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Donnerstag, 13. September 2018

Wu Xia Review

Wu Xia

Story:

In einem kleinen Dorf werden zwei Killer durch den Einheimischen Liu Jin-Xi (Donnie Yen) besiegt und getötet. Detektiv Xu Bai-Jiu (Takeshi Kaneshiro) ermittelt in dem Fall. Für ihn muss Liu Jin-Xi eine dunkle Vergangenheit haben, damit er gegen die Killer bestehen konnte…

Meine Meinung:

Wu Xia ist, auch nach Zweitsichtung, der beste Donnie Yen Film seit 2011. Alles, was danach kam, erreichte nicht mehr die Qualität von Peter Chans (The Warlords) Streifen. Im Gegenteil: die Qualität der Donnie Yen Filme nahm ab, sind sogar paar Gurken dabei welche es nicht Mal in die Sammlung geschafft haben oder nach 1. oder 2. Sichtung rausgeflogen sind (z.B. Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny, The Monkey King, Iceman 3D oder The Lost Bladesman).

Wenn man die Zeit vor Wu Xia anschaut ist Ip Man (2008) der nächste grosse Titel, deren Fortsetzungen qualitativ auch weiter abnahmen. Eindrücklich, dass Ip Man schon zehn Jahre auf dem Kasten hat.

Zurück zu Wu Xia: der Film von Peter Chan, einem mir total unbekannten Regisseurs, stellt ein Krimi dar. Einen Krimi, der auch die menschliche Seite und Fragen über Moral, Veränderungen und Vertrauen stellt. Es gibt im Film nur drei Kampfszenen. Daher würde ich Wu Xia nicht als Actionfilm betrachten. Trotz seiner Länge von fast zwei Stunden ist Wu Xia, vor allem auch optisch, ein wunderschöner und auch aufwändiger (Setting, Dorf, Bauten…) Film geworden.

Einzelne Szenen sind höchst spannend (als Donnie Yen Takeshi Kaneshiro durch den Wald begleitet), stimmungsvoll und düster (Rückblenden die Donnie Yen als Killer zeigen) und wunderschön gefilmt. Der Soundtrack zum Film ist ebenso eine Wucht (Intro, Kampfszene Donnie Yen Vs. Kara Hui).

Auch die Darsteller, die bekannten wie auch die weniger bekannten, machen allesamt eine gute Figur. Takeshi Kaneshiro (The Crossing 2) als Detektiv kommt sympathisch daher, Donnie Yen spielt sehr gut und überzeugt auch in den Kampfszenen. Er war auch für diese zuständig als Choreograph. Am meisten Freude hatte ich, dass zwei grosse Shaw Brothers Legenden an Bord waren: Kara Hui (Mrs K) als Killern, die den Auftrag bekommt, Donnie Yen zum Killerclan zurückzubringen inklusive spektakulärer Kampszene gegen Donnie Yen (wunderschön gefilmt, choreographiert und mit starkem Soundtrack unterlegt) und natürlich The One-Armed Swordsman Star Jimmy Wang Yu als Bösewicht – es sei auch gesagt, dass es eine Hommage an den Shaw Brothers Klassiker gibt. Er liefert sich den Finalkampf gegen Donnie Yen.

Nur schon wegen diesen Szenen ist der Film sehenswert! Die drei Kampfszenen sind stark und das Warten auf diese lohnt – aber auch alle anderen Szenen des Films möchte ich nicht missen, so dass für mich die vielen Kürzungen der internationalen Fassung (mehr dazu unter Fassungen) eine Schande und nicht nachvollziehbar sind.

Fazit: Für mich eine der besten neueren Arbeiten mit Donnie Yen! Wu Xia ist wunderschönes, sehenswertes Kino, das lohnt, entdeckt zu werden!

Infos:

O: Wu Xia

China, HK 2011

R: Peter Chan

D: Donnie Yen, Takeshi Kaneshiro, Kara Hui, Jimmy Wang Yu

Laufzeit der HK DVD: 114:59 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Review überarbeitet am: 02.07.18

Fassungen: Mir liegt die HK DVD von Media Asia vor = Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Laufzeit: 114:59 Min. Die deutschen Fassungen sind nicht zu empfehlen, da zensiert (93:53 Min.). Es handelt sich bei der deutschen Fassung um eine internationale Fassung, die aber auch an Action und Gewalt nebst Handlung zum Straffen zensiert wurde = absolut nicht zu empfehlen.

Calamity of Snakes Review



 
Calamity of Snakes

Story:

Auf einer Baustelle soll ein Bauprojekt entstehen. Plötzlich tauchen in einer Grube unzählige Schlangen auf, welche durch die Arbeiter getötet werden. Kurz daraufhin tauchen erneut Schlangen auf. Die Arbeiter setzen nun Tiere ein, welche den Schlagen den Kampf ansagen. Da taucht eine Riesenschlange auf, welche für Opfer bei den Bauarbeitern sorgt – da holt man sich einen Kung Fu Kämpfenden Schlangenbeschwörer an Bord, der die Schlange besiegt. Das Projekt wird zu Ende gebaut – doch die Schlangen rächen sich…

Meine Meinung:

Durch eine Facebook Diskussion mit anderen Sammlern bekam ich Lust, den Film wieder zu schauen, da es auch mehrere Fassungen und weitaus mehr Sammelstücke gibt, als ich vermutet hätte (mehr dazu unter Fassungen) und die Erstsichtung schon länger als zehn Jahre zurück lag.

Einige Szenen hatte ich durchaus noch im Gedächtnis, denn so was Verrücktes, Groteskes und Trashiges, wie es Calamity of Snakes bietet, bekommt man als Fan nicht alle Tage zu sehen. Der Film versteht sich als Tierhorrorfilm aber dazu gesellen sich einige Szenen, die einen sprachlos zurücklassen! So gibt es eine trashige Gummi-Monsterschlage, die unseren Helden im Finale im Kampf vieles abverlangt. Diese Szenen waren sehr amüsant! Sogar der Feuer-Stunt war eindrücklich, da auch eine Person beinhaltend.

Im Mittelteil darf ein Kung Fu Schlangenbeschwörer ran, der einzelne Schlangen per Kung Fu Techniken, auseinanderreisen und durch seine Zähne tötet (leider echte Schlangen), bevor er sich einen harten Kampf gegen die Riesen-Gummischlange liefert! Seine erste Szene: der Schlangenbeschwörer «badet» in einem Kasten mit hunderten von echten Schlangen! Eindrücklich, skurril.

Daneben gibt es eine minutenlange Szene, in welcher sich Schlangen und Mangusten bekämpfen. Das – und unendlich viele anderen Szenen, kommen den echten Schlangen aber gesundheitlich nicht gut zu stehen – es sterben etliche echte Schlangen sichtlich im Film – werden zerhackt, erschlagen, überfahren, lebendig gehäutet, mit Schwert halbiert, mit Flammenwerfer verbrennt, rumgeworfen oder von Mangusten angeknabbert. Sehr viel Tier-Snuff…ausser der Gummischlange und paar übel zugerichteten Leichen von Menschen (inklusive 1-2 Blutspritzer) wurde auf Make-Up Effekte verzichtet.

Ansonsten hält der Film, sehr actionreich, die Klischees des Tierhorrorgenres ein. Mutig von den Darstellern, viel Massenpanik am Ende, zum Teil komischer und unpassender Humor (typisch Asiaten) plus geklauter Soundtrack (Dawn of the Dead). Was will man mehr?

Wenn man sich abgrenzen kann betreffend dem vielem Tiersnuff ein wunderbar groteskes Stück Film, wie es nur die Asiaten auf die Leinwand zaubern können! Wer Angst vor Schlangen hat, sollte den Film meiden…

Infos:

O: Ren She Da Zhan

HK / Taiwan 1983

R: William Cheung Kei

D: Lee Ying, Lo Pi-Ling, Wei Ping-Ao, Kao Yuen

Laufzeit der jap. DVD: 86:25 Min.

Gesehen am: Oktober 2004 / Review überarbeitet am: 02.07.18

Fassungen: Es scheint diverse Fassungen zu geben: HK VHS, HK VCD, HK LD, zwei verschiedene jap. VHS, DVD aus Japan, US-DVDs (basierend auf den jap. VHS) und eine koreanische Fassung unter dem Titel War Between Men and Snakes die eine andere Geschichte, alternative Szenen und fünf Minuten länger laufen soll. Szenen des Filmes wurden auch für den US-Film Snake Inferno (1985) gebraucht. Mir lag die DVD aus Japan von Maxam vor = Mandarin mit nicht festen jap. Subs, scheint der HK Fassung und nicht der Korea-Version zu entsprechen aber im Gegensatz zu den englischsprachigen Fassungen soll mind. eine «oben ohne Szene» fehlen. Die Bildqualität ist gut und bei der nicht vorhandenen Story stören fehlende englische Subs nicht – dafür eben im O-Ton und nicht im Vollbild (Vorteile gegenüber den VHS aus Japan oder den Ocean Shores Fassungen). Nachtrag: die jap. DVD ist im Gegensatz zum jap. VHS in der Sex-Szene in zehn Bildern zensiert – 1x nackte Brüste, 9x sieht man den Mann beim Sex und die Beine der Frau (Kerzenstellung). Dafür ist das jap. VHS abgedunkelt und nur Eglisch Dubbed mit jap. Subs. Die Uncut Fassung kann man auf Youtube und Co. anschauen – habe die jap. DVD in der Sexszene vergleichen und die Szenen fehlen dort zu 100%. Nachtrag 11.05.23: Inzwischen haben Unearthed Films den Film in den USA auf Blu-Ray veröffentlicht. Die Vö kommt mit Schuber und dem schicken thai. Kinoplakat als Artwork daher. Es sind drei Fassungen an Bord. Einmal die reguläre Fassung (= identisch mit der in Nacktszenen leicht entschärften Japan-DVD Fassung) in einer hervorragenden Bild- und Tonqualität und mit O-Ton und englischen Subs, dann die Fassung ohne Tier-Snuff und im Bonusmaterial gibt es die "Uncut" Fassung = entspricht der japanischen VHS Fassung. Die ist zwar ganz Uncut (wenig mehr Nacktszenen), dafür liegt diese nur unrestauriert, abgedunkelt (Finale) und vor allem nur Englisch Dubbed vor. Es sieht so aus, als sei dies eine exklusive Export-Version. Die koreanische Fassung ist nicht auf der Disc. Es gibt exklusive Extras. Davon sind zwei Sachen interessant. Zum einen die Douk From Shaw to Snakes; The Venom and Violence of Early Chinese Language Horror Cinema. Es handelt sich um eine 76minütige Doku zum HK-Horrorkino. Daneben ist auch das Interview mit Chui-Yi Chung (Reptilian Recollections: Lin Kuang-Yung in Conversation with Chui-Yi Chung, ca. 15 Minuten) interessant. Die Blu-Ray ist, obwohl mit Region A angegeben, Region Free.

Revanchist Review

Revanchist

Story:

Als Triaden-Mitglied Ah Fay in einer Undercover Aktion in einer anderen Gang als Spion entlarvt und getötet wird, schwört sein bester Kumpel Fong Rache. Doch nicht der Gangsterboss des verfeindeten Clans ist der wahre Täter, sondern vielmehr deren rechte Hand - Dick (Zhang Feng-Yi), der sich nun auch Fongs Freundin zur Frau nehmen will - gegen ihren Willen...

Meine Meinung:

Durchschnittlicher Triaden-Streifen von dem man nicht zu viel erwarten sollte. Eher schwach war die teilweise arg schwachsinnige und vor allem 08/15 Storyline ohne Überraschungen und die eher blassen Figuren, die nur wenig Charisma zu bieten haben (bis auf Zhang Feng-Yi als fieser Bösewicht).

Zudem gab es für meinen Geschmack dann (mit Ausnahme des Finales) doch zu wenig Action d.h. gar Längen. Taiwans Star Alexander Lo Rei (mit Van Darm Frisur à la Harte Ziele) spielt eine unbedeutende Kurzrolle. Der restliche Cast kenne ich nicht.

Die Action an sich ist selten, teilweise jedoch recht blutig und sehr übertrieben (viele Drahtseil-Aktionen und die Kämpfer wirbeln durch die Lüfte als gäbe es keine Schwerkraft). Das ist vor allem in zwei Actionszenen (Spion Vs Zhang Feng-Yi, Fong Vs Zhang Feng-Yi im Finale) nicht schlimm: im Gegenteil: dort wo Bösewicht Zhang Feng-Yi kämpfen darf, da macht es richtig Laune! Viel geht kaputt, rasant und Staub aufwirbelnd, Blut fliesst ebenfalls und wie zu den besten Shaw Brothers Zeiten wollen die Protagonisten, obwohl stark verletzt und verwundet, nicht sterben.

Fazit: Die Actionszenen und vor allem das Finale retten den Film, so dass man als HK Actionfan dann doch noch erfreut wird!

Infos:

O: Xin Bao Chou

HK 1993

R: Zong Gan Jin

D: Canti Lau Sek Ming, Zhang Fengyi, Wong Hap, Choi Wang, Alexander Lo Rei, Yip Wing Cho

Laufzeit der HK VCD: 94:26 Min.

Gesehen am: Juni 2016

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2018). Mir lag die HK VCD aus HK von Mei Ah vor = Uncut, durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, feste englische UT. Es gäbe noch eine taiwanesische DVD, welche technisch jedoch der HK VCD entsprechen soll.