröffentlicht ist – schade! Damit reiht sich der Film in andere seltene Filme dieser Art ein: den verschollenen Kaiju Space Monster Wangmagwi aus Südkorea, den Godzilla-Fan-Film Wolfman Vs Godzilla, die Toho-Produktionen Prophecies of Nostradamus oder Half-Human oder die indische Godzilla Variante Gogola und auch HK/Taiwan Produktionen sollen an der Stelle nicht unerwähnt bleiben (The War God, Devil Fighter).

 

Fazit: Diese Version ist optisch interessant (vor allem in den Zerstörungsszenen) und bietet auch aufgrund der sonderbaren neuen Szenen einen Mondo-Faktor. Jedem Kaiju-Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Godzilla

 

Japan, Italien, USA 1977

 

R: Luigi Cozzi, Ishirô Honda, Terry O. Morse, Kurt Neumann, Motoyoshi Oda, Val Guest, Eugène Lourié, Arthur Penn

 

D: Raymond Burr, Mikel Conrad, Akihiko Hirata, Akihiko Hirata, Ren Imaizumi, Paul Frees

 

Laufzeit der Blu-Ray: 92:49 Min.

 

Gesehen am: 19.04.21

 

Fassungen: Mir lag eine US(?)-Blu-Ray vor = kein offizielles Release, gute Bildqualität, in Ital./Jap. (90% Ital., 10% Jap.) mit Subs (englische Subs für Ital. Dialoge), Uncut, einzige mir bekannte Version zu Luigi Cozzis Fassung, die erworben werden kann. Offiziell lief der Film 1977 in den Ital. Kinos und 2017 in Rom (am Fantafestival). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2021).

Dienstag, 3. August 2021

The Machine Girl


Webmaster mit Regisseur Noboru Iguchi am NIFFF

The Machine Girl

Story:

 

Als ihr Bruder durch die Yakuza seinen Tod findet, schwört sie (Minase Yashiro) blutige Rache. Selbst als ihr der Arm amputiert wird, kämpft sie danach gegen die Täter weiter…

 

Meine Meinung:

 

The Machine Girl war 2008 bei Release-Date ein kleiner Hit und wurde von Genre-Fans weltweit heiss erwartet. Der Film hat dazumal eine Art Hype um diese Art-Film ausgelöst. Die Folge waren diverse Nachzügler, die dann leider im Verlauf aber immer billiger wurden. Da kamen Filme wie Mutant Girls Squad, Robo Geisha, Zombie Ass: Toilet of the Dead, Tokyo Gore Police, Vampire Girl vs. Frankenstein Girl, Helldriver, Hard Revenge Milly, Gothic & Lolita Psycho oder Meatball Machine Kodoku.  

 

2008 empfand ich den Film als sehr gut, nahezu als Meisterwerk. Diese Meinung kann ich heute nicht mehr teilen. Dennoch ist der Film gut genug, um in der Sammlung zu bleiben. Ob das für die ganzen The Machine Girl Nachzügler auch gelten wird, ist jedoch eine andere Frage. The Machine Girl, der durch Tokyo Shock Hintermänner (u.a. Christian Alexander Morán) produziert wurde, gefällt vor allem durch die verrückten, skurrilen Waffen und Splatter-Effekte.

 

Cool ist, dass diese (Splattereffekte) aufwändig in Szene gesetzt und vor allem handgemacht sind (dank Yoshihiro Nishimura). Dies ist ein Fakt, den ich in späteren Filmen dieser Art nicht mag: dort wurde das Budget immer kleiner und immer mehr kamen die Effekte aus dem PC. Und das CGI Blut sieht einfach total billig aus – kein Charme, kein NIX. Übertriebes Blutspritzen und Blutfontänen haben im jap. Kino eine lange Tradition – siehe Filme wie Okami – Das Schwert der Rache oder Razor 2: The Snare.

 

Dies wurde in The Machine Girl auf neue Art und Weise übertrieben zelebriert. Vor allem die zweite Filmhälfte hat den Film in dieser Hinsicht (vor der Entsorgung aus der Sammlung) gerettet. Mir missfiel ansonsten der relativ billige Look des Filmes. Die Story ist nichts Besonderes. In der 1. Film-Hälfte gibt es Längen und noch relativ wenig Action/Blut-Spritzen zu sehen. Die Figuren haben mehr genervt (dank Overacting) statt überzeugt, so dass der Film wirklich nur dank den abgefahrenen und kreativen Bluteffekten in der 2. Filmhälfte zu gefallen weiss, welche mir ab und zu ein Schmunzeln entlockt haben.

 

Fazit: Nur für Fans von abgefahrenen, Low-Budget Fetisch (Schulmädchen) und Trash-Splatter-Filmen aus Japan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Kataude mashin gâru

 

Japan, USA 2008

 

R: Noboru Iguchi

 

D: Minase Yashiro, Asami, Kentarô Shimazu, Honoka, Tarô Suwa

 

Laufzeit der US-DVD: 97:08 Min.

 

Gesehen am: Juni 2008 / Review überarbeitet am: 14.04.21

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs. Die DVD wurde mir von Regisseur Noboru Iguchi am NIFFF signiert! Wer eine Blu-Ray möchte sollte zur Ausgabe aus England oder Österreich greifen. In Deutscher Sprache soll es demnächst (ca. Mitte Mai 2021) eine Neuauflage in einer besseren Bildqualität geben, da die Dragon Disc (Österreich) sehr schlecht geworden sein soll.