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Donnerstag, 15. September 2022

The Seventh Curse Review

The Seventh Curse

Story:

 

Dr. Yuan Chen (Chin Siu-Ho) und Co. (Chui Sau-Lai, Maggie Cheung, Dick Wei, Chow Yun-Fat, Sibelle Hu) legen sich in Thailand mit einem Wurm-Sekten Cult (u.a. Elvis Tsui) an…

 

Meine Meinung:

 

The Seventh Curse sah ich seit gut 10-15 Jahren nicht mehr, würde ich meinen. Daher wirkte die Neusichtung auch wie eine Erstsichtung. Als 88 Films die Blu-Ray angekündigt hat, habe ich eine mögliche Neusichtung als HK oder griechische DVD aufgeschoben. Ich dachte mir: den guckst du dann restauriert und in einer würdigen Qualität! Weil: tolle Effekte! Das bleib mir in Erinnerung! Mehr nicht…

 

The Seventh Curse gehört zur Wisely Reihe. Filme um Abenteurer Wisely. Geschichten von Autor Ni Kuang, der dieses Jahr verstorben ist. Unter anderem gehört auch The Cat zur Reihe, auch wenn die Filme nicht zusammenhängende Geschichte erzählen. Konnte mich auch The Cat nach Neusichtung sehr überzeugen, so war dies auch bei The Seventh Curse der Fall, auch wenn am Film nicht alles perfekt ist.

 

Abstriche müssen bei Lead Chin Siu-Ho (Love Me Vampire) gemacht werden. Er hat einfach wenig Charisma. Da wäre eine andere Besetzung wünschenswerter gewesen. Schade fand ich, dass die ganzen Shaw Brothers Stars um Yasuaki Kurata (The Secret of Shaolin Poles), Kara Hui (Madam City Hunter), Derek Yee (Shaolin Prince) und Wong Yu (Rendezvous with Death) nur Mini-Auftritte bekommen haben. Nur Johnny Wang Lung-Wei (Martial Club) sticht mit einer längeren (Kampf)Szene gegen Chin Siu-Ho hervor. Regie führte, wie schon in The Cat, Nam Nai-Choi (Story of Ricky).

 

Auch die Rahmenhandlung à la Dr. Wai in the Scriptures with No Words am Anfang und Ende mit Gast-Auftritten von Chow Yun-Fat (The Killer), Ni Kuang, Chor Yuen (The Convict Killer) und Wong Jing (Magic Crystal) hätte man weglassen können (in der Englischen Version ja auch so geschehen). Die Szenen sind Zeitverschwendung und wirken unpassend. Wong Jing nervt. Chow Yun-Fats Bazooka Cameo im Finale hätte man sich auch sparen können. Aber eben, er war nach A Better Tomorrow ein Star, daher verzichtet man nicht auf einen solchen Namen…

 

Überzeugt haben mich hingegen Elvis Tsui (Butterfly Sword), Maggie Cheung (The Romancing Star), Dick Wei (City Warriors) und Sibelle Hu (Crystal Hunt) in einer ungewohnten Rolle. Und natürlich das abgefahrene Thailand- und Abenteuer-Setting. Nebst soliden Kampfszenen von Dick Wei und Chin Siu-Ho überzeugt der Film vor allem durch seine Exotik. Nebst einer (eigentlich total unnötigen) Nacktszene sind es vor allem die charmanten, fantasievollen, blutigen und gut getricksten Masken und Monster, die überzeugen. Die Effekte-Kreationen (Maden, Wurm-Monster, Splatter) sind die wahren Helden und Stars des Filmes! Die Effekten erinnern ans japanische Kino und zumindest laut imdb war auch ein Japaner für die Effekte zuständig: Keizô Murase (The Mighty Peking Man, The Snake Prince, Yokai Monsters: 100 Monsters, Matango, Mothra)!

 

Fazit: Wer das Mitte der 80er bis Mitte 90er Jahre HK-Kino liebt, kommt um den kurzweiligen, Effekte geladenen und sehenswerten The Seventh Curse nicht herum!

 

Gefolgt von: The Legend of Wisely

 

Infos:

 

O: Yuan zhen xia yu Wei Si Li

 

HK 1986

 

R: Nam Nai-Choi

 

D: Chin Siu-Ho, Elvis Tsui, Chui Sau-Lai, Maggie Cheung, Dick Wei, Chow Yun-Fat, Sibelle Hu, Chor Yuen, Ni Kuang, Wong Jing, Yasuaki Kurata, Kara Hui, Wong Yu, Derek Yee, Johnny Wang Lung-Wei

 

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 83 Min.

 

Neusichtung am: 12.09.22

 

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von 88 Films vor = Schuber, Booklet (ca. 70 Seiten), neues Master, zwei Fassungen, O-Ton, englische Subs, viele Extras (u.a. zweistündiges Interview mit Chin Siu-Ho). Die Bildqualität ist gut und sicher besser als bei früheren Fassungen, aber phasenweise in 2-3 Szenen zu dunkel für meinen Geschmack. Das scheint aber am Ausgangsmaterial zu liegen und nicht an der Restauration an sich. In Deutschland (nur auf DVD) von Laser Paradise zu haben (Deutsch/Canto, deutsche Subs, Uncut).

Mittwoch, 14. September 2022

In den Krallen der Yakuza Review

In den Krallen der Yakuza

Story:

 

Okoma (Naomi Tani) setzt sich für ihre Kolleginnen ein, nachdem ihr ehemaliger Yakuza-Boss von einer anderen Gang getötet wird und diese die Vorherrschaft übernehmen. Doch dann gerät auch Okoma in die Fänge der Yakuza…

 

Meine Meinung:

 

Aka Rope and Skin. Nikkatsu-Film aus dem Jahr 1979 und Mix aus Erotik, Yakuza, Gamble und wenig blutiger Action mit dem damaligen Super-Star des Genres, Naomi Tani , in der Hauptrolle. Der Film erinnert leicht an Werke wie Sex & Fury und Co. Soll heissen: es wird auch ein Plot erzählt und es gibt auch blutige Action zu sehen.

 

Für meinen Geschmack hätte es jedoch ausgeglichener sein dürfen. Was blutige Messerkampf-Szenen angehen, hat der Film vielleicht gefühlt zwei bis drei tolle und sehenswerte Momente, in denen die fast nackte Naomi Tani eine gute Figur abgibt. Allerdings sind die Szenen im Verhältnis zu den Nackt- und Sex-Szenen dann doch kaum vorhanden, was etwas schade ist.

 

Der Plot ist Mittel zum Zweck. Der Film von Regisseur Shogoro Nishimura nimmt sich jedoch für Hauptfigur Okoma Zeit, so dass deren Schicksal nicht gleichgültig ist. Der Film bietet dann viele altbekannte «Erotik» Szenen à la Nikkatsu: Sex, Rape, Erniedrigungen und S/M- und Bondage Inhalte. Da wird im Grunde nichts Neues geboten. Zum Beispiel gibt es Einläufe (à la Flower & Snake), Zwangsrasuren, etwas Peitschen, Szenen mit Urin oder Eier, die in Körperöffnungen verschwinden (à la Im Reich der Sinne).

 

Das Ganze ist, typisch für das Genre und Herstellungsland, optisch schick eingefangen und so gefilmt, dass nie digitale Zensuren fällig werden, da Geschlechtsteile in Japan tabu sind. Der Film spielt im klassischen Setting. Die Zeit Epoche wurden gut eingefangen, der Plot ist durch die kurze Laufzeit kurzweilig und die Darsteller machen ihren Job gut: Naomi Tani spielt stark und die Bösewichte sind total überzeichnet dargestellt, so dass man das gezeigte, trotz der Menschenverachtung (bzw. Frauenverachtung), kaum ernst nehmen kann.

 

Fazit: Fans von Erotikfilmen der Nikkatsu-Studios greifen zu und Pflichtprogramm für Naomi Tani Fans!

 

Infos:

 

O: Dan Oniroku: Nawa to hada

 

Japan 1979

 

R: Shogoro Nishimura

 

D: Naomi Tani, Junko Miyashita, Yuri Yamashina, Ren Seido, Tatsuya Hamaguchi, Yukiko Tachibana

 

Laufzeit der deutschen DVD: 66:55 Min.

 

Gesehen am: 11.09.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von CineClub vor = Uncut, Bonusfilm auf der Die Nackten und die Bestien DVD, O-Ton, deutsche Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Als Vorlage diente wohl die DVD aus Japan. Eine deutsche Synchronisation gibt es nicht. Auf der CineClub DVD wird der Film In den Klauen der Yakuza genannt. Es scheint keine Blu-Ray zu geben (Stand: Sept. 2022).

Dienstag, 13. September 2022

The Damned Thing Review

The Damned Thing

Story:

 

1981 musste Kevin Reddle mit ansehen, wie sein Vater durchdrehte, seine Mutter tötete, ihn zu töten versuchte um dann von einer unsichtbaren, höheren Macht bestialisch getötet zu werden. Ca. 20 Jahre später: Kevin Reddle (Sean Patrick Flanery), nun örtlicher Sheriff, wird erneut mit der brutalen Macht von dazumal konfrontiert, als es in der Stadt zu mysteriösen Todesfällen kommt und Chaos ausbricht…

 

Meine Meinung:

 

Ich war zum Essen verabredet und hatte noch etwas mehr als eine Stunde Zeit. Was tun? Eine Masters of Horror Folge schauen! Ich entschied mich für The Damned Thing. Die Folge gehört zur 2. Staffel und stammt von Tobe Hooper, dessen Beitrag für die 1. Staffel in meinen Augen massiv enttäuscht hat (Dance of the Dead). Auch The Damned Thing ist alles andere ein Kracher, aber bei weitem nicht so mies wie Dance of the Dead.

 

Würde es sich bei The Damned Thing um eine Einzel-DVD handelt, würde ich sie aus der Sammlung verbannen. Aber die Folge gehört zu einem Set, welches die ganze 2. Staffel beinhaltet = bleibt in der Sammlung bestehen. The Damned Thing ist 08/15 Durchschnitt. Die Episode startet eigentlich ganz gut, aber bietet die 1-2 Highlights gleich zu Beginn (= eine wunderschöne, handgemachte Splatter-Szene).

 

Danach flacht die Episode ab. Zwar gibt es noch mind. zwei weitere Gore-Szenen, aber die können das Niveau der Szene vom Anfang nicht halten. Es gibt auch Längen und zu viel Klischees. Beziehungsprobleme, Wiederholungen, spannungsarm, doofes Ende und Ted Raimis (Harte Ziele, Candyman's Fluch, Intruder, Evil Dead II) Part war auch nicht der Bringer. Hauptsache man hat einen grösseren Genre-Namen dabei, damit man mit ihm werben kann.

 

Fazit: Ohne Ansprüche kurzweilig, aber nichts Besonderes. Tobe Hooper ist irgendwie deutlich überbewertet. Komme immer mehr zum Schluss, dass Blutgericht in Texas ein Glückstreffer war…

 

Infos:

 

O: The Damned Thing

 

USA, Kanada 2005

 

R: Tobe Hooper

 

D: Sean Patrick Flanery, Marisa Coughlan, Alex Ferris, Brendan Fletcher, Ted Raimi

 

Laufzeit der US-DVD: 57:20 Min.

 

Neusichtung am: 06.09.22

 

Fassungen: Siehe Pelts!