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Montag, 26. Oktober 2020

Daughter of Devil Fish Review

Horroktober 2020

Daughter of Devil Fish

Story:

Ein Mann lebt mit zwei Frauen: To Mom und Eh Mom. Beide haben kleine Töchter: Mei Chuan und Mei Lan. To Mom und Mei Chuan werden von Eh Mom und Mei Lan schikaniert, terrorisiert, gedemütigt und gemobbt. Das kommt so weit, dass To Mom stirbt. Sie verwandelt sich jedoch in einen Fisch um ihre Tochter vor der bösen Stiefmutter – und Stiefschwester zu beschützen. Weiteres Unheil tut sich auf, als Mei Chuan von Kaiser Wu Chien als Braut auserkoren wird…

Meine Meinung:

Daughter of Devil Fish ist ein sehr seltener Film. Ich wurde nur aufgrund einer FB-Gruppe auf den Film aufmerksam. Ich hielt den Film für einen älteren HK oder taiwanesischen Horrorfilm und sah, dass die seltene US-VHS für 500 Euro verkauft wurde! Ab dem Zeitpunkt war mein Interesse an dem Film vorhanden.

Als ich die Chance bekam, den Film zu einem späteren Zeitpunkt (für weit unter 500 Euro) zu erwerben, schlug ich selbstverständlich zu. Inzwischen hatte ich mehr Hintergrundinfos: der Film ist aus Thailand und nicht aus HK oder Taiwan. Die Angaben auf imdb / hkmdb sind falsch. Eine Fassung in Thailändisch hingegen ist verschollen (ähnlicher Fall wie bei Elephant Wife). Es scheint nur eine chinesische Fassung zu existieren (was sogar von Vorteil ist, da ich nicht sonderlich gerne Thai. höre).

Ich war froh, inhaltliche Infos vom Kollegen, der den Film bereits vor mir sah, bekommen zu haben. Zusätzlich war ich froh als ich beim Schauen sah, dass es englische Subs gab: so konnte ich der Story, einer thai. Folklore, gut folgen.

Der Film erzählt von der Legende des Golden Goby Fish, in dem eine Mutter stirbt, sich in einen Fisch verwandelt und die Tochter vor der bösen Stiefmutter beschützt. Dazu kommen Aschenputtel Motive (der Kaiser, der sich in die Frau vom Lande verliebt und umgekehrt, was der bösen Stiefmutter & Stiefschwester gar nicht in den Kram passen).

Der Film ist ein Mix aus Folklore, Drama und Horror. Der Film hat mir gefallen. Es wird eine dramatische Geschichte erzählt, bei welcher die Gerechtigkeit am Ende jedoch siegt. Ruhiger Film, schöne Settings, interessante Story und gut gespielt (bis auf einzelne Ausnahmen = auch im Thai. Kino wird auf doofen Klamauk nicht verzichtet). Zudem ist die Hauptdarstellerin nicht nur talentiert im Schauspiel, sondern schaut auch noch ziemlich hübsch aus.

Fazit: Für Fans des klassischen Thai. Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: แม่ปลาบู่

Thailand 1972 (Kino), ggf. schon 1968/1969 gedreht

R: ?

D: Chadaporn Wachirapranee, Sarinthip Siriwan

Laufzeit der US-VHS: 91:57 Min.

Gesehen am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag das seltene US-VHS von World Video vor. Dieses sah ich nur zweimal (und einmal wurde es für 500 Euro verkauft!) = Uncut, Dubbed Fassung (in Chinesisch statt O-Ton Thai.), englische Subs. Die Bildqualität ist gut (leider Vollbild). Die Subs sind meist gut lesbar, teilweise sind sie nur zur Hälfte zu sehen da sie unter das Bild rutschen. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2020).

Sonntag, 25. Oktober 2020

Born in Coffin Review

Horroktober 2020

Born in Coffin

Story:

Guo Suyue (?) und ein junger Mann verlieben sich und heiraten. Doch das Familienglück ist nur von kurzer Dauer: die Mutter des Mannes macht Guo Suyue, auch Dank dem negativen Einfluss einer anderen Frau (Eifersucht) im gleichen Haushalt, das Leben zur Hölle. Die Folge: Guo Suyue wird entstellt und als tot geglaubt beerdigt. Doch sie lebt und gebärt im Sarg einen Sohn…

Meine Meinung:

Born in Coffin oder Coffin Birth oder The Child Delivery in the Coffin ist ein 1980er Gruselfilm aus Taiwan bzw. mehr Drama mit Grusel-Setting. Was der Film definitiv nicht ist: ein echter Horrorfilm und schon gar nicht ein «Hong Kong Horror»(Film) wie es das Cover der US-VHS suggerieren will (zumal der Film aus Taiwan und nicht aus Hong Kong ist).

Der Film ist relativ harmlos und zahm. Grusel. Der Film passt zu Filmen wie The Old Lock oder Who's the Ghost in the Sleepy Hollow?. Also weniger Effekte geladene Obskuritäten à la The Devil oder The Witch with Flying Head. Der Film ist selten. Ich finde kein einziges englischsprachiges Review zum Film und in diversen Datenbanken ist der Film nicht gelistet (ofdb, LB). Nachtrag: in LB doch gelistet (mit anderem Titel).

Die Einleitung ist vielleicht der schwächste Part des Filmes und beansprucht rund 30 Minuten. Danach kristallisiert sich eine Handlung, die Parteien und Figuren sind vorgestellt. Es kommt zu mehr «Action» und einigen stimmungsvollen Szenen (Beerdigung von Guo Suyue, die jedoch gar nicht tot ist), der Geburt im Sarg, einigen «Rache-Szenen» in denen sich Guo Suyue als Geist ausgibt, Attentat Versuche auf Guo Suyue mittels Feuer (= Finale und sehr spektakulär für diese Art Film). Der Film war in diesen Szenen, mehr oder weniger, unterhaltsam. Man sollte die Erwartungen jedoch klein halten & unvoreingenommen an den Film gehen.

Der Cast war mir unbekannt. Regie führt Chang Jen-Chieh, der den Kracher The Devil drehte. Wang Pao-Yu (Shocking!, Baby Blood, The Devil), Hao Man-Li (Woman with Knife, Tsu Hong Wu, Virago) oder Chan Mei-Hua (The Witch with Flying Head) spielten in ähnlichen Filmen mit. Alles in allem solide Leistungen, zumindest was die Hauptfiguren angehen.

Fazit: Kein Kracher, aber für Fans des taiwanesischen, unbekannten Grusel-Kinos (Ende der 70er, Anfang der 80er Produktionen) zu empfehlen!

Infos:

O: Guan zhong chan zi

Taiwan 1980

R: Chang Jen-Chieh

D: Wang Pao-Yu, Wong Hon, Hao Man-Li, Chin Liu, Tian Ming

Laufzeit des US-VHS: 88:54 Min.

Gesehen am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Pan-Asia vor = Gute Bildqualität, Vollbild, statt O-Ton Mandarin ein Dub (Kantonesisch), keine Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt 2020).

Samstag, 24. Oktober 2020

The Killer of Dolls

Horroktober 2020

The Killer of Dolls

Story:

Paul (David Rocha) ist gestört. Er leidet an einer gespaltenen Persönlichkeit. Er guckt Paaren beim Sex zu, um die Frauen später zu ermorden. Er spielt gerne mit Puppen und verbindet eine Hassliebe zu ihnen wie auch zu Frauen. Auch ein Nachbarsjunge ist ständig in Gefahr, von Paul missbraucht und/oder getötet zu werden. Als Paul eine Beziehung zu Audrey (Inma de Santis) beginnt, beginnt sich sein Geisteszustand zu bessern - vorerst…         

Meine Meinung:

Ich ging mit gemischten Gefühlen an The Killer of Dolls. Vom Kumpel vorgewarnt, der Film «sei schwul», sind durchgehend homoerotische Szenen im Film vorhanden – durchs Band durch. Der Low-Budget Film aus Spanien, zur Franco-Zeit entstanden, erinnerte mich von der Machart und dem Inhalt her ein wenig an Filme wie Maniac oder Mosquito - Der Schänder.

Dass der Film mit den diversen, provokanten Themen durch die damalige spanische Zensur kam, ist überraschend. Regisseur Miguel Madrid leitet den Film ein und informiert das Publikum über die Figur und dessen Erkrankung (gespaltene Persönlichkeit). In meinen Augen kein guter Schachzug, da dies dem Inhalt bereits Spannung raubt.

Der Film war mir in vielen Szenen zu übertrieben in seiner Darstellung – dies meine ich in Bezug auf das Overacting von Hauptdarsteller David Rocha und die homoerotischen Szenen. Zum Beispiel die Dusch-Szene mit David Rocha oder die quasi schon «Vergewaltigung» von David Rocha an dem kleinen Jungen (klar tragen sie Kleider, aber es sieht ein Blinder, dass dies eine simulierte Missbrauchsszene ist). Solche Szenen brauche ich in keinem Film zu sehen…

Dazu kommt, dass mir David Rocha als Person nicht sympathisch (im Bonusmaterial erzählt er, wie er in der spanischen Presse in einem Klatsch-Heft seinen Suizid ankündigte und nicht umsetzte) und auch sein Schauspieltalent laienhaft ist. Laut David Rocha (Bonusmaterial) war er unerfahren und nervös und der Film wurde ohne Re-Takes gedreht, was man dem Film auch ansieht: teilweise sehr schlecht gespielt und unfreiwillig komisch.

Die anderen Figuren sind da teilweise auch nicht viel besser. Aus Marketing Gründen wurde die damals minderjährige Inma de Santis, ein spanischer «Lolita Star der 70er», an Bord geholt, die im letzten Viertel David Rochas Freundin mimen darf. Eine Schönheit in dem ansonsten teilweise ekligen Film. Wenig blutige Morde, der Soundtrack wie auch einige herrlich surreale Szenen (gegen Ende hin) sind die positiven Aspekte dieses merkwürdigen Filmes aus Spanien…

Fazit: Für Euro-Cult Fans ggf. interessant. In meine Sammlung wird der Film nicht aufgenommen, da mir Schauspieler David Rocha zu sehr auf die Nerven ging mit seinem Overacting…

Infos:

O: El Asesino de muñecas

Spanien 1975

R: Miguel Madrid

D: Marina Ferri, Salvador Buchila, María Condal, Alejandro Del Río, Inma de Santis

Laufzeit der US-Blu Ray: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die Code Free Blu-Ray von Mondo Macabro vor = Uncut, spanischer O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität, exklusive Extras. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2020).