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Sonntag, 26. Juni 2022

A Sword Renounced Review

A Sword Renounced

Story:

 

Zatoichi (Sing Lung), ein blinder Masseur, Gambler und Schwertkämpfer, erreicht ein Dorf, in dem er sich mit Gangstern (Chen Hung-Lieh, Chiang Tao, Lung Fei etc.) anlegt…

 

Meine Meinung:

 

In den 60ern und 70ern war die jap. Film-Reihe Zatoichi ein Hit. Es gab sogar ein Crossover mit Jimmy Wang Yu als einarmiger Kämpfer in der Co-Produktion Zatoichi and the One-Armed Swordsman im Jahr 1970. Zwei Jahre später schickt Regisseur Larry Tu Chong-Hsun (The Great Hunter, The Lantern Street, A City Called Dragon) einen weiteren «Zatoichi» Beitrag in die Kinos Taiwans.

 

A Sword Renounced aka The Blind-Swordsman's Revenge (On-Screen Titel) hat mir dabei gut gefallen. Es handelt sich selbstverständlich nicht um einen offiziellen Zatoichi-Film sondern um ein taiwanesisches Plagiat. Dabei haben die Filmemacher die japanischen Originale gut imitiert und kopiert (Zatoichi in Dorf, Gamble-Szenen, Massagen, langsamer Aufbau, Martial Arts, die sich zunehmend steigert etc.).

 

Sing Lung, angeblich ein Barkeeper, der einen Zatoichi-Contest gewann (!!!), spielt den blinden Schwertkämpfer mit Bravour. Starke Leistung von ihm. Angeblich gibt es noch weitere «Zatoichi»-Filme aus Taiwan mit ihm, welche ich mir unbedingt auf die Wunschliste setzen werde (The Blind Hero Fighting Evil Wolf, Trust and Brotherhood, The Hunchback). Er gefällt auch in den Kampfszenen.

 

Nebst grossem Zatoichi-Feeling kommen auch Jimmy Wang Yu Vibes vor. Kang Kais Figur zum Beispiel sieht aus wie ein Jimmy Wang Yu Lookalike aus Shaw Brothers Zeiten. Aussehen, Kleidung, Schauspiel, Selbstaufopferung. Auch hier: toll nachgemacht! Und sogar eine fliegende Guillotine kommt vor, und auch in der Hinsicht sind wir wieder bei Jimmy Wang Yu angelangt (Master of the Flying Guillotine).

 

Nebst Sing Lung und Kang Kai sind noch Lung Fei (Kurzauftritt), Chen Pei-Ling (Born Invincible), Chiang Tao (Kämpfer mit der fliegenden Guillotine) und Shaw Brothers Bösewicht Chen Hung-Lieh (On the Waterfront, Midnight Cowgirl, A Taste of Cold Steel) zusehen, wobei dieser den Fiesling gekonnt überzeugend darstellt (und mich hier und da an David Chiang erinnert hat).

 

Fazit: Sowohl für Fans des taiwanesischen 70er Jahre Eastern wie auch für Zatoichi-Fans zu empfehlen!  

 

Infos:

 

O: Mang jian xue di zi

 

Taiwan 1973

 

R: Larry Tu Chong-Hsun

 

D: Sing Lung, Kang Kai, Chen Hung-Lieh, Chen Pei-Ling, Yi Yuan, Chiang Tao, Lung Fei

 

Laufzeit der HK-VCD: 46:40 Min. (1. VCD) / 42:41 Min. (2. VCD).

 

Gesehen am: 26.05.22

 

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Maga Base vor = Solide Bildqualität, Vollbild statt 2.35:1, mieser Ton (Ton Mal leise bis kaum zu hören, dann wieder da), O-Ton vorhanden ohne englische Subs. Die DVD vom Label entspricht dem gleichen Master. In den USA gibt es eine DVD mit englischen Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2022).

Samstag, 25. Juni 2022

Der Turm - Der Dunkle Turm Band 7

Der Turm - Der Dunkle Turm Band 7

Inhalt:

 

Zitat Back-Cover:

 

"Roland Deschain, der letzte Revolvermann, steht endlich vor dem Ziel seiner epischen Reise, dem Turm selbst, dem Zentrum aller Zeiten, der Mitte aller Welten."

 

Meine Meinung:

 

Der vorletzte Band der 8teiligen Roman-Reihe, dem Epos von Stephen King, habe ich, trotz 1000 Seiten, schnell verschlungen. Der Roman ist episch und spannend. Die Qualität hat wieder zugenommen und das grosse Finale toppt die Bänder Nr. 7 & 6. bei weitem. Das Warten aufs Ende der Reise von Roland lohnt sich definitiv!

 

Allgemein ist die "Der Dunkle Turm" Reihe etwas vom Besten, was ich je gelesen habe. Dies daher, da sich viele Gefühle und Emotionen beim Lesen entwickelt haben. Episch, rührend, traurig, mörderisch spannend. Es gibt mehrere Sequenzen, verstreut über die Romane, die im positiven Sinn richtig "reinfahren» und Empfindungen auslösen. Und nur schon deshalb kann ich die ganze Reihe empfehlen.

 

Trotz der 1000 Seiten ging das Lesen flott von statten. Keine Längen. Spannende Passagen. Diesmal geht der Plot relativ zielstrebig voran. Figuren sterben (mehrfach sehr traurig), kehren in einer anderen Form zurück (episch), alte Bekannte tauchen auf (unerwartet und toll geschrieben und erzählt), neue wichtige Figuren werden in den finalen Plot integriert.

 

Offene Fragen werden beantwortet und Links zu anderen Stephen King Filmen tauchen auf. So erinnert die monströse Form von Mordred an das Spinnenwesen aus Es und ein weiteres Geschöpf könnte aus Hellraiser entstammen. Apropos Es: auch Pennywise als Clown und eine Szene, fast 1:1 aus dem Film, tauchen auf. Fand ich cool. Stephen King gibt dazu nach dem Roman noch paar Infos wieder, warum dies so ist oder er selbst auch als Figur im Roman vorkommt. Das entschädigt etwas. Sein Part als Figur ist im 7. Band aber kurzgehalten, worüber ich nicht traurig bin. Dass King auch im echten Leben eine Unfall hatte und dies in den Plot integriert hat, wusste ich nicht.

 

Die Spannung nimmt in mehreren Passagen mehr und mehr zu. Gegen Ende wird es noch zielstrebiger und geht Schlag auf Schlag. Das Finale ist episch, simpel, überraschend, dürfte einige Leser vor den Kopf stossen. Ist es ein Happy End oder nicht? Ich fand das Ende gelungen und nach meinem Geschmack. Es beweis auch Mut, ein solches Ende zu schreiben. Mehr will ich an der Stelle nicht verraten. Obwohl noch ein 8. Band folgte (Wind) kann ich sagen, dass die Geschichte mit Der Turm abgeschlossen wird. Mehr dazu im zukünftigen Review zu Wind

 

Fazit: Die für mich bisher beste Stephen King Arbeit (alle 7 Bänder zusammengefasst)!

 

Gefolgt von: Wind - Der Dunkle Turm Band 8

 

Vorgeschichte:

 

Schwarz - Der Dunkle Turm Band 1

 

Drei - Der Dunkle Turm Band 2

 

tot. - Der Dunkle Turm Band 3

 

Glas - Der Dunkle Turm Band 4

 

Wolfsmond - Der Dunkle Turm Band 5

 

Susannah - Der Dunkle Turm Band 6

 

Infos:

 

In Deutschland erschienen: Ja

 

Sprache: Deutsch

 

Verlag: Heyne

 

Anzahl Seiten: 1009 Seiten

 

Roman/Sachbuch: Roman / Band-Reihe (Acht Bände)

 

Art: Taschenbuch

 

Autoren: Stephen King

 

Erschienen: 04/2006 (8. Auflage)

Freitag, 24. Juni 2022

Der Schwarze Tag des Widders Review

Der Schwarze Tag des Widders

Story:

 

Reporter Andrea (Franco Nero) versucht eine Mordserie aufzuklären, während auch er in den Kreis der Verdächtigen aufgenommen wird (von der Polizei)…

 

Meine Meinung:

 

Leider hat mir Der Schwarze Tag des Widders nicht gefallen. Fast ein Totalausfall und auf jeden Fall eine grosse Enttäuschung, vor allem wenn bedacht wird, dass Star Franco Nero (Ein Bürger setzt sich zur Wehr) die Hauptrolle spielt und Ennio Morricone (Mafian Kosto) die Musik besorgte. Von einem richtigen Giallo ist der Film auch weit entfernt.

 

Der Schwarze Tag des Widders ist in meinen Augen ein lahmer Paranoia-Krimi, dessen Plot sich relativ gemächlich, unspektakulär und überraschungsarm über die Laufzeit verteilt. Dem Film gelang es nicht, mich zu unterhalten, zu erfreuen oder zu fesseln. Eine richtige Spannung war nie vorhanden und ich empfand das Gezeigte als gleichgültig und teilweise schon fast nervend.

 

Franco Nero ist zwar in seinem Element, wird aber von einem schwachen Drehbuch im Stich gelassen. Die anderen Figuren sind nicht der Rede wert. Von Pamela Tiffin z.B. hätte ich gerne mehr gesehen («das blonde Gift»), aber diesbezüglich ist der Film sehr harmlos. Kaum Sex, kaum nackte Haut, kaum Sleaze/Schmuddel und kaum Gewalt. Könnte heutzutage sogar mit einer FSK12 durchgehen…

 

Der Film ist zwar zuweilen optisch stimmungsvoll in Szene gesetzt und interessant gefilmt, aber wenn sämtliche anderen Elemente versagen, hilft auch das nicht, das Runder gerade zu rücken. Selbst die Musik von Ennio Morricone fand ich wenig erwähnenswert. Der Film war in meinem Auge einfach eins: eine absolute Schlaftablette und total langweilig.

 

Schade um die Namen im Film und für mich wenig überraschend, dass Luigi Bazzoni nur wenige Filme als Regisseur realisiert hat…

 

Infos:

 

O: Giornata nera per l'ariete

 

Italien 1971

 

R: Luigi Bazzoni

 

D: Franco Nero, Pamela Tiffin,

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 92:42 Min.

 

Gesehen am: 22.05.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von filmArt vor = Wendecover, Uncut, Deutscher Ton. Die Synchro ist gelungen. Englisch/Ital. sind nicht auf der Disc. Die Bildqualität ist hervorragend. Als Extras gibt es u.a. ein Booklet.