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Sonntag, 14. Dezember 2025

Wounded Tracks Review

Wounded Tracks

Story:

Interpol-Agent Xu Le aus Singapur (Lee Nam-Sing) ermittelt in Hong Kong gegen Gangster-Boss Zhang Tie (Norman Tsui). Er will den Tod eines Kollegen rächen und dessen Namen reinwaschen. Die Mission wird erschwert, als sich Xu in Zhnags Freundin Sharon (Yammie Lam Kit-Ying) verliebt…

Meine Meinung:

Bei Wounded Tracks handelt es sich um einen Film aus Singapur, wobei es auch eine Co-Produktion mit Hong Kong sein könnte. Weil teilweise wurde auch in Hong Kong gedreht und Regie führte nämlich Benny Chan (Raging Fire, The Magic Crane), der mehrere Blockbuster wie Rob-B-Hood, New Police Story, Who Am I? oder Call of Heroes drehte. Und es kann auch sein, dass es sich ggf. um einen TV-Film oder um eine Direct to Video Vö handelt. In vielen Datenbanken ist der Film erst gar nicht gelistet.

Daher habe ich von Wounded Tracks auch nicht allzu viel erwartet. Meine Hoffnungen lagen vor allem auf Norman Tsui (The Secret, City War, The Challenger), der im Film mitwirkt. Er spielt den Bösewicht. Leider kann er allein den Film nicht retten d.h. qualitativ so aufwerten, so dass der Film gut genug wäre, um in meine Filmsammlung aufgenommen zu werden. Der Film beginnt gut. Ich würde sogar sagen, dass das erste Viertel des Filmes das beste des Filmes ist.

Warum? Die Anzahl an diversen Actionszenen ist zu Beginn am höchsten. Danach flacht der Film jedoch ab. Der Plot ist reiner 08/15 Inhalt und erinnert an andere Filme (A Better Tomorrow und sogar Cheap Killers Vibes kommen auf, was die Beziehung von Xu Le und seinem «Kumpel» angehen), ohne jedoch dessen Qualitäten zu erreichen. Es gibt Längen und ich mochte die Helden nicht wirklich. Wenig sympathisch. Dass dann noch Namen wie Nick Cheung (Breaking News) mitmischen, den ich nicht sonderlich mag, hilft auch nicht, mich zu überzeugen. Norman Tsui als Bösewicht bleibt leider auch hinter den Erwartungen und das Finale war gar enttäuschend und unspektakulär.

Fazit: Kein Must See Titel aus Benny Chans Karriere!

Infos:

O: 傷城記

Singapur 1994

R: Benny Chan Muk-Sing

D: Lee Nam-Sing, Norman Tsui, Yammie Lam Kit-Ying, Nick Cheung Ka-Fai, Ben Ng Ngai-Cheung

Laufzeit der US-VHS: 88:24 Min.

Gesehen am: 13.11.25

Fassungen: Mir lag das Vollbild-US-VHS von Tai Seng vor = solide Bild- und Tonqualität, Kantonesischer Ton, keine Untertitel, sah Uncut aus. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2025).

Empress Dowager's Agate Vase Review

Empress Dowager's Agate Vase

Story:

Militärkommandant Wang ist auf der Suche nach der Vase von Kaiserin Cixi, um diese dem japanischen Militär gegen einen Waffendeal einzutauschen. Doch auch eine Diebesbande (u.a. Ko Hsiao-Pao), eine hinterlistige Madame (Hu Chin) und Polly (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) sind hinter der Vase her…

Meine Meinung:

Empress Dowager's Agate Vase ist eine Komödie mit einigen Kung Fu Szenen. Hou Cheng (Unsubdued Furies, On the Waterfront), der einige sehenswerte Bashers (siehe genannte Filme in der Klammer) inszenierte, führte bei dieser First Films Produktion aus Hong Kong Regie. Der Cast bestand laut einem «Zeitungsartikel» aus 50 Künstlern aus dem taiwanesischen TV und etliche Komiker waren beteiligt. Mir sind diese nicht bekannt. Nur Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Ghostly Face, Little Hero, Shaolin Traitorous) ist mir ein Begriff. Sie spielt eine der Hauptrollen.

Polly Shang-Kuan Ling-Feng wirkte bereits in vielen Filmen von Regisseur Hou Cheng mit = Seven to One, The Rangers, The Zodiac Fighters. Empress Dowager's Agate Vase lag mir in einer Mandarin gesprochenen Version ohne Untertitel vor. Dennoch fand ich das Gezeigte mehrheitlich wenig witzig (Situationskomik). Zudem hat der Film auch Längen, vor allem auf der ersten Disc (der VCD). Es hätte gerne mehr Kämpfe geben dürfen. Der Film ist wirklich mehr Komödie als ein Kung Fu Film. Schon in The Rangers störte mich der Humor. Ich denke nicht, dass englische Subs die Qualität für mich verbessert hätten.

Freude hatte ich eigentlich nur Polly Shang-Kuan Ling-Feng. Die macht auch in den lustigen Momenten eine gute Figur und hatte sichtlich Spass an ihrer Rolle. Auch in den Kampfszenen überzeugt sie. Auf der 2. Disc (der VCD) steigert sich die Anzahl der Kampfszenen. Etwas schade ist, dass Polly Shang-Kuan Ling-Feng keinen echten Gegner vor die Nase gesetzt bekommt. Die Bande aus Dieben war weniger mein Fall. Bei diesen «Künstlern» dürfte es sich wohl um bekannte taiwanesische Schauspieler aus dem taiwanesischen TV handeln. Was mir an Polly Shang-Kuan Ling-Feng weiterhin gefiel war die Tatsache, dass sie hier Mal Frau sein darf. Das heisst sie verkleidet sich weder als Mann noch spielt sie einen Tomboy. Cool.

Fazit: Mässiger Film mit unlustigem Humor, der nur durch Polly Shang-Kuan Ling-Fengs Szenen gerettet wird!

Infos:

O: Diao Man Dou Feng Sao

HK 1974

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Hu Chin, Ko Hsiao-Pao

Laufzeit der chinesischen VCD: 1. Disc (51:32 Min.) / 2. Disc (36:53 Min.)

Gesehen am: 09.11.25

Fassungen: Mir lag die VCD aus China vor = Vollbild statt Widescreen, Mandarin O-Ton, keine Subs. Vor dem Film wird noch der Trailer abgespielt. Eine Szene auf der 2. Disc läuft zweimal nacheinander ab. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2025). Solide Bild- und Tonqualität.

The Big Risk Review

The Big Risk

Story:

Boss Shih Da-Hu (Tong Tin-Hei) und seine Männer (u.a. Eddy Ko) arbeiten mit den Japanern (u.a. Lee Wan-Chung) zusammen. Held Zhang Li-Hang (Nick Cheung Lik) arbeitet für die Regierung. Der Agent will Boss Shih und die Japaner aufhalten. Es geht auch um eine wichtige Liste, die es zu finden gilt. Als Zhangs Freundin Chao Hsiao-Lan (Queenie Kong Hoh-Yan) entführt wird, entführt Zhang den Sohn des Bosses (Dean Sheak) um einen Geiselaustausch vorzuschlagen…

Meine Meinung:

The Big Risk ist ein solider Basher aus dem Jahr 1974 von Joseph Kong (Tiger Force, Bruce's Fingers, Enter Three Dragons, The Furious Killer), der mit Tough Guy wohl einen der besten und sehenswertesten Bashers überhaupt auf die Leinwand gezaubert hat. The Big Risk ist simple Unterhaltung und für Fans des Genres zu empfehlen, auch wenn der Film in meinen Augen (natürlich) nicht an einen Film wie Tough Guy heranreicht. Joseph Kong, der viel mit Michael Chan Wai-Man zusammengearbeitet hat, drehte bereits in Tough Guy mit Star Nick Cheung Lik, der hier die Hauptrolle spielt.

Was The Big Risk in noch höhere Sphären kapituliert hätte, wären ein auffallender Soundtrack gewesen (z.B. Italo-Western Musik), ein gewisser Blutgehalt à la die taiwanesischen Filme mit Jimmy Wang Yu aus der Zeit (z.B. The Hero) oder ein charismatischerer Cast. Abgesehen davon kann ich an The Big Risk nichts bemängeln. Die Darsteller verstehen ihr Hand- und Fusswerk. Die Anzahl Kampfszenen ist enorm, die taiwanesischen Settings abwechslungsreich und der Film versucht, so viel Abwechslung wie möglich zu bieten. Auf Klamauk und Humor wird verzichtet.

Nick Cheung Lik zeigt eine eindrückliche Beinarbeit. Seine Kicks sind erste Sahne. Aber er war mir, wie auch die Bösewichte, nicht sonderlich charismatisch. Bei den Bösewichten meine ich damit den Japaner inklusive Hitler-Bärtchen und den Glatzkopf, gespielt von Tong Tin-Hei (2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange). Überrascht war ich, dass der Film, obwohl so gut wie nicht blutig, kompromisslos agiert. Eine nackte Frau wird erstochen und auch Queenie Kong Hoh-Yan (The Delinquent), immerhin eine der Hauptfiguren, überlebt den Film nicht. Dean Shek (Bruce, Hong Kong Master) war solide und Eddy Ko (Sleeping Fist) spielt eine grosse Nebenrolle (mit Kampfszenen).

Fazit: Solider Basher mit kaum Längen und einer schier unglaublichen Anzahl von Kampfszenen!

Infos:

O: Hu Dou Hu

HK 1974

R: Joseph Kong

D: Tong Tin-Hei, Eddy Ko, Lee Wan-Chung, Nick Cheung Lik, Queenie Kong Hoh-Yan, Dean Shek

Laufzeit der koreanische n VHS (inklusive einer kurzen Unterbrechung für einen Werbespot): 84:58 Min.

Fassungen: Mir lag die VHS von Südkorea vor. Diese ist in Vollbild, in Mandarin und bietet koreanische Subs. Die Bildqualität ist okay, wenn auch etwas dunkel und unscharf. Der Film spielt jedoch nie nachts, so dass das mit dem leicht zu dunklen Bild nicht negativ ins Gewicht fällt. Der Film sah Uncut aus (inklusive der nackten Frau, die erstochen wird). Eine O-Ton Fassung mit englischen Untertiteln ist mir nicht bekannt. Es gibt keine DVD, Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2025).