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Montag, 10. Oktober 2022

Touch of Death Review

 
Horroktober 2022

Touch of Death

Story:

Lester (Brett Halsey) hat zwei Probleme: 1. Er ist wahnsinnig. 2. Er hat Spielschulden. Deshalb sucht er sich speziell hässliche Frauen, die scheinbar vermögend sein könnten, aus, um diese zu töten und mit ihrem Geld/Wertsachen die Spielschulden bezahlen zu können…

Meine Meinung:

Touch of Death aka When Alice Broke the Mirror ist eine später Horrorkomödie von Lucio Fulci (The House by the Cemetery, Zombi 3, Zombi 2, The Devil's Honey, Don’t Torture a Duckling, The Beyond, Murderock, City of the Living Dead, Aenigma) der 1988 seine besten Zeiten definitiv hinter sich hatte. Wenn mich nicht alles täuscht, ist Touch of Death eine Direct to Video Produktion mit Blaubart Motiven.

Im Film tummeln sich zwar Namen wie Brett Halsey (Demons 6), Al Cliver (Zwei Supertypen räumen auf) und Zora Kerova (Man-Eater) und für die Effekte zeichnete sich Angelo Mattei (Amok Train, Macabro, Alien 2 - Sulla Terra) zuständig, aber so richtig zünden kann Touch of Death, auch mit angepassten Erwartungen, nicht mehr. Zwar gibt es drei tolle Gore-Szenen (die später noch für Lucio Fulcis A Cat in the Brain recycelt wurden), aber das waren dann auch schon die Highlights des Filmes.

Der Plot ist spannungsarm, lahm und langweilig. Der Humor ist albern und nur selten wirklich lustig. Dazu war dieser viel zu überzeichnet (die Darstellung der hässlichen Frauen z.B.). Das Finale war schwach und das geringe Budget sah man dem Film zu jeder Sekunde an. Die drei sehenswerten Gore-Szenen erblickt der Fan bereits in den ersten 35 Minuten - danach folgt gähnende Langeweile bis zum Ende. Musik gefiel mir auch nicht sonderlich und auch der Cast, wenn auch mit Inbrunst dabei, machen den Film nicht besser.

Fazit: Nur für Lucio Fulci Hardcore-Fans!

Infos:

O: Quando Alice ruppe lo specchio

Italien 1988

R: Lucio Fulci

D: Brett Halsey, Ria De Simone, Al Cliver, Sacha Darwin, Zora Kerova, Marco Di Stefano, Antonio Maimone

Laufzeit der US-DVD: 80:42 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Shriek Show vor. Das Master ist älter, was man auch sieht: unscharf, solide DVD-Qualität, nicht anamorph. Aber, und das ist löblich: exklusive Extras, Englisch/Ital. mit englischen Subs. Auf Blu-Ray gibt es den Film in Österreich von XT Video in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Eine Ital. Sprachfassung mit deutschen Subs ist als Bonus an Bord.

Sonntag, 9. Oktober 2022

Return of the Evil Dead Review



 
Horroktober 2022

Return of the Evil Dead

Story:

500 Jahre nach ihrer Exekution kehren die untoten Tempelritter zurück und sorgen während den Feierlichkeiten in einem kleinen Städtchen für Angst und Schrecken…

Meine Meinung:

Der zweite Teil der Reihe hat mir sogar leicht besser als sein Vorgänger (Tombs of the Blind Dead) gefallen. Ich wusste seit meiner Erstsichtung nichts mehr. Die aktuelle Sichtung fühlte sich also wie eine Erstsichtung an. Warum mir der 2. Teil besser gefiel? Das Tempo ist höher, keine lange Einleitung, es geht schneller zur Sache = weniger Längen.

Zudem mochte ich die Kleinstadt-Stimmung. Während Teil eins an diversen Orten spielte, spielt Return of the Evil Dead an einem Ort. Eine Kleinstadt, wo jeder jeden kennt. Das sorgt für unterhaltsame Füll-Szenen. Ich mag solche Kleinstadt-Settings in Filmen und im Mittelteil gibt es eine schöne Massenpanik zu sehen. Der Mittelteil war jedoch fast zu Action lastig, was für eine Reduzierung der stimmungsvollen Momente sorgt.

Der Film hat seine besten Szenen am Anfang und im Finale. Dort rockt der Film auch, was stimmungsvolle und atmosphärisch dichte Szenen angehen. Langsam nimmt das Unheil und Grauen seinen Lauf. Viele Szenen erinnern dabei ans klassische Zombie-Genre, wo die langsame Bedrohung stets spür- und sichtbar ist. Die Effekte sind sehr gut, die Settings wunderschön und passen perfekt zum Gezeigten.

Die Figuren und dessen klischeehafte und stereotypische Darstellung mochte ich heuer mehr als bei 1. Sichtung, wenn ich mit meinem alten Review vergleiche. Auch ein Grund, warum ich den Film mehr mochte als den Vorgänger. Wer Euro-Cult Filme aus den 70ern und 80ern mag, kommt um die Blind Dead Filme nicht herum!

Fazit: Sehenswert und auf die Fortsetzung gespannt!

Gefolgt von: The Ghost Galleon

Infos:

O: Ataque de los muertos sin ojos

Spanien, Portugal 1973

R: Amando de Ossorio

D: Tony Kendall, Fernando Sancho, Esperanza Roy, Frank Braña, Lone Fleming, Pedro Almodóvar

Laufzeit der US-DVD: 91:07 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die US-DVD Box The Blind Dead Collection vor. Alle vier Teile in den spanischen und englischen Fassungen, eine Bonus-Disc mit Doku und ein 39sitiges Booklet und eine Sarg-Packung runden das Paket ab. Die Bildqualität empfand ich als sehr gut. Da brauche ich kein Blu-Ray Upgrade. Auf Blu-Ray ist der in "Österreich" raus (XT Video).

Samstag, 8. Oktober 2022

Maid's Room Review


   
Horroktober 2022

Maid's Room

Story:

Kwang-yeol wird nach einem Auslandsstudium bei Rückkehr nach Korea in die Psychiatrie eingeliefert. Kwang-yeol gelingt der Ausbruch. Er wird von einem mysteriösen Killer verfolgt. Kwang-yeol gelingt die Flucht via Zug nach Yeosu. Im Zug trifft Kwang-yeol die die Detektivin Yu, welche ihn aufklärt, dass sein Zwillingsbruder Bong-yeol gestorben sei. Kwang-yeol nimmt an der Beerdigung teil und nistet sich bei Bong-yeols Ehefrau Sul-hi ein, während mysteriöse Morde / Vorkommnisse weiterhin die Tagesordnung sind…

Meine Meinung:

Maid’s Room ist ein seltener und unbekannter Film aus Südkorea aus dem Jahr 1987. Im Vergleich zu anderen südkoreanischen Horrorfilmen wie A Remodelled Beauty, My Sister's Regrets oder Cemetery of Beautiful Women ist der Film neuer und spielt im modernen Setting. Am ehesten ist der Film vergleichbar mit Filmen wie The Door to the Flesh und The Fear of Ancestral Rites. Die Filme sind sichtlich vom Giallo und/oder allgemein dem westlichen Horrorfilm inspiriert.

Und genau das und weil selten, machte den Film interessant. Im Vergleich zu den genannten The Door to the Flesh und The Fear of Ancestral Rites würde ich Maid's Room jedoch als schwächsten Beitrag werten. Dies liegt jedoch auch daran, dass ich dem Plot, den Motiven, den vielen Figuren und Twists, die der Plot am Ende bietet, nicht folgen konnte. Also eigentlich nicht das Problem des Filmes. Das sich so Längen einstellen, ist klar.

Auf der anderen Seite ist der Film auch nicht sonderlich actionreich, auch wenn es hier und da natürlich interessante, optisch coole und stimmungsvolle Momente zu sehen gibt. Killer mit Messer im Regen, Angriff in der Psychiatrie durch Frauen (fühle ich mich an Tenebre erinnert aufgrund der Stöckelschuhe), die Szene mit der Frau in der Dusche und den Schlangen (perfekter Mix aus Grusel und Erotik) und von unterirdischen Katakomben im Finale reden wir erst gar nicht.

Bisschen zahmer Sex und unterschwellige Erotik, Giallo Vibes und blutige Shoot-Outs (jedoch zensiert) gibt es auch zu sehen. Die Darsteller machen ihre Sache teilweise ordentlich, teilweise wirkt das Schauspiel etwas altbacken, zu steif und ernst. Aber im Grossen und Ganzen ordentlich. Maid's Room, den ich als Mix aus Thriller, Krimi, Horror- und Giallo betiteln würde, stammt von Kim In-soo. Er hat noch andere potenziell interessante Titel wie Festival of Horror, den oben bereits erwähnten Cemetery of Beautiful Women, Evil Under the Moon oder Cemetery of Regret gedreht. Ungesehen liegt u.a. noch Special Investigator Bat rum.

Fazit: Muss noch überlegen, ob der in die Sammlung kommt oder (auf FB) verkauft wird!

Infos:

O: Hahyeo-ui bang, 하녀의

Südkorea 1987

R: Kim In-soo

D: Choi Yun-seok, Bang Hee, Nam Su-Jung, Hong Seong-min, Park Jin-hee, Kim Jin-kyu, Lee Kyoung-hee, Yang Taek-jo, Hwang Kun

Laufzeit der koreanischen VHS: 100:27 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Den Film gibt es nur als südkoreanische VHS = Gute Bildqualität, nur Vollbild, Koreanischer O-Ton, keine Subs. Laut koreanischer Filmdatenbank läuft der Film fünf Minuten länger als das VHS aus Südkorea. Drei blutige Shoot-Out wurden digital zensiert!