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Mittwoch, 24. Oktober 2018

Jigsaw Review

Horroktober 2018 Spezial
Jigsaw

Story:

Leichen- und DNA Funde, die auf den «Jigsaw» Killer (Tobin Bell) schliessen lassen, beschäftigen die Polizei. Denn – der Killer ist eigentlich seit mehreren Teilen tot, doch seine Arbeit wird scheinbar fortgesetzt – von wem?

Meine Meinung:

Der achte Teil der Saw Reihe ist nicht bzw. nur Fans, die die Reihe vergöttern, ans Herz zu legen. Davon abgesehen handelt es sich bei Teil acht um eine schlechte Fortsetzung, in welchem die Spierig Brüder (Undead, Daybreakers und zuletzt Winchester - Das Haus der Verdammten) als Regisseure enttäuscht haben.

Ich bin sowieso kein allzu grosser Fan der Reihe. Das fing bei Teil eins, der pseudo-anspruchsvoll sein möchte an, und ging bei den Fortsetzungen, die nur für Gore-Fans interessant sind, weiter. Wie schon die Teile zuvor ist Teil acht inhaltlich viel zu konstruiert – total schwachsinnige, unrealistische, nicht fesselnde und alles andere als spannende Story. Nach Logik sollte man nicht mehr suchen und nichts hinterfragen. Im letzten Viertel wird so oder so alles in hundert Rückblenden und Zeitsprüngen erklärt, die schwachsinniger nicht sein könnten.

Ich habe mir die meisten Fortsetzungen nur aus einem Grund angesehen: fiese, originelle Tötungsszenen und blutige Spezialeffekte. In der Hinsicht sind aber nur die Teile drei und sieben wirklich zu empfehlen, den Rest kann man eigentlich vergessen. Was den Blutgehalt angeht, trifft das nicht auf Jigsaw zu, dem wohl harmlosesten und unblutigsten Teil der ganzen Reihe (ca. zwei Effekte waren gut, Rest nicht der Rede wert). Splatterfans werden daher enttäuscht werden.

Und sonst bietet der Film nicht viel – wie schon erwähnt eine miese Story, null Spannung, nervendes Saw Theme inklusive nervenden Tobin Bell (plus dessen Stimme) und jede Menge uninteressanter, klischeebeladener 08/15 Figuren, die einem am Arsch vorbeigehen und eine teilweise viel zu hektische Kameraführung, miese CGI Effekte und nervende «CSI» Serienelemente / Inhalte.

Fazit: Wie fast die ganze Reihe Zeitverschwendung. Selten wurde eine Horrorreihe so gehyped wie Saw – nicht zu empfehlen!

Infos:

O: Jigsaw

USA, Kanada 2017

R: Michael Spierig, Peter Spierig

D: Laura Vandervoort, Tobin Bell, Callum Keith Rennie, Matt Passmore, Hannah Emily Anderson, Brittany Allen

Laufzeit der CH-DVD: 88:41 Min.

Gesehen am: 24.10.18

Fassungen: Nachdem bisher keine Unrated Version veröffentlicht wurde, habe ich doch zugeschlagen: mir lag die DVD aus der Schweiz von Ascot Elite vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Gäbe es auch auf Blu-Ray.

Dienstag, 23. Oktober 2018

City of the Living Dead Review





Webmaster mit Catriona MacColl am NIFFF 2011 - Horroktober 2018 Spezial

City of the Living Dead

Story:

Medium Mary (Catriona MacColl) wird Zeuge, wie sich ein Priester in einer Kleinstadt namens Dunwich auf dem Friedhof erhängt. Dies hat unangenehme Folgen für die Bewohner von Dunwich: die Toten erheben sich und morden in der Gegend rum. Mary versucht zusammen mit einem Reporter (Christopher George) das Grab des Priesters zu finden, um die Tore zur Hölle wieder schliessen zu können…

Meine Meinung:

City of the Living Dead ist ein Klassiker des Ital. Horror- und Zombiefilms von Kult-Regisseur Lucio Fulci. Man kann zusammen mit The Beyond und Zombi 2 von einer «Zombie Trilogie» sprechen, auch wenn Fulci später noch Zombi 3 (mit Mithilfe von Bruno Mattei) und The House by the Cemetery (Dr. Freudstein geht auch als Zombie durch) gedreht hat.

Die meisten dieser Klassiker habe ich lange nicht mehr gesehen, habe die meisten aber als sehr gut in Erinnerung. City of the Living Dead hat den Test zumindest bestanden und gefällt mir auch heute noch immer sehr gut, auch wenn ich denke, dass ich The Beyond und Zombi 2 noch etwas mehr mögen werde (Tick stimmungsvoller habe ich diese in Erinnerung).

Der Film bietet eine stimmungsvolle, unheimliche und nicht gradlinig erzählte Geschichte, die zuerst zwischen New York und Dunwich (dadurch und die Bilder bekommt der Film Lovecraft Atmosphäre) hin- und herpendelt bevor dann definitiv nach Dunwich gewechselt wird. Der Soundtrack, der mich meist an Dawn of the Dead erinnert hat (Ausser das Theme, welches im Finale gespielt wird) hat mir auch gefallen. Jedoch hätte es mehr Musik geben dürfen – in einigen Szenen so scheint es, ist keine Musik zu hören, was schade ist.

Der Film bietet nebst mystischer Story und stimmungsvollen Bildern prächtige Spezialeffekte, die Kult-Charakter haben. Unvergessen sind Szenen wie jene, in welcher ein Bohrer als Mordwerkzeug eingesetzt wird, in welcher Innereien und Därme (zitiert in The Song of Solomon) herausgewürgt bzw. erbrochen werden, in welcher 10kg von Maden unsere drei Hauptfiguren von Kopf bis Fuss bedecken, in welcher Zombies ihren Opfern mit blossen Händen die Gehirne aus den Schädel reissen oder in welchen Protagonisten lebend begraben werden und immer wieder der erhängte Priester auftaucht, als Schockeffekt bis hin zu sehenswerten Make-Up Zombie- Effekten- und Masken im Finale. Für die wunderbaren Effekte zeichnete sich Gino De Rossi zuständig (war u.a. für die Effekte in Cannibal ferox oder Weapons of Death zuständig).

Nebst Lucio Fulci (Aenigma, Verdammt zu leben – verdammt zu sterben) und Gino De Rossi wartet der Film mit weiteren bekannten Namen aus dem Ital. Kino der damaligen Zeit auf: Catriona MacColl (The Beyond), Giovanni Lombardo Radice (auch Cannibal Ferox), Michele Soavi (The Sect), Janet Agren (Eaten Alive, Policeman Luc Merenda) oder den unverkennbaren Perry Pirkanen (Cannibal Ferox und Cannibal Holocaust).

Fazit: Klassiker des Genres und jedem Horror- Zombie- Ital.- und Lucio Fulci Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Paura nella città dei morti viventi

Italien 1980

R: Lucio Fulci

D: Christopher George, Catriona MacColl, Carlo De Mejo, Antonella Interlenghi, Giovanni Lombardo Radice, Michele Soavi, Janet Agren, Perry Pirkanen

Laufzeit der UK Blu-Ray: 92:45 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 23.10.18

Fassungen: Ich habe den Film zu Urzeiten immer auf Englisch geschaut – obwohl es englischsprachige Darsteller gibt, scheint die Englische Synchro auch nur Dubbed zu sein wie die Ital. – wie so oft gibt es bei diesem Ital. Film keinen echten O-Ton. Mir lagen vor: US-DVD von Anchor Bay (Original signiert von Catriona MacColl), die franz. DVD von Neo Publishing (Original signiert von Catriona MacColl) und die DVD aus Japan von JVD (Original signiert von Catriona MacColl). Nun wurde der Film in England von Arrow Video neu veröffentlicht und da erstmalig Ital. Ton mit englischen Subs angeboten wurde, schlug ich zu. Mehr Infos zu der Edition: Schuber, Poster, Karten, 60seitiges Booklet, neues Master (4K), Englisch/Ital. Ton, englische Subs, Unmengen an neuen und exklusiven Extras und die Bildqualität ist hervorragend. Für mich die bis dato beste Fassung zum Film, die mir auch auf Lebzeiten ausreichen wird. Gibt es in Deutschland Uncut und in Deutsch von XT Video auf Blu-Ray.

Montag, 22. Oktober 2018

The Rape After Review

Horroktober 2018 Spezial
The Rape After

Story:

Photograph Mr. Mo (Melvin Wong) hat eine Affäre mit dem Fotomodell Shu (Shrila Chun Wai-Man). In der Liebesnacht wird Shu von einem Dämon, der in einer Statue, die Mo gestohlen hat, vergewaltigt und geschwängert. Mo will von Shu und dem Kind nichts wissen, da er bald seine Freundin Li (Chang Hing-Yue) heiraten möchte. Nach einem Unfall verbrennt und stirbt Shu – nicht ohne Mo zuvor verflucht zu haben. Und schon bald macht sich Unglück im Leben von Mo und seiner Frau Li breit…

Meine Meinung:

The Rape After ist ein starker Horrorfilm aus Hong Kong. Der Film orientiert sich am westlichen Kino was Humorlosigkeit, Ernsthaftigkeit und die düstere Grundstimmung des Filmes angehen. D.h. es gibt hier keinen Genremix, keinen speziellen Humor und HK-Slapstick zu sehen wie das in anderen Filmen aus Hong Kong der Fall ist (z.B. The Untold Story mit Anthony Wong).

Geblieben sind übernatürliche Elemente, Rituale, Priester und Zeremonien – das gehört aber zu Hong Kong dazu – traditionelle Ereignisse treffen auf modernste Technik – wie so oft im asiatischen Raum. Dies zeigt lediglich die Realität.

Es handelt sich nicht um einen «Rape» Streifen. Die Frau schläft, während ein Dämon auf ihr sitzt. Sie bekommt nichts mit und ist schwanger im Glauben, von Melvin Wong beim Sex geschwängert worden zu sein. Man sollte den Film also nicht wegen dem «Rape» im Titel vorverurteilen und falsch kategorisieren. Der chinesische Titel Wort für Wort übersetzt würde auch heissen: Unanständiger Samen.

Der Film, der an HK-Horrorfilme wie The Imp oder The Accident erinnert, hatte ich schon immer gut in Erinnerung. Aber meine Erwartungen wurden beim neuerlichen Sichten übertroffen – vor allem was die Anzahl Effekte und stimmungsvollen Bilder angehen, hatte ich The Rape After nicht so sehenswert in Erinnerung. Der schlägt, was Horrorparts, Effekte und Stimmung angehen, The Accident und The Imp bei weitem.

Der Geschichte kann man gut folgen. Man nimmt sich Zeit, die Figuren einzuführen – Melvin Wong als Photograph, Shu als Fotomodell und Li als Melvin Wongs zukünftige Frau. Der Film ist sehr stimmungsvoll und zu keiner Sekunde langweilig. Man muss ein wenig warten, bis sich der Fluch entwickelt – danach geht es Schlag auf Schlag und stimmungsvoller Horror ist durchgehend zu sehen.

Die letzten 40 Minuten (= Disc zwei der VCD) sind durchgehender stimmungsvoller Dauerhorror inklusive effektiver Make-Up Effekte vom Anfang bis zum Schluss. Praktisch 95% dieser 40 Minuten spielen in der Nacht, im Nebel, in gruseligen Settings und bieten schaurig schöne Horrormomente, in denen Nebelschwaden, Zombies, Krähen und Priester, die vom Oberzombie-Dämon niedergemetzelt werden, zu sehen sind.

Dabei gibt es schon zuvor tolle Make-Up Kreationen zu sehen – erwähnt werden sollen hier die Szene in der versucht wird, das Baby abzutreiben (was dem Arzt nicht gut bekommt), der Tod der Haushälterin (sehr blutig und stimmungsvoll – genau hier würde eine bessere, schärfere und hellere Fassung Sinn machen – die Szene erinnerte mich an Suicide Club), das Auffinden einer verrotteten Leiche im Schrank inklusive Ratte, die sich den Weg aus dem Mund bahnt und die Obduktions-Szene (was Effekte angehen wohl das Highlight des Filmes inklusive Hommage an Das Ding aus einer anderen Welt) wobei letztere ein echter Leckerbissen geworden ist.

Was die Darsteller angehen kenne ich nur einen – aussergewöhnlich, obwohl ich ein grosser Freund des HK-Kinos bin. Melvin Wong, den ich hier jedoch kaum wiedererkenne, spielt den Fotographen. Er hat in unzähligen Filmen mitgespielt. Viele kenne und habe ich. Unvergessen sind seine Auftritte in In the Line of Duty III (Cameo Auftritt, in welchem er Sandra Ng Zigarettenasche in die Hand tippt) und Above the Law (Als Bösewicht vs. Cynthia Rothrock und Yuen Biao – einer der besten modernen HK Actionfilme aller Zeiten). Ansonsten hat Melvin Wong oft Nebenrollen gespielt, z.B. als Polizist, Bösewicht oder Vorgesetzter (Midnight Angel, Gun Is Law, Ultracop 2000, From Here to Prosperity, Chinese Cop Out, Armageddon). Aber auch die anderen Darsteller machen ihre Sache sehr gut.

Fazit: Wer Horrorfilme mag, dem sei The Rape After, einer der besten HK-Horrorfilme der 80er Jahre, nur zu empfehlen!

Infos:

O: Yin Zhong

HK 1986

R: Tom Lau Moon-Tong

D: Melvin Wong, Chang Hing-Yue, Shrila Chun Wai-Ma

Laufzeit der HK VCD: 88:53 Min.

Gesehen am: November 2006 / Review überarbeitet am: 22.10.18

Fassungen: Mir lagen HK VCD und VHS von Ocean Shores vor. Das VHS soll zensiert sein, die VCD ist Uncut. O-Ton, englische Subs, durchschnittliche bis solide Bildqualität. Das VHS aus Japan ist auch Uncut, hat aber keine englischen Subs soll aber eine bessere Qualität bieten als die HK VCD. Es gibt keine DVD Fassung, keine deutsche Version und auf Blu-Ray gibt es den Streifen auch nicht (Stand: Okt. 2018). Eine bessere Fassung in Sachen Bildqualität wäre wünschenswert!