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Mittwoch, 12. Juni 2024

Thank You, Sir

Thank You, Sir

Story:

Diverse Kadeten (u.a. Chan Kwok-Pong, Nick Cheung Ka-Fai) durchlaufen die Polizeischule unter dem wachsamen Auge ihres Mentors (Danny Lee), der alles Mögliche unternimmt, um die Jungs durch die Ausbildung zu bekommen.

Meine Meinung:

Thank You, Sir war ein Geschenk eines Film-Dealers aus Hong Kong aus früheren Zeiten. Damals viel aus der Quelle bezogen, so gab es doch hier und da gratis eine VCD mitgeschickt. Und einer dieser Filme war Thank You, Sir. Ein Film, von welchem ich zuvor nie was hörte und den ich mir auch nicht gekauft hätte. Thank You, Sir wird nach der Sichtung auch nicht in die Filmsammlung integriert.

Der Film ist nämlich wirklich nur ein zahmer, harmloser Ausbildungs- und Propaganda-Film für die HKer Polizei. Es gibt keine einzige Action-Szene = für mich also nur wenig interessant. Kein Vergleich zu Filmen wie die Shaw Brothers Produktion Police Force, den sehenswerten Erstlingsfilm The Inspector Wears Skirts und selbst der mässige, aus der Sammlung verbannte First Option war im Vergleich der doch bessere Film.

Thank You, Sir ist gut gespielt und hat das Herz am rechten Fleck. Auf Klamauk wird verzichtet und es gibt auch einige dramatische Momente. Aber ich schaue diese HK-Filme vor allem aufgrund der Stars und den Action-Szenen - egal ob moderne (Family Honor, Beast Cops) oder klassische Settings (The Buddhist Fist, Die Rückkehr im Schatten des Adlers). Aber solche Filme, die keine einzige Actionszene bieten, sind nicht wirklich für mich geschaffen. Ich sage also nicht, dass der Film schlecht ist, aber es ist kein Inhalt, den ich mag.

Nebst Danny Lee (Law with Two Phases), der seine Karriere bei den Shaw Brothers begann und später oft als Cop zu sehen war, sind Namen wie Parkman Wong Pak-Man (Shoot to Kill) oder Shing Fui-On (Ghost for Sale) in Nebenrollen zu sehen. Nick Cheung Ka-Fai (Keeper of Darkness) in einer seiner ersten Rollen. Das Hauptaugenmerk sind die Kadeten, weniger Danny Lee und Co. Er kommt zwar immer Mal wieder vor, spielt aber mehr eine grössere Nebenrolle. Darstellerisch haben mich alle bis auf Shing Fui-On überzeugt. Danny Lee hat den Film auch produziert und Parkman Wong als Drehbuchautor fungiert. Regie führte Ivan Lai (Daughter of Darkness), der damit, zumindest laut der hkmdb, sein Debüt als Regisseur ablieferte.

Fazit: Wer Polizei- und Ausbildungsfilme und Danny Lee mag, kann einen Blick riskieren. Sonst eher lahm und uninteressant.

Infos:

O: Zhuang zhi xiong xin

HK 1989

R: Ivan Lai

D: Danny Lee, Chan Kwok-Pong, Nick Cheung Ka-Fai, Alan Ng Siu-Hung, Joan Tong Lai-Kau, Shing Fui-On, Parkman Wong Pak-Man

Laufzeit der HK-VCD: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 05.04.24

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Mega Star vor = Solide Bildqualität, Mandarin oder Kantonesisch (O-Ton), wahrscheinlich Uncut und keine Subs. Die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star hat englische Subs. Es gibt keine Blu-Ray, keine UHD und keine deutsche Fassung (Stand: April 2024).

Dienstag, 11. Juni 2024

Phantom War

Phantom War

Story:

Yin (Yammie Lam Kit-Ying), die zusammen mit ihrem Mann Nan (Ben Ng Ngai-Cheung) in Vietnam kämpfte, geraten in London zwischen die Fronten von Gangstern (u.a. Alex Man). Und ein alter Erzfeind aus Vietnam-Zeiten (Phillip Ko Fei) mischt auch noch mit…

Meine Meinung:

Phantom War ist ein relativ durchschnittlicher Low-Budget Actionfilm aus Hong Kong. Kein unbedingter Must See oder Must Have Titel, aber auch nicht schlecht. Der Film des Regie-Gespannes Cindy Chow Fung und Simon Yeung Siu Gwong ist einer jener Filme, die es nicht ins DVD-Zeitalter geschafft haben. Wie so viele andere Filme aus Hong Kong (oder Taiwan) auch. Es handelt sich um eine Regent Film Limited Produktion und aus dieser stammen auch viele andere ähnliche Actionfilme mit Phillip Ko Fei (Final Run, Fatal Termination, The Cyprus Tigers).

Phillip Ko Fei (Profile in Anger) hat zudem mehrfach mit Cindy Chow Fung (Hard to Kill) und Simon Yeung Siu Gwong (Fatal Chase) zusammengearbeitet und Phantom War auch produziert. Die meisten genannten Filme finde ich qualitativ besser als Phantom War. Phantom War überzeugt in zwei Punkten: seinem Unterhaltungswert und der vielen und abwechslungsreichen Action. Aber der Rest ist halt ziemlich uninteressant: kaum fesselnder Plot, die ewigen Kriegs-Flashbacks, billige, unpassende Musik und Phillip Ko Fei und vor allem auch Alex Man haben schon deutlich besser gespielt. Immerhin das London-Setting ist Mal was Neues.

Auch der restliche Cast vermag nicht sonderlich zu überzeugen. Yammie Lam Kit-Ying macht zumindest in den Kampfszenen eine gute Figur. Schade, dass der Fokus mehr auf ihrem Film-Ehemann liegt. Und Lau Siu-Min (The Butterfly Murders) als Gangster-Boss fand ich ganz übel. Sehr schlechtes Schauspiel. Null Charisma oder Ausstrahlung. Schade. Die Actionszenen oder Effekte (Enthauptung, blutige Shoot-Outs) kommen durch die sehr durchschnittlich und teilweise auch viel zu dunkle Bildqualität kaum zur Geltung. Da würde ein restauriertes Master Abhilfe schaffen und den Film zumindest in den Actionmomenten aufwerten.

Fazit: Solider Durchschnitt mit viel harter Action.

Infos:

O: Ying lun yuet jin

HK 1991

R: Cindy Chow Fung, Simon Yeung Siu Gwong

D: Yammie Lam Kit-Ying, Ben Ng Ngai-Cheung, Alex Man, Phillip Ko Fei

Laufzeit der kanadischen LD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 05.04.24

Fassungen: Mir lag die kanadische LD von Eternity Video & Film Inc. vor (in den USA von World Video vertrieben) = durchschnittliche Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs (für 90% der Dialoge), Uncut. Dürfte inhaltsgleich sein mit der HK-LD von Mei Ah. Alternativen: HK-VCD von WorldTrade Entertainment (Canto/Mandarin mit englischen Subs), HK-VCD von Mei Ah, VHS aus Südkorea (Audio und Subs unbekannt). Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray, keine UHD und auch keine deutsche Fassung (Stand: April 2024).

Montag, 10. Juni 2024

Shaolin Mantis

Shaolin Mantis

Story:

Wai Fung (David Chiang) wird im Auftrag der Regierung in einen Haushalt geschickt, in welchem Rebellen vermutet werden. Dort lernt er Tien Gi Gi (Cecilia Wong Hang-Sau) kennen und beide verlieben sich. Wai Fung und Tien Gi Gi heiraten. Später eskaliert die Situation, als Tien Gi Gis Grossvater Master Tien (Lau Kar-Wing) Wai Fung aufgrund der Tatsache, dass er in ihm einen Spion vermutet, verletzt. Dabei kommt Tien Gi Gi zu Tode. Wai Fung kann entkommen und schwört Rache…

Meine Meinung:

Shaolin Mantis hat die Neusichtung bestanden. Die Shaw-Brothers Produktion hat mich nach wie vor sehr unterhalten und begeistert. Der Film von Lau Kar-Leung (Challenge of the Masters), der zusammen mit Wilson Tong (The Treasure Hunters) auch für die absolut spektakuläre Kampf-Choreographie zuständig war, überzeugt vor allem durch seine diversen Kampfstile, die grosse Anzahl an Actionszenen und den Stars, die darin zu überzeugen vermögen.

Der Plot ist simpel und auch mit Dramatik wird nicht gespart. Nur das Ende fand ich irgendwie etwas blöd. Cool fand ich, dass sich David Chiangs Figur die neue Kampftechnik selbst beibringt und er nicht von einem Meister trainiert wird. Ein kleiner, aber feiner Unterschied zum Sonstigen 08/15 Meister-Schüler-Rache-Plot. Die Aufnahmen der Insekten sprich Königsanbeterinnen waren originell und haben an Filme wie Phenomena erinnert, der auch Grossaufnahmen von Insekten beinhaltet.

Action-Fans kommen vor allem zu Beginn und ab dem Mittteilteil bis zum Ende voll auf ihre Kosten. Im ersten Viertel gibt es danach viel Handlung: wie sich David Chiang in die Familie einverleibt, wie sie sich verlieben, die Heirat, der Verrat. Das braucht etwas Zeit und in dieser wird kaum gekämpft und es gibt naiven Humor zu sehen. Das wird nicht allen gefallen wobei der Humor nicht an sonstigen HK-Slapstick oder Klamauk erinnert. Es wird mit verschiedenen Waffen aber auch von Hand zu Hand gekämpft. Spektakel ist garantiert. Vor allem im langen und sehenswerten Finale.

Der Cast ist eine Wucht, bis in die Nebenrollen und Gastauftritte. David Chiang (The One Armed Swordsmen), Lau Kar-Wing (Scared Stiff) und Cecilia Wong Hang-Sau (The Young Avenger) überzeugen in den Hauptrollen. Als weitere Familienmitglieder sind Wilson Tong, Norman Tsui (Das Todesduell der Shaolin) sowie Lily Li (The Greatest Eight Kinds of Kung Fu) zu sehen. Davon überzeugt am meisten Wilson Tong in den Kampfszenen gefolgt von Lily Li. Gordon Liu (The 36th Chamber of Shaolin) bekommt nur einen Gastauftritt spendiert. Seine Rolle ist unverkennbar: ein glatzköpfiger Shaolin-Mönch, der David Chiangs Figur zu einem Testkampf auffordert.

Fazit: Eine der besten Shaw Brothers Produktionen und Pflichtprogramm für jeden Shaw Brothers Fan!

Infos:

O: Tang Lang

HK 1978

R: Liu Chia-Liang

D: David Chiang, Lau Kar-Wing, Cecilia Wong Hang-Sau, Lily Li, Wilson Tong, Gordon Liu, Norman Tsui,

Laufzeit der HK-DVD: 95:46 Min.

Gesehen am: März 2010 / Neusichtung am: Juni 2024

Fassungen: Mir lag die von Gordon Liu im Jahr 2011 in Amsterdam signierte HK-DVD von IVL vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt weder eine deutsche Fassung, noch eine Blu-Ray noch eine UHD (Stand: April 2024).