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Samstag, 3. Mai 2025

Prosperous of Family

Prosperous of Family

Story:

Hsueh Tzu-Chi (Tien Yeh) zieht los, um Banditen zu bekämpfen. Er wird gefangen genommen. Durch ein Missverständnis glaubt seine Familie (drei Ehefrauen, ein Butler und ein kleiner Junge) er sei tot. Die Banditen fordern eine Zahlung, um Hsueh Tzu-Chi freizulassen. Die Ehefrauen Nr. 1 und 2 fliehen zusammen mit dem Geld und lassen die 3. Ehefrau (Tinny Ng Sau-Fong) und den Butler (Ko Hsiang-Ting) mit dem verwöhnten, schwer erziehbaren Sohn von Hsueh Tzu-Chi zurück. Die Banditen brennen das Haus ab und sorgen für mehr Sorgen im Leben der 3. Ehefrau, die sich mit viel Mühe und Hürden, durch das Leben schlägt. Und obwohl der Sohn (You Long) ihr das Leben zur Hölle macht, hält sie an den Tugenden von Konfuzius fest…

Meine Meinung:

Ting Shan-Hsi (Blood Reincarnation, Whiplash, Imperial Tomb Raiders), der viele Filme mit Superstar Jimmy Wang Yu realisierte (Showdown, Furious Slaughter, The Fast Fists), war der Mann hinter diesem Schwertkampf-Drama um die Lehren des Konfuzius. Die Produktion aus dem Jahr 1970 legt mehr Wert auf Figurenentwicklungen, Drama und Plot statt auf Kampfszenen, was nicht bedeutet, dass nicht auch gekämpft wird. Ting Shan-Hsi hat einige aufwändige Filme realisiert. Nicht selten auch mit geschichtlichem Hintergrund (Eight Hundred Heroes, The Story of Dr. Sun Yat Sen).

Der Film, der auch viel Wert auf Ausstattung und Bilder legt, ist optisch gelungen. Das sieht hochwertig aus: Kostüme, Waffen, Requisiten, brennende Gebäude und später folgt sogar eine Sintflut durch einen Tornado verursacht. Das wurde effektiv umgesetzt und sieht wirklich toll aus. Teilweise hatte das fast Kaiju-Momente, wenn Monster dafür sorgen, dass es zu Überschwemmungen kommt. Es geht Regisseur Ting Shan-Hsi in dem Film aber wirklich um die Lehren des Konfuzius. Es gibt vielleicht 2-3 Schwertkampfszenen.

Um Erziehung und wie viel ein Mensch aushalten muss, ohne z.B. das freche Kind einmal zu schlagen. Wird gutes Tun belohnt? Der Film treibt das teilweise, aber ohne lustig zu sein, auf die dramatische Spitze. Die ersten zwei Frauen sind egoistisch und herrisch, der Sohn frech, lernresistent und ein echtes Nervenbündel. Eigentlich wirkt das Balg so, wie die heutige Generation Z. Da war der Film seiner Zeit weit voraus. Die Szenen mit dem Kind sind dann auch wirklich nervend und schwer zu ertragen.

Der Plot und die darin gelebte Dramatik werden aber im Verlauf immer besser und besser. Man beginnt, mit der 3. Ehefrau mitzufühlen und wünscht ihr, dass es sich am Ende für sie auszahlt und die anderen für ihr Verhalten nicht belohnt werden. Dass die Gerechtigkeit obsiegt.  Tinny Ng Sau-Fong (The Adventure) spielt das auch sehr überzeugend. Gefallen haben mir auch Ko Hsiang-Ting (Gambling for Gold) als Butler und Tien Yeh (Beach of the War Gods) als Ehemann, der in eine lange Gefangenschaft gerät. Die Banditen haben auch gut gespielt. Die anderen zwei Frauen und der Sohn waren da deutlich schwächer, da zu viel Overacting.

Fazit: Für sich allein gesehen sicher kein Must Have Titel, in einer 3er DVD-Box aber absolut ok und in der Form wird der gerne mitgenommen!

Infos:

O: San Niang Jiao Zi

Taiwan 1970

R: Ting Shan-Hsi

D: Tien Yeh, Xiu-Fang Wu, Yu Lung, Lee Hung, Ko Hsiang-Ting, Tinny Ng Sau-Fong

Laufzeit der TW-DVD: 103:05 Min.

Gesehen am: 10.02.25

Fassungen: Gesehen via Retro Martial Arts Classic Box. In dieser sind drei Filme enthalten. Darunter der hier besprochene Prosperous of Family = nicht anamorph, gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2025).

Freitag, 2. Mai 2025

Witch from Nepal

Witch from Nepal

Story:

Joe (Chow Yun-Fat) macht zusammen mit seiner Freundin (Yammie Lam Kit-Ying) in Nepal Urlaub, als er auf eine mysteriöse Frau (Emily Chu) trifft, die ihm magische Kräfte überträgt. Beide beginnen eine Affäre. Doch ein Katzen-Krieger (Dick Wei) ist hinter Joes Affäre her und trachtet ihr und ihrem Umfeld nach dem Leben. In den Strassen Hong Kongs kommt es zum finalen Duell…

Meine Meinung:

Aka Nepal Affair. Nachdem das US-Label Vinegar Syndrome den Film als Blu-Ray angekündigt hat (wie auch das UK-Label 88 Films), wollte ich meine HK-DVD, eine relativ alte Scheibe, verkaufen. Doch der Deal schlug fehl. So nutzte ich diese Chance, um mir den Film nochmals anzusehen, statt Witch from Nepal, eine Mitte der 80er Jahre Produktion aus Hong Kong, blind neu zu kaufen. Und das war eine korrekte Entscheidung. Denn der Film konnte mich eigentlich nicht mehr wirklich überzeugen und ein Neukauf ist ausgeschlossen und eigentlich müsste ich den Film auch aus der Filmsammlung verbannen.

Witch from Nepal, teilweise wirklich vor Ort in Tibet gedreht, ist nämlich vor allem eins: uninteressant und langweilig. Sehr langweilig. Wenn man bedenkt, welche Namen und welches Filmstudio hinter mit dem Projekt standen (Ching Siu-Tung, Dick Wei, Chow Yun-Fat, Alan Chui Chung-San, Phillip Kwok Chun-Fung, Golden Harvest) kann man eigentlich nur enttäuscht sein. Das dürfte zusammen mit The Scripture with No Words oder Naked Weapon der uninteressanteste Film von Regisseur Ching Siu-Tung (Duel to the Death, A Chinese Ghost Story, Wonder Seven) sein. Auch die kaum vorhandene Action ist im Grossen und Ganzen enttäuschend. Trotz bekannter Namen wie Alan Chui Chung-San (The 7 Grandmasters) und Venom Star Phillip Kwok (Hard Boiled).

Der ähnlich gelagerte (Filmstudio, Herstellungsjahr, Herstellungsland, Chow Yun-Fat) The Seventh Curse war da um Längen besser. In jeder Hinsicht. Chow Yun-Fat (Wild Search, City War, Scared Stiff) war solide. Aber allein durch seine Präsenz kann er die Qualität des lahmen Filmes und des lahmen Plots nicht verbessern. Dick Wei (No Way Back, Rosa, To Kill a Mastermind) als Katzen Geist-Krieger bekommt nur im Finale paar coole Szenen spendiert. Allgemein gibt es nur im Finale und vor dem Finale die besten Szenen zu sehen, die u.a. Zombies und einen Kampf zwischen Dick Wei und Chow Yun-Fat auf menschenleeren Strassen in Hong Kong beinhalten, inklusive eines sehenswerten Abganges von Dick Weis Figur.

Fazit: Kein Must See Titel. Dazu ist der Film viel zu langweilig…

Infos:

O: Qi Yuan

HK 1986

R: Ching Siu-Tung

D: Chow Yun-Fat, Dick Wei, Emily Chu, Lam Kit-Ying

Laufzeit der HK-DVD: 88:51 Min.

Gesehen am: Nov. 2008 / Neusichtung am: 10.02.25

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Universe vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, Code Free, nicht anamorph, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Wer den Film mag, sollte die Vinegar Syndrome Blu-Ray (Double Feature zusammen mit The Seventh Curse) kaufen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025).

Donnerstag, 1. Mai 2025

Robotrix

Robotrix

Story:

Ein Roboter (Billy Chow) entführt im Namen eines verrückten Wissenschaftlers einen saudischen Prinzen, um den Vater des Prinzen zu erpressen. Da kommt dem Chief der HKer Polizei (Wu Fung) Doctor Sara (Hui Hiu-Daan) gerade recht: zusammen mit ihrem weiblichen Roboter Anna (Amy Yip Ji-Mei) und der vor kurzem bei einem Einsatz getöteten HK-Polizistin (Aoyama Chikako), die nun auch zum Roboter umfunktioniert wurde, sollen sie den Prinzen finden und den bösen Roboter ausschalten. Das Frauentrio arbeitet dabei mit der HKer-Polizei (u.a. David Wu, Kwai Chung) zusammen.

Meine Meinung:

Jamie Luk Kim-Ming (Doctor Vampire, Chinatown Kid, The Psychopath), der seine Karriere als Darsteller bei den Shaw Brothers startete, landete Anfang der 90er Jahre mit diesem CAT. III Film und Mix aus RoboCop und Terminator einen grossen Erfolg. Ich sah den Film unendlich lange nicht mehr. Ich denke, die letzte Sichtung ist gut 20 Jahre oder länger her. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Robotrix machte sehr viel Spass und hat mich bestens unterhalten.

Der Inhalt ist amüsant, verrückt, fantasievoll und wartet mit einem (sexy) Cast auf. Vor allem das Trio um Aoyama Chikako (Door II: Tokyo Diary), Amy Yip (My Neighbours Are Phantoms, The Magnificent Scoundrels, To Be Number One) und Hui Hiu-Daan sind in der Hinsicht erwähnt. Einige der Sexszenen sind sehr explizit und sogar Billy Chow (18 Shaolin Golden Boys, Tough Beauty and the Sloppy Slop) ist nackt zu sehen. Letzterer spielt selbstverständlich den Bösewicht. Als Killerroboter und Arnie-Verschnitt macht er eine gute Figur. Die Mädels machen nicht nur in den Nacktszenen eine gute Figur, sondern auch in den Actionszenen. Diese wurden gekonnt von Yuen Tak (Fist of Fury 1991, Lovers Blades, The Master Strikes Back) choreographiert.

Auch die Nebenrollen sind solide mit Namen wie Wu Fung (Madam City Hunter, Return of the Evil Fox) oder Stuart Ong (Maybe It's Love, The Big Heat) besetzt. Es gibt auch einige Gweilos wie Vincent Lyn (The Blonde Fury, Tiger Cage) zu sehen. Der Einzige, der in meinen Augen qualitativ abfällt, war David Wu (Tiger Cage 2, In the Line of Duty V - Middle Man). Er konnte mich nicht 100% überzeugen. Nebst nackten Tatsachen, etwas Gore und sehenswerter Action gibt es auch einiges zu lachen. Die Undercover-Aktion von Amy Yip, die sich als Prostituierte ausgibt, um Billy Chow aus der Reserve zu locken, war köstlich und amüsant.

Fazit: Wer das 90er Jahre HK-Kino liebt, wird mit Robotrix seinen Spass haben!

Infos:

O: Nu Ji Xie Ren

HK 1991

R: Jamie Luk Kim-Ming

D: Billy Chow, Wu Fung, Hui Hiu-Daan, Amy Yip Ji-Mei, Aoyama Chikako, David Wu, Kwai Chung, Stuart Ong, Vincent Lyn

Laufzeit der US-Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: ? / 2. Sichtung am: 09.02.25

Fassungen: Gesehen via Golden Harvest Vol. 1: Supernatural Shockers Box von Shout Factory (US-Blu-Ray). Hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs. Zwei interessante Extras betreffen ca. acht Minuten an fehlenden und/oder alternativen Szenen (die aus einem VHS aus Taiwan stammen dürften) und einem 14minütigen Interview mit Gweilo Vincent Lyn, der einen der Bodyguards spielt, der im Verlauf des Filmes von Billy Chow durch einen Stein getötet wird. In den 14 Minuten äussert er sich auch kritisch über die CCP. In Deutschland ist der Film von Shock Entertainment auf DVD raus (Deutsch/Canto mit deutschen Subs).