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Dienstag, 5. Februar 2019

Red Scorpion 2 Review

Red Scorpion 2

Story:

Eine Spezialeinheit wird gebildet, um eine Neo-Nazi-Terrororganisation und deren Anführer auszuschalten…

Meine Meinung:

Teil 2 ist ein solider, gut guckbarer B-Actionfilm der auch in seinen Action-Szenen (Explosionen, Shoot-Outs, paar kleinere Martial Arts Einlagen und Ringkämpfe) zu gefallen weiss. Auf der anderen Seite bietet der Film nichts, dass einen Mehrwert bietet d.h. ich werde mir den Film, der nicht mehr mit Dolph Lundgren daherkommt (spielt in Red Scorpion die Hauptrolle) in Zukunft nicht mehr ansehen.

So ist der Film schlussendlich vor allem nur für B-Actionfans zu empfehlen. Die Actionszenen sind gut, aber sie bieten kein Spektakel. Nichts, was in Erinnerung bleibt. Die Shoot-Outs hätten auch gerne etwas blutiger sein dürfen. Die Actionszenen kommen vor allem am Anfang und am Ende vor. Dazwischen gibt es auch Mal eine kurze Actionszene zu sehen, aber vor allem lahme Füllszenen.

Da wäre das nächste Problem: die Figuren sind wenig charismatisch. Selbst Michael Ironside haut da nicht mehr viel raus, zumal er nur eine Nebenrolle als Leiter der Spezialeinheit hat d.h. er kommt in den Actionszenen nicht vor und spielt auch keinen Bösewicht (was gut zu ihm gepasst hätte). Bekannte Namen (zumindest für mich) fehlen. Paar Gesichter passen jedoch sehr gut in einen B-Actionfilm.

Die Story fand ich wenig glaubwürdig. Die Bösewichte und das Nazi-Klischee waren sehr peinlich. Die Bösewichte wirkten auch zu keiner Sekunde bedrohlich. So wie die Terrorgruppe auf den Zuschauer wirken will, wirkt sie leider nicht. Man hat das Gefühl, es handelt sich um eine kleine, unbedeutende Randgruppe die niemand richtig zu fürchten oder interessieren scheint.

Diese billigen Klischees in Kombination mit 08/15 Figuren und Actionszenen, die nicht in Erinnerung bleiben, sorgen dafür, dass der Film nicht in die Wunschliste aufgenommen wird – auch wenn Red Scorpion 2 per se kein schlechter Film und jedem B-Actionfan zu empfehlen ist!

Infos:

O: Red Scorpion 2

USA, Kanada 1994

R: Michael Kennedy

D: Matt McColm, John Savage, Jennifer Rubin, Paul Ben-Victor, Michael Covert, Michael Ironside

Laufzeit der jap. LD: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 04.12.18

Fassungen: Mir lag die Laserdisc aus Japan vor = Uncut. O-Ton Englisch mit jap. Subs, sehr gute Bildqualität. Es gibt bisher nur zwei DVDs auf der Welt: Frankreich und Italien. Problem: ohne O-Ton d.h. nur in Franz. oder Ital. synchronisiert. Eine Blu-Ray gibt es nicht und alle deutschen Fassungen (VHS) sind zensiert.

Goeshi Review

Goeshi (aka Strange Dead Bodies)

Story:

Myung Kang ist per Anhalter unterwegs. Er wird von der jungen Su-Ji mitgenommen. Diese ist auf dem Weg zu ihrer Schwester, die auf dem Land wohnt. Dort angekommen, finden sie den Ehemann der Schwester tot vor. Die Schwester landet mit einem Nervenzusammenbruch im Spital. Bald schon finden Myhung Kang und Su-Ji den Grund für den Horror heraus: eine nahe gelegene Forschungsstation erweckt durch Strahlen die Toten, doch die Polizei schenkt ihren Berichten keinen Glauben…

Meine Meinung:

Auf Goeshi war ich gespannt, denn es handelt sich um ein südkoreanisches Remake (!!!) zum Ital. Zombieklassiker Let Sleeping Corpses Lie. Ich wurde durch einen anderen Schweizer Sammler, der sich sehr mit dem koreanischen Kino der 60er, 70er und 80er auskennt, auf den Film aufmerksam und durch zwei Korea-Dealer, die koreanische VHS auftreiben, sammeln, mit anderen weltweiten VHS vergleichen und/oder verkaufen.

So kam ich in den Genuss des Gruselfilmes aus 1981. Und in der Tat: es handelt sich wirklich um ein Remake des oben genannten Filmes. Man weicht nur wenig vom Original ab, so dass man mehrheitlich gar von einem 1:1 Remake sprechen kann. Wir haben zuerst das Remake und danach das Original geschaut und viele Szenen sind nahezu identisch. Auch auf kleine Details wird Rücksicht genommen: Zigaretten, Wasserfall im Hintergrund, der fotografierende Ehemann der Schwester, Blumen als Motiv.

Nur das Ende weicht ab und paar wenige Inhalte wurden weggelassen. Ob Motive gleich oder ähnlich erklärt werden, ist mir nicht bekannt, da mir der Film nur in Koreanisch vorliegt. Es scheint weltweit keine englischuntertitelte Fassung zu geben. Und leider ist die koreanische VHS Kassette, gerade in dunklen Szenen, teilweise zu dunkel, so dass das Schauen in diesen Szenen zu einem Ärgernis verkommt. Aber dem Fan solcher obskuren, seltenen Filme bleibt halt nichts anderes übrig – Mangels an Alternativen.

Man darf von Goeshi keine Let Sleeping Corpses Lie Qualitäten erwarten. Sonst wird man enttäuscht. Und man muss ein Faible für alte koreanische Filme haben. Das Interesse muss vorhanden sein. Es handelt sich um einen Gruselfilm. Splatterszenen gibt es keine. Der Film ist auch insgesamt harmloser in seiner Darstellung. D.h. Nacktszenen wie im Original sind tabu, ebenso der Konsum von Drogen (die heroinabhängige Schwester aus dem Original) und auch die männliche Hauptrolle, der Rebell, ist weitaus sanfter gezeichnet (wie auch der harte Polizist). Dieser wirkt mehr wie ein Farmer als ein Hippie.

Die Figuren, die mir völlig unbekannt sind, agieren relativ gut. Es wird auf Humor im Rahmen verzichtet und der Film versucht ernst zu sein. Der Film wartet mit stimmungsvollen und atmosphärischen Bildern auf, die in einer besseren Fassung sicherlich eine bessere und wirkungsvollere Wirkung erzielen würden. Dazu kommt, dass der Film schön und ruhig gefilmt ist. Es handelt sich um einen Gruselfilm – nicht Horrorfilm – da würde ich klar differenzieren. Eine echte Spannung ist jedoch nicht vorhanden. Vergleicht man den Film und dessen Szenen jedoch mit dem Original, ist eine gewisse Spannung vorhanden, da es kleinere Abweichungen gibt. Daher lohnte sich der Film für mich – zum einen bin ich an diesen seltenen Gruselfilmen aus Korea interessiert (siehe Filme wie Suddenly in the Dark, Thousand Year Old Wolf, A Woman After a Killer Butterfly), zum anderen mag ich das Genre und drittens mag ich auch das Original.

Fazit: Für Fans von seltenen, obskuren Gruselfilmen aus Korea, bevor deren Produktionen im Ausland bekannt wurden, zu empfehlen auch wenn der Film nicht ans Original rankommt! 

Infos:

O: Goeshi /Koesi (怪屍 / 괴시)

Südkorea 1981

R: Kang Beom-gu

D: Yu Kwang-ok, Kang Myeong, Park Am, Hwang Ok-hwan

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 04.12.18

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Oasis Video vor = Uncut, in Koreanisch ohne Subs, gute (helle Szenen) bis schlechte (dunkle Szenen) Qualität. Vollbild scheint auch nicht das Originalbildformat zu sein. Die zu dunkle Bildqualität in den Nachtszenen war jedoch ärgerlicher. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Es scheint, als wäre der Film ausserhalb Koreas nie veröffentlicht worden (Stand: Dez. 2018). PS: Ohne Werbepause für VHS und ohne Trailer vor dem Hauptfilm. Jedoch wird vor und nach dem Film vor Bootlegs und Pornos gewarnt (und man sieht, wie VHS verbrannt werden!).

A Valiant Villain Review

A Valiant Villain

Story:

Ein kleines Dorf wird von einem Tiger, einem Seeungeheuer und einem Banditen (Tien Yeh) bedroht. Letzterer ist es jedoch, der die Rettung für das Dorf bedeuten könnte…

Meine Meinung:

Der relativ unbekannte A Valiant Villain (ich fand kein einziges Review im Internet), ein taiwanesischer Mix aus Kung Fu, Abenteuer- und Fantasyfilm, war ein reiner Blindkauf. Ich sah das DVD Cover bei einem taiwanesischen Ebay-Verkäufer, bei welchem ich schon oft eingekauft habe, und der Preis war fast geschenkt (fünf Schweizer Franken). Mir war bewusst, dass keine englischen Subs an Bord waren, aber was soll man machen, mangels Alternativen (mehr dazu unter Fassungen)?

Am Cover sprach mich an, dass man den Tiger und das Seeungeheuer abgebildet sieht – was ich fast immer liebe, dann sind es asiatische Fantasy-Filme mit Monster, Gummikostümen und charmanten Effekten à la Godzilla und Co., die einfach meinem Geschmack entsprechen. Daher war der Blindkauf schnell beschlossene Sache. Und ein weiteres Detail erfreut: A Valiant Villain ist mein 6000. Film in der Sammlung! Stolze Anzahl!

Abgesehen von diesen Hintergrundinfos ist A Valiant Villain ein solider Film, an dem jedoch nicht alles glänzt. Die Szenen mit dem Tiger und dem Seeungeheuer, die Highlights, kommen in den ersten 15 Minuten und danach noch kurz vor dem Finale vor, mehr nicht. Trotzdem haben mir diese Szenen sehr gut gefallen und ein Lächeln zeichnete sich in meinem Blick ab. Spektakuläre Effekte, vor allem wenn man das ansonsten einfache Budget des Filmes anschaut.

Dafür ging Regisseur Chen Hung-Min (The Fly Dragon Mountain, Ma Su Chen mit Jimmy Wang Yu, The Big Calamity / 大災難 aka The War God * = was gäbe ich dafür, von letzterem eine offizielle Fassung sehen zu dürfen!!!) extra nach Japan, wo er sich in Sachen Spezialeffekte durch die Film-Studios (Giganten) Toho und Toei ausbilden liess. Daher überrascht es auch nicht, dass er auch in späteren Filmen auf Effekte à la Godzilla setzte (*).

Die Darsteller sind mir nicht bekannt. Aber sie haben gut agiert und waren sympathisch. Dies gilt sowohl für Tien Yeh als heldenhaften Banditen und Tso Yen-Yung als weibliche Hauptrolle. Ein Kind kommt auch noch vor, zum Glück nicht allzu oft und es nervt kaum. Im Gegensatz zu vielen männlichen Shaw Brothers Stars dieser Zeit, verstand es Tien Yeh, glaubhaft, sympathisch, charmant und cool zu spielen – etwas, was viele männliche Shaw Brothers Darsteller dazumal nicht schafften (und meist von den Mädels an die Wand gespielt wurden).

Fazit: Kein Kracher, da im Mittelteil keine Fantasy-Szenen (die ich erwartet hatte) und in den Kampfszenen relativ statisch d.h. man sieht dem Film sein Alter an, aber die Fantasy-Szenen am Anfang und Ende machen viel Spass und entschädigen, so dass ich den Film allen Fans von taiwanesischen Fantasy-Filmen nur empfehlen kann!

Infos:

O: Gan kun san jue dou

Taiwan 1969

R: Chen Hung-Min

D: Tien Yeh, Tso Yen-Yung, Ko Hsiang-Ting, Chung Yau, Melvin Chang Yun-Wen

Laufzeit der TW DVD: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 03.12.18

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD aus Taiwan von Hoker Records vor = Uncut, O-Ton, keine englischen Subs, gute Bild- und Tonqualität. Mir sind keine Alternativen bekannt. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Dez. 2018). Die DVD war fast gratis (ca. fünf CHF auf Ebay gekauft).