Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 6. November 2025

Mr. Merceds

Mr. Merceds

Inhalt:

«Ein Mercedes S 600 rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer; der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske; das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an.»

Meine Meinung:

Mr. Mercedes ist Stephen Kings Auftakt in der «Bill-Hodges-Serie» und stellt den «1. Band» dar. «Finderlohn» ist die Fortsetzung und der eigentliche Plot mit «Mr. Mercedes» endet erst in «Mind Control» (à la Patrick lebt). Die Buch-Reihe wurde als Mr. Mercedes als Serie verfilmt. Drei Staffeln. Die Serie sah ich mir an und mochte vor allem die 1. Staffel. Daher holte ich mir auch den Roman. Zum Vergleichen. In dem Roman kommt in der 2. Hälfte auch Holly vor, die Stephen King danach auch in Der Outsider einbaute. In Holly, einem Roman den ich als nächstes lesen werde, bekommt sie sogar ihre ganz eigene Geschichte als Hauptperson.

Mr. Mercedes hat mir auch als Roman gut gefallen. Die Serie wurde, um es auf eine ganze Staffel zu bringen, hier und da erweitert. Bill hat in der Serie nicht nur Jerome und Holly an seiner Seite, sondern auch eine Nachbarin. In der Serie hat er ein Haustier (Schildkröte), im Roman nicht. Desweitern bekommen auch Bradys Arbeitskollegen mehr Zeit in der Serie. Alles in allem wurde die Serie gut mit fiktiven Momenten aufgepeppt, die gut zum eigentlichen Plot passen. Das einzige Detail, welches in der Serie stört, war die Tatsache, dass Bill deutlich mehr ein selbst bemitleidender Alkoholiker ist, als er das im Roman ist. Schön zu sehen, dass das im Roman kaum eine Rolle spielt. Und das Finale (der Ort, wo es stattfindet), wurde für die Serie angepasst. 

Wer gerne Krimis und Thriller liest, die realistisch inszeniert sind (hier mehr True-Crime und Terroranschläge-Vibes), jedoch mit z.T. speziellen Figuren aus dem Stephen King Universum, wird mit Mr. Mercedes eine kurzweilige und spannende Lektüre vorfinden. Ob sich die Fortsetzungen lohnen? Das ist Geschmackssache. Da mir schon die Verfilmungen nur wenig zusagten, verzichte ich gerne auf die weiteren Romane…

Fazit: Stephen King Fans zu empfehlen!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 590

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 6. Auflage 08/2019 (ursprünglich 2014

Mittwoch, 5. November 2025

Update

Neue Nachträge und neue Reviews


Zu folgenden Reviews gibt es neue Cover und Nachträge (unter Fassungen):


- Game of Death II

- Bastard Swordsman

- The 36th Chamber of Shaolin

- Challenge of the Masters



Zu Ehren von Hui Siu-Hung, der am 28.10.25 verstarb, zu Ehren von Stanley Fung, der am 31.10.25 verstarb und zu Ehren von Tchéky Karyo, der am 31.10.25 verstarb, wurden jeweils Filme der drei gesichtet. Hier die Reviews:


- Kiss of Death

- Bruce, Hong Kong Master

- Crying Freeman



RIP 



Crying Freeman

Crying Freeman

Story:

Als der Sohn eines Yakuza Bosses von einem Profikiller namens Freeman (Mark Dacascos) getötet wird, schaltet sich die franz. Polizei (Rae Dawn Chong, Tchéky Karyo) in die Sache ein, nur um den Vater (Mako) kurz danach ebenso ins Jenseits befördert zu wissen. Doch der Freeman wurde von einer Zeugin (Julie Condra) erkannt. Diese gilt es, auszuschalten. Doch der Freeman verliebt sich…

Meine Meinung:

Crying Freeman basiert aus einem japanischen Comic, welches vom Franzosen und HK-Filmliebhaber und Gründer von HK Vidéo (eine franz. DVD-Label) Christophe Gans inszeniert wurde. Produziert wurde das Ganze von Horror-Spezialist Brian Yuzna (Dentist II, Faust: Love of the Damned, The Guyver). Zuvor folgten bereits weitere Comic-Verfilmungen aus Hong Kong (Dragon from Russia, Killer's Romance). Brian Yuzna und Christophe Gans lernten sich bei Necronomicon kennen.

Als Titelfigur, die zum Töten gezwungen wird, macht Mark Dacascos (John Wick: Chapter 3) eine starke Figur. Wohl nebst seinen Rollen in Der Pakt der Wölfe (erneute Zusammenarbeit zwischen ihm und Regisseur Christophe Gans) sowie Drive seine beste Rolle. Nicht nur schauspielerisch vermag er zu überzeugen, sondern auch in den Actionszenen. Seine Martial Arts Fähigkeiten brachte er gekonnt in den Film ein. Dass Christophe Gans das HK-Actionkino liebt, sieht man Crying Freeman jeder Sekunde an.

Speziell das Kino von John Woo (Hard Boiled, The Killer, A Better Tomorrow) dürfte es Christophe Gans angetan haben. Der Film strotz nur so vor John Woo Vibes, mit Ausnahme der blutigen Shoot-Outs. Das ist auch das einzige, kleine Manko, welches der Film aufweist. Für so viele Shoot-Outs sind diese sehr harmlos und relativ unblutig inszeniert, auch wenn es hier und da eine blutige Sequenz zu sehen gibt. Die Action-Szenen bestehen aus Shoot-Outs, Schwertkampfszenen, vielen Slow-Mo Momenten und echten Explosionen. Ein Hochgenuss.

Ob der Inhalt 1:1 das japanische Comic widerspiegelt, ist mir nicht bekannt, da ich dieses nicht kenne. Die Liebesgeschichte nimmt zum Glück nicht zu viel Platz ein und wirkt nicht zu übertrieben oder schnulzig. In weiteren Rollen sieht man Namen wie Rae Dawn Chong (The Borrower, Commando), Tchéky Karyo (Kiss of the Dragon), Masaya Katô (Gozu, Re:Born) oder Byron Mann. Der Film wurde zu Ehren von Tchéky Karyo angesehen, der gestern verstorben ist. Zwar sehe ich Tchéky Karyo lieber als Bösewicht (Kiss of the Dragon), aber er macht seine Sache mehr als ordentlich.

Fazit: Sehenswerter und optisch ansprechend, schicker Action-Film. Wer das damalige HK-Actionkino mochte, dürfte an Crying Freeman seine Freude haben! Schade, dass Christophe Gans nicht mehr Filme realisiert hat…

Infos:

O: Crying Freeman

Frankreich, Japan, Kanada, USA 1995

R: Christophe Gans

D: Mark Dacascos, Julie Condra, Rae Dawn Chong, Tchéky Karyo, Mako, Masaya Katô, Byron Mann

Laufzeit der franz. DVD: 97:27 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 01.11.25

Fassungen: Mir lag die franz. DVD von Metropolitan vor. Uncut, auch heute noch eine hervorragende Bild- und Tonqualität. Einziges Manko: keine englischen Subs d.h. nur franz. Zwangsuntertitel. Es gibt wenige Dialoge in Japanisch, welche ich somit nicht verstanden habe. Inzwischen gibt es den Film auch in Deutschland Uncut auf Blu-Ray oder UHD (Turbine Medien). War der Film früher zu VHS und DVD-Zeiten noch ab 18 Jahren freigegeben, wurde das in der Zwischenzeit folgerichtig nach unten korrigiert.