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Sonntag, 4. Februar 2024

Samstag, 3. Februar 2024

Stark - The Dark Half

Stark - The Dark Half

Inhalt:

Zitat Back-Cover:

"Seit Jahren hat Thad Beaumont unter dem Pseudonym George Stark erfolgreich blutrünstige Thriller veröffentlicht. Als das Pseudonym aufgedeckt wird, beschließt er, sein Alter Ego »umzubringen«. Kurz darauf kommt es zu einer Mordserie in der Kleinstadt, unter den Opfern sind jene, die sich an dem symbolischen Begräbnis beteiligt haben. Ist George Stark wieder zum Leben erwacht?"

Meine Meinung:

Stark - The Dark Half bekam ich zusammen mit Regulator geschenkt. Von den zwei Stephen King (The Stand - Das letzte Gefecht) Romanen hatte ich weniger Vorfreude, Lust und Erwartungen auf Stark - The Dark Half. Daher las ich zuerst Regulator. In den ersten zwei Monaten auf meiner neuen Stelle als Nachtwache ist Stark - The Dark Half nach Regulator und Goon das dritte Buch, welches ich auf Arbeit gelesen habe. Warum ich nicht viel vom Roman erwartet habe? Ich kannte den Film und meinte, noch viel vom Film zu wissen = wenig Überraschungen.

Zudem ist der Plot, eine Art Dr. Jekyll und Mr. Hyde Variante, eigentlich auch nicht mehr sonderlich originell, wobei Stephen King sicherlich auch Privates hat in den Roman einfliessen lassen. Wie seine Figur Thad hatte auch King ein Pseudonym - Richard Bachman (Menschenjagd), die er auch im echten Leben «sterben liess». Zu meiner Überraschung gefiel mir Stark - The Dark Half im Vergleich zu Regulator deutlich besser. Nicht nur das: ich finde den Roman einen der bisher besten Stephen King Romanen, den ich gelesen habe. Ich habe es zuletzt regelrecht verschlungen, wenn es auf der Arbeit ruhig war.

Ich wusste, um ehrlich zu sein, nicht mehr allzu viel vom Film. Daher empfand ich den Plot des Romans als sehr spannend und extrem fesselnd. Ich mochte die Kleinstadt-Stimmung, ich mochte die Figuren (z.B. Sheriff Alan Pangborn), ich mochte den brutalen Terror, der durch Stark durchgeführt wird und ich mochte vor allem den mysteriösen und phantastischen Einschub mit dem Zwilling, der Thad als Jugendlicher entfernt wurde und die Sache mit den Vögeln (Sperlinge). Mir gefiel auch die Tatsache, dass Sheriff Alan an Stark so lange nicht glaubt, bis sein Weltbild, vor allem kurz vor dem Finale durch Tatsachen, mehr und mehr zu bröckeln beginnt. Diese Szenerie liess mir mehr als nur einmal ein Schauer über den Rücken jagen. Intensiv und stimmungsvoll geschrieben. Das Finale war zudem sehr spannend.

Etwas schade ist, dass die Zuschauer nicht erfahren, welche Auswirkungen das Ganze auf einzelne Figuren, nachdem der Roman endet, hat. Es gäbe ja noch Links zu Nebenfiguren wie Dr. Pritchard oder Rawlie DeLesseps die im Roman klar Stellung beziehen und hoffen, «nach der ganzen Sache» mehr Infos über den Fall zu erhalten. Darauf wird leider nicht eingegangen. Ein kleines, aber verschmerzbares, Manko.

Fazit: Pflichtlektüre für Stephen King Fans! 

PS: Und habe nun grosse Lust, bald den Film neu zu schauen, um vergleichen zu können! 

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 522

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 3. Auflage

Freitag, 2. Februar 2024

The Battle: Roar to Victory

The Battle: Roar to Victory

Story:

Korea 1920:

Korea wird von Japan besetzt. Diverse Widerstandsbewegungen (Yoo Hae-jin, Ryu Jun-yeol, Choi Min-sik) nehmen den Kampf gegen die Japaner (Kazuki Kitamura, Hiroyuki Ikeuchi, Park Ji-hwan) auf…

Meine Meinung:

The Battle: Roar to Victory ist ein südkoreanischer Kriegsfilm der angeblich auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Wie viel davon wahr ist, ist mir nicht bekannt. Auf jeden Fall ist der Film zu sehr auf Schwarzweiss-Malerei aus (Böse Japaner gegen heldenhafte Koreaner), zu übertrieben in seiner Darstellung der Figuren, zu patriotisch und zu einseitig dargestellt. Auf der einen Seite will der Film realistisch sein, auf der anderen Seiten erinnerte mich der Film, gerade durch sein Overacting und die Figuren, an fiktive Filme à la Inglourious Basterds.

Interessanterweise kam der Film, auch wenn in Südkorea an den Kinokassen ein Erfolg, nicht bei allen Einheimischen gut an. Auf der Datenbank Letterboxd gibt es etliche ½ oder 1 Stern Reviews von Koreanern, die den Film Märchen oder antijapanisch nennen - im negativen Sinne. Mir missfiel die Fiktion und das Overacting der Figuren ebenso. Da gibt einige Szenen, die zum Fremdschämen einladen, z.B. der Japaner und die Szene mit dem Messer und Tiger. Peinlich.

Technisch war der Film, wenig überraschend, stark in Szene gesetzt. Die Action-Szenen sind fein inszeniert und es kracht auch ordentlich. Einige längere Aufnahmen sind gar episch zu benennen. Schade um die schönen Bilder und spektakulären Drehorte, dass der Plot kaum fesselt. Teilweise geht es hübsch fies und derb zu, vor allem als die Japaner im Nanking Massaker-Stil Dorfbewohner niedermetzeln. Von der Qualität und den zu dramatischen und patriotischen Klischees ist der Film mit Battle of Jangsari vergleichbar.

Der Film von Won Sin-yeon wartet mit einer grossen Anzahl von bekannten Stars auf: Yoo Hae-jin (Taxi Driver, Confidential Assignment), Kazuki Kitamura (Kill: Bill Vol. 1 + 2, Godzilla: Final Wars, The Raid 2, Azumi), Hiroyuki Ikeuchi (Railroad Tigers, Manhunt), Park Ji-hwan (The Outlaws, Asura: The City of Madness) und Choi Min-sik (Old Boy, I Saw the Devil, Lady Vengeance), wobei letzterer erst am Ende als Überraschungsgast aus dem Hut gezaubert wird (sehr peinliche Darbietungen). Paar Kinder und Frauen sorgen für weitere Dramatik.

Fazit: Kann man gut einmal schauen. Aber für die Sammlung reicht es nicht. Qualitativ kein Vergleich mit wirklich tollen Kriegsfilmen wie My Way und Co.

Infos:

O: Bongodong jeontu

Südkorea 2019

R: Won Sin-yeon

D: Yoo Hae-jin, Ryu Jun-yeol, Jo Woo-jin, Kazuki Kitamura, Hiroyuki Ikeuchi, Park Ji-hwan, Choi Min-sik

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 130 Min.

Gesehen am: 27.12.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, deutsche Subs, Wendecover ohne FSK-Zeichen. Gibt es auch auf Blu-Ray.