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Donnerstag, 28. September 2023

The Expendables 4

 

The Expendables 4

Story:

Bei einer Mission der Söldner-Truppe Expendables wird Barney (Sylvester Stallone) getötet. Christmas (Jason Statham) wird aus dem Team ausgeschlossen, da er einen Befehl missachtet hat. Das Team (50 Cent, Dolph Lundgren, Megan Fox, Randy Couture, Jacob Scipio, Levy Tran) ist nun hinter dem Mörder von Barney (Iko Uwais) her, Christmas ebenso…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der Expendables-Reihe flog damals gleich nach der 1. Sichtung aus der Sammlung bzw. wurde nicht in diese integriert. Würde der vierte Teil wieder besser werden? Leider nein! Ich hörte vor dem Kinostart viel Schlechtes. Trotz angepasster Erwartungen muss ich eingestehen, dass The Expendables 4 wirklich in jeder Hinsicht grottenschlecht geworden ist. Der Film vom Hidden Strike Regisseur kann getrost links liegen gelassen werden.  Warum man immer wieder solche unbekannten No-Names als Regisseure verpflichtet, ist für mich unverständlich.

Mein Fazit zur Pause (in der Schweiz laufen Filme, je nach Kino, mit Pause) lautete:

«Erbärmlich, peinlich, in jeder Hinsicht grottenschlecht, zum Fremdschämen, Katastrophe»

Die 2. Hälfte des Filmes ist minim weniger schlecht, aber alles in allem auch nicht wirklich gut. The Expendables 4 ist eine Fortsetzung, auf die die Welt nicht gewartet hat. Völlig unnötig. Der schwache Start an den Kinokassen gibt mir Recht – R-Rating hin oder her (der 3. Teil bekam ja nur ein PG-13 Rating, was viele der Fans kritisiert haben). Na ja, so richtig viel Derbes gibt es in The Expendables 4 nicht zu sehen. Ein-zwei CGI-Blutmomente, paar Schimpfwörter (Fuck), sexuelle Themen (Golden Shower Witze) und die Nippel der Megan Fox waren wohl die Gründe für die R-Freigabe. Also, alles halb so wild. 

Der Plot ist an sich ok und die Zeit geht mehr oder weniger vorbei. Ex- Expendables sind nicht mehr dabei: Jet Li, Wesley Snipes, Antonio Banderas oder Terry Crews (kein Verlust). Jason Statham bekommt hier die meisten Szenen zu sehn. Sylvester Stallone hat eine kleine Nebenrolle und Dolph Lundgren wird total verschenkt. Die restlichen Neuzugänge um 50 Cent (sogar einer seiner Songs ist im Film zu hören), Megan Fox (sieht, wohl verunstaltet durch Schönheitsoperationen und Botox, wie ein Roboter aus, hässlich) oder Jacob Scipio (Humor zum Fremdschämen) sind allesamt schlecht und den Vorgängern der Reihe unwürdig. Dialoge und Humor zum Fremdschämen…

Zudem mag ich es nicht, wenn sich «Sänger» (50 Cent) als Schauspieler versuchen. Es gibt natürlich positive Ausnahmen, z.B. Canto-Pop-Sänger Andy Lau (Magic Crystal), der eine grossartige Film-Karriere dargelegt hat. Oder Grössen wie Alice Cooper in Die Fürsten der Dunkelheit oder Meat Loaf in Dario Argentos Pelts. Aber im Grossen und Ganzen bin ich davon kein Fan. Vor allem nicht, wenn es Rapper sind. 

Wo ich vor der Sichtung Hoffnungen hatte waren die Auftritte der asiatischen Stars wie Tony Jaa (Tom Yum Goong), Iko Uwais (The Raid) oder Dan Chupong (Born to Fight). Doch dank der miesen Action-Darstellung bleiben diese weit hinter ihren Möglichkeiten. Es gibt keine einzige gute Action-Szene. Furchtbares CGI, praktisch ein Greenscreen-Bild nach dem anderen, schlechte, miese, viel zu nahe dran und unübersichtliche Kameraführung zerstören praktisch jede Action-Szene. Die Verantwortlichen hätte man eigentlich feuern sollen. Im Grunde ist das Arbeitsverweigerung. Wer mag denn bitte solche CGI-Effekte und solche Action-Szenen?

Fazit: Schlecht, schlechter, The Expendables 4Sollte jemals ein 5. Teil kommen, wird der definitiv nicht mehr geschaut werden…

Infos:

O: Expend4bles

USA 2023

R: Scott Waugh

D: Sylvester Stallone, Jason Statham, 50 Cent, Dolph Lundgren, Megan Fox, Tony Jaa, Iko Uwais, Randy Couture, Jacob Scipio, Levy Tran, Dan Chupong

Laufzeit der Schweizer Kinofassung: Ca. 103 Min.

Gesehen am: 22.09.23

Fassungen: Im Schweizer Kino gesehen = Uncut, O-Ton, englische Subs, Freigabe 16/14. In Deutschland läuft der Film ab 18 Jahren (der Film ist so dumm, der hätte auch locker ne FSK12 bekommen können). Die deutsche Blu-Ray soll am 02.12.23 erscheinen.

Mittwoch, 27. September 2023

The Expendables 3

The Expendables 3

Story:

Barney Ross (Sylvester Stallone), Anführer der Expendables, bekommt es mit einem ehemaligen Mitglied seiner Bande zu tun: Stonebanks (Mel Gibson). Um ihn zu schnappen wird ein neues Team (Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz) zusammengestellt. Doch damit hat Barney keinen Erfolg. Stonebanks kann entkommen und Barneys Team gefangengenommen. Barney und sein altes Team (Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li) plus neue Mitglieder und alte Bekannte (u.a. Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger) schicken sich nun an, Stonebanks zu beseitigen und die jungen Kollegen zu retten…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der bisher gesamthaften doch eher durchschnittlichen The Expendables Reihe (nur der 2. Teil ist noch in der Sammlung) ist der bis dato schlechteste Teil der Reihe und nicht mehr empfehlenswert! Der Film von Patrick Hughes bietet dem Zuschauer nicht mehr das, wofür die Reihe eigentlich Mal stehen sollte (Anlehnung an die US-80er Jahre Actionfilme) und enttäuscht auf ganzer Linie! Der dritte Teil wird nicht in die Sammlung integriert und ist in Sachen Action, Abwechslung / Story, Screen-Time der Stars, coole Sprüche (es gibt im Ganzen nur einen wirklich coolen Dialog), Gewaltlevel und Effekte schlechter als seine beiden Vorgänger (The Expendables und The Expendables 2).

Die Laufzeit ist zu lang, die Story und einige Wendungen oder Vorgehensweisen der Figuren absolut unlogisch, das Einbringen der neuen, jungen 08/15 Expendables ein grosses Desaster während die alten Stars kaum zu sehen sind (Dolph Lundgren z.B.). Jason Statham (The Meg) bekommt auch weniger Actionszenen und Jet Li (The One) kommt nur am Ende ca. fünf Minuten zum Einsatz, nachdem er bereits im Vorgänger kaum zu sehen war. Sehr schade! Harrison Ford war okay, Wesley Snipes (Blade) auch aber Antonio Banderas (Assassins – Die Killer) hat mit seinem Klamauk extrem genervt (Film ist so oder so viel zu zahm, harmlos und pseudo lustig). Aus der Negativität ragt nur Mel Gibson (Lethal Weapon) als Bösewicht heraus. Ordentlich, solide.

Dank der PG-Rating Freigabe, um mehr Zuschauer in die Kinos zu locken, darf nicht auf blutige Action gehofft werden. Diese gibt es schlicht nicht. Die Actionszenen am Anfang und Mittelteil waren allesamt schlecht, langweilig und total billig in Szene gesetzt. Die Effekte (vor allem das viele CGI) sind nochmals verschlechtert worden im Vergleich zu den Vorgängern und konkurrieren schon mit den alten The Asylum Produktionen. Nur im langen Finale ist die Action besser inszeniert, aber um ehrlich zu sein, auch alles andere als grandios: es gibt kaum Abwechslung, kaum Kämpfe, unblutige Shoot-Outs.

Fazit: Der bisher schlechteste «Expendables»!

Gefolgt von: The Expendables 4

Infos:

O: The Expendables 3

USA, Frankreich 2014

R: Patrick Hughes

D: Sylvester Stallone, Mel Gibson, Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz, Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li, Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der deutschen: DVD: 126:13 Min.

Gesehen am: 2015

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche UT vorhanden. Gibt es natürlich auch auf Blu-Ray. DVD schon lange entsorgt/verkauft, da mir Film nicht gefallen hat.

Dienstag, 26. September 2023

Dead Zone – Das Attentat

Dead Zone – Das Attentat

Inhalt:

"Nach einem Unfall gerät der kleine Johnny Smith für einen schrecklichen Augenblick lang zum ersten Mal in die Nähe der Todeszone. Als Lehrer in einer kleinen Schule wird er seiner unheimlichen Fähigkeit bewusst, und wieder führt ihn ein schwerer Unfall in den Bann der Todeszone. Als er nach vielen Jahren aus dem Koma erwacht, spürt er eine Macht in sich, die ihn zum Herrn über Leben und Tod macht – eine Macht, die ihn zugleich die Zukunft offenbart. Und was er da sieht, erschreckt ihn so sehr, dass er auch vor der letzten tödlichen Konsequenz nicht mehr zurückschreckt…"

Meine Meinung:

Dead Zone – Das Attentat bekam ich, wie zuletzt Menschenjagd, vom Kollegen geliehen und habe die 558 Seiten praktisch in meinen vier letzten Nächten (ich arbeite als Nachtwache in einem Pflegeheim) durchgelesen. Ich kenne den Film (The Dead Zone) mit Christopher Walken von David Cronenberg und ich fand es höchst interessant, den Film (oder zumindest das, was ich davon noch weiss) mit dem Roman zu vergleichen. Ich empfand den Roman, auch wenn ich wusste, was passiert, als sehr spannend, gelungen und fesselnd.

Ich mag Szenarien, in welchen Protagonisten ggf. in die Zukunft sehen können und/oder diese beeinflussen können. Vor allem wie das Umfeld darauf reagiert, finde ich im Roman besonders realistisch und glaubhaft dargestellt. Vor allem dann, wenn sich die Vorahnungen von Johnny als korrekt entpuppen. Die Momente haben positive Emotionen in mir geweckt. Ich hatte Freude. Der Plot hat auch andere Emotionen ausgelöst: Mitgefühl. Ist es nicht grausam, dass Johnny und seine Sarah, beide in tiefer Liebe, auf so brutale Art und Weise getrennt werden?

Als Pfleger fand ich auch die medizinischen Aspekte und das Spital als Setting interessant. Oder die Folgen des Unfalls und Koma auf Johnnys weitere Leben. Und hier und da gibt es, wie oft bei Stephen King, eine toll eingefangene Kleinstadt-Stimmung zu entdecken, z.B. im Castle Rock Serienkiller-Sub-Plot. Den fand ich ganz toll und auch sehr stimmig mit dem Schnee. Und die Tatsachen sind realistisch (Trauma in der Kindheit durch die Mutter, die den Sohn später zum sexuell motivierten Serienkiller machen). Robert K. Ressler, der für das FBI Massenmörder jagte (Ich jagte Hannibal Lecter), wäre stolz auf die im Roman erwähnten Beschreibungen.

Ich war erstaunt, wie viel die Inhaltsangabe des Romanes bereits verrät – das nimmt eigentlich Spannung für jene, welche z.B. den Film noch nicht kennen. Die politischen Dinge waren vielleicht die schwächsten Momente des Romans. Das Ende ist sicherlich Geschmackssache. Paar Details, welche auch im Film korrekt verfilmt wurden, wusste ich nicht mehr. Erst durch den Roman tauchten diese Bilder wieder im Kopf auf (z.B. die Szene mit dem Baby im Finale). Die Story um das Attentat nimmt übrigens vom Umfang am wenigsten Zeit in Anspruch. Störte mich nicht. Ich mochte etliche der Nebenfiguren: Sarah, Johnnys Vater Herb, Johnnys Arzt Sam oder Chucks Vater wie auch der Cop aus Castle Rock oder Stillsons Weg zum Aufstieg (wie er z.B. den Jungen «verhört» war extrem amüsant und unterhaltsam beschrieben worden).

Fazit: Sehr solide, sehr lesenswert! Wer den Film mochte, sollte sich den Roman nicht entgehen lassen!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 558

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: Deutsche Erstausgabe 1994