Dieses Blog durchsuchen

Samstag, 29. August 2026

Malam Satu Suro

 

Malam Satu Suro

Story:

Suzzanna ist ein wieder zum Leben erweckter Geist, ein Sundel Bolong. Sie bekommt eine zweite Chance und lebt im Dschungel. Als Bardo Ardiyanto (Fendy Pradana) mit einem Freund im Dschungel jagen geht, entdeckt er Suzzanna und verliebt sich ihn sie. Er will sie heiraten und tut es auch, ohne zu wissen, dass sie in Wahrheit ein Sundel Bolong ist. In der Stadt entdecken Gangster und eine schwarze Magie praktizierende Magierin das Geheimnis. Um an Geld zu kommen, wird der Sundel Bolong zum Leben erweckt und eines ihrer Kinder plus Hausmädchen werden getötet. Der Sundel Bolong schwört daraufhin Rache an den Tätern…

Meine Meinung:

Malam Satu Suro ist scheinbar der dritte Teil einer «Sundel Bolong» Trilogie mit Suzzanna (Birth in the Grave, White Crocodile Queen, Santet) nach Ghost with Hole sowie Telaga Angker. Malam Satu Suro ist der dritte Sundel Bolong Film nach Ghost with Hole sowie Kliwon Friday Night den ich gesehen habe. Malam Satu Suro erreicht nicht die Qualität von Ghost with Hole, gefiel mir aber etwas besser als Kliwon Friday Night. Der Film ist kurzweilig und zum Teil sehr abgefahren. Auf der anderen Seite mutet der Film hier und da fast schon unfreiwillig komisch und etwas trashig an.

Suzzanna war damals 45 Jahre alt und spielt im Film eine vermeintliche Tochter eines Paares im Dschungel. Das wirkt einfach unrealistisch. Zudem gefiel mir meistens ihr Aussehen als Geist nicht. Damit meine ich ihr Gesicht, die Schminke, das Make-Up und die schlimme Fake-Perücke. Das wurde in älteren Filmen deutlich stimmungsvoller gehandhabt. Das Loch im Rücken (Wunde mit Maden) war hingegen cool getrickst. Die Gangster waren auch schlimme Karikaturen und dann hätten wir da noch Komiker Bokir, der fast alle Suzzanna Filme verschlimmbessert. Hier hielt es sich in Grenzen und die Musical Nummer war irgendwie herrlich surreal und schräg passend zum Rest des Filmes.

Vor allem im letzten Viertel dreht der Film mit einigen total abgefahrenen und fantasievollen Szenen auf. Unter anderem gibt es einen Kampf zwischen einem Krasue und der bösen Magierin. Und das waren tolle Effekte und diese wurden auch stimmungsvoll gefilmt und eingefangen. Und es gab doch auch den ein oder anderen blutigen Effekt, während andere Racheszenen mehr amüsant als wirklich böse waren (die Szene mit dem Teddybären als Killerwerkzeug). Obwohl ich Suzzannas Make-Up oft nicht mochte, hatte sie sichtlich Spass an ihrer Rolle und dem Film. Der Rest des Cast ist solide. In Erinnerung bleibt Nurnaningsih als böse Magierin.

Fazit: Fans von Suzzanna können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Malam Satu Suro

Indonesien 1988

R: Sisworo Gautama Putra

D: Suzzanna, Nurnaningsir, Soendjoto Adibroto, Karen Sukarno, Dorman Borisman, Bokir, Fendy Pradana

Laufzeit der US-Blu: 83:55 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (Suzzanna: Empress of Darkness) = Erste offizielle Vö mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

The Great Escape from Women’s Prison

The Great Escape from Women’s Prison

Story:

Japan marschiert im 2. Weltkrieg in Korea ein und übernimmt das Land. Yeung Fung Kow (Lee Dae-Geun) entscheidet sich, sich den Japanern anzuschliessen. Das sorgt für Differenzen was seine ehemalige Liebe oder seine Familienmitglieder (Mutter, Bruder) angehen. Yeung Fung Kow geht so weit, diese verhaften und ins Camp verschleppen zu lassen. Im Frauengefängnis müssen die Insassinnen schuften. Gnade gibt es nicht und auf Wiederhandlungen folgen Folterstrafen. Doch langsam macht sich, auch bei der Bevölkerung, Widerstand breit…

Meine Meinung:

The Great Escape from Women’s Prison ist zwar ein eher harmloser Vertreter des WIP (Women in Prison) Genres, dennoch empfand ich den Film, gerade auch mit angepassten Erwartungen, als solide. Zudem habe ich schon schlechtere solche Filme gesehen (Im Camp der gelben Tigerinnen, War Victims, Escape from Hell Hole, Bambuscamp 2. Teil- Die Tätowierung). Es handelt sich um eine Co-Produktion zwischen Taiwan und Südkorea. Daher sind auch zwei Regisseure, nämlich Ting Chung (Tiger Jungle, Two Assassins of the Darkness, Of Cooks and Kung Fu) sowie Jang Il-Ho (The Iron ManA Remodelled Beauty) als Regisseure gelistet.  Gedreht wurde vor Ort in Südkorea. Jang Il-Ho hat auch mind. drei Filme für die Shaw Brothers realisiert = Night of the Devil's Bride, The Deadly Knives sowie The Thunderbolt Fist.

The Great Escape from Women’s Prison bietet all die Klischees, die der Fan von diesem Genre erwarten kann. Was explizite Gewalt angeht, ist der Film harmlos. Was Nacktszenen angeht, gibt es hier nichts zu sehen (in einer Szene verdeckt eine Frau ihre Brüste, das ist alles). Dennoch funktioniert der Film. Es gibt WIP-Elemente, Shoot-Outs, Drama (auch durch die Familienkonstellation und der Tatsache des Überlaufens und Verrats), dennoch paar fiese Foltermomente und paar wenige blutige Details gibt es dennoch zu sehen. Und dann gibt es sogar noch eine kürzere Kampfszene. Die Drehorte in Südkorea sieht man dem Film positiv an.

Der Entscheid, fast komplett auf Humor und Klamauk zu verzichten (mit Ausnahme der adipösen Gefangenen) und die dramatischen Szenen zwischenmenschlichen Dilemmas in den Vordergrund zu stellen, passt und wirkt somit glaubhaft. Die Darsteller bestehen aus Koreanern und Chinesen, auch wenn es mehrheitlich Koreaner sind. Sie spielen mehrheitlich solide und glaubhaft. Der Inhalt kann sogar als historisch wichtig und sozialkritisch angesehen werden (Japanische Besetzung in Südkorea). Hier und da erinnerte mich der Film von seiner Inszenierung auch fast an einen Eastern, wenn sich die gefangenen Frauen z.B. in Rückblenden erzählen, warum sie im Gefängnis gelandet sind und jede ihre Geschichte erzählen darf.

Fazit: WIP-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Da nu ji zhong ying / Yeosu daetalok

Taiwan, Südkorea 1976

R: Jang Il-Ho, Ting Chung

D: Lee Dae-Geun, Yoon Mi-Ra, Han Mi-Ja, Nam Soo-Jeong, Do Keum-Bong, Kao Chiang, Chang Pei-Shan

Laufzeit der US-VHS: 98:53 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed HK-VHS von Ocean Shores (Omni Video vor) = Solider Dub, solide Bildqualität, Vollbilds statt Widescreen. Laufzeit 98:53 Minuten. Die Mandarin Kassette ist ca. zwei Minuten kürzer als ein «Uncut Print auf YouTube» (98:47 Min). Die Szenen, die in der Mandarin VHS fehlen sollen, hatte ich den Eindruck, dass diese ggf. auf dem Englisch Dubbed VHS drauf waren. Da es eher unwichtige Szenen sind, spielt es jedoch nicht so eine grosse Rolle. Ich werde noch vergleichen. Der Film müsste aktuell gerade in Deutschland als Straflager der Geschändeten von X-Rated auf Blu-Ray veröffentlicht worden sein. Ob dort die Uncut Fassung (à la YouTube Print) auch an Bord sein wird, ist mir nicht bekannt. Immerhin soll die Fassung in Deutsch und Mandarin vorliegen. Ob es eine VHS in Südkorea gibt und sich die südkoreanische Fassung von der taiwanesischen Fassung (abgesehen von der Sprache) unterscheidet, weiss ich nicht. Es handelt sich um eine Co-Produktion beider Länder.  

Freitag, 28. August 2026

Update

Bei folgendem Review gibt es unter Fassungen einen neuen Nachtrag und neue Bilder: